wahl?— Einleitend bemerkt derselbe, daß die Partei mit dem Erfolg dieser Wahl zufrieden sein könne. Es sei durch das Resultat der Hauptwahl, in welcher der Sozialist an zweiter Stelle gerückt sei, bewiesen, daß, wenn energisch weiter gearbeitet werde, der Sieg nicht aus⸗ bleiben könne. Die Presse aller Parteien sei über das Wachsen der sozialistischen Stimmen im 1. Hess. Wahlkreise erstaunt gewesen und da⸗ bei müsse man bedenken, daß es sich nur um eine Nachwahl gehandelt, wo die Beteiligung an der Wahl naturgemäß überall eine schwache sei. Trotz der überaus rührigen, von langer Hand vorbereiteten Agitation der Antisemiten, trotz der —nicht zu unterschätzenden Gegnerschaft des frei⸗ sülnigen Prof. Stengel eines ehrenhaften und charakterfesten Mannes, sei dieser Erfolg der Sozaldemokraten zu verzeichnen. Ebenso sei nicht zu unterschätzen der behördliche Apparat, der für die Nationalliberalen im Stillen ge⸗ arbeitet habe. Das Ergebnis vom letzten Wahl⸗ kampf s i die Quittung dafür gewesen, daß die Art und Weise der Agitation die Richtige war. Nicht zum wenigsten sei der Stimmen⸗ zuwachs dem Einfluß der„Mitteldeutschen Sonntags⸗Zeitung“ zuzuschreiben. Flug⸗ blätter wären gut, Versammlungen besser, eine regelmäßig erscheinende Zeitung aber das allerbeste. Es habe sich bei der letzten Wahl herausgestellt, daß die Vertrauensmänner teil⸗ weise in zu großer wirtschaftlicher Abhängigkeit sich befanden und daher nicht offen in die Agi⸗ tation eintreten konnten, so wie es nötig gewesen wäre, um noch größere Erfolge zu erzielen. Teilweise habe es an geeigneten Personen ge⸗ mangelt, z. B. in der Gegend von Trais⸗Horloff, wo Hunderte von Arbeitern gar nicht zur Wahl gingen. Es müsse in Zukunft in dieser Hinsicht viel gehessert werden. Auch iu der Auswahl der Leute, die zur Abhaltung von Versammlungen hinausgeschickt würden, müsse man vorsichtig sein. Besonders warnt Scheidemann davor, die Gegner in der Debatte lächerlich zu machen, oder ihnen spitzfindige Antworten zu geben, damit bringe man eine Versammlung wohl zum Lachen, aber man überzeuge nicht damit. Zur nächsten Wahl sei es nötig, daß der Wahlkreis finanziell besser gerüstet sei und hierin mehr auf eigene Füße gestellt werde. Und wenn dann bei der nächsten Wahl den vereinten Gegnern das Mandat noch nicht zu entreißen ist, bei der über⸗ nächsten Reichstagswahl würde, wenn Jeder seine Schuldigkeit thue, der endliche Erfolg sicher sein.— Krumm⸗Gießen referiert 1 eingehend über die Presse. Redner geht mit der sogenannten unparteiischen Presse, mit den „Frommen“ Sonntagsblättern, sowie mit den AUmtsverkündigern scharf ins Gericht. Diese Blätter würden dadurch gestützt, daß die Ar⸗ beiter leider noch ihre Groschen dafür hingeben; dabei vertreten alle diese Organe nicht etwa die Interessen des arbeitenden Volkes, sondern das gerade Gegenteil. Pflicht der Parteigenossen sei es, in erster Linie dafür zu agitieren, daß das
überall gelesen werde; jeder Einzel ne dieses Organ wirken, denn er sorge dadurch für die Ausbreitung der sozialdemokra⸗ tischen Ideen. Hierauf wird von Scheidemann und Krumm folgende Resolution eingebracht: „Die Kreiskonferenz beschließt: Es sind möglichst an allen Orten des Wahlkreises ein oder zwei Genossen zu bestimmen, deren Auf⸗ gabe darin besteht, in ständiger Fühlung mit dem Kreis⸗Vertrauensmann die Agitation zu betreiben, und besonders für weiteste Ver⸗ breitung unserer Presse zu sorgen.— Außer⸗ dem macht es die Kreiskonferenz wiederholt allen Genossen zur Pflicht, besonders für die Verbreitung des offiziellen Parteiorgans, der„Mitteldeutschen Sonntags⸗Zeitung“, thätig zu sein.“ Orbig-Gießen erklärt, nahme dieser Resolution einverstandeu sei. bringe aber weiter folgenden Antrag ein: „Die Kreiskonferenz wolle den Beschluß fassen: Die„Mitteldeutsche Sonntags⸗Ztg. zum 1. April d. J. in das Eigentum der Partei überzuführen. Eine Kommission zu wählen zur Regelung und in die Wegeleitung dieser Angelegenheit.