begingen sie noch vier andere Verbrechen. Die ganze Familie ist jetzt im Gefängnis zu Columbus, man er⸗ wartet jeden Tag den Urteilsspruch; sollte derselbe nicht auf Todesstrafe lauten, so dürfte Lynchjustiz unter allen Umständen eintreten. Auf die in Galena herrschende Stimmung läßt es schließen, daß das Haus der Staffle⸗ backs von einer Volksmenge in Brand gesteckt und dem Erdboden gleich gemacht wurde. Trotz des Alarms rührte die Feuerwehr keine Hand, die Flammen zu löschen, bis das Zerstörungswerk vollendet war. Die Behörden haben beschlossen, alle Schächte in der Nähe der Stafflebackschen Wohnung nach Leichen zu durchsuchen. Hunderte von Neugierigen verfolgen Tag ein, Tag aus die Arbeiten an den Schächten, und allerlei ausbeutende Händler haben sich in der Nähe niedergelassen und verkaufen Lunch und Limonade. Die Stafflebacks sollen vor vielen Jahren aus Süddeutschland nach Amerika gekommen sein, wo sie ihre Namen amerikanisierten.
— Eine Liebestragödie im Hospital. Man schreibt aus Rom: Im Hospital zu Modena liegt seit längerer Zeit ein Lieutenant vom 42. Infanterieregiment, der infolge eines Sturzes vom Zweirad sich den Arm schwer verletzte. Zur Besuchszeit stellte sich kürzlich eine schöne junge Dame ein und begab sich zum Bette des Lieutenants. Es erfolgte eine längere und lebhafte Unter⸗ redung. Schließlich fragte die Dame, Vittoria Peruzzi, ob der Lieutenant gesonnen sei, sie mit nach Turin zu nehmen, wohin das 42. Regiment versetzt worden. Der Lieutenant Luigi Sabatini machte Ausflüchte, wies
darauf hin, daß er noch lange im Hospital bleiben müsse, daher auch noch viel Zeit zur Ueberlegung sei. Dies ge⸗ fiel der Besucherin aber nicht, sie drängte auf Entscheidung, und als der Lieutenant stumm blieb, zog sie ein Fläsch⸗ chen aus der Tasche. Als der Lieutenant befremdet auf⸗ blickte, beruhigte sie ihn mit der Erklärung, sie leide an Hysterie und müsse daher von Zeit zu Zeit stärkende Tropfen nehmen. Der Lieutenant aber glaubte diesen Worten nicht, und suchte mit der freien linken Hand die elektrische Glocke zu erreichen; so schnell seine Bewegung auch war, Vittorio Peruzzi war schneller, sie leerte das Fläschchen, zog einen Revolver aus der Tasche und schoß auf ihren Freund. Dieser sah die Gefahr und lenkte den Schuß ab. Er sprang aus dem Bette und sucht das auf— geregte Fräulein zu entwaffnen, die ihm mehrere Male den Revolver auf die Brust setzte. Es gelang ihm auch zum zweiten Mal, den tötlichen Schuß abzulenkeu. Durch die Schüsse wurden die Krankenwärter herbeigerufen, welche Vittoria Peruzzi von ihrem Opfer losrissen. Das Fräu⸗ lein fiel in Konvulsionen. Der Lieutenant äußerte seinen Verdacht, daß seine Besucherin Gift genommen, worauf diese sofort den Aerzten überantwortet wurde, die aber erst nach Anlegung der Zwangsjacke die Magenpumpe anwenden konnten. Trotz aller Gegenmittel scheint die hysterische Dame, die eine starke Phosphorlösung getrunken hatte, verloren zu sein.
sammenstoßes mit einer chinesischen Scha⸗
W 11 KK Neueste Telegramt
Hd. Berlin, 14. Okt. Wie das„Berliner Tageblatt“ berichtet, ist dieser Tage in Kairo Salim Sardis der Herausgeber der Zeitung „Muschir“ wegen Beleidigung und Ver⸗ leumdung des deutschen Kaisers und
des Sultans zu einer Woche Gefängnis
und 1000 Piaster Geldstrafe verurteilt und sofort verhaftet worden.
Hd. Pilsen, 14. Okt. Im Pilsener Kohlenbecken steht ein Ans stand
der Bergarbeiter bevor.
Hd. Paris, 14. Okt. Nachrichten aus Tonkin zufolge ist der französische Dampfer„Raphael“ infolge eines Zu⸗
luppe gesunken. Von 32 Passagieren und 8 Mann Besatzung sind 30 ertrunken.
Hd. Madrid, 14. Oktober. In dem Gefängnis von Mont juich wurden angeblich mehrere Anarchisten behufs Erpressung von Geständnissen
barbarisch gefoltert.
Verdingung von Zimmer—
bezw. Schreinerarbeit.
Die Anfertigung und Ausfstellung eines 60 Meter laugen Spaliers ent⸗ lang der Südseite des Lärchenwäldchens soll Samstag, den 23. d. Mts., vormit⸗
tags 11/ ũ Uhr
öffentlich verdungen werden.
Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf unserem Bureau, Zimmer Nr. 7, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Ange⸗ bote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 12. Oktober 1897.
Das Stadtbauamt. Schmandt.
Bekanntmachung.
In Gemäßheit des Art. 23 des Volksschulgesetzes bringen wir hier— durch zur allgemeinen Kenntnis, daß die
Fortbildungsschule Montag, den 18. Okt. l. J. im Stadtknabenschulhause beginnt und von da an wöchentlich zweimal abgehalten wird.
Zum Besuche derselben sind alle Knaben verpflichtet, welche während
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Sterbefälle.
Am 10. Oktober. Anna Brandel, geb. Panz, 21 Jahre alt, Ehefrau des Fuhrmanns Peter Brandel dahier. Die Beerdigung findet von der neuen Klinik aus statt.
Am 12. Okt. Georg Appel, 60 Jahre alt, Landwirt von Holzhausen, Kreis Friedberg. Gestorben in der psychiatischen Klinik.
Am 13. Okt. Berthold Fourier, 7 Monate alt, Sohn des Anwaltsgehülfen Heinrich Fourier dahier, Hammstraße Nr. 27. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. ds. Mts., nachmit⸗ tags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt.
Am 14. Okt. Christine Emilie Caroline Klemmrath, geb. Gail, 60 Jahre alt, Ehefrau des Rentners Heinrich Klemmrath dahier, Diezstraße Nr. 8. Die Beerdigung findet Freitag, den 15. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause aus statt.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redal⸗ teyr: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmauyschen Buchdruckerei, Giezen, Schloßgasse 13.
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