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4½ Jahr gewirkt, und deren Zeugniß ich im Ge⸗ gensatz zu vorerwähnter Verläumdung hier anzu⸗ führen mir erlaube.— Burkhardsfelden am 8. April 1848. Rabenau, Lehrer.
Ze u gon i 55.
Wir, die unterzeichneten Einwohner von Greben— hain im Kreise Nidda, haben vernommen, daß der von uns im vorigen Jahre geschiedene Lehrer Ra— benau von einigen Einwohnern zu Burkhardsfelden in einer Zeitschrift,„der jüngste Tag“ genannt, schmählich und grausam verläumdet worden seyn soll. Dieser ehrbare Mann hat bei uns 4½ Jahr als Lehrer gewohnt und sich nicht nur die ungetheilte Liebe seiner Schüler, sondern auch durch sein men— schenfreundliches Betragen die Achtung und Liebe al— ler Einwohner unseres Ortes erworben. Auch hat er sich die Achtung und Zufriedenheit seiner Vorge— setzten durch Fleiß in seiner Schule zu erwerben ge— sucht, so daß bei seiner letzten Schulprüfung seine Schule für eine der besten im Kreise erklärt wurde. Wir erklären hiermit, daß wir diesen Mann, wel— chen wir so gerne als unsern Lehrer behalten hätten, und den wir heute noch mit offenen Armen empfan— gen würden, für einen ehrbaren, menschenfreundlichen, geselligen und friedliebenden Mann gekannt und ge— achtet haben. Mögen die Tröstungen der Religion ihn in diesen Tagen aufrecht erhalten und in seinem Berufe stärken, damit derselbe nicht ablasse, die Mah⸗ nungen und Tröstungen auch fernerhin an seine Schü— ler fortzusetzen.
Grebenhain den 26. März 1848
Andr. Ganß. Peter Jost. Dietr. Oechler. Heinr. Keißner. Heinr. Rühl, Ad. S.
Heinr. Bopp. Sebastian Bopp, Schuh⸗ macher. Sebastian Schäffer. Sebastian Weitzel. Ganß, Beigeord. Dietr. Schäf⸗ fer. Heinr. Schäffer. Heinr. Müller. Sebastian Faitz. Peter Lapp. Valentin Hornung. Sebastian Heutzenröder. Se⸗ bastian Jost. Förster Siegfried. Dietr. Ganß. Adam Rühl. Sebastian Weber. Joh. Faitz. Velten Faitz, Schmied. Bal⸗ ser Lind, H. S. Joh. Heutzenröder. Heinr. Ganß, M. Sebastian Scofkel. Sebastian Faitz. Adam Rühl. Balser Schäfer. Balser Lind, Schneider.
Den dummen aberwitzigen Haubenkopf, welcher sich erfrecht hat, den Christian Helm aus Lich im Gieße⸗ ner Wochenblatt als Rechner der Stadt Lich und Capitalisten darzustellen; gegen welche allzutheure Ehre übrigens Helm prostestirt hat und noch protestirt, er suchen wir, Falls er einen ehrlichen Namen haben sollte, woran man aber zweifelt, denselben dem Licht zu übergeben, damit wir auf diese Weise in den Stand gesetzt werden, ihm unseren Dank persönlich abstatten zu können.
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Die Sprechhalle hat sich schon seit der kurzen Zeit ihres Erscheinens einer nicht unbe⸗
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Die Sprechhalle erscheint wöchentlich mal, am Dienstag und Freitag. Das Abonne⸗ ment ist für Einheimische jährig 36 kr.;(Auswärtige werden sich gerne einen Postaufschlag gefallen lassen). Man abonnirt sich in Gießen bei der Expedition Canzleiberg Lit. B. d.; auswärts bei den zunächst gelegenen löbl. Postämtern.— Inseratgebühren werden die gebro— chene Petitzeile mit 2 kr. berechnet.
Gießen im April 1848.
Die Erpedition und Verlagshandlung der Sprechhalle.
Druck und Verlag von G. D. Brühl J.
STT


