sichtigung des Betriebskapitals für die Gewerbe⸗ steuer); 2. Umwandlung der Grund⸗ und Ge⸗ werbesteuer in Zuschlagssteuern aus fundiertem Einkommen, oder 3. Einführung einer Ver⸗ . als Ergänzungssteuer neben der Einkommensteuer und gänzlicher Wegfall der Grund⸗, Gewerbe- und Kapitalrentensteuer. Nach eingehender Prüfung dieser drei Wege kommt der Verfasser zu dem Schluß, daß die Ver— mögenssteuer als Ergänzungssteuer zu der als„Rückgrat“ beizubehaltenden Einkommen⸗ steuer den Vorzug verdiene, weil„diese beiden Generalsteuern wie keine andere Kombination die Voraussetzung einer gleichmäßigen, ausschließ⸗ lichen Rücksicht auf die persönliche Leistungsfähig⸗ keit erfüllen“ und weil„eine dermalige Verteilung der Bedürfnisse der Staatswirtschaft nach den Grundsätzen der Leistungsfähigkeit keinen Anhalts⸗ punkt mehr dafür findet, den Grundbesitz und den Gewerbebetrieb—(abgesehen von der darin steckenden Kapitalkraft)— gegenüber anderen Erwerbs- und Berufsarten als etwas Besonderes u behandeln.“ Zum Schluß bespricht die Denk⸗ schrift noch die Gemeindebesteuerung, die nach dem Gesetz von 1887 in enger Verbindung mit der Staatssteuer steht und daher bei einer
Steuerreform einer Umgestaltung unterworfen werden muß. * Rödgen, 13. Juli. Wie aus dem
Inseratenteil ersichtlich, feiert der hiesige Ge⸗ sangverein„Eintracht“ am nächsten Sonntag und Montag sein Sängerfest, womit diesmal die Weihe einer neuen Fahne verbunden wird. Der Festplatz mit einer geräumigen Festhalle ist soweit hergerichtet. Der Verein hat keine Mühe gescheut, um das Fest zu einem recht schönen zu gestalten. Hoffen wir das beste Gelingen.
Neuefte Telegramme.
Hd. Berlin, 14. Juli. Entgegen dem Dementi der„Nordd. Allg. Ztg.“ berichten die„Berl. Pol. Nachr.“, daß die Staatsregierung sich der Pflicht einer Neform des Wahlrechts voll bewußt ist und hierzu zur Genüge ent⸗ schlossen sei.
Hd. Berlin, 14. Juli. Major v. Wiß⸗ mann hat bereits Berlin wieder verlassen, um mit seiner Gemahlin eine längere Tour nach Norwegen zu unternehmen. Nach dieser Tour gedenkt Herr v. Wißmann nach Rußland zu reisen, um gemeinsam mit Herrn
Dr. Lumille eine Tour durch Sibirien anzutreten.
Hd. Bremen, 14. Juli. In der norddeutschen Wollspinnerei und Kammgarnspinnereistreiken 800 Arbeiter. In der hanseatischen Jute⸗ spinnerei 200 Feinspinner.
Hd. Königsberg, 14. Juli. Bei Kleiditten kamen russische Grenzsoldaten ins Handgemenge mit vier Schmugglern, welche Spiritus über die Grenze schaffen wollten. Ein Schmuggler wurde getötet.
Hd. Wien, 14. Juli. Der„Neuen Freien Presse“ wird aus Rom gemeldet. Mit Maconis draht losem Telegraphen wurden gestern und vorgestern im Kriegs- hafen zu Spazia Versuche angestellt. Man tele⸗ graphierte zuerst von Schiff zu Schiff, dann vom Hafenkommando nach der Insel Pulmaria. Beide Versuche sind vollständig gelungen. Die Insel ist 7 Kilometer vom Hafen⸗Kommando entfernt. Maconi reist nun nach England, um im Auftrage der englischen Marine Versuche zwischen Dover und Calais anzustellen.
Hd. Mons, 14. Juli. Der Aus⸗ st and ist un verändert.
Hd. New⸗MYork, 14. Juli. Mac Kinley hat den Admiral Beardflye beauftragt, er
2
solle amerikanische Truppen in Hono⸗ lulu landen, wenn er bei den Japanern aggressive Gelüste oder bei den Ein⸗ wohnern Neigung zu Unruhen bemerkt. Es wurde zur Verstärkung der amerikanischen Streitkräfte das stärkste Kriegsschiff der amerikanischen Staaten Oregon entsandt welches 10000 Tonnen Gehalt hat. Es ist das der erste Fall, wo sich die amerikanische A außerhalbdereigenen Gewässer zeigt.
Privattelegramme der Hessischen Landeszeitung.
r. Lon dou.
gefallen, desgleichen zahlreiche Baschibo⸗ zukos. Die Admiralität hat fünf Kriegs, schiffe nach Kandia entsendet.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redal⸗ teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 13.
Wie die„Times“ aus Athen meldet, hat ein heftiger Kampf bei Kandia(Kreta) zwischen englischen Truppen und Baschibozukos(Türken) stattgefundeu. 16 englische Soldaten sind
Bekanntmachung.
Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprecheinrichtung in Gießen erforderlichen Vorbereitungs— arbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Per— sonen, Firmen pv. welche ihre Woh— nungen oder Geschäftsräume im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Fernsprecheinrichtung verbinden lassen wollen, ersucht, ihre Aumeldungen spätestens bis 3. August d. J. an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden.
Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kaun die Herstellung der Anschlüsse für den 2. Bauabschnitt des laufenden Rechnungs- jahres bestimmt in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete An— schlüsse können erst im 1. Bauabschnitt des am 1. April 1898 beginnenden nächsten Rechnungsjahres zur Ausfüh— rung gelangen.
Darmstadt, 5. Juli 1897.
Der Kaiserliche Ober-Postdirektor.
Maier.
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Nachfrage der Arbeitgeber.
1 Glaser(Rahmenmacher), 1 Uhrmacher, 1 Maschiuenführer(gepr. Heizer) und 1 Ein leger zu einer Dreschmaschine, 2 Schuhmacher, 12—15 tüchtige Maschineuschlosser sür eine hiestge Werkstätte, 3 Schreiner, 1(erster) Kutscher, 3 Fuhrknechte, 1 Fahrbursche, 3 Hausburschen, 3 Lumpensortiererinnen, 1 Waschfrau, 1 Arbeiter, 10 Dienstmädchen für Küchen⸗ und Hausarbeit, 2 Kindermädchen.
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