waren. Nach alter Sitte wurden den„M. N. N.“ zu⸗ Widerstandskraft der Indianer gegen die Zivilisation stehen.
folge am genannten Tage in Kastelruth nicht weniger als 7 Bauernhochzeiten gefeiert, wovon drei, nämlich jene des Heißbäckbauers in Seis, des Runggersbauers in St. Valentin und des Mitterlanzinerbauers im Dorf, mit be⸗ sonderem Gepränge verbunden waren. Alle Hochzeitsgäste erschienen in der alten Kastelruther Festtracht; der Einzug des Heißbädbauern in Kastelruth bestand aus 24 Schlitten, je von einem reichgeschirrten und mit Federbüschen ge⸗ schmückten feurigen Pferde gezogen. Die Schlittenfahrten erfolgten unter Begrüßung durch die Musikkapelle von Kastelruth an der Dorfgrenze mit lustigen Hochzeitsweisen und boten ein ungemein buntes und malerisches Bild echten Tyroler Volkslebens. Die Brautpaare zogen mit Mufikbeglettung im festlichen Hochzeitszuge zur Trauung in die Pfarrkirche von Kastelruth, die prächtige Altar⸗ bilder von Paul Deschwanden schmücken. Nach der Trau⸗ ung verließ jedes Paar mit den Trauzeugen, Kranz⸗ jungfern und Hochzeitsgästen, abermals an der Kirchen⸗ pforte mit Musfik abgeholt und in der nämlichen Reihenfolge wie beim Einzug, die Kirche. Das Hochzeits⸗ mahl im„Lamm“ des Herrn Postmeisters Peter May⸗ regger begann um 12 Uhr Mittags und endigte erst am späten Abende, da um 3 Uhr nachmittags der 2. Teil der Hochzeitsgäste, die sogenannten„Marendleute“, kamen, und zwar sämtlich in Hemdärmeln, und sich zum Mahle nledersetzten. Der Speisezettel bot Auswahl in Hülle und Fülle. Er lautet für die Hochzeitstafel: 1. Butter, Krapfen und kalten Braten. 2. Suppe und Würste. 9. Geröstete und gebackene Leber. 4. Kälberkopf und Ge⸗ kröse. 5. Gebackenes Kalbfleisch mit Zwetschen. 6. Ob⸗ laten⸗„Kiechl“. 7. Rindfleisch mit Kren, Kraut und Ge⸗ selchtes.— Für die„Marend⸗Leute: 8. Knödel mit Ein⸗ gemachtem und spanischen Krapfen. 9. Grüne Krapfen. 10. Schweinernes mit Kraut. 11. Magen⸗„Profesen“. 12. Hase in Sauce und„Schlieferkiechl“. 13. Grieskoch. 14. Braten mit grünem Salat. 15. Torten, Konfekt und„Hanswurst“. Für diese Kastelruther Hochzeitstafel mußten ihr Leben hinopfern: ein Ochse, ein Schwein, vier Kälber und 14 Hasen. Die Zahl der Knödel, die aufgetischt worden find, beträgt 500!
