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werden; da erfordert es die ausgleichende Ge⸗
Gedanke leicht verdunkelt werde, wenn man sage:
Dieser ist auf Staats- Natalys Verlobung.
(Nachdruck verboten.)
den Korridor und trat in Dort grüßte ihn von der Chaiselongue her das lichelnde Antlitz feiner schönen Schwester, welche
Gießen, Donnerstag, den 18. November
1897.
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Ausgabe
Gießen.
ische Landeszeitung
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Das Abonnement beträgt durch die Post bezogen: für die Ausgabe Gießen der Auzeigen: 10 Pfg. für die öspaltige Petitzeile.
1,90 resp. 230 Mk. Preis
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Medaktion und Expedition:
atz Nr. 4.
rod, Staufenberg,
Wehrsteuer.
Die Idee der„Wehrsteuer“, die in reaktio⸗ nären Organen wiederum breitgetreten wird, wird auch von den Organen des Zentrums zurückgewiesen.
„Auf den ersten Blick sieht eine Wehrsteuer u ganz angemessen und gerecht aus. Die zum Miltärvienst herangezogenen Personen müssen
schwere persönliche und wirtschaftliche Opfer bringen, die den davon Befreiten nicht auferlegt
echtigkeit, diese mit einem Geldopfer in Form der Steuer zu belegen. Die gelehrten National⸗ onomen, wie Cohn, Neumann, Wagner usw., haben die Frage nach der prinzipiellen, wie nach der praktischen Seite gründlich erörtert, ohne, wie üblich, zu einer Einigung gelangen zu können. Die grundsätzliche Befürwortung der Steuer geht bon politischen(die Wehrpfiicht ist neben der Steuerpflicht allgemeine staats bürgerliche Pflicht; wer die erstere nicht leistet, muß dafür eine Staatslast übernehmen) und wirtschaftlichen Er⸗ wägungen und von Gründen der ausgleichenden Gerechkigkeit aus. Anderseits werden prinzipielle Bedenken ethischer und politischer Natur gegen die Wehrsteuer erhoben. Diese hat 1881 vor allem der Abgeordnete von Treitschke im Reichstage geltend gemacht, und seine Gründe haben bei den steuergelehrten Nationalökonomen biel Beachtung gefunden. Er fürchtete eine Durch⸗ brechung des Gedankens der allgemeinen Wehr⸗ pflicht und betonte, allerdings in gewohnter Weise stark übertreibend, oder sagen wir idealisierend, daß der Wehrdienst ein Ehrendienst sei und dieser
„Wer nicht dient, zahlt“. Aus diesem Satze werde sich leicht der andere entwickeln:„Wer zahlt, dient nicht“. Es könne dann dahin kom⸗ men, daß die Ersatzbehörden bei einem Manne, der einige Tausend Mark Wehrsteuer zahlen könne, ein Auge zuzudrücken versucht wären. Indes von den prinzipiellen Bedenken ab⸗ edenken gegen die Wehrsteuer. Wir sind doch jetzt so weit, daß kein Diensttauglicher mehr dem Militärdienste entgeht. Kann man nun auf die übrig bleibenden eine Steuer legen, von der sich sagen läßt, sie sei gerecht? er wegen schwerer körperlicher Gebrechen dienstfrei geworden ist, der ist doch übel genug daran, als daß man ihn für seinen Vorzug vor dem Taug⸗ lichen auch noch gleichsam besteuern sollte. Er kann für sein Unglück nicht und würde, wenn es
bon ihm abhinge, oft gern mit dem Dienstpflich⸗z
ti en tauschen. kleiner körperlicher ängel dienstunfähig ist, ist häufig trotz seiner Erwerbsfähigkeit in schlimmerer Lage, als der
Soldat in seiner Kaserne.
