Ausgabe 
18.9.1897
 
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Nr. 219

Gießen, Sonnabend, den 18. September

1897.

Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.

Ausgabe

Gießen.

hessische Landeszeitung

Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.

Redaktion:

Kreuzplatz Nr. 4..

Lokales und Provinzielles.

* Gießen, 17. Sept. Am 6. September st dem Pfarrer Karl Michel zu Nieder⸗Ohmen die evangelische Pfarrstelle zu Kriegsheim, Deka gat Worms, übertragen.

* Gießen, 17. Sept. Heute Morgen um 11 Uhr ist der bei dem Duell verletzte Ein⸗ üährig⸗Gefreite Jacobi seinen schweren Ver⸗ letzungen erlegen. Auch der Gegner Schmitz liegt hoffnungslos darnieder.

* Gießen, 17. Sept. Zu den Kursen für weibliche Angestellte im Handels- gewerbe, welche der Kaufmännische Verein einzurichten beabsichtigt, haben sich bis jetzt 13 Schülerinnen gemeldet. Es sind jedoch minde⸗ stens 20 Schülerinnen erforderlich, um die Ab haltung des Kurses zu sichern.

* Gießen, 17. Sept. Für die bevorstehende Saison haben die Vorstände des Kaufmänni⸗ schen Vereins und des Ortsgewerbe⸗ bereins beschlossen, von folgenden Rednern Vorträge halten zu lassen: Physiker Amberg⸗ Berlin an zwei Abenden Experimentalvorträge; Jens Lützen⸗Berlin wird ebenfalls an zwei Abenden, und zwar am 3. und 4. Februar über die Entstehung und den Untergang der Erde sprechen und dies durch seine farbenprächtigen Bilder erläutern. Als dritter Vortragender ist Geheimrat Prof. Oncken⸗Gießen gewonnen, der wahrscheinlich ein geschichtliches Thema aus der Zeit vor 1866 wählen wird. Außerdem soll noch ein weiterer Vortragsabend stattfinden, wer denfelben aber übertragen erhält, steht noch nicht fest.

* Gießen, 17. Sept. Dem Vernehmen nach werden in der am 27. ds. Mts. beginnenden Schwurgerichtssession u. a. 3 Meineids⸗ fälle und auch die Anklage gegen den Dienst⸗ knecht Evers, der den Bürgermeister Hartmann von Rödgen bei Bad Nauheim ermordet hat, zur Aburteilung kommen. Gegen Evers wird die Anklage wahrscheinlich auf Totschlag lauten.

* Gießen, 17. September.(Bestrafte . In letzter Zeit wurde häufig dar⸗ über Klage geführt, daß sich nächtliche Ruhe⸗ störer ein Vergnügen daraus machten, die Dach⸗ kandeln von den Häusern zu reißen. Zu dieser Sorte von Nachtwandlern scheint auch der 22. jährige Bretzelsunge Heinrich Schmidt und der 36 jährige Käsehändler Friedrich Debus, beide von hier, zu gehören. Dieselben hatten sich heute vor dem Schöffengericht wegen Sach⸗ beschädigung und groben Unfugs zu verantworten. In der Marburgerstraße hatten sie gemeinschaft⸗ lich Dachkandeln und Zaunlatten abgerissen und, damit nicht genug, die Straßenpassauten und Fuhrwerke gefährdet, indem sie Bohlen quer über die Straße legten. Das Gericht erkannte Faen jeden wegen Sachbeschädigung auf drei

age Gefängnis, wegen groben Unfugs auf 10 Mark Geldstrafe. Der 22 jährige Heinrich Vogel von Alten⸗Buseck wurde wegen Miß⸗ bandlung feiner Mutter und wegen der Drohung, er wolle das Haus anstecken, zu einer Gefängnisstrafe von 14 Tagen verurteilt.

