Freitag, 18. September 1936
lag« der zivile Luftschutz aufgeboten und „völlige Verdunkelung" durchgeführt. Es muß im Interesse des llebunyszweckes erwartet werden, daß den Maßnahmen und Anordnungen der Luftschutzstellen von jedem Volksgenossen peinlich genau Folge geleistet wird.
VI. Die Uebungstruppe wird im Uebungsgebiet von Stra- tzen-Sperr-Anlagen weitgehenden Gebrauch machen. Zur Unterstützung schneller Anlagen ist es erwünscht, wenn seitens der Bevölkerung in der Nähe vorhandenes Sperrmaterial (Leiterwagen, Balken, Stangen u. ä.) bereitwillig ausgeliehen wird.
iVII. Photographische Ausnahmen, die bei ihrer Derössent- lichung oder unbefugten Verwendung dem Ausland Einblick in neu« Gerättypen gewähren, sind verboten! Zuwiderhandlungen werden nach dem Landesverratsgesetz bestraft.
VIII- Seitens der Ortsbehörden werden Sammelstellen für gefundenes Heeresgerät aller Art eingerichtet. Fundsachen sind auf der nächsten Ortsbehörde abzugeben. Bei gefundener Munition ist besondere Vorsicht geboten! Sie gehört keinesfalls in Kinderhand!
IX. Weiter« Einzelheiten, di« in erster Linie die unmittelbar im Uebungsgebiet wohnende Bevölkerung angehen, geben die zuständigen Landrätc und Bürgermeister auf ortsübliche Weife (nicht durch die Presse!) bekannt. Es betrifft vornehmlich die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen für die Einquartierung, stattsindende Erdarbeiten, Flurschadenverhütung u. a. m.
X. Das Gruppenkommando ist sich bewußt, daß Vorbereitung und Durchführung der Groß. Herbstllbung von der Bevölkerung manche Opfer erfordert, ist aber davon überzeugt. daß sie im Hinblick auf den vaterländischen Zweck der Landesverteidigung und die Erhaltung von Leben und Gesundheit der im Uebungsgebiet anwesenden Volksgenossen gern ertragen werden.
Gute militärische Leistung und Haltung wird der Ehrgeiz der Soldaten, reibungsloser Verlauf der Uebun- gen, ohne Unfall, das erstrebenswerte Ziel der Disziplin- Bereitschaft Aller fein.
D i e n st n a ch r i ch te n.
Wilhelm Braun aus Nidda wurde zum stellvertretenden Bollzichungsbeamten für die Stadt Nidda ernannt und verpflichtet.
Richard Wolf, August Wirth und Erwin Lenz wurden zu Ehrenfeldschützen der Gemeinde Effolderbach ernannt und verpflichtet.
Vom gleichen Zeitpunkt ab werden Tageszuschauer auf AUstellen der Uebungsleitung in nachstehenden Orten auf das Manoverfeld zugelassen und durch Leitungstruppen geführt: a) Gelnhausen: Zugang bezw. Zufahrt aus Richtung Hanau; d) Bad Orb: Zugang bezw. Zufahrt aus Richtung Gemünden; c) Herolz: (2 km. ostwärts Schlüchtern), Zugang bezw. Zufahrt aus Richtung Bad Brückenau;
^julöa'■ §ulda), Zugang bezw. Zufahrt aus
e) Herbstein: Zugang bezw. Zufahrt über Alsfeld — «Brauer» schwend ■ SBalknrob — Frischborn — Hopfmannsfeld — oder über Ulrichstein — Engel rod — Lanzenhain — (nicht über Lauterbach); ; '
Bubach-' 3Ußanfl Zufahrt aus Richtung Gießen — g) Ortenberg: Zugang bezw. Zufahrt aus Richtung Vad-Nau- heim — Frankfurt.