Wer wegen
kosten(d. h. auf Kosten der Steuerzahler) viel⸗ leicht zu einem Dasein erhoben worden, wie er es vorher so angenehm nie genossen hat, während jener in Kummer und Sorge um das tägliche Brot ringt; und soll dieser für seine Dienstfreiheit auch noch Steuern zahlen? Sehr häufig wird die Last gar nicht den Dienstfreien treffen, son⸗ dern die Angehörigen werden sie tragen müssen, weil er nichts hat; dabei sind vielleicht diese An⸗ gehörigen in ihrem Erwerb schon dadurch ge— schädigt, daß ein Anderer aus ihrer Mitte seinen Militärdienst leisten muß. Mögen auch die Reichen eine höhere Steuer zu zahlen haben als die Armen, die Last ist doch ungleich verteilt, insbesondere wo sie auf die Eltern abgewälzt wird. Und wenn einer sich freiwillig zum Militär meldet, wegen Schwächlichkeit aber abgewiesen wird, kann man ihn dann mit einer Steuer be⸗ lasten? Zum Militärdienst können wir dich zwar nicht brauchen, aber eine Steuer wollen wir von dir nehmen! Man denke ferner, daß gerade die Angehörigen Heerespflichtiger aus den ärmeren und mittleren Klassen sich schon eine schwere Steuer 17 0 auferlegen, indem sie ihre Söhne usw. in der Kaserne unterstützen. Soll man ihnen noch neue Lasten aufbürden, weil andere nicht zu dienen brauchen? Schließlich ist auch der Militärdienst nicht lediglich eine Last, sondern außer der Ehre sind auch materielle Vor⸗ teile damit verbunden, z. B. Zivilversorgung. Da die Zahl der Nichtdienenden sich bald auf Krüppel und Kranke beschränkt, der reichen Leute, die eine hohe Wehrsteuer tragen könnten, nur wenige sind, so dürfte der Steuerertrag garnicht in rechtem Verhältnisse zu dem ganzen Apparate, den man ihretwegen in Thätigkeit setzen müßte, sowie zu der Ungerechtigkeit und der Unzufrieden⸗ heit stehen, die mit ihr verknüpft wären. Die notwendige Unterstützung der Invaliden läßt sich ohne neue Steuern durchführen.“
Das meinen wir auch! Es kann am Militär⸗ etat selbst so viel gespart werden, daß die In⸗ validen mit der Sparsumme reichlich ver⸗ sorgt werden können!
Politische Rundschau.
Militarismus und Humanität.
Aus Thun wird der„Neuen Zürcher Zeit.“ folgender denkwürdiger Vorfall gemeldet:„Die Artillerie feuerte auf ein lebendes Tier, ein sehr altes Pferd, das wohl Jahre lang der Eidgenossenschaft gedient hatte; in einer Um⸗ äunung von der Größe eines Zimmers konnte es sich frei bewegen. Auf dieses Pferd nun die Artillerie zu wiederholten Malen, und
feuerte
richtiger Stelle treffen und töten mußten, sondern
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Novellette von Anna Treichel.
Man hörte ein kurzes Anschellen an der Woh⸗ nung der Familie von Schulfen, darauf das Oeffnen der Thüre und auf dem Korridor die hastige Fragt einer etwas näselnden Männerstimme:„Ist schon gegessen?“
„Jawohl, Herr Lieutenant!“ antwortete das Hausmädchen.
„Na, habt Ihr mir au et lassen?“ scherzte der junge Offizier weiter, indem er Helm und Säbel ablegte, st arg mitgenommenen Dienstanzug ein wenig ab⸗ fleyste und dann seine Glieder nach allen Rich⸗ tungen hin dehnte und streckte. Puuline zauberte eine Hyperde i0 ihr rotwangiges Gesicht, sodaß auch der Lieutenant amüstert die Lippen verzog.
„Aber ja, Herr Lieutena 0 a schön im Wärmspind,— noch dazu Herrn Lieute⸗ nant sein Leibgericht, schönes Süppchen mit Schwemmklößen und Enten mit Morchelnsauce, wird schon schmecken, Herr Lieutenant!“
„Ei der Tausend, sind ja ein Kapitalfrauen⸗ zimmer, Pauline,— na, dann fahren Sie man ran, wus das Zeug hält!“
Sporenklirrend durchquerte Jürg von Schulfen
das Wohnzimmer ein.
