Ausgabe 
31.3.1897
 
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» Gießen, 30. März. Für Leute, die ständig Augengläser tragen müssen, ist das Beschlagen derselben bei Temperaturverände⸗ rungen sehr unangenehm. In neuester Zeit wird ein MittelOculustro, ebensoGlarolin hier⸗ gegen empfohlen. Dr. Alfred Kierstein in Berlin, der die Mitteilung in derDeutschen Medi⸗ zinischen Wochenschrift macht, fiel es auf, daß diese Präparate sehr nach Schmierseife rochen. Dies veranlaßte ihn, solche zu brauchen und die Wirkung war dieselbe wie bei den käuflichen Mitteln. Man reibe die Gläser, die man vor demAnlaufen zu schützen wünscht, mit etwas Schmierseife ein, reibe dann weiter so lange, bis dieselben wieder blank sind, und überzeuge sich von dem wirklich eintretenden Erfolg. Derselbe ist eklatant.

Sch. Queckborn, 29. März. Am 4. Juli d. J. findet hierorts das Krieger ⸗Bezirks⸗ fest des Bezirksvereins Grünberg statt; verbunden wird dasselbe mit Fahnenweihe.

A. Grünberg, 29. Marz. Heute fand man den Arbeiter Georg Hermann in seiner Wohnung erhängt vor. Das Motiv zur That ist unbekannt. H. lebte schon lange Jahre von seiner Frau getrennt und führte einen unregel⸗ mäßigen Lebenswandel.

* Butzbach, 29. März. Donnerstag, den 1. April, nachmittags 3 Uhr 32 Min. treffen mittelst Extrazuges die seither dem Leibgarde⸗ Infanterie-Regiment Nr. 115 angehörigen, zum J. Bataillon des 5. großh. hess. Infanterie-Regi⸗ ments Nr. 168 versetzten Offiziere und Mannschaften, und zwar 7 Offiziere, 246 Mann, 4 Pferde ꝛc., hier ein, während um die⸗ selbe Zeit die übrigen Offiziere und Mann⸗ schaften, seither dem 2. gr. hess. Inf.⸗Regt. Nr. 116 angehörig, zu Fuß aus ihrer seitherigen Garnison Gießen hier angelangt sein dürften. Nach Vereinigung der vier Kompagnien wird der festliche Einzug in unsere Stadt erfolgen. Zum Kommandeur des neuen Inf.⸗Regt. Nr. 168 ist Oberst v. Hanecken aus Mühlhausen ernannt. In dieses Regiment Nr. 168 wurden aus dem Leibgarde-Regt. Nr. 115 noch versetzt: die Haupt⸗ leute von Lochow und von Grundherr-Alten⸗ thann, sowie Premierlieutenant von Gordon und die Sekondelieutenants Milching von Schönstädt, Fonk, Phaland und Brand von Lindau.

Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 30. März. Die Anarchisten hatten für gestern Abend eine Wolks versa m m⸗ lung einberufen, in welcher abends die Folte⸗

Bekanntmachung.

Die städtische Waage am Neustädter⸗ thor bleibt wegen vorzunehmender Repara⸗ turen an derselben vom 30. März bis incl. 1. April l. J. geschlossen. Verwiegungen können während dieser Zeit nur auf der Waage in der Frankfurterstraße stattfinden.

Gießen, den 29. März 1897.

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rungen der in Barzelona gefangen ge⸗ nommenen Anarchisten besprochen wurde. Die Versammlung war nur schwach besucht. Es wurde beschlossen, beim hiesigen spanischen Botschafter Schritte zur Befreiung der Gefangenen zu thun.

Hd. Rom, 30. März. Die Unterhandlungen zwischen dem Vatikan und Serbien be⸗ treffend Regelung der Lage der serbischen Katholiken und die Ernennung eines katho⸗ lischen Bischofs von Serbien haben be gonnen. Papst Leo XIII. hat gestern dem König Alexander drei prachtvolle Mosaik⸗Ge⸗ mälde als Geschenk übersandt.

Hd. Rom, 30. März. Durch das Ergeb⸗ nis der Stichwahlen wird die konserva⸗ tive und namentlich der Politik Crispis feindselig gestimmte Majorität weiter verstärkt.

Hd. Kanea, 30. März. Gestern traf in der Sudabay das LloydschiffElectra mit 600 Oestreichern, dem 2. Bataillon des 87. Regiments, hier ein.

Marktpreise. Gießen, 30. März. Auf dem heutigen Wochen⸗ markte kostete: Butter per Pfund 1, 1,10, Hühner⸗ eier per St. 5 Pfg., Enteneier 56, Gänseeier 10 11, Käse

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Grünberg. Auf dem letzten Wochenmarkte wurden für Früchte folgende Durchschnittspreise(à 50 Kilogramm) erzielt: Weizen 8 4, Korn 6 1 50, Gerste 7 5, Hafer 6, 65, Erbsen 9 J, Kar⸗ toffeln 2 25&.

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Sterbefälle.

Am 28. März. Johann Mettler, 26 Jahre alt, Dienstknecht von Büdesheim, Kreis Fried⸗ berg. Gestorben in der neuen Klinik.

Am 27. März. Jakob Grau, 50 Jahre alt, Wirt dahier, Wolfstraße 9.

Am 26. März. Heinrich Veit, 27 Jahre alt, Bergmann von Schwalbach, Kreis Wetzlar. Gestorben in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht. 0

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