— Ferner soll der Kreisvertrauensmann beauftragt werden, an— fangs März wieder eine Kreiskonferenz einzu⸗ berufen, mit der Tagesordnung„Die Presse“. Dieser Konferenz sei dann die endgiltige Lösung dieser Frage zu unterbreiten.“ Es sei Pflicht der Partei, energisch in dieser Frage einzugreifen. Es wäre ein Skandal, daß man für die Expedition der„M. S.⸗Z.“ monat⸗ lich 70 A. zahlen müsse. Es müsse einmal offen ausgesprochen werden, daß das nicht länger ginge. Solche Expeditionsarbeiten müßten nebenbei gemacht werden und dürften nichts kosten. Derselbe Genosse, der sich diese monat⸗ liche 4 oder 5 Mal stattfindende Zeitungsspedi⸗ tion so gut bezahlen lasse, sei derselbe, dessen Versammlungen auch die kostspieligsten gewesen wären. Die Partei sei kein böhmischer Wald, in dem dieser oder jener jagen könne.— Ueber die Ausführbarkeit und die Zweckmäßigkeit des Uebergangs der Zeitung an die Partei entspinnt sich eine sehr lebhafte Debatte, woran sich haupt⸗ sächlich Krumm und Scheidemann beteiligen, welche das von Orbig beantragte für die glücklichste Lösung der Angelegenheit erklären. Scheidemann führt aus, daß er in dieser Angelegenheit nichts hätte thun können, weil das ausgesehen hätte, als wenn er den Expedienten hinausdrängeln wollte. Daß die übrigen Mit⸗ inhaber der Zeitung keine Initiative ergriffen hätten, liege an deren Gutmütigkeit.— Krumm versichert, daß die Mitteldeutsche Sonntags⸗Ztg., wenn sie in Parteieigentum überführt und die Expeditionsfrage gelöst sei, für die Partei zu einer Geldquelle werden könne. Wacker⸗Wie seck und andere sprachen auch für Ueberführung der Zeitung in Parteieigenthum. Die Konferenz nahm hierauf die Resolution Scheidemann⸗Krumm und ebenso den von Orbig gestellten Antrag einstimmig an und wählte eine Kommission
Zeitung, müße für
daß er mit der An⸗ Er
Parteiorgan, die„Mitteldeutsche Sonntags⸗ e—..—.—.——— ͤ Bekanntmachung.
Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in d 25 der Wehr-Ordnung werden alle im Jahre 1877 gebornenen Militärpflichtigen, sowie die in früberen Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt oder welche binsichtlich ibrer Verpflichtung zum Ein⸗ tritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort
rm Stock
beginnend,
haben, oder als Studenten, Gymnastasten und fm, 103 r Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als knüppelholz, 16 xm Buchenstockholz, 22 fm Eichenstockholz, Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungs- Wellen Eichenreisig. Die Zusammenkunft ist im Heegwald,
gehüllfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst— boten, Fabrikarbeiter oder in ähulicher Eigen— schaft sich dabier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekrutierungs-Stammrolle in der Zeit vom 10. bis 25. Jauuar d. J. bei der Bürger⸗ meisteref dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, wenn ste dabier nicht geboren sind, ibren Geburtsschein, und wenn sie bereits bei einer früberen Musterung konkurriert haben,
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Garbeuteich(Gemeindewald). mittags 10 Uhr an, Distrikt Höblerkopf. von 1,73 fm, 130 Fichtenstangen von 5
800 Buchenwellen, forstungswellen. Wieseck(Gemeindewald).
km, 29 Nadelstämme mit 10 fm,
Oberkleen(Gemeindewald). Uhr, Distrikt Schaalsberg. 9 4. Kl.= 2,20 fm; Nadel: rm Nutzbolz.
Bettenhausen(Gemeindewald)
684 Fichtenstangen, 8—11 em Durchm., stangen, 3 km, 7 Hainbuchenstämme, 2,31 fm haltend. Buchenscheitholz,
Holzversteigerungen.
Donnerstag, den 21. Januar d. J., von vor- Jobannesbölzchen und Markwald: 5 Fichtenstämme 42 fm. 18 rm Buchenscheitholz, 43 rm-Knüppel, 16 4 rm Eichenknülppel, 60 rm Stockholz, 23 rm Nadelknüppel, 23 rm⸗Stockholz, biervon der größte Teil Durch—
holz, 1200 Nadelwellen, 1850 Eichenwellen,
Der Anfang ist im Distrikt Höhlerkopf.