Erscheint täglich mit Ausnahme der reis der Anzeigen: 10

* Gießen, 17. Sept. Der Antrag von Bewohnern der Bahnhof- und Marktstraße, sowie der Neustadt, den diese wegen Anbringung eines Briefkastens bei der Postbehörde gestellt haben, hat Aussicht, verwirklicht zu werden. Wir erfahren aus ganz sicherer Quelle, daß seitens der Post dem Antrag willfahrt werden wird, wenn auch erst nach dem 1. April k. J., da vorher für diesen Zweck es an Mitteln gebricht. Weiter hören wir, daß bereits Verhandlungen schweben mit den Hauseigentümern wegen der Erlaubnis zur Anbringung des betreffenden Briefkastens. a

Gießen, 17. Sept. Mit dem früheren Eintritt der Dunkelheit mehren sich, wie alljähr lich um diese Zeit, nun auch wieder die Klagen der Mieter über das zu späte Beleuchten der Haus⸗ und Treppenflure seitens der Hauswirte oder deren Stellvertreter. Es sei deshalb wieder darauf hingewiesen, daß jeder Eigentümer eines Grundstückes oder dessen Verwalter ver⸗ pflichtet ist, die Haus- und Treppenflure ange- messen zu erleuchten, und zwar stets vor dem Eintreten völliger Dunkelheit. Auch hat sich die Beleuchtung nicht etwa, wie es häufig vorkommt, auf die unterste Stockwerke abwechselnd auf einen um den anderen Treppen flur, sondern auf sümtliche Treppen und Flure zu erstrecken. Als ausreichend aber ist die Beleuchtung nur dann anzusehen, wenn ste ein deutliches Erkennen der Räume ermöglicht. Für die Nichtbefolgung dieser Vorschriften sind die Hauswirte oder deren gesetzmäßige Stellver treter nach jeder Richtung hin verantwortlich. Und namentlich sind für alle Unfälle, die sich Personen infolge unterlassener wie auch unzu⸗ reichender Beleuchtung auf den Fluren oder Treppen zuziehen, regreßpflichtig, eine Sache, die bei der außerordentlich strengen Handhabung des Haftpflichtgesetzes seitens der Gerichte den Schuldigen unter Umständen teuer zu stehen be⸗ kommen kann. * Grünberg, 16. Sept. Endlich hat sich das Wetter nach der langen Regenpertode wieder aufgeklärt, und die Landwirte sind nun vollauf mit der Grummeternte beschäftigt. Güte und Menge des Futters lassen nichts zu wünschen übrig. Da auch die Heuernte reichlich ausfiel, ist für den kommenden Winter an Dürrfutter kein Mangel zu befürchten. Hier und da hat man auch bereits mit dem Ausmachen der Kar⸗ toffeln begonnen. Der diesjährige Ertrag wird als Mittelernte bezeichnet. Erfreulicherweise ist, besonders in nicht allzu feuchten Lagen, die Fäulnis unter den Knollen bei weitem nicht so stark, als man anfangs befürchtete. Sämtliche Obstarten liefern heuer nur geringen Ertrag, mit Ausnahme der Birnbäume, die ziemlich mit Früchten behängt sind. * Vom südlichen Vogelsberg, 16. Sept. Wie anderwärts, so kennt man auch hier die Zigeunerplage. So hat am Dienstag Morgen in Radmühl eine Zigeunerfrau einem Huhn auf der offenen Straße solauge Brotkrumen hingestreut, bis sie es fassen, unter einen ihrer schmutzigen Röcke packen und darunter

g. für die Fspaltige Petitzeile.

Tage nach Sonn- und Feiertagen.

Expedition:

. 1 Kreuzplatz Nr. 4.

gang zugesehen hatten, retteten dem Eigentümer wenigstens den Wert des Huhnes. Gesichter haben dabei die Zigeunerinnen gemacht, als sei ihnen zuviel geschehen. Unter den Feinden des Landmannes in der Tierwelt nimmt die nackte Ackerschnecke, auch Garten- oder Erd schnecke genannt, eine der ersten Stellen ein. Jedermann kennt sie, die etwa 3 Cent. lange weißlich⸗graue Schnecke mit ihren vier Fühl⸗ hörnern. Besonders in diesem Jahre sieht man sie, seitdem die nasse Witterung eingetreten ist, in unserer Gegend massenhaft. Damit ist mit Wahrscheinlichkeit auf eine geringe Kornernte im nächsten Jahr zu rechnen. Die Schnecke bleibt, so lange keine Fröste ihrem Leben ein Ziel setzen. Als Nahrung dienen ihr im Herbst vor⸗ nehmlich ebensowohl die milchigen Roggenkörner, wie die jungen Spitzen des aufgegangenen Kornes.

* Offenbach a. M., (Mordversuch.) Die Frau Tagelöhners machte gestern den Versuch, ihr außereheliches Kind, ein Mädchen von fünf Jahren zu ersticken, indem sie das Kind in ein Zimmer, in welchem sie Lumpen ange⸗ zündet hatte, einschloß und sich entfernte. Die Nachbarn wurden durch den Brandgeruch auf merksam und retteten das arme Kind. Die Rabenmutter, die das Kind schon lange in rohester Weise mißhandelte, wurde verhaftet.

