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Was nun die Behandlung des materiellen In⸗ halts des Aufrufs betrifft, so scheinen mir die Ver⸗ fasser damit einen Versuch im Gebiet der pragma— tisch historischen Darstellung gemacht zu haben. Wir wollen nun prüfen, wie weit sie in dieser Dar- stellung als Freunde der Wahrheit erscheinen. Bei einer flüchtigen Betrachtung der politischen Bilder und Schilderungen der Verfasser erkennt man leicht, daß dieselben nicht über den geschichtlich politischen Horizont unserer Stadt hinausgegangen sind. Ob— wohl nun die beschränkten Grenzen dieses geschicht⸗ lichen Bodens ein um so gründlicheres Eindringen, eine um so wahrheitsgemäßere Auffassung der Thatsachen verstatteten, so sieht man doch, daß den Verfassern die geschichtliche Wahrheit und unpartei⸗ ische historische Prüfung abgeht. Denn theils haben sie den Sagenkreis der Tagesneuigkeiten unsrer Stadt ausgebeutet und uns aus dieser Quelle statt einfacher, von allem mythischen Nimbus eutkleideter Thatsachen, die phanlastisch ausgeschmückten Zerr— bilder des hiesigen Publikums überliefert, theils haben sie selbst, durch die feurige Einbildungskraft verführt, werkliche Thatsachen bis zu chimärischen Schreckgestalten vergrößert. Und ist es zu verwun⸗ dern, wenn die Verfasser von den Reizen der Phantasie bezaubert der Dame ihres Herzens, der Wahrheit untreu geworden sind. Wurde ja doch selbst Göthe der große Verehrer der Wahrheit durch die Schönheit der Phantasie so sehr begeistert, daß er von ihr singt:
„Laßt uns Alle
„den Vater preisen,
„der solch eine schöne, „unverwelkliche Göttin
„den sterblichen Menschen „Gesellen(beigesellen) mögen“
Wenn aber Göthe den Reizen dieser Göttin seinen Tribut zollte, so war es ihm als Dichter eher verzeihlich, da Phantasie und Wahrheit ver— eint den Dichter leiten müssen. Der wissenschaftliche Forscher dagegen, besonders auf dem Gebiete der Philosophie und Geschichte darf der Wahrheit nie untreu werden, und jede Untreu an derselben rächt sich durch bittere Folgen. Wenn daher die Ver— fasser durch Zauberreiz der schönen unverwelklichen Gölin, verlockt, der schlichten Schönheit der Wahr—
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heit untreu wurden, wenn sie mit der neuen Dame ihres Herzens, der Phantasie in verstohlner Liebe gebuhlt und gedahlt haben, so mögen sie auch her⸗ vortreten, damit sie für den Zeugen ihrer Liebe der junge Anonymus bei dessen Taufweihe nicht nur die Gevatterschaft, sondern auch die Vaterschaft an— treten, da sich Niemand findet, der das arme ver— lasseue Findelkind adoptiren will.
Dies in Allgemeinen über Verhältniß, in wel⸗ chem die Verfasser des Aufrufs„liebe Landsleute“ zu der Wahrheit als ihrer Freundin stehen. Nun das Besondere! Es heißt in dem Aufrufe: „Es gibt eine Partei im Lande, die repu⸗ „blikanische, welche absolut verlangt, daß „Alles bei der Nationalversammlung „nur nach ihrem Kopfe gehen soll und „sich darum in die Beschlüsse der großen „Mehrheit nicht fügen will, wenn sie ihr „nicht in den Kram taugen.—
(Forts folgt.)
Landmann's Leid.
Horch, o goldene Saat, horchet ihr Wiesen auch, Wie der Landmann sein Leid, klagend im Liede singt, Schaue, wie ihm das Auge, Heller leuchtet vom Thränenthau.
„Goldne, üppige Saat, woge und walle fort, Rausche, flüstere Dank, ihm, der dich segnete, Duftet, Wiesen, o duftet, Wonnepsfalmen hinauf zum Herrn!
„Wälder, heulet im Sturm, daß er gesegnet euch Daß ein schirmendes Dach, grünend und frisch er schuf; Daß die Sänger des Waldes, Liebe flöten und singen euch.
„Nahet wohl auch die Zeit, wo ihr mit blutigem Thau, Wo ihr niedergebeugt, seufzend und stöhnend ruht, Wenn einst mächtig und grausam, Blutge Feyde im Land entbrennt.
„Wehe, dann tränket die Flur Regen nicht mehr— nur Blut. Von dem eigenen Volke, He mathland, bluten dann Deine Jünglinge wahrlich, Wo sie küßten die Schäferin.
„Vöplein singen dann nicht Liebe in Wald und Feld, Zwitschern ängstlicher dann, bluten im Herzen gar, Wenn der Donner vom Blachfeld, Brüllend dröhnet zum Wald herauf.“
Horch, o goldene Saat, horchet ihr Wiesen auch, Wie der Schnitter sein Leid, klagend im Liede singt, Wenn er wogende Fluren Und die Nemesis fern erschaul!
F. Hüne
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