138 Nadelstangen mit 3,76 fm,
Freitag, den 22. d. Mts.,
Eichen: 4 Stämme 2. Kl
beim Pflanzgarten: 146 Eichenstämme, 12-14 m Länge
12 1m Eichenscheitholz,
. ĩ ͤ TT....
Freitag, den 22. Januar 1397, vormittags 10 Uhr in den Distrikten Essigpfad, Kornberg und Heegwald: 158 Eichenstämme mit 49,54 5 Eichennutzscheit mit 3,50 m Buchenscheitholz, 99 rm Eichenscheitbolz, 27 rm Buchenknüppelbolz, 62 rm Eichen- 1930 Wellen Buchenreisig, 2370 an der Straße nach Alten-Buseck. Beginn vormittags 10 + 5,76 fm. 93 3. Kl.= 51,32 fm, 57 Stämme 3. und 4. Kl.= 17,06 fm;
Donnerstag, den 21. Januar 1897, anfangend 21—55 em Durchm., 510,8 m Länge= haltend, 57 Kiefernstämme, 29 64 em Durchm., 5—12 m Länge= 32,38 fm haltend, = 31,99 fm haltend, 500 Reis— Freitag, den 77.6 mm Buchenstöcke, 43,09 rm Eichenstöcke, 56 rm 264,8 rm Eichenreisig, 90,4 rm
von sieben Mitgliedern, welche die Zeitungs⸗ angelegenheit regeln sollen.— Die Vorsitzenden Bock und Beckmann⸗Gießen erinnerten mit warmen Worten an die Hamburger Hafenar⸗ beiter. Auf Antrag wird sofort eine Teller⸗ sammlung für dieselben veranstaltet, welche 25 J einbrachte. Der Vorsitzende schloß die Konferenz mit einem dreifachen Hoch anf die Sozialdemokratie. Die Teilnehmer sangen darauf die Arbeitermarseillaise. Um 4 Uhr war die Konferenz, welche öffentlich tagte, beendet.
* Gießen, 18. Januar.(Berichtigu ng.) Der Druckfehlerteufel ließ in unserer Telephon⸗ Nachricht vom Samstag die Reichstagskommission für ein Forst gebäude die erste Rate bewilligen, während eine solche für den Bau eines Post⸗ gebäudes bestimmt ist.
b. Wieseck, 18. Jan. Die gestern Abend zum besten der ausständigen Hafenarbeiter in Hamburg veranstaltete Abendunterhaltung war überaus zahlreich besucht. Besonderen Anklang fanden die von Herrn Geisler gegebenen Einzelvorträge; auch sonst war für Unterhaltung genügend gesorgt. Gegen 12 Uhr trennten sich die Anwesenden mit dem Bewußtsein, einen gemütlichen Abend verlebt und ihr Scherflein zu einem guten Zweck beigesteuert zu haben.
* Grünberg, 18. Januar. Auf dem letzten Wochenmarkte wurden für Getreide folgende Durchschnittspreise(pro Zentner) notiert: Weizen 8,00., Korn 7.00., Gerste 6,56*., Hafer 6,37, Erbsen 9,50
* Darmstadt, 15. Januar. Am 28. ds. Mts. ist hier die letzte Sitzung des hessischen Eisenbahnbeirates. Infolge der Verstaat⸗ lichung der Ludwigseisenbahn werden künftig die Sitzungen des Eisenbahnbeirates für die Eisen⸗ bahndirektionsbezirke Frankfurt, Mainz und Kassel in Frankfurt a. M. abgehalten.
* Mainz, 15. Jan. Der städtische Finanz⸗ ausschuß beschloß, de von den städtischen Be⸗ amten verbrachte provisorische Dienstzeit den Beamten, sobald sie in Pension treten, an⸗ zurechnen. Weiter beschloß der Finanzausschuß, das auf dem Friedhof befindliche Denkmal für die Weteranen, die unter den Fahnen Napo⸗ leons I. gedient haben, in städtische Unterhaltung zu nehmen. Die aktiven Mitglieder dieses ehemaligen Veteranenvereins sind sämtlich ge— storben.
J. Wismar, 18. Jan. Eine respektable Leistung ist von einem dem Landwirt Heinrich Wagner gehörigen Mutterschwein zu ver⸗ zeichnen. Dasselbe hat im vergangenen Jahre nicht weniger ale 54 Ferkel zur Welt gebracht. Gewiß ein seltener Fall.
Vermischtes.