* Worms, 15. Sept. Der 59. Kursus der Wormser Brauerschule, diesmal von 30 Brauern besucht, wurde dieser Tage geschlossen, wobei die Prüfung der von den gegenwärtigen Besuchern der Austalt erzeugten Probesude durch 12 Fachgenossen von Worms und Umgegend stattfand. Sämtliche von verschiedenen Methoden dargestellten Biere wurden fast alle als sehr gut und gelungen bezeichnet. Ebenso fanden die schriftlich ausgearbeiteten Probesude und die ausgestellten Fachzeichnungen allgemeinen Beifall. Die Anstalt, die seit ihrem Bestehen die Frequenz⸗ zahl 2540 erreicht hat, kann sonach um so mehr mit Befriedigung auf ihre Leistungen zurück⸗ blicken, da eine große Anzahl der gegenwärtigen Besucher in hervorragende Stellungen eintreten, zugleich aber schon jetzt wieder zahlreiche An⸗ meldungen für den am 1. November d. J. be⸗ ginnenden Winterkursus eingelaufen sind.

* Mainz, 15. Sept. Unter dem Vorsitz des Herrn A. Schmidt von Bretzenheim fand gestern Vormittag hier eine Sitzung des Obstmarkt⸗ komitees statt, um über die weitere Abhaltung von Obstmärkten in diesem Jahre zu beraten. Herr Pozniczek erstattete über das Ergebnis der 1895er und 1896 er Obstmärkte zuvor Bericht; alsdann wurde beschlossen, den ersten Obstmarkt am Freitag, 15. Oktober, in dem stadtseitigen Foyer der Stadthalle abzuhalten. Ein weiterer Obstmarkt ist für den November, der letzte Markt für Dezember kurz vor Weihnachten in Aussicht genommen.

15. September. eines hiesigen

* Wetzlar, 17. Sept.(Ausstellung.) Am Samstag, den 9. und Sonntag, den 10.

Oktober d. Js. findet im Schützengarten eine

gleich die Ergebnisse der Versuche, die seitens der Schüler der landwirtschaftlichen Winterschule mit verschiedenen Getreidesorten ꝛc. ausgeführt worden sind, mit ausgestellt werden sollen.

(W. A.)

n ö 2 Vermischtes.

Spät entdeckte Mörder. Aus Lemberg wird gemeldet: In Buczacz sind am 13. September die Urheber des dort im Jahre 1884 an der aus sieben Personen bestehenden Familie Tennenhaus begangenen Raubmordes, dann des im Jahre 1878 an Marie Halb⸗ recht und im Jahre 1876 an der Familie Mekler ver⸗ übten Mordes entdeckt worden. Es sind dies ein gewisser Matthäus Wiszniewski, dessen Frau und eine Witwe Woroniak. Die Letztere erklärte, daß ihr Mann Anton Woroniak vor zehn Jahren auf dem Totenbette ihr gegen⸗ über ein volles Schuldbekenntnis abgelegt und die Einzel⸗ heiten jener Unthaten geschildert habe. Die nach so langer Zeit erfolgte Eruierung der Verbrecher hat allenthalben großes Aufsehen erregt.

