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Wöchentliche Beilage der Oberhessischen Dolkszeitung
Nummer 35
Dienstag, den 3. Dezember 1912
I. Jahrgang
.. 0 5 Zur Frage der inneren Kolonisatiou.
Als Mittel gegen die Teuerung der Nahrung, insbeson— dere gegen die Fleischnot, wird neuerdings von liberaler Seite die innere Kolonisation empfohlen. Die Konservativen sind zwar im Grunde ihres Herzens dagegen, weil sie davon Nachteil für den Großgrundbesitz befürchten. Doch können sie nicht offen widersprechen; haben sie doch gar zu oft die Schaffung und Erhaltung eines Kleinbauernstandes als vor— nehmstes Mittel zur Kräftigung des Staates gegen den Um⸗ sturz gepriesen. Nachdem nun der Reichskanzler im preußi⸗ schen Abgeordnetenhause eine Vorlage zur Förderung der inneren Kolonisation angekündigt hat, die— laut Zeitungs— meldungen— noch vor Weihnachten dem Landtage zugehen soll, wird man bis auf weiteres annehmen dürsen, daß sie die Unterstützung sämtlicher„staatserhaltenden“ Parteien finden wird. Und in den nächsten Wochen und Monaten wird die bürgerliche Presse vermutlich wieder bis zum Ueberdruß die Lehre verkünden, daß ein seßhafter und wohlhabender Mittel— stand die Grundlage jedes geordneten Staatswesens, das festeste Bollwerk gegen die Sozialdemokratie bilde und daß deshalb die innere Kolonisation nach Kräften gefördert wer— den müsse.
Kann denn nun auf dem Wege der inneren Kolonisation solch ein Stand von kleinen und mittleren Bauern geschaffen werden, die sorgenfrei und schuldenfrei auf ihrem Besitztum leben? Selbstverständlich handelt es sich bei dem, was Re⸗ gierung und bürgerliche Parteien wollen, nicht einfach um die Urbarmachung von Oedländereien, daß hierfür die So— zialdemokratie ohne weiteres zu haben wäre, braucht nicht erst gesagt zu werden. Sondern es handelt sich darum, eine Anzahl von kleinen und mittleren Gütern zu schaffen— sei es durch Parzellierung schon vorhandenen Kulturlandes, sei es auf neu gewonnenem Boden— und auf ihnen kleine Leute anzustedeln. Davon verspricht man sich zweierlei: erstens eine Wiederbevölkerung des platten Landes; der vielbeklag— ten„Landflucht“ hofft man dadurch zu steuern. Zweitens soll ja— nach der bekannten Theorie— in der Landwirtschaft der Kleinbetrieb, wenigstens für bestimmte Wirtschaftszwecke, namentlich Gemüsebau, Obstbau, Viehzucht, produktiver sein als der Großbetrieb. Man erwartet also, daß ein so ausge— dehnter Kleinbetrieb mit der Zeit so viel Gemüse, Obst und Fleisch liefern werde, daß wenigstens diese Nahrungsmittel stets in überreichem Maße vorhanden sein würden.
