Ausgabe 
27.4.1897
 
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Den 23. April. Johannette Zimmermann, Tochter von dem berstorbenen Universitätsdiener Heinrich Zimmer⸗ mann, 59 Jahre alt, starb den 21. April.

Markusgemeinde. Taufen.

Den 17. April. Eine uneheliche Tochter, Anna Marie Ida, geboren den 14. März.

Den 18. April. Ein unehelicher Sohn, Eugen August Christtan Arthur Willy, geb. den 27. Februar.

Dem Ofensetzer Bernhard Nonnewitz ein Sohn, Heinrich Adolf, geb. den 8. Februar.

Dem Drechsler Emil Krämer ein Sohn, Emil geb. den 16. Februar.

Dem Kaufmann Friedrich Wilhelm Petry eine Tochter, Käthe geb. den 4. April.

Dem Locomotipführer Karl Braun ein Sohn, Georg Heinrich, geb. den 28. März.

Den 19. April. Dem Gärtner Heinrich Wellhausen ein Sohn, Karl August Ludwig, geb. den 22. November.

Dem Rechtsanwaltgehülfen Heinrich Fourier ein Sohn, Berthold Robert Albert, geb. den 22. Februar.

Trauungen. Den 19. April. Gustav Rudolf Richter, Hutmacher zu Gießen und Katharine Johanna Schmall, Tochter von dem Rangierer in P. Wilhelm Schmall, zu Gießen.

Justus Ludwig Hormann, Schneider zu Gießen und Hermine Elisabeth Roth, Tochter von Hüttenarbeiter Johannes Roth.

August Fourier, Bahnarbeiter zu Gießen und Marie Susanne Elisabeth Euler, Tochter von dem verstorbenen Taglöhner Ludwig Euler zu Klein⸗Linden.

Neueste Telegramme.

Hd. Liegnitz, 26. April. Die Maurer haben auf allen Bauten die Arbeit niedergelegt. Etwa 1000 Mann streiken.

Hd. Mannheim, 26. April. Eine große Feuersbrunst äscherte die hiesige Bett⸗ federnfabrik von Heß u. Kaufmann ein. Der Schaden beträgt circa 400000 M. Die Entstehungsursache ist unbekannt.

Hd. Paris, 26. April. Bei der hiesigen türkischen Gesandtschaft lief ein Tele⸗ gramm ein, in welchem die Einnahme Larissas durch die Türken bestätigt wird. Die Griechen zogen sich in größter Unordnung zurück und hinterließen zahl⸗ reiche Geschütze und viele Munition.

Hd. Paris, 26. April. In Passy fand estern Nachmittag ein Duell zwischen dem Prinzen Chimay und dem Redakteur Clemenceau vomRadikal statt. Beim ersten Gange erhielten beide Gegner leichte Verwun⸗ dungen. Chimay hatte Clemenceau wegen Ver⸗ öffentlichung eines ihn beleidigenden Artikels über das Auftreten der Prinzessin Chimay ge fordert. 8 Hd. Charlerio, 26. April. Die Gerichts- behörde schloß gestern eine internationale Spielbank in Thuio. Acht Spieler wurden verhaftet, worunter nur ein Belgier. 90000 Franken Einsätze wurden beschlagnahmt. Hd. Athen, 26. April. Die Ge⸗ sandten der Groß mächte haben die Bereitwilligkeit der Mächte erklärt, eine Vermittelung zwischen der Türkei und Griechenland eintreten zu lassen, falls Griechenland die Zusicherung gibt, unter allen Umständen die von den Groß⸗ mächten gestellten Bedingungen anzu⸗ nehmen. Heute findet ein diesbezüglicher Ministerrath statt.

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Sterbefälle. Am 24. April. Philipp Sack II., 60 Jahre alt, Landwirt von Heuchelheim. Gestorben

Neustadt 58. Die Leiche wird in die Heimat

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Am 24. April. Karl Sack, 5 Jahre alt, Sohn von Fabrikarbeiter Karl Sack von Heuchelheim. Gestorben in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht.

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Laug⸗Göns. Zum Schulhausbau zu Lang⸗Göns sollen die Fabrikation von 150000 bis 200 000 Stück Feldbrandbacksteinen vergeben werden. Material und Kohlen werden hierbei von der Gemeinde gestellt. Schriftliche Offerten wolle man bis zum 4. Mai an die Großh⸗ Bürgermeisterei Lang⸗Göns portofrei einsenden.

Wetzlar. Die Anfertigung und das spätere Verladen von 2000 Cbm. Grünsteinklein⸗ schlag zur Gleisunterhaltung soll ungetreunt vergeben werden. Die Gewinnungsstelle liegt zwischen Klm. 1,2 bis 1,3 der Scheldebahn an der Adolfshütte bei Dillenburg. Lieferfrist 2 Monate. Die Verdingungsunterlagen sind gegen postfreie Einsendung von 0,30 Mk. bei der Kgl. Eisenbahn⸗Betriebsinspektion Wetzlar erhältlich. Mit entsprechender Aufschrift versehene l bis Samstag, den 1. Mai, nachmittags 4 Uhr, einzureichen. Zuschlags⸗ ri age,

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Hiernach berechtigte und befähigte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder besuchen wollen, und sich um das Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind eingeladen, ihre Gesuche, mit den nöthigen Zeugnissen belegt, durch ihre betr. Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus Rheinhessen an die Bürgermeisterei Mainz, aus Oberhessen an die Bürgermeisterei Gießen bis läugstens zum 1. k. M. gelangen zu lassen.

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