wandte und dieser mitteilte, daß sie zur Erhebung des Geldes berechtigt sei, da sie durch notariellen Akt Erbin des verstorbenen Braun geworden sei, machte diese der Stadt die Mitteilung, daß sie dem Braun niemals etwas schuldig gewesen sei und deshalb nichts bezahlen werde. Die Aner⸗ kennung der Schuld befand sich aber unter den von Braun hinterlassenen Papieren und außer⸗ dem hat die Schuldnerin bis in die letzte Zeit die Zinsen dieses Kapitals an Braun bezahlt; auch hierüber hatte Braun genau Buch geführt. All dies leugnet nun die Schuldnerin in New⸗ Vork. Die Stadt hat sich nunmehr an einen Rechtsanwalt in New⸗York gewandt, ob es mög⸗ lich ist, den ihr gehörigen Betrag von der Schuldnerin zu erlangen. N
* Mainz, 27. Mai. Eine öffentliche Maurer⸗Versammlung erklärte sich nach einem Vortrag des Verbandsvorsitzenden Bromel⸗ burg⸗Hamburg mit den streikenden Maurern Wiesbadens solidarisch und beschloß, zur Unter⸗ stützung außer durch den bereits begründeten Streikfonds von jedem ledigen Maurer 50 und von jedem verheirateten 25 ö pro Woche bis zur Beilegung des Streiks zu erheben.
* Mainz, 26. Mai. Ein scheußliches Verbrechen verübte ein Mädchen zu Gau⸗
Algesheim, indem sie ihr neugebornes Kind um⸗ brachte, in ein Tuch einwickelte und alsdann unter einem Baum vergrub. Die Verhaftung des Mädchens erfolgte alsbald und wurde es dem Untersuchungsgefängnis zu Mainz über⸗ wiesen.
Neueste Telegramme.
Hd. Wien, 28. Mai. Aus Athen meldet die„Neue freie Presse“, eine griechische Note an die Mächte weise Punkt für Punkt die türki⸗ schen Forderungen zurück. Das Verlangen nach einer Kriegsentschädig⸗ ung sei nicht berechtigt, weil Griechen⸗ land den Krieg nicht begonnen habe. Eine Grenzberichtigung sei durch nichts begründet, weil der Krieg nachgewiesen habe, daß die griechischen Stellungen strategisch nicht wertvoller seien als die türkischen. Durch die Aufhebung der Kapitulationen würden die griechischen Unterthanen in der Türkei der Willkür der türkischen Behörden ausgeliefert sein. Die Forderung eines Ausliefe⸗ rungs⸗Vertrags sei angesichts der Hand⸗
habun undiskutierbar.
—
der türkischen Justiz überhaupt
Hd. Nancy, 28. Mai. Der Weinhänd⸗ ler Sattler wurde wegen Spionage für Deutschland verhaftet. Sattler, ein gebürtiger Elsässer, kämpfte 1870 in der französischen Armee. Nach der Annexion der Reichslande verließ er dieselben und kehrte erst nach 5 Jahren nach Frankreich zurück, ließ sich naturalisieren und etablierte in Nancy in der Nähe der neuen Kaserne eine Weinschänke. Beweisstücke bei ihm gefunden. auch Brieftauben.
Hd. Rio de Janairo, 23. Mai. Eine Meuterei, welche in der Mili⸗ tärschule ausgebrochen war, wurde durch das 1. und 10. Infanterie⸗Regiment unter⸗ drückt.
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 30. Mai. Exaudi. Gottesdienst.
Im Konfirmandensaal, Neustadt 61.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus⸗ gemeinde. Pfarrer Schlosser.
Er leugnet, doch sind Sattler züchtet
In der Friedhofskapelle.
Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Dingeldey.
In der Johanneskirche.
Vormittags 7 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Gottes
dienst mit Christenlehre für die Neukonfirmierten auz der Johannesgemeinde.
Vormittags 9½½ Uhr: Pfarrer Schlossser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Ding eldey. Am ersten Pfingstfeiertag findet Beichte und heiliges
Abendmahl für alle vier Gemeinden im Vormittagsgotteg⸗ dienst in der Johanneskirche statt.
An demselben Tage wird eine Kollekte für die hessisch
Lutherstiftung erhoben.
Sterbefälle.
Am 24. Mai. Matthias Püsch, 67 Jahre alt, Landwirt von Sainerholz, Kreis Westerburg. Gestorben in der alten Klinik.
Am 25. Mai. Johannes Stecker, 57 Jahre
alt, Arbeiter dahier, Neuenweg Nr. 28.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redal.
teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottma nnschen Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 13.
Verdingung.
Die Arbeiten zur laufenden Unterhaltung nachstehender städtischer Gebäude sollen 5 Dienstag, 1. Juni d. J., vormittags
11 Uhr, öffentlich verdungen werden.
1. Bürgermeistereigebände: Schreiner-
und Weißbinderarbeit.
2. Realgymnasium und Realschule:
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schnen wir folgende „De großherzoglie Vorgange im Reich Staaten eine Gesetzes Tprozentiget in 31 gemacht. Mochdem in diese e gut gelungen u dauerndes Sinken d. , bedarf ein solch sechtserigung. J Jublitum dicgelde länger bestehenden für unsere Kprgge biere hervorgeht. „ Selbstperständ für die Umwand gewähren, die and „ Gekündigt soll — 6450204 U
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