Wie man sieht, ist es ein ganzer Komplex von Fragen, die sich an die innere Kolonisation knüpfen, und sie alle wer⸗ den zu gegebener Zeit sorgfältig durchgesprochen werden müssen. Für heute wollen wir uns damit beschäftigen, ob und wie es bisher gelungen ist, durch solche oder ähnliche Maßnahmen eine Wiederbevölkerung des platten Landes zu erreichen und wie die Nächstbeteiligten, nämlich die Ange— siedelten selbst, dabei gefahren sind. In dieser Hinsick schätzenswertes Material ein in den Preuß. Jahrbüce schienener Artikel über den„Stand der mitteldeutschen Kl bauern“ von Kuno Waltemath, der seinerseits aus huch der deutschen Landwirtschaftsge fahren da, daß man in Mittelder Möglichkeit gegeben habe, ihre Scholle Landes zu stillen. J z. B. wird die Lage wie folg
„In der unmittelbaren Nähe der Städte wird im
bauern, noch mehr sind es aber Leute, die als Industriearbeiter und sonst in der Stadt tätig sind, aber außerhalb der Stadt ein Stück Land oder einen Garten ihr Eigen nennen und diese Fläche mit der Familie bewirtschaften. Das Gemlise wird dann nicht etwa waggonweise in die Stadt gebracht, sondern an jedem Markttage schleppen die Frauen das Gemüse als Traglast auf dem Rücken oder in Körben auf dem Kopf nach der Stadt und ver— werten es dort zu meist recht annehmbaren Preisen.“
So besitzt Hessen nicht weniger als 79 459 landwirtschaft— liche Nebenbetriebe, wovon die eben geschilderten Gemüse— wirtschaften einen großen Teil ausmachen,„einen anderen großen Teil die landwirtschatlichen Betriebe, die den zahl⸗ reich in Hessen lebenden Waldarbeitern, Eisenbahnarbeitern und ländlichen Handwerkern zugehören, sowie den ländlichen Arbeitern“. Aehnlich liegen die Dinge in Nassau, und nun heißt es weiter:
„Diese Nebenbetriebe haben in unserem Bezirk eine besondere Bedeutung, sie bilden die Grundlage für jene soziale Struktur, die man im großen und ganzen wünscht. Die große Mehrzahl aller dieser Besitzer und Betriebsinhaber sind Arbeiter, Hand— werker, Maurer, Zimmerer usw., Leute, die entweder auf dem Dorf oder in der Stadt arbeiten und zu Hause ihr Besitztum haben, die Samstags nach Hause fahren und ihre Ersparnisse auf die Sparkasse des Vorschußvereins tragen.“
Also so sieht die soziale Struktur aus, die man im großen und ganzen wünscht! Dabei wird ausdrücklich hervorgehoben, daß sie, wenn auch nicht durch innere Kolonisation, so doch auf eine ganz gleichartige Weise entstanden ist, nämlich durch Zerteilung größerer Vesitzungen.„Wo es jetzt in Nassau von den kleinen Parzellen der Arbeiter, Handwerker, Gärtner wimmelt, bestanden früher größere geschlossene Höfe.“ Es ist dies eine Folge des in Nassau geltenden Erbrechts:„jebes ländliche Eigentum wird in so viel Teile zerlegt, wie Kinder vorhanden sind.“ Auf diese Weise wird natürlich das Besitz⸗ tum jedes einzelnen immer kleiner, bis es schließlich nicht mehr ausreicht, ihn zu ernähren, sodaß er gezwungen ist, da⸗ neben andere Arbeit zu betreiben. Das aber betont der Ver⸗ fasser als besonders segensreich! Denn— das sagt er zwar nicht mehr ausdrücklich, aber es versteht sich von selbst— nun sind die Leute seßhaft gemacht und stehen trotzdem dem städtischen Kapital oder dem großen Grundbesitz als Lohn— arbeiter zur Verfügung. Ebenso liegen die Dinge in Thü⸗ ringen, wo die Leute außer ihrer kleinen Lan wirtschaft die Hausindustrie betreiben, und im Teutoburger Wald, wo sie vielfach in die Ziegeleien gehen:
„Wer im Sommer Lippe durchwandert, dem fällt der große Mangel an jüngeren Männern auf. Nur Frauen, Kinder und alte Männer stieht man: die Frauen verrichten tatkräftig die Feldarbeit. Aehnliches sieht man häufig im südlichen Han⸗ nover. Im Grubenhagenschen und Göttingenschen sind u. a. zahlreiche Törfer vorhanden, deren Insassen als industrielle Ar⸗ beiter, als Handwerker oder in sonst einem nicht landwirtschaft⸗
lichen Berufe ihr Brot verdienen, aber Bauernwirtschaft daneben betreiben.“
Wir haben nicht nötig, deutung solcher Zustände er
rtige„Landwirtschaft“
— sowohl
unseren Lesern die wirkliche Be— t noch lange zu erläutern. Eine
f Zweck, als dem als dem land⸗ zu stellen, die Ist das nicht here Arbeit in merleute, bekom⸗ Daß
noch
betrieb sehr viel Gemüsebau betrieben. Zum Teil sind es Klein⸗
abzuquälen, um
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