— Sind die Indianer im Aussterben begriffen? Es ist eine allgemein verbreitete An⸗ schauung, daß die indianische Rasse seit dem Auftreten der Weißen in Nordamerika sich in einem Zustand allmählichen Aussterbens befinde. Aufgrund vieler Studien, die von Warden Pope, einem Offizier in der Armee der Ver⸗ einigten Staaten, und von Major Powell, Chef des Bureaus für die indianischen Angelegenheiten, vorge⸗ nommen wurden, sowie des von diesen beigebrachten statistischen Materials muß diese Anschauung ins Reich der Fabel verwiesen werden. So lange ordentliche stati⸗ stische Nachweise bestehen, läßt sich im Gegenteil eher eine allmähliche Zunahme der Rasse feststellen. Nicht besser
Aus ein bis drei Jahrhunderte zurückreichenden Angaben über einzelne Stämme, die unter dem Einflusse der Zivili⸗ sation stehen, ergiebt sich nämlich, daß sich die Stämme unter diesem Einfluß durchaus vermehrt haben. Ebenso zeigen auch die in späterer Zeit zivilisterten Stämme, bei denen zivilisierte Lebensart, Landwirtschaft, Kirchen, Schulen, Kommunalverwaltung usw. eingeführt wurden, ihrer Anzahl nach eine stetige Vermehrung. Ueber den Stamm der Irokesen sind Ziffernaugaben seit 1660 vor⸗ handen, der Zeit, wo sie mit den Jesuiten und ihren Missionaren in Berührung kamen. Ihre Zahl wurde damals auf 11000 angegeben, und Angaben über eine zusammenhängende Reihe von Jahren stimmen mit dieser Ziffer überein; jetzt ist ihre Zahl auf 13 000 gestiegen. Zivilisterte Stämme haben sich in augenfälliger Weise und schneller als jemals die wilden Stämme vermehrt, sodaß die Annahme, die Indianer ertrügen die Zivilisation nicht, hinfällig wird. Die wichtigsten der zivilisierten Stämme, die ganz wie weiße amerikanische Mitbürger leben, sind die Tscherokesen, die 1782 3000 und 1887 25 000 Seelen zählten; die Tschockta⸗Indianer, 1782 6000 und 1887 16 000 Personen und die Krikindianer, die 1782 3000 und 1887 14 000 Seelen zählten. Die Tschero⸗ kesen, die sich am meisten vermehrten, sind die zivilisiertesten. Einigermaßen genaue Angaben über die Gesamtzahl der Indianer in den Vereinigten Staaten sind nur für die Zeit von 1860—1890 vorhanden. Sie betrug 259 000 im Jahre 1860 und 250 000 im Jahre 1890, hat sich somit anscheinend auf gleicher Höhe erhalten. Die kleine Verminderung der Zahl wird darauf zurückgeführt, daß sich die Angaben der ersten Jahre auf allgemeine Ueber⸗ schläge und Vermutungen gründen, die sich bei wilden Volksstämmen stets als übertrieben erweisen, während für die spätere Zeit genaue Zählungen vorliegen. Besonders wichtig ist auch der Umstand, daß viele Stämme oder Teile davon nach Kanada ausgewandert sind, wo sie sich weniger von der Zivilisation beengt fühlen. Aus der Zeit vor 1860 ist zu erwähnen, daß das indianische Bureau 1856 die Zahl der Indianer auf 253 000 schätzte, und 1825 veranschlagte das Kriegsministerium die Zahl auf 130 000. Diese abweichenden Ziffern zeigen, in wie hohem Grade die Zählungen auf reinen Vermutungen beruhen. Man glaubte, ihre Zahl stände im Verhältnis zur Größe ihres heimischen Bezirks. So wurde 1850 die Zahl der Kalifornia⸗Indianer auf etwa 100 000 geschätzt, während sie bei der Zählung noch nicht ganz 30 000 erreichte. Nach alledem liegt kein Grund zu der Annahme vor, daß in geschichtlicher Zeit mehr Indianer als jetzt im Gebiete der Vereinigten Staaten lebten. Sicher ist ihre Zahl jetzt ebenso groß wie jemals in den verflossenen 200 Jahren, und in der letzten Zeit hat sie zugenommen. Die Erzählungen von Massen⸗ Ausrottungen von Indianern sind als Fabeln zu be⸗
Wohlbefinden 2400 Mann stark. Sie sind nur nach Kanada ausgewandert. Thatsächlich ist nur ein einziger Fall bekannt, wo ein ganzer Stamm ausgerottet wurde. Dies war in Kanada, wo ein 20 000 Mann starker Stamm teils einer Pockenepidemie, teils der Mordsucht eines anderen sehr kriegerischen Stammes zum Opfer fiel. Die größte Ausrottung, an der Weiße die Schuld haben, fand an der Küste des Stillen Ozeans statt, als sich hier die Goldsucher festsetzten. In den hier stattfindenden Kämpfen kamen insgesamt 7000 Indianer um, doch kennt die Geschichte der Rothäute kein Gegenstück hierzu.