Pau line,
ch noch etwas übrig ge⸗ gutgelaunt
sich den
von Lächeln auf
nt! Es steht alles so
sichs in einem losen geschmackvollen Hauskleide auf em gemacht hatte. Sie Modejournal und hatte liegen, Mund
dem weichen Polster bequ blätterte in dem neuesten auf dem Schoße ein paar Fruchtbonbons
„Morgen, Nataly, habe mich heut' höllisch ver⸗ spätet, chere soeur!“ nickte Jürg von Schulfen seiner Schwester entgegen. i
„Ja, wir sind schon seit einer Viertelstunde fertig mit dem Essen, Papa hält schon sein Mittagsschläfchen und Mama schreibt in der grünen Stube an Tante Bertha.“
Jürg Zimmers befindlichen gedeckten Tische nieder, nahm spielend den
mit dessen Spitze einige Längsrillen au Damasttuch. „Na?“ fra erwartungsvoll an. unt gut Deutsch ausgeführt hieß es: Neues N ankam, brachte er auch stets einen Sack U keiten mit; es machte ihm aber Spaß,
wiederum selber
verlangte!
gürg machte eine auf ö e wehrende Handbewegung, da Pauline Speisen hereintrug. Als sie wieder herausgegangen ertönte das„Na?“ noch einmal von 9 Lippen.„Großartige Neuigkeit, noch gar nicht da gewesen!“ prahlte Jürg, indem er ein Schwemm ehr gut, die Schwemmklöße!“ lobte er.
„Rasch, rasch!“ forderte Nataly.
„Verlobung!“ sagte Jürg bedeutungs⸗ und ge heimnisvoll. a
„Ah!“ Nataly richte nung in den Zügen, schillerndes Unbehagen. Verlobungen zu hören,
später vertröstende, ab
te sich etwas auf, Span
von denen sie ab und zu einen in den steckte.
Sie selber war ein schönes, beliebtes und vielbe
zwar nicht etwa mit Geschossen, die sofort ang
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ließ sich an dem in der Mitte des
silbernen Eßlöffel zur Hand und zog 0 f dem weißen
gte Nataly und sah ihren Bruder Er kannte dieses„Na!“ Auf „Giebts nichts 7 Erzähle doch fix!“ Wenn Bruder Jürg oll Neuig⸗ denselben möglichst langsam aufzuknüpfen, obgleich man ihm den größlen Tort anthat, falls man ein Ausschütten dieses Sackes überhaupt nicht
soeben die
Natalys
en mit der Zunge im Munde zerdrückte;—
in ihre Augen trat ein Sie liebte es nicht, von es kränkte sie geradezu.
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lialen: Alten⸗Buseck, Daubringen, Fellingshausen, Flensungen, Garbenteich, Gr-Buseck r.-Linden, Grünberg, Hausen, Heuchelheim, Hochelheim, Kinzenbach, Kl Linden, Krofdorf, Lang- Göns, Launsbach, Lauter, Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Queckborn, Rödgen, Rodheim, Stangen Steinbach, Steinberg, Ulrichstein, Watzenborn, Wetzlar, Wieseck, Wißm
ar.
mit Shrapnels, das heißt Hohlgeschossen, die in der Luft platzen; ein derartigen Regen von Metallstücken muß geeignet sein, in Truppen⸗ massen furchtbare, weitausgedehnte Verheerungen anzurichten; bei einem einzelnen Zielobjekt aber, wie bei dem Pferd auf der Thuner Allmend, trafen natürlich bei jedem Schuß einzelne derar⸗ tige Stücke mit ungeheurer Kraft das arme Tier und rissen ihm Stücke vom Leibe, den— noch brach es nicht zusammen, sondern rannte angsterfüllt in seiner Eingrenzung umher. Und als nach Verfluß von etwa einer halben Stunde fünf oder sechs Schüsse, zwischen welchen jeweilen die Wirkung beobachtet wurde, abgegeben worden waren, hatten die Herren das Vergnügen(J), zu sehen, daß das Pferd sich noch immer aufrecht erhalten konnte. Doch wie sah es aus! Vom ganzen Leibe, namentlich vom Hinterkörper hingen die blutigen Fetzen herunter und auch der Kopf war natürlich schwer verletzt. Jetzt fand es endlich der Leitende am Platz, durch einen Revolverschuß dem grau⸗ samen Spiel ein Ende zu machen. Das Stück war aus.“ Wieder ein neuer dankenswerter Bei⸗ trag zur Psychologie des Militarismus!
Ein Schildbürgerstückchen.
