Perrücke konnte diese schon fortgelassen werden, und jetzt ist das Haar vollständig wieder hergestellt, dichter als früher und merkwürdigerweise kraus statt wie früher schlicht.
— Eine neuartige Schule ist in New⸗York gegründet worden. Man bringt dort Häßlichen die Kunst bei, schön zu werden, und den Schönen zeigt man, wie sie ihre Reize vermehren und erhöhen können. Der„Be⸗ handlung“ liegt folgendes Prinzip zu Grunde: Das Ge⸗ sicht ist der Reflex des intellectuellen Seins, und deshalb sind zur Verbesserung seiner Mängel, außer einer beson⸗ deren Gymnastik der Gesichtsmuskeln, geeignete geistige Eindrücke das beste Mittel. Eine bedeutende Rolle spielt die Musik bei der Therapentik der Häßlichkeit. Blonde Damen müssen sich nach Vorschrift in den Tonwellen der Chopinschen Harmonien baden, während die dunkelharigen von dem Erfinder des Systems mit Wagner behandelt werden. Eine Fülle von sinnreichen Nuancen bietet die neue Methode auf, um eine Veränderung gewisser phy⸗ siognomischen„Unkorrektheiten“ herbeizuführen. Damen, die beispielsweise eine allzu dünne Nase haben, können sie durch das methodische Einatmen des Duftes von wohl⸗ riechenden Blumen erweitern. Dagegen können weit ge⸗ öffnete Naslöcher durch das Einatmen unangenehmer Ge⸗ rüche zusammengezogen werden. Diese Uebung hat noch den Vorteil, daß sie kurze Hälse verlängert und lange
Patienten Augen irgend einer Südländerin wetteifern können.
Vorzüge des neuen Systems anzuführen, sind wir nicht im Stande, wir wissen nur, daß der geistreiche Erfinder bereits einen großen Kundenkreis hat.
— Die„Frau“ im türkischen Sprichwort. Che Du ein Mädchen bewachst, halte lieber eine glühende Kohle.— Besser einen kahlköpfigen Mann zum Freunde nehmen, als ein goldenköpfiges Weib zur Frau.— Nach der Hochzeit tanzt der Stock.— Der Mann sagt„neun⸗ zehn“, das Weib„eins weniger als zwanzig“.— Wegen eines Flohs versengt eine Frau die ganze Decke.
— Neues Wort.„Na, Kamerad, gestern hübsche Mädchen auf Soirée gewesen?“—„Nee, Mütter hatten Uebergewicht.“—„Aha— Mamajorität!“
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 23. Juni. Die freisinnige Volkspartei und die freisinnige Ver⸗ einigung garantieren sich wie das„Berliner Tagebl.“ meldet, laut Parteibeschluß in den Wahlkreisen Liegnitz und Glogau die Wahrung des gegenseitigen Besitzstandes. Die seitherigen Reichstagsabgeordneten, die gemeinsam aufzu⸗ stellen waren, haben bereits angenommen.
schöne feurige, träumerische Augen, die mit den beabsichtigt eine Interpellation über die Alle Art und Weise der
Ausführung des Börsengesetzes einzubringen.
Hd. Berlin, 23. Juni. Das Schwurgericht verurteilte gestern den früheren Anarchisten Schneidermeister Töbs wegen Meineids zu 4 Jahren Zuchthaus, den Musikdirektor Olbrich wegen Anstiftung zum Meineid zu 2 Jahren Zuchthaus. Außerdem beide zu fünf Jahren Ehrverlust.
Hd. Berlin, 23. Juni. Wie der„Vor⸗ wärts“ meldet, findet der diesjährige sozia⸗ listische Parteitag am 3. Oktober in Ham⸗ burg statt. Die Stellungnahme der Partei zu den preußischen Landtagswahlen wird zur Be⸗
sprechung kommen. Im Altmaser
Hd. Budapest, 23. Juni. Bezirk stellten die Feldarbeiter die Arbeit ein
und lösten die Erntekontrakte. Mehrere sozia⸗ listische Agitatoren wurden verhaftet. Militär ist zur Aufrechterhaltung der Ordnung nach dem Streikgebiet abgegangen. n
Hd. Brüssel, 23. Juni. Die Blätter be⸗ stätigen die vor drei Tagen veröffentlichte Nach⸗ richt, wonach König Leopold in Kiel Kaiser
wurden in England über 2000 Freudenfeuer abgebrannt. Dieselben waren besonders in der Umgegend von London sehr zahlreich.