Wie das Goldland Alaska an Amerika kam. Die füngsten großartigen Goldfunde am Nukon⸗ fluß in Alaska bringen den Verkauf Alaskas im Jahre 1867 wieder in Erinnerung. Schon während des Krim⸗ krieges wollte Rußland seine ferne, damals Russisch⸗Amerika genannte Besitzung in der neuen Welt an Amerika ver⸗ kaufen, denn die englischen Schiffe bedrohten den stbirischen Hafen Petropawlosk, und Rußland fürchtete eine Besetzung seiner amerikanischen Kolonie durch die Engländer. Der russische Vertreter in Washington, Baron Stoeckl, bot das ganze Millionen Quadratkilometer umfassende Geblet Amerika für 7 Millionen Dollar an, aber der damalige Präsident Piere lehnte das Angebot ab. Die Rechte der russisch⸗amerikanischen Pelzgesellschaft waren in die Hände der Hudsonbaygesellschaft übergegangen, und der zwischen ihnen bestehende Vertrag lief im Juni 1867 ab. Die Amerikaner fürchteten nun ihrerseits, daß eine Verlänge⸗ rung dieses Vertrags das Territorium ganz in die Hände der englischen Hudsonbaygesellschaft und damit in jene der Engländer spielen könne und von zahlreichen Gesellschaften, Handelsfirmen und Städten trafen in Washington Peti⸗ tionen ein, Russisch-Amerika zu kaufen. Damals befand sich die Washingtoner Regierung, mit Präsident Jahnson und Staatssekretär Seward an der Spitze, der mexika⸗ nischen Wirren wegen in Verlegenheit. Seward dachte die Aufmerksamkeit durch die Alaskafrage von Mexiko ab⸗ zulenken und begann mit Baron Stoeckl geheime Unter⸗ handlungen betreffend den Ankauf von Russisch-Amerlka. Am 29. März 1867 brachte Stoeckl die telegraphische Einwilligung des Zaren in die Wohnung des Staats⸗ sekretärs Seward am Lafayette Square, und wollte die dazu nötigen Verkaufsurkunden am nächsten Tage auf⸗ setzen.Nein, antwortete ihm Seward,wir wollen das gleich jetzt machen und die Dokumente morgen beim Senat vorlegen. Boten trommelten die Sekretäre Sewards so⸗ wie der russischen Gesandtschaft aus allen Stadtteilen zu⸗ sammen. Sie arbeiteten die ganze Nacht durch und um 4 Uhr morgens wurden die fertigen Urkunden unterschrleben, denen zufolge Russisch⸗Amerika für den Preis von 7 200 000 Dollars in den Besitz der Vereinigten Staaten kam. Im Senat wurde der Verkauf in geheimen Sitzungen beraten, und am 10. April ratifiziert, zum größten Erstaunen des englischen Gesandten Sir Frederick Bruce, dem die Sache vollständig unbekannt geblieben war. Er telegraphlerte sofort dem Earl vom Derby um Instruktionen zu einem Protest gegen diesen Vertrag, aber vergeblich. Die Ameri⸗ kaner machten sich über den Ankauf des unwirtlichen Polar⸗ landes in jeder denkbaren Weise lustig, und es dauerte geraume Zeit, ehe man das House of Representatives zur Bewilligung der Kaufsumme herumkrlegte. Auch über den Namen der neuen Erwerbung war man lange un⸗

erwürgen konnte. Zwei Burschen, die dem Vor

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Eine reiche Partie.

Erzählung von Felix von Stenglin. (Nachdruck verboten).

(Fortsetzung.)

n Abend, Herr Fritz Publmann! Na Sie Unteroffizier hätten Sie abjegeben. Schade, daß se brauchen auch nich mehr zu kommen, wenn Sie Ihnen nich dazu jemacht haben 1 sich so selten sehen lassen. Sie bedenken wohl nich, Der Alte klopfte mit dem Wige den Arm de Mensch, daß Sie hier Verpflichtungen haben? Das Wirtes.Ff! Hähä! Wollte nich en Geld muß zirkulieren, sonst is kein Bestehen nichAch so, Se wollten nich. Da ha 1 für keinen Geschäftsmann, und das wußten wir] Recht d'ran gethan. Man muß nie nach 1 105 schon als junge Kerls beim Regiment und Ehren geizen. Und sehn Se, so is es mi 55

handelten danach.

werter Herr?

Fritz Puhlmann stand da und f vor Lachen.

Nun reichte Grünebohm ihm die Hand.

Na guten Abend auch, Herr Puhlmann Sezen Se sich. Was es sefällig! oder n Seidel?

If! machte der Alte, und dann hob er die rechte geschlossene Hand zum Mund, als wenn mer

aus einem Bierglas tränke.

Also in Seidel... Sagen Se mal, was es denn drüben mit Karl'n seine Tochter? So⸗

was oll 5 0 leren 1 sollte doch bei der fafallrie nich pass gs sel und mit Euch will

Hier ein Seidel! Wohl bekomms! denn richtig mit'n aus' nander?