— Der Säbel— als Mittel gegen Selbst⸗ mordgedanken! Abends gegen 10 Uhr, die Straßen Wiens begannen bereits zu veröden, versuchte kürzlich ein Mann sich von der Ferdinandsbrücke in die Donau zu stürzen. Ein gerade vorübergehender Soldat erfaßte ihn schnell am Kragen und verhinderte die That, was
indessen nicht ohne Mühe von statten ging. Ein Augen⸗ zeuge berichtet darüber: Es war unheimlich anzusehen, mit welcher leidenschaftlichen Wut sich der Selbstmord⸗ kandidat, ein großer, hagerer Mann mit einem kleinen Schnurrbart im bleichen Gesicht, gegen seinen Retter zur Wehr setzte. Mit magischer Gewalt schien ihn die Wasser⸗ fläche anzuziehen, und der wackere Artillerist hatte seine ganze Kraft aufzubieten, um den Unglücklichen von der Brüstung der Brücke fernzuhalten. Er zog ihn nach der Praterstraße mit sich fort, hatte aber fortwährend gegen Fluchtversuche des Widerstrebenden anzukämpfen. Als der Mann sich noch einmal losriß, auf die Brücke zulief und es dem Soldaten erst kurz vor dem Brückengeländer gelang, ihn wieder zu fassen, riß dem Retter die Geduld: Er zog den Säbel und drohte dem Manne, ihn nieder⸗ zustechen, wenn er noch einmal Miene mache, sich zu ertränken. Man sollte glauben, daß es einem Selbst⸗ mörder gleich sein müsse, ob er erstochen werde oder ob er sich ertränke, aber der energische Lebensretter irrte nicht in der Annahme von der Wirksamkeit seiner Drohung. Es gelang ihm schließlich, seinen Schützling mit blanker Waffe nach der Polizeiwache zu geleiten und in Sicherheit zu bringen.
Neueste Telegramme.
Ad. Berlin, 18. Januar. Die Feier des Krönungs- und Ordensfestes hat gestern Vormittag im hiesigen königlichen Schlosse in üblicher Weise stattgefunden. Nachdem die neu ernannten Ritter und Inhaber von Orden dem Kaiserpaar im Rittersaal vorgestellt, begab sich dasselbe mit den Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses nach der Schloßkapelle, wo die neu Dekorierten bereits Platz genommen hatten. Sodann begann der Gottesdienst. Nach demselben fand Tafel statt, bei welcher der Kaiser den Toast auf das Wohl der neuen und alten Ritter ausbrachte. Die Kaiserin Friedrich nahm an der kirchlichen Feier und an der Tafel teil.
Hd. Hamburg, 18. Januar. Dem „Hamb. Korresp.“ zufolge haben die Delegierten des Arbeitgeber ⸗ Verbandes in der vorgestrigen Ver⸗ handlung die bindende Erklärung abgegeben, sie müßten auf be ⸗ dingungsloser Arbeitaufnahme bestehen. Die Lage des Streiks ist daher unverändert.
Hd. Wien, 18. Jan. Gestern sollten im Gebäude des Zirkus Renz Stierkämpfe stattfinden. Dieselben wurden aber von der Behörde verboten.
Hd. Paris, 18. Jan. Die sozialistischen Deputierten beabsichtigen, die Regierun bezüglich der Ausweisung einer dAnzahl fremder Anarchisten und Sozialdemo—⸗ kraten in Folge von Versammlungen und son⸗ stigen Kundgebungen zu Gunsten der Unabhängig⸗ keit Kubas zu interpellieren. 5
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.
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ihren Losungsschein vorzulegen.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unter lassen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu dreißig Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teil⸗ nu bme an der Verlosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprilche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüg⸗ lich der zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vor— münder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherrn zu diesen Anmeldungen verpflichtet.
Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurlülckstellung von Militärpflichtigen auf Grund des§ 32 pos: 2 Ut a, b, c, d, e, f und g der Wehr-Ordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen sind, da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden.
Gießen, den 9. Januar 1897.
Der Oberbürgermeister. J. V.: Wolff.
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Lich(Stadtwald). Mittwoch, den 20. Januar, vormittags 10 Ubr beginnend, Distrikt Dickestall: 401 rm Buchen-, 17,2 rm Eichen“, 10 rm Lindenscheiter, 118,6 fm Buchen-, 79,3 rm Eichen-, 10 rm Lindenknüppel, 168,8 rm Buchen,, 151 rm Eichen-, 16 rm Lindenstöcke, 4700 Buchen-, 3230 Eichen-, 1346 Nadelwellen. Die Zusammenkunft ist auf der Nieder— Bessingener Schneise, wo auch der Anfang gemacht wird.— Donnerstag, den 21. Jan., vormittags 10 Uhr beginnend, Distrikt Unterspeierlingskopf: 5,6 rm Buchen, 2 xm Eichen-,
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