alte ic die Lalulag ö empfohlen. keine einen sah; ö
rauereien. dee 8 Frün. N 1 0 'olfen
leidern g(400%
1 1 1
1
K
ikleidern.
eister. ö 1 1
er
5 5 2 9
1
9.
e
5 5 else Hand schul
9
r
8
2
m Treu. —̃ 1
Bleichst. J.
eutschen van
ll.
Nelords, Mf + auf gandstrofel eigenen gbesondtre mir der Erlernen
Waffelu. 2 J ue ö Wie ö eee,
Pe
auer e
der Staatskasse 60000% bemessen.— Beim chemischen Unter⸗
euchtu Jebuis gehabt hat, will man nunmehr mit den
Nr. 190
Gießen, Somtag, den 15. Angust
1897.
Postztg. Nr. 3319. Telephon ⸗Nr. 112.
Ausgabe
Gießen.
ische Landeszeilung.
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Medaktion: Kreuzplatz Nr. 4.
5 i—
Lokales und Provinzielles.
Gießen, 14. Aug. In dem Voranschlag der Provinzialkasse der Provinz Ober⸗ hessen für 1897/98 ist an Beiträgen der Kreise nach Maßgabe der Kommunalsteuerkapi⸗ talien die Summe von 222 000&&. eingestellt. Sie verteilt sich auf die einzelnen Kreife wie solgt: Alsfeld 27 755,25, Büdingen 31 206,04 Mark, Friedberg 63 097,83%, Gießen 65 538,58 Mark, Lauterbach 17 910,24% und Schotten 16 492,06%. Das Steuerkapital dieser sechs Kreise beträgt 10 737 493,09 4.— Nach der Rechnung für 1895/96 hatte die Provinz u 899,20% verzinslich zu 4, 3¼ und 3 pCt. angelegt, darunter 106 027,11 1 außerordent— liche Staatsdotation für Straßen-Neubauten. s gingen hierfür an Zinsen 7322,85& ein. Für 1897/98 ist ein Rückgang der ausgeliehenen Kapitalien auf rund 194 000 4 vorgesehen und dafür an Zinsen in den Voranschlag eingestellt 00 4.— An Prozeßkosten gingen in 1895/96 1265,20 ein, für 1897/98 sind 600 4 vor⸗ gesehen; es befinden sich darunter außer den nach Art. 113 der Kreis⸗ und Provinzialordnung zu ersetzenden Kosten auch die Aversionalbeträge bel Streitsachen, die vor dem Provinzialausschuß zur Verhandlung kommen.— Von dem in 1895/96 aus der Staatskasse zu Straßen⸗Neu⸗ bauten vereinnahmten 84 208 4 entfallen 20875 Mark auf das Ordinarium, 63 333 Xl. auf das Extraordinarium. Für die Finanzperiode 1897— 1900 hat großh. Ministerium des Innern in Aussicht gestellt, jährlich in das Ordinarium des Staatsbudgets 90 000& einzustellen, die auf die drei Provinzen gleichmäßig zu verteilen wären; in außerordentlichen Teile des Budgets dagegen fährlich 130 000 4 einzustellen, wovon jährlich K 30 000 auf die Provinzen Oberhessen und Mheinhessen und 70 000. auf die Provinz Starkenburg entfallen. Mit Rücksicht hierauf
ird die Summe des in den Provinzialvoran⸗
schlag für 1897/98 einzustellende Beitrag aus zu Straßen⸗ Neubauten auf
suchungsamt gingen im Jahre 1895/96 ein % Präzipual⸗Beitrag der Stadt Gießen, 2860,45. Untersuchungsgebühren und 174,58 Mark gerichtlich erkannte Geldstrafen. Für 1897/98 sind insgesamt an Einnahmen 3200 l vorgesehen. D. 3. Gießen, 11. August. Die Ergebnisse der Sparkassen in Hessen sind nach der beben veröffentlichten Landesstatistik folgende: Am Anfang des Jahres 1895 betrug die Ge⸗ amtzahl der Einleger 199,033, während sie am Ende des genannten Jahres 205,713 betrug, mithin um 6679 Einleger zunahm. Der Betrag der Einlagen erreichte am Anfang des Jahres 895 die Höhe von 150, 019,547.94 ¼ und im Schlusse des Jahres 159,811,937.91 l. Das ergiebt ein Mehr von 9, 792,389.97 A. Auf 1000 Einwohner kommen somit nach dem Aigen Resultat nur 197,99 Einleger und auf einen Einwohner kommen 153.81 ι an Ainlage. Gießen, 14. Aug. Für„Landwirt⸗ haft und Förderung der Bodenmelio⸗ ation“ sind in dem neuen Staatsbudget
60,000 mehr, im Ganzen jährlich 557,000 K
ingestellt. Zu denselben Zwecken sinden sich im
Außerordentlichen Etat noch weitere 95,000,
i die Finanzperiode vorgesehen. Aus dem Mehrbedarf von 260,000. seien hervorge—
oben: 16,00 4 für Anstellung von 4 Kultur⸗
echnikern, 22,000 4 für Anstellung von 8 Be⸗ Anigungs⸗Geometern, 11,000 l Beitrag für
een Pferdezucht⸗Verein, 11,000 4 Zuschuß für
ie Wein⸗ und Obstbaumschule zu Oppenheim borzen nun 33,000%), 3000 5 15 die Andwirtschaftliche Winterschule in Friedberg, 000 4 für eine neue Molkereischule, 153,000 Ar die Förderung der Viehzucht(im Ganzen at 179,000 4), 10,000 4 Neuforderung an Beiträgen zu den Kosten an Feldbereinigungen usