tädten Voh⸗ er zu⸗ g der 5 von ür bie einer olution tagung rlangt, Orts⸗ Reich⸗ swesen
Faust
tegel⸗ nungs⸗ g eines und cgischen cteilern nungs⸗ n er⸗
ö
größer
wurden, bis zu 66,8 Prozent. Im ganzen ergaben sich in den Städten ungleich bessere Verhältnisse als auf dem Lande. In allen gemischten Aufsichtsbezirken zeigt das Land mehr und zwar bis zum elffachen Prozentsatz— beanstandete Woh⸗
Im Reiche der tausend Räder. Von Colin Roß“.
Eine Maschinenfabrik ist wie eine große Stadt voll belebter
1 N sichti Stadt. D Seeg 172 5 5 8 8 nungen als die von demselben Kontrolleur besichtigte Stadt. Der Straßen und Plätze, und den Fremden, der sie zum erstenmal be—
Landeswohnungsinspektor kommt zu dem Ergebnis:„Es scheint fast, daß man den Satz aufstellen kann: Je kleiner die Gemeinde, umso b der Prozentsatz der beanstandeten Wohnungen und umge⸗ Dabei ist allerdings zu beachten, daß gewichtige Mängel si Stockwerkshäufung mit ihren insbesondere auch des Belichtung der unteren
rt.“ des großstädtischen Wohnens wie die Folgen(Beschränkung der Nebenräume, Raumes für Hof und Garten, mangelnde Stockwerke, Mühe des Treppensteigens zu den oberen Wohnungen), serner die Verschlechterung der Luft durch Gase und Ruß, der Lärm der Straße, der Mangel an durchgreifender Abkühlung und Luft⸗ erneuerung in der heißen Jahreszeit der Beanstandung der Kon⸗ trolleure entrückt sind. Trotzdem stellt der Bericht sest, daß dee Vorteile der weiträumigen Bauweise und der geringeren Stock⸗ werkzahl auf dem Lande oft wieder aufgewogen werden durch un⸗ folidere Bauweise, geringere Höhe der Räume und vor allem durch die unhygienischen Erscheinungen, die der landwirtschaftliche Be⸗ rieb mit sich bringt.„Wo nun vollends die Nachteile von Altstadt und altem Dorf sich häufen, in den kleinen Städten mit vorwiegend fandwirtschaftlicher Bevölkerung, da finden sich die schlech⸗ testen Wohnungsve rhältnisse. Teilweise fern von der großen Straße des Verkehrs und ohne Industrie, sind sie auf dem Standpunkt geblieben, den schon die Großväter innehatten.“ Ueberaus groß ist die Zahl der beanstandeten Aborte. Ein Aufsichtsbeamter von Ehingen a. D. wußte sich nicht anders zu helfen, als daß er nur die einwandfreien Aborte aufschrieb und im Protokoll den Eintrag machte:„Die Aborte in der ganzen Ge⸗ meinde sind mit wenigen Ausnahmen, wie Pfarrhaus, Schloß und Bauer N. nirgends den gesetzlichen Vorschriften entsprechend.“ Auf Grund eigener Wahrnehmungen fügt der Landeswohnungsinspektor hinzu:„Es gibt Hunderte Gemeinden, in denen jede zweite Wohnung und noch mehr wegen ungenügenden Aborts zu beanstanden wäre.“ Ein anmutiges Kulturbild entwirft der Beamte von Welzheim:„In auffallend vielen Gebäuden fehlt ein Abort. Es wird ein Kübel in der Küche oder im Stall benützt. Der Kübel ist oft nicht bedeckt; hie und da ist über denselben eine Kiste gestürzt, die im Boden ein Loch hat und so als Witz dient. Auch ist oft in der Küche(in Kniehöhe) ein Laden an⸗ gebracht; der Laden öffnet sich nach innen und der untere Riegel der Ladenöffnung dient als Sitz; außen ist ein Brettergehäuse über der Oeffnung.“ Der Landesbeamte bestätigt, daß ähnliche Einrich⸗ tungen in ländlichen Gemeinden weit verbreitet sind. Sehr ungünstig werden Wohn⸗ und Schlafräume auf dem Lande beeinflußt durch die unmittelbare Nähe des sei es neben, sei es unter der Wohnung des Stalles. Die Gase des Stalles dringen durch die Stalldecke und verpesten in der darüberliegenden Wohnung die Luft. Stein und Mörtel werden zerfressen und fallen ab. Das Holz der Decke und das Fachwerk verfault, der Wohnung sieht man schon von weitem die Feuchtigkeit an. Aber die Aufsicht kann nichts dagegen tun, da baugesetzlich sogar Neubauten über und neben Ställen erstellt werden dürfen. Neben den Untergeschoßwohnungen(Souterrain) bekämpft der Bericht scharf die Dachstockwohnungen, die besonders auf dem Lande zur Unterbringung des Gesinde verwendet werden. Der Landesbeamte hat in kleinen Städten und Landgemeinden, wo eine Wohnungsaufsicht noch fehlte, Dutzende von Räumen getroffen, die er so schildert:„Die schräge Fläche der Dachziegel dient als Decke, die Dachlucke, mit einem Laden verschließbar, als Licht⸗ öffnung: Luft dringt genügend durch die Zwischenräume zwischen den Dachziegeln. Im Sommer heiß zum Ersticken, im Winter grimmig kalt, vom Sturm durchfegt und von Schnee und Regen mitgenommen, so stellt sich der ländliche Schlafraum unter dem Dach in seiner Ursprünglichkeit dar; keine Dachverschalung, kein dichter Boden, keine Wand, keine Tür, kein Fenster, im günstigsten Fall eine Glasziegel!“ Dazu kommt die Unsauberkeit der Umgebung der Wohnungen, herrührend von den Jauchegruben, Düngerstätten und dem Winkel. Auf das häufige Ueberlaufen der Jauchegruben führt der Bericht zum Teil die Verbreitung der Maul⸗ und Klauenseuche zurück. Vom Zustand des Winkels, des schmalen Hausabstands, in den sich der Regen, die Abfallstoffe und oft auch die menschlichen Auswurfstoffe ergießen, gibt er eine trübe Schilderung. Auch die Belegung der Schlafräume gab auf dem Lande zu vielen Beanstandungen Anlaß, obgleich nur ein Mindestschlafraum von 10 Kubikmeter für Erwachsene, von 5 Kubikmeter für Kinder unter 14 Jahren vorgeschrieben ist. In der Zusammenlegung von Geschlechtern wurden unglaubliche Zustände ermittelt, die zugleich den großen Mangel an Betten auf dem Lande illustrieren. Aus dem Aufsichtsbezirk Gerabronn allein wurden 212 Fälle von Bettmangel gemeldet. All diese Mängel„finden sich vielfach beim reichsten Bauern so gut wie beim ärmsten Taglöhner.“
Wird die Wohnungsaufsicht gleichmäßig so ausgebaut, wie es der Landeswohnungsinspektor erstrebt, so werden noch schlimmere Zu⸗
ritt, geht es wie dem Bauer, der vom Lande in die Stadt kommt,
oder dem Kleinstädter, der sich am Friedrichstraßenbahnhof oder
n Charing Croß zum erstenmal von der Weltstadt umbrandet fühlt.
Eine verwirrende Fülle von Bildern, von blitzschnell sausender und drehender Bewegung und von schwerfällig, massig rückender und kriechender, ein unentwirrbares Gewoge von Tönen, Geräuschen, Lauten, hellen, dumpfen, lockenden, drohenden stürmt auf ihn ein. Alles vereint sie, um keinen klaren Eindruck aufkommen zu lassen. Vild von einem Chaos, das die blanken, wuchtenden Maschinen ge— biert, die man kennt, von denen man wohl einzelne Teile in den Werkstätten sieht, doch deren Erzeugung dunkel bleibt.
bleibt ein Bild überragender Größe und brausenden Lebens, ein
Dort, wo es am ruhigsten ist, wohin das Brausen und Häm— mern und Dröhnen aus allen Werkstätten nur gedämpft herdringen kann. liegen Herz und Hirn der Fabrik. Wie in einem Pumpen⸗ reservoir laufen im ersteren, im kaufmännischen Bureau, alle Ströme zusammen. Und darüber arbeitet das Gehirn. Hier haben alle die Wunderwerke aus Stahl und Eisen ihren geistigen Ursprung. Ehe sie sich materialisieren und stählerne Glieder zu recken beginnen, finden sie hier ein erstmaliges Leben auf dem Reißbrett, embryonal gleichsam. Und ist die Schöpfung auf dem Papier vollendet, so flattern die Blätter hinaus in alle Werkstätten, um zu eisernem Leben zu erstehen.
Zuerst kommen sie in die Modelltischlerei. kleiner, bescheidener Teil der großen, lärmenden zurücktritt, gegenüber dem arroganten Auftreten glasüberdachten Montagehallen, in deren Innern es saust von tau⸗ send Rädern. Und doch ist sie mit der wichtigste. Hilft sie doch den ersten ungelernten Gliedern, aus denen sich später die Maschine auf— bauen soll, zum Leben.
Die einzelnen Maschinenteile werden überwiegend aus Eisen gegossen. Dazu bedarf es einer Form. Diese wird mittels eines meist hölzernen Modells hergestellt, das in feuchten, plastischen Sand eingeformt wird. Diese Modelle nun fertigt die Modelltischlerei. Da sind oft nur ein paar Tischler mit einigen Holzbearbeitungs- maschinen an der Arbeit. Aber, was sie schaffen, ist grundlegend für alle weiteren Werkstätten, und ein Fehler, den sie machen, ist irreparabel. Darum sind die Modelltischler auch gutbezahlte, hoch⸗ qualifizierte Arbeiter mit einem guten Teil technischer Schulung; denn sie sind die einzigen Arbeiter, die direkt nach der Zeichnung bauen müssen; alle übrigen arbeiten und ändern dann nur an den ihnen übergebenen Werkstückchen, bis der Monteur die einzelnen Teile zusammensetzt.
So ein Modell zu zimmern, besonders von einer komplizierten Maschine, ist keine einfache Sache. Der Ingenieur entwirft die Maschine, wie sie fertig dastehen soll. Das Modell für den Guß sieht jedoch ein wenig anders aus. Da ist mancherlei zu ändern, einzupassen, zu teilen; für die Bearbeitung muß Material zugegeben werden, und das Einschrumpfen des Metalls während des Erstar⸗ rens ist zu berücksichtigen. Da gibt es viel Arbeit, bis das Modell endlich schön rot und schwarz lackiert dasteht. Von solchen Modellen sammeln sich in großen, schon lange bestehenden Fabriken ganz er⸗ kleckliche Mengen an, die einen nicht unerheblichen Wert repräsen⸗ tieren, der in die Hunderttausende und Millionen gehen kann.
Hat das Modell den letzten Farbenstrich erhalten, so wandert es in die Gießerei hinunter. Hier mag es, das von der Tischlerei her an größte Sauberkeit gewöhnt ist, nicht wenig erschrecken. Ist der reinlichste Teil einer Maschinenfabrik, so ist die Doch das liegt in der Natur der Sache
Das ist nur ein Fabrik, der ganz der hochragenden,
die Tischlerei Gießerei ihr schmutzigster. und ist nicht zu ändern.
Hier soll das Modell eingeformt werden. Zu diesem Zweck be⸗
steht der Boden der Gießhalle bis tief hinab aus Formsand. Doch dieser Sand wird dauernd verbraucht, verbrannt und verstreut; 1“ Sand zugesetzt werden.
darum muß ihm fortlaufend„junge Darum ist bei jeder Gießerei eine eigene Sandaufbereitungsanlage, in welcher der Sand gemahlen, geknetet und gemischt wird.
mmen. Im erungen aus
eit. Preis
stände ermittelt werden.