— Ein Krieg gegen die Dummen. Die Bürger von Connecticut, denen die Vererbungsgesetze schwere Sorgen bereiten, sind ganz aus dem Häuschen. In Connecticut giebt es, wie in allen anderen Ländern der Welt, Schwachköpfe, und aus Furcht, daß sie sich allzu sehr vermehren könnten, beschloß man, ihnen den Krieg zu erklären, einen Krieg mit Gesetzesparagraphen und Handschellen. Die Leute von Connecticut haben nämlich ein Gesetz durchgebracht, welches„jedem Dummkopf und Geistesarmen verbietet, sich mit einer Dame zu ver⸗ heiraten, die jünger ist, als 45 Jahre; Mindeststrafe: drei Jahre Gefängnis.“ Außerdem sollen Diejenigen, welche eine solche Verbindung begünstigen, zu einer Geld⸗ strafe von 1000 Dollars und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt werden! Das Gesetz hat ohne Zweifel die besten Absichten,— aber wie will man mit Bestimmtheit den Grad der Dummheit angeben, bei welchem es ange⸗ wendet werden soll?
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 25. Febr. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Bei dem Staatssekretär Stephan hat sich Ende Januar eine Ent⸗ zündung des rechten Fußes eingestellt, welche derart zunahm, daß Professor Berg⸗ mann vorgestern die vierte Zehe amputieren mußte. Die Operation ist gut verlaufen. Dem e wurde eine längere Schonung auf⸗ erlegt.
Hd. Wien, 25. Februar. Die von Berlin aus verbreitete Version, daß die zwischen den Mächten schwebenden Vorbesprechungen bereits zu einer Einigung der Mächte über die zu ergreifenden Maßregeln in der Kreta⸗ Frage geführt hätten, wird von hiesigen diplo⸗ matischen Kreisen als verfrüht bezeichnet. Bisher sei noch gar nichts positives erzielt. Mehrere Großmächte hätten selbst auf die von Petersburg und Wien ausgegangenen Vorschläge bisher noch nicht geantwortet. Für eine
1 5 England noch Frankreich und Italien zu jaben.
Hd. Brüssel, 25. Febr. Die für Sonntag beabsichtigte große Demon⸗ stration zu gunsten der Gleichberech⸗ tigung der vlämischen mit der französi⸗ schen Sprache wurde von dem Bürger⸗ meister verboten.
Hd. Haag, 25. Februar. Der Kolonial⸗ minister wurde gestern auf dem Wege zum Ministerium angefallen und mißhan⸗ delt. Der Thäter, angeblich ein Anarchist, wurde verhaftet.
Hd. Athen, 25. Febr. Nach amt ⸗ lichen Angaben betragen die Ver ⸗ luste der Türken in den letzten Kämpfen etwa 500 Maun sowie 104 Gefangene. Oberst Vassos war persönlich dem Feuer ausgesetzt. In seiner nächsten Nähe wurde ein Offizier getötet.
Ad. Kanea, 25. Febr. Gestern wütete hier eine furchtbare Feuersbrunst. Die Flammen breiteten sich bis zum Regierungsgebäude aus. Ein ganzes Häuser⸗Viereck, darunter das Re⸗ gierungsgebäude, die Bank und die Rech⸗ nungskammer wurden ein Raub der Flammen. Der Pöbel rast auch gegen die türkischen Notabeln als angebliche Urheber des gegenwärtigen Zustandes und will ihre Häuser
niederbrennen. Das Fort Kandanos, wo 3000
Türken eingeschlossen sind, wurde von türkischen Aufständischen hart bedrängt.
Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 27. Februar 1897.
Vorabend: 5.30 Uhr.
Morgens: 9 Uhr.
Nachmittags: 3 Uhr.
Sabbathausgang: 6.45 Uhr.
Sterbefälle.
Am 24. Februar. Friederike Noetzly, geb. May, 63 Jahre alt, Witwe von Metzger J. Noetzly dahier, Sonnenstraße 28. Die Be⸗ erdigung findet Freitag, den 26. d. Mts.,
vormittags 10 Uhr vom Sterbehause aus statt.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗
soll es mit der eingewurzelten Ansicht von der mangelnden trachten.„Der letzte Mohikaner“ lebt noch bei bestem Blokade des Pyräus seien nach wie vor teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. Holzversteigerungen. imbeer⸗, Citronen⸗Saft,—— tei 2 t— Dillenburg.(Regierungsbezirk Wiesbaden) Mittwoch, den 10. März 1897 Schlehen⸗, Waldmeister⸗,. III AT Ol..
findet zu Dillenburg(Deutz⸗Gießener Eisenbahn) im Gastbofe„Zur Stadt Frankfurt a. M.“ Vormittags 10 Ubr beginnend, der öffentliche meistbietende Verkauf der nachbenannten Nutz⸗ hölzer aus sämtlichen Schutzbezirken statt. Eichen: 399 Stämme= 182 Fm, 4 Stangen 1., 3 3. Cl., 13 Rm. Nutzscheit(1,2 m lang, Böttcherholz), 2 Nm. Nutzknilppel; Buchen pp.: 415 Stämme= 331 Fm.(darunter 0,74 Fm. Aborn, 2,37 Fm. Hainbuche), 4 Rm. Hain⸗ buchen- 23 Rm. Buchenschichtnutzholz; Weichholz: 1 Birkenstamm= 0,38 Fm., 5 Rm. Birkennutzscheit, 4 Rm. Knüppel. Nadelholz: 2279 Fichten⸗, Kiefern. und Lärchenstämme= 2685 Fm., 427 Sig. 1. 574 2., 1981 3, 770 4. 520 5, 360 6. El. 10 Rm. Nusscheit, 6 Rm. Nutzknüppel. Das Ausgebot findet bei stärkeren Stämmen(über 2 Fm.) einzeln, sonst in kleineren und größeren Losen statt. Besondere Wünsche werden bis zum 1. März möglichst berücksichtigt. Es kommt eine große Zahl schöner Kiefern- und starker Fichtenstämme(bis 33
Carl
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garantiert rein, empfiehlt
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Warme Bäder
Freitag, den 26. Februar 1897:
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ausgeführt von der 28 Mann starken Kapelle des Pragoner⸗
m Länge und 6 Fm. Inhalt) zum Ausgebet. Speziellere e werden auf Verlangen ge— b 15* Gießen, 20. macht. Auszüge 50 Pf. pro 100 Nummern beim Forstsekretär Kasten in Dillenburg. Mäusbur 8 55 g 5 8 5 e
Staufenberg. Montag, den 1. März l. J., von vormittags 10 Uhr an, soll 5 8 5 Regiment Irh. v. Manteuffel(Ahein.) Ar. 5, kammer zahlt, im Staufenberger Gemeindewald, in den Distrikten Schabenberg und Mark, nachverzeichnetes Empfehle prima Cervelatwurst unter Leitung des Stabstrompeters Herrn Fo itz ik. lieberberzeichn
Holz versteigert werden: 22 Eichenstämme, von 40 bis 69 em Durchm., mit 27 fm; schönes Schnittholz für Glaser und Schreiner, 15 Nadelstämme mit 2,50 fm Inhalt, 780 Nadel⸗Derb⸗ stangen mit 41 fm Inhalt, 151 Nadel⸗Reisstangen, 120 rm Eichen⸗Scheitholz(darunter schönes Küferholz), 68 rm Buchen- Eichen ⸗ und Nadel⸗Knüppelholz, 32 rm Eichen- und Nadel Stock- holz, 8700 Wellen Buchen-, Eichen und Nadel⸗Reiser. Die Zusammenkunft ist im Distrikt
Schabenberg.