« Mn.?etn Leitstellen "halten die Kraftfahrzeuge kostenlos Ausweise für Tageszuschauer, die bei Kraftwagen an der Windschutzscheibe anzukleben, von Kraftradbesitzern an der Tasche mit- zufuhren sind Von hier aus werden die Kraftfahrzeuge auf Parkp.atze geleitet die m der Näh« der jeweiligen Kampshaud- luugen liegen. Von dort wird zu Fuß zu Zuschauersammel- platzen geführt und sortlaufend über die Lag« unterrichtet.
gleicher Weise wird mit allen Fußgängern oder Radfahrern verfahren. ^>m Interesse einer glatten Abwicklung der “V °“^ b<.r 3.utId’auer selbst, die nur auf diese Weis« lännen Vorgänge unterrichtet werden
tonnen, ersucht die Uebungsleitung dringend, vorstehende Leit- m«n finb ^n weitgehenden Absperrungsmaßnah-
aen lonst.gen Versuch« ins Uebungsgebiet zu gelan-
Zuschauer, die innerhalb des durch di« Leitstellen scstgeleg- ^^'mgsraumes wohnen, sammeln sich entweder ebenfalls Gelände rwu* obc,L.nitr t,<n Zuschauersammelpunkten im Gelände. Der Ordnungsdienst der Uebungsleitung ist angewie- meicL'lH,3irnrn!,€I ullb -'krastsahrzcuge ohne Tageszuschaucraus- berw Var grundsätzlich aus die Zuschauersammel-
oezw. Parkplätze zu verwerfen. -
Parkplätzen sind Unfallstationen des „Deutschen tkh ^rtnl^S ..""gerichtet; Sanitätsmannschaften befinden sich auf allen Zuschauer-Sammelplätzen.
^„Dadie im Uebungsgebiet vorhandenen Gasthäuser und Le- ^''f'u.s"elgcichafte erheblich durch Teilnehmer an der großen U, Anlnr.!» E«, die auf Selbstverpflegung angewiesen sind, in Anspruch genommen werden, die Parkplätze und siuschauer- n nKi?‘ U" den Ortschaften liegen, mirb den 1“"ern empsohlen, sich Verpflegung, insbesondere Wurstwaren, selbst mitzubringen
Kreisamt Lauterbach
Bekanntmachung.
Die Uebungsleitung der großen Herbstübung 1936, Gruppenkommando 2, Kassel, gibt bekannt:
Die große Herbstübung 1936 beginnt unter Leitung des Oberbefehlshabers der Gruppe 2, General der Artillerie Ritter v. Leeb, am 21. September 1936.
Das eigentliche Uebungsgebiet, das begrenzt wird durch die Orte Aschaffenburg, «Meiningen, «Bebra, Treysa, Bad-Nauheim, Hanau, unterliegt an diesem Tage bis etwa 14 Uhr erheblichen Verkehrsbeschränkungen.
.. Einige Straßen, die im einzelnen aus Geheimhaltungs- grunden gegenüber den beiderseitigen Parteien öffentlich nicht ««kannt gegeben werden können, werden von 7.00 bis 14.00 Ahr für Kraftfahrzeuge völlig gesperrt. Darunter fällt auch die Fernverkehrsstraße Hanau—Fulda.
A^n Kraftfahrzeugbesitzern, die nicht nachweisbar dienstlich oder geschäftlich im Uebungsraum zu tun haben und sich einen entsprechenden Ausweis bei den Ortsbehörden des Uebungs- gebietes besorgt haben, müssen nachdrücklich gebeten werden, den Uebungsraum bis 14.00 Uhr zu meiden. Zuschauer mit Kraftfahrzeugen bleiben zweckmäßigerweis« bis zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls außerhalb des Uebungsgebietes.
Von 14 Uhr ab wird di« Straße Hanau—Fulda für den -vurchgniigg^r^hx bis auf weiteres frei gegeben, für das Uebungsgebiet selbst bleiben Verkehrsbeschränkungen bestehen.
Kreisamt Schotten
D i e n st n a ch x i ch te n.
Otto 11 finger von Kaulstoß wurde als stellv. Wiegemeister der Gemeinde Kaulstoß ernannt und verpflichtet.
AckiMg KteisömteL!
Wiederholt kommt es vor, dass Manuskripte der verschiedenen Kreisämter zweiseitig beschrieben werden und uns hierdurch technische Schwierigkeiten bereiten. Ebenfalls kann hierbei sehr leicht eine Seite übersprungen werden.
Wir bitten die verantwortlichen Stellen, darauf zu achten, daß In Zukunft jegliche Manuskripte nur einseitig beschrieben werden.
^berhessische Tageszeitung


