Ausgabe 
29.4.1848
 
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Darum lassen Sie unseren braven Bataillonen unseren Beifall zurufen! Sie haben den Geist der Tapferkeit und Ehre treu bewahrt, der die Fahnen der Hessen in Deutschland wie in Rußland, in Spanien wie in Frankreich stets umstrahlte. Ein solcher Kern der Volksbewaffnung gewährt der allge meinen Freiheit eine beruhigende Schutzwehr gegen die Umsturzplane unster Freiheits⸗ loͤwen und ihrer Schakals. Eine Beifalls⸗ adresse an unser tapferes Truppenkorps wäre wohl ein würdiger Gegenstand für eine Volksversammlung. Sprechen Sie sich darüber doch auch gefälligst aus

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Eine in Nr. 17 der freien hessischen Zeitung

enthaltene Erklärung des Herrn L. Th. Felsing und einemehrere Bürger unterzeichnete schrift⸗

liche Eingabe, betreffend die vom vaterländischen Vereine vorgeschlagenen Wahlmänner, scheinen von

der Ansicht auszugehen, als wären die Vorgeschla⸗ genen hinsichtlich der Wahl gewisse, besondere Werz

bindlichkeiten eingegangen. Unser Verein, als ein Verein freier deutscher Männer, kennt durchaus keine andere Verbindlichkeiten als die: nur dem, nach

eigner Ueberzeugung Tüchtigsten, seine Stimme zu geben. Vereine ohne Datum ausgegangene Liste von Wahl⸗ männern zu einer Zeit, in welcher der unterzeichnete Vorsitzende dem Vereine noch nicht angehörte und daher ohne alle persönliche Mitwirkung desselben aufgestellt worden. i 5 i Gießen den 27. April 1848. Der vaterländische constitutionell-demo⸗ kratische Verein. Credner. vdt. Dr. Eckstein, Schriftführer.

Die anerkannt entschiedensten Republikaner werben so eifrig für Herrn Vogt. Könnten sie sich wohl bei diesem Candidaten beruhigen, wenn sie glaubten, er werde nicht für die Republik stimmen?

25.

In Bezug auf die bescheidene Anfrage in Nr. 33 des deutschen Michels unter Nr. 4 erklärt die Re⸗ daktion, daß die Verfasser beider Artikeil ganz ver⸗ schieden sind.

schlagen. Ich fühle

Uebrigens ist die vom vaterländischen

26. Er klärung.

Alle Diejenigen, welche behaupten: ich habe bei der gestern zu Lich stattgefundenen Volksversamm⸗ lung während der Rede meines Freundes und Col⸗ legen, Pfarrer Steinberger von hier,Herab mit ihm! gerufen, erklaͤre ich hierdurch für Lugner und Verleumder.

Grünberg den 26. April 1848.

C. Glaser, Rector.

i 3 27.

Man hat sich erlaubt, in einem hier verbreite⸗ ten Flugblattunter Andern auch mich als Wahl⸗ mann zur Wahl eines Abgeordneten zur constitui⸗ renden Nationalversammlung in Frankfurt vorzu⸗

ühle mich dadurch veranlaßt, öffent⸗

lich zu erklären 1) daß jener Vo schlag ohne mein Wissen und Willen gemacht worden ist; 2) daß ich, eintretetenden Falls, nicht im Sinne jenes Vorschlags stimmen werde. Gießen den 25. April 1848. Wolf, 3 Hofgerichts⸗Advocat.

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Man gebraucht alle, auch die schlechtesten Mittel, den Charakter der republikanischen Partei, die offen und ehrlich ihren Weg geht, zu verdächtigen. Man schreibt lächerliche Drohbriefe, unterzeichnet sieim Namen der Fortschrittspartei und weiset damit, ohne es offen heraus zu sagen, auf die republika⸗

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nische Partei hin.

Mögen die in der letzten Nummer des deutschen

Michels abgedruckten Drohbriefe nun von betrunknen

lustigen Burschen oder, wie wir es fast für gewiß halten, von Individuen der reactionären Partei ge⸗ schrieben seyn, die sich auch sonst und an andern Orten solcher Mittel bedient hat; wir wollen hier, um solchen Verdächtigungen ein für allemal zu be⸗ gegnen, erklären, daß wir solche Drohungen für

abscheuliche Angriffe und Beschränkungen der persön⸗

lichen Freiheit halten, die wir ja selbst für Alle erstreben, daß es uns nie einfallen wird, unsre gute Sache mit solch erbämlichen Waffen zu verfechten, daß sich aber auch der hüten möge, der solche Briefe im Namen unsrer Partei verbreitet! Wir werden ihn ereilen! 5 N n

Im Namen des republikanischen

Vereins.

Nicht zu übersehen!

Vorstehendes Schreiben(28), welches mir abermals anonym zugesandt wurde,

veranlaßt mich, um jedem

Vorwurf der Parteilichkeit zu begegnen, die in Nr. 3 der Sprechhalle ausgesprochene Bemerkung zu wiederholen, daß ich anonyme Zuschriften zur Aufnahme in eines meiner Blätter ferner nicht berücksichtigen werde. Zugleich

füge ich hinzu, daß Jedem die Spalten meiner Blätter offen stehen, in welchen er nungen gleichviel welche aufstellen und vertheidigen kann.

seine Ansichten und Mei⸗ Ich kann hierbei aber auch die Versicherung

geben, daß über Unterschriften, welche nicht zur Oeffentichkeit gelangen sollen, das strengste Stillschwe igen

beobachtet wird.

G. D. Brühl I.

Druck und Verlag der G. B. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.

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