Man meldet aus Düsseldorf folgendes Kuriosum, das zweifellos auf irgend eine An⸗ regung aus Schilda zurückgeht. Eine Polizei⸗ vorschrift besagt, daß auf öffentlichen Wegen un⸗ bespannte Wagen nicht aufgestellt werden dürfen. Nun ist es bei der elektrischen Straßenbahn zeit⸗ weise erforderlich, Anhängewagen auf ein Neben⸗ eleise zu bringen, damit sie bei einer Verkehrs⸗ 0 sofort gebraucht werden können. Die Polizei hat nunmehr auf Grund der fraglichen Vorschrift das Aufstellen der„unbespannten“ Anhängewagen verboten. Es hat sich daher notwendig gemacht, um den Gesetz zu genügen, ein besonderes Pferd anzuschaffen, das vor die leeren Anhängewagen gespannt wird und das nichts weiter zu thun hat, als— still zu stehen!——
Der findige Staatsanwalt.
Der berüchtigte ambulante Gerichts⸗ stand der Presse macht sich wiederum unlieb⸗ sam bemerkbar. Der„Kropp. kirchl. Anz.“, der eifrig für den des Amtes entsetzten Pastor Schall in Bahrdorf eintritt, griff in einem Artikel das Braunschweiger Konsistorium scharf an. Das Konsistorium fühlte sich dem„Kropp kirchl. Anz.“ zufolge beleidigt und ersuchte angeblich einen Staatsanwalt nachzuforscheu, ob das Blatt auch in Braunschweig gelesen wird. Die Be⸗ mühungen des Staatsanwalts sollen von Erfolg ewesen sein, denn die Post in Braunschweig habe die Auskunft gegeben, d
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welchem man allgemein huldigte, sie hätte sich täglich verloben können, falls sie nur gewollt hätte, aber noch immer bisher hatte ihr die rechte Lust dazu gefehlt, wenn sie sich auch in letzter Zeit ab und zu einmal selber sagte, daß sie sich mit ihren 22 Jahren nun endlich zu einer ent⸗ scheidenden Wahl entschließen könne,— aber das Leben war ja auch so noch so schön und die Ehe brachte doch immerhin mehr Pflichten! Es lag also nur an Nataly selber, daß sie zur Zeit noch unver⸗ lobt war, sie brauchte folglich weder Neid noch Schmerz zu empfinden, wenn andere vor ihr den Bund fürs Leben schlossen,— und doch liebte sie es nicht, wenn andere sich verlobten, sie ärgerte sich darüber! Es war die Selbstliebe dieses eitlen, weltsüchtigen Mädchens, welches es nicht leiden mochte, daß andere, seien sie ihr auch noch so gleichgültig, etwas vor ihr voraus hatteu, daß andere thaten, was sie selber noch verschmähte, daß auch ohne ihr eigenes gutes Beispiel überhaupt Verlobungen zustande kamen. Sie sprach darüber natürlich jedoch niemals, hätte vielleicht auch garnicht einmal klar auszudrücken vermocht, was sie fühlte und worüber sie sich nie Rechenschaft ab. Sie galt sich selber als vollkommen,— große Selbstherrlichkeit zeitigte jedoch noch stets unherr⸗ liche Kleinlichleiten.—
„Wer denn?“ fragte Nataly nach ihrem über⸗ raschten„Ah!“
„Unser Adjutant Kamerad von Fahgant!“ Jürg sprach es ordentlich feierlich.
„Ah!“ Also der Lieutenant von Fah gant! Nataly zuckte die Achseln. Sie mochte ihn nie sonderlich, diesen unschönen Offizier, wenn man ihn auch für sehr klug und tüchtig hielt. Das mochte er ja wohl sein, sie hätte ihn jedoch nie genommen, bewahre, hatte auch nie an ihn gedacht,
gehrtes Mädchen,
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aß eine Pastorin
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dort das Blatt lese; darauf habe das Konsistorium in Braunschweig die Erhebung der Anklage gegen den Redakteur beantragt.
Eine Beurlaubung.
In Münchener Blättern ist folgende be— fremdende Nachricht zu lesen:„Der Direktor der königlichen Artillerie-Werkstätten, Oberstlieute⸗ nant Vogel, entließ fünf Arbeiter wegen Widmung eines Kranzes mit Schleife zur Leichenfeier des Abg. Grillenberger. Diese Entlassung kam in der Abgeordnetenkammer bei Beratung des Militär⸗Etats zur Besprechung, und infolgedessen wurde Oberstlieutenant Vogel bereits beurlaubt.“ Sollte die Debatte gewirkt haben.
Der Adel an den deutschen Universitäten.