Fritz Puhlmann nahm einen tüchtigen Zu

Leibeserben haben Se nich, wozu also knaufern? Haben Se mir verstanden,

chüttelte sich

en Schnäpschen

g und

doch nich so!.... Sagen Se üher auch schon so'ne famoste Se sich zum Wenns auch in schneidigen

Ach thun Se mal, haben Se fr b hohe Stimme gehabt? Da hätten Kommandieren geeignet wie Keiner. man bei der Infant'rie war. Aber

Saatgutausstellung statt, in welcher zu Letzterer bekam hierüber einen Lachanfall, der in einem bösen Husten ausartete. Grünebohm war inzwischen schon wieder ver söhnt. Und als der Anfall vorüber war, sagte er trocken:Das könn'n Se. Js auch's Einz'ge! Nun traf sichs so, daß Röschen eines Tages, aus Berlin kommend, an derschneidigen Lanze vorüberging. Frau Grünebohm klopfte ans Fenster und winkte ihr. Sie wollte ihr doch gar zu gern mal die Photographie von ihrem Enkelkind zeigen, sagte sie.

üben. Was braucht sie on der Gardekafallrie. Da Ihr Knackers!

Frau Lieutenant dr Off'zier und noch dazu d paßt Ihr eben nich rein,

Herr Fritz Puhlmann den Händen und schnitt Wollte Jeld! Immer

a doe lachte.Ach so! Na denn wunderts bitt' Sie! Is das'n Grund? f 2 mir nich. Da is er bei Euch an die Unrechten fLaß doch! meinte Frau Grünebohm.Sei jekommen. Nee solche Leute wie Ihr seid, giebts nicht so aufdringlich. Es ist gewiß der Frau doch auch nich wieder! Denkt Ihr denn, so'n Herr Lieutenant nicht angenehm, wenn Du davon von der Gardekafallrie nimmt sich'ne Bauerntochter anfängst.

nur z wegen ihrem hübschen

Ihr Euch doch woll sagen,

maßgebend sind. Aber 10 i

nichts mehr zu

haben!

gestiknlierte heftig mit allerhand Grimmassen. geld! brachte er schließlich

Gesicht? Das konntet daß da andere Gründe

hr seid allesamt Stockfische thun

alte Preuße um, so daß

Kaum hatte Röschen Platz genommen und ihre Bewunderung über das dicke Kind ausgesprochen, als Herr Grünebohm eintrat.

Guten Tag, gnädige Frau, sagte er und und reichte Röschen die Hand.Was machen Sie denn für Sachen, gnädige Frau! Natürlich! Von der blühenden Gesundheit keine Spur mehr. Is'n gammer! Und blos von wejen des Geldes? Ich

Röschen saß still da und sah vor sich hin, mit der Photographie des Kindes in der Hand. Kann ja auch stillschweigen, suhr der alte Preuße fort.Kann ich ja auch. Aber die gnädige Frau wird mir woll eine Frage erlauben: Wie hieß der Spruch, mit dem der Paster Sie zusammen

Röschen sah auf.Warum? fragte sie.

Ich meine man. Ach ich weiß in schon! Meine Frau hat mirs damals erzählt, sie war ja auch in der Kirche. Es war der Spruch: Wo Du hingehst, da will ich auch hingehen, nicht wahr?

Röschens Augen füllten sich mit Thränen.

Sie nickte mit dem Kopf.

Na, der Deubel noch mal, was kümmert Ihnen denn da der Mammon? Den Kram versteh' ich nich. Abjejangen soll er ja woll auch sein, nu ja, wenn der Alte die Schulden nich berappen will, muß er woll aber wenn ich die junge Frau wär', mich sollten keine zehn Pferde und auch keine zehn Puhlmanns von dem Mann abbringen! Ich würd' alles mit'n teilen, und würd' lieber'n Wassersuppe mit'n essen, als bei die alten Leute hier'ne Bolljong, denn so jut se sein möjen, weils doch nu mal Ihre Eltern sind in diesem Punkt sind Sie allein maßgebend, und'ne Kafallristenfrau sollte immer wissen, wo sie hinjehört. Hab' ich Recht oder nich?.... Na nu aber nich weinen!

Röschen hielt ihre Hand vor die Augen.

Frau Grünebohm kam und drückte ihren Kopf an sich, während ihr Mann fortfuhr:Und jut is er, das laß ich mir nich nehmen. Das Regiment bildet seine Leute, da liegt Charakter drin!...

Röschen war aufgestanden, drückte der Frau und dann auch dem Mann die Hand.Sie haben mir mit Ihren einfachen Worten herzlich wohl⸗ gethan! sagte ste.

it wandte sich der . N den Rücken zukehrte.

sagte dann mit seiner hohen Stimme: Weeß nischt!

er Herrn Fritz Puhlmann

gegeben hat vors Altar?

(Fortsetzung folgt.)