Hd. Ostende, 23. Juni. Gestern Abend fand an Bord der königlichen Yacht ein Diner von 11 Gedecken zu Ehren des Jubiläums der Königin Viktoria statt. Am Mittwoch Abend reist der König nach Kiel ab.
Sterbefälle.
Luise Wilhelmine Schäfer, 20 Jahre alt, ohne Geschäft dahier, Wallthor⸗
Am 21. Juni.
straße 46. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. d. Mts, nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehause aus statt.
Am 21. Juni. Anna Maria Schwalb, geb. Muskulus, 84 Jahre alt, Witwe vom Tage⸗ löhner Kaspar Schwalb dahier, Eichgarten 12.
Am 21. Juni. Caroline Weidig, geb. Lony,
64 Jahre alt, Witwe vom Rentner Adolf
Weidig dahier, Westanlage 13.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nedak⸗
verkürzt— je nach dem Duft. Wer sehr kleine Aeuglein 5 5 5 f f hat, inch nur Gegenstände von großen Dimensionen Hd. Berlin, 23. Juni. Dem„Lokal⸗ Wilhelm zur Welt⸗Ausstellung einladen wird. teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen ff 5 und 5 zu betrachten. Nach einigen Wochen haben dann die anzeiger“ zufolge wird im Reichstage Hd. London, 23. Juni. Gestern Abend Buchdruckerei, Giezen, Schloßgasse 13. 0 2. dull 1 r„K f 1 0 ——ů——————— 5—* Gießen,. chef N di——% ollde der G ding. Inventur⸗Ausver e Die Erneuerung der Holzmäntel aue* 8 4 Violinen von 5 Mark an, ler a fit uch piteh pine an den Brübpotthchen der Schweine, g 11 VVT 8 f eee Saen ze. l 100 an. Weiche e e 2. d. 1 Von heute bis 1. Juli verkaufe ich meine sämtlichen Waren Vorräte, hauptsächlich Mund har ikas ach fön f 5,; 76 U . feinere Kleiderstoffe muten be e 1 5 0 fiche, kescmer Mr. ö zur Einsct zu außergewöhnlich billigen Preisen. 1 bese, bidigie Bezugsquelle. 8 hu herlegt, imer Nr. 0 2 a 7 5 2 2 eu, woselbst die Angebete auf vorgedrudtem Reste aller Art sind zu jedem annehmbaren Preis zu haben. 2 Neue Pianos ae die sch del in ii 7535 zum en 1 einzu— Wegen Aufgabe des Arkikels„fertige 2 bee eee n loben 4 und des 110 ei.— Zuschlagsfri ag 5 5 92 2 1 reier Sendung. enmalle int. cel den l. Jun 4807, Hers'en- w linuben-Amnelige“ 2 Agemablang ahn Pressersebang f 1 05 9 ie gebe ich solche weit unter Einkaufspreis ab. 5 1738 S ee eee, 8 7 i den Laut eee Bitte auf meine Schaufenster zu achten. Gebrauchte Instrumente 5 gal ce 0 51* 80 tuns. Schr K tut 1 Ul beit. Markt Jlatz 6 Pfeffer U N stets auf Lager. 5 1 ochen“ in Fr. Die Herstellung eines Kreuzspaliers, 0— E Probesendungen gratis und franko. 0 ab, auf we sowie die Anfertigung u e e 5 0. 5 1 U 15 eesfend die das Dienerhäuschen der Stadtmädchenschule 1 1 9 K 7 N soll Samstag, den 26. d. Mits., vor⸗ D 1 r N 7 2 77—— r I. 2 u 1 rall Seel 60 10 1 1 mittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden 5 1 a gerhänden n becchdng und Bedingungen liegen niessen, Seltersweg 83. 0 id; auch wird auf dem Stadtbauamte, Zimmer Nr. 6, zur III Taschernng on!
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