Ueber den Adel auf den deutschen Uni⸗ versitäten wird in der„Voss. Ztg.“ eine in⸗ teressante statistische Zusammenstellung mitgeteilt. Unter den 30 932 Studenten in sämtlichen deut⸗ schen Universitäten sind 836 adlig(wobei die Zahl eher etwas zu hoch als zu niedrig ge⸗ griffen ist, da manche Namen mit nur scheinbar adeligem Prädikate dem Adel zugezählt worden sind), von denen 172 auf die Ausländer und 664 auf die Deutschen, von denen wiederum 427 auf Preußen allein entfallen. Natürlich steht die Jurisprudenz mit 260 als die vor⸗ nehmste Wissenschaft an der Spitze, in großem Abstande folgt darauf die Medizin mit 46, die Landwirthschaft mit 28, die philologisch⸗-historischen Fächer mit 27, die mathematisch⸗naturwissen⸗ schaftlichen mit 24, die evangelische Theologie mit 13, die Pharmazie mit 12, die Kameralien mit 10, die katholische Theologie mit 4 und end⸗ lich die Zahnheilkunde mit 3. Von den 16 604 Preußen, die im ganzen an den deutschen Uni⸗ versitäten sich gegenwärtig Studien halber auf— halten, bilden somit die Adeligen einen Bruchteil von 2,6 pCt., bei den preußischen Juristen(4473) macht der Adel 5,8 pCt. aus, bei den Philologen und Historikern(1757) nur 1,5, bei den Mathe⸗ matikern und Naturwissenschaftlern(1657) 14, bei den Medizinern(4551) knapp 1 und bei den evangelischen Theologen(1575) nur 0,8 pCt.— Diesen Ziffern wird der Adel in der Ver⸗ waltung gegenübergestellt. In der preußi⸗ schen Verwaltung des Innern stehen im ganzen 527 Adelige den 862 Bürgerlichen gegen⸗ überstehen, somit 37,9 pCt. Adelige und 62,1 pCt. Bürgerliche. Dabei ist dann weiter sehr inter⸗ essant, wie sich das Prozentverhältnis bei den einzelnen Rangstufen verschieden gestaltet: von den Regierungsassessoren sind 32 pCt. adelig und 68 pCt. bürgerlich, von den Regierungs⸗ räten, auf denen die eigentliche Arbeit ruht, sind
nur 17,7 pCt. adelig und 82,3 pCt. bürgerlich rr: ñññ?7r
— aber daß er sich verlobte, ärgerte, sie nun doch. — zu verloben brauchte er sich trotzdem nicht!“
„Mit wem denn?“ fragte sie spöttisch gespannt.
„Rate mal, Natterchen!“ lächelte Jürg honigsüß und knabberte an einem Flügelknochen.
„Ach geh doch!“ wehrte sie ungeduldig ab,— „wirds nun bald, was?“
„Na, weil Du es bist! Also— mit Gretchen Konner!“
„Wa as?“ Nataly setzte sich mit einem Ruck aufrecht, sodaß etliche der Fruchtbonbons herunter⸗ rollten.„Mit Gretchen Konner? Dieses 17jährige Ding, das kaum trocken hinter den Ohren ist und voriges Jahr erst eingesegnet wurde? Ist der Mensch närrisch?“
„Jung gefreit hat Niemand gereut! heißts ja wohl,— na, die kleine Grete Konner ist im übrigen schon ganz hübsch angewachsen und'ne niedliche Krabbe dazu, auch ganz chic und sicher im Benehmen! Und der Olle, was meinst Du wohl, was so'ne Weingroßhandlung so abwirft das Jahr!? Alles in Allem, der Fahgant hat garnicht so schlecht
gewählt!“ Nataly zog die Brauen hoch.„Nun ja, eigentlich ists ja wahr,— aber doch immerhin
wunderbar und überraschend!“ gab sie, einlenkend, holb und halb zu. Sie wollte ihrem Bruder, der auch manchmal mehr ausplauderte als gut war, keine Ursache zu Rede- und Neckereien geben, es hätte am Ende noch so ausgesehen, als wenn sie eifersüchtig und neidisch auf Grete Konner wäre. Sie, eifersüchtig— des Lieutenants von Fahgant wegen! Gott bewahre! Sie hätte ihn nicht haben mögen, Nataly von Schulfen wählte anders und besser, wenn sie wählte! (Fortsetzung folat.)