Hungen. Montag, den 1. März l. J. soll in den Gemeindewaldungen zu Hungen, in den Distrikten Herborn, Hubbach und Galgenwald, nachverzeichnetes Holz ver⸗ sleigert werden: 35 Eichenschnittholzstämme, 40 bis 73 em Durchm., 4—8 m Länge= 39,61 km, 141 Nadelstämme, 15—26 em Durchm., 5—18 m Länge= 37,20 fm, 834 Fichten⸗ stangen, 6—12 em Durchm., 5—12 m Länge= 3840 fm. Der Anfang und Zusa mmenkunft
ist im Distrikt Herborn vormittags 10 Uhr.
Städt. Arbeitsnachweis, Gießen.
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Angebot der Arbeitnehmer.
2 Bäcker, 1 Konditor,
1 Bürstenbinder, 1 Drechsler,
1 Steindrucker, 1 Gelbgießer,
1 Spengler, 1 Barbier,
2 Glaser, 1 Tapezier,
4 Bauschlosser, 3 geprüft. Heizer, 3 ungeprüfte Heizer, 1 Maschinenschlosser,
3 Schuhmacher, 4 Taglöhner,
1 Bauschreiner,
6 Hausburschen,
4 Lauffrauen, 2 Schlosserlehrlinge, 6 Dienstmädchen, 1 fein. Hausmädchen. 1 Kleidermacherin für in und außer dem Hause, 1 Strickerin.
Nachfrage der Arbeitgeber.
2 Dreher für Dampfmaschinendrechslerei nach auswärts,
4 Glaser(Rahmenmacher) nach Gießen,
1 Wagner nach auswärts,
1 Schmied,
4 tücht. Bauschreiner nach auswärts,
2 tücht. Bau⸗ und Möbelschreiner,
1 Hausbursche unter 16 Jahren,
3 Hausburschen, 1 Lauffrau,
19 Dienstmädchen nach Gießen,
2 Dienstmädchen nach auswärts,
1 perfekte Köchin nach auswärts,
1 besseres Hausmädchen,
2 Kindermädchen, 1 Schneiderin.
Bekanntmachung.
Nachdem der Plan über die durch Beschluß der Stadtverordneten⸗Versammlung vom 26. November 1896 festgesetzten Baufluchtlinien für den Tiefenweg durch Großh. Kreisamt Gießen genehmigt worden ist, bringen wir dies in Ge⸗ mäßheit des Art. 7 der allgemeinen Bau⸗ erdunng mit dem Anfügen zur öffentlichen Keuntuls, daß die Einficht dieses Planes auf dem Stadtbauamt Jedermann freisteht.
Gießen, den 20. Januar 1897.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Bertilgung der Raupeunester.
Die Garten⸗ und Feldbesitzer der Ge⸗ markung Gießen werdeu hiermit aufgefordert bis zum 1. April l. Js. ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Naupennestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Auf⸗ sorderung nicht Folge leisteu, verfallen in die in 3 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden.
Gießen, den 18. Februar 1897.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. nauth.
Uhrmacherlehrling
aus achtbarer Familie, kanu unter güustigen
Bedingungen in die Lehre treten. 443 Georg Koch, Uhrmacher, Gießen.
—
Bekanntmachung.
Die Frist, innerhalb welcher die Angehörigen von mit der Impfung rückständigen Kindern die in den zugestellten Aufforderungen ver⸗ langten Nachweise dem Großh. Kreisgesund⸗ heitsamte Gießen zu erbringen haben, läuft demnächst ab. Die am 1. März er. noch Rück⸗ ständigen werden dem Großh. Kreisamte Gießen zur Stellung von Strafantrag Überwiesen.
Gießen, den 20. Februar 1897.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
J. V.: Wolff. Städt. Schlachthaus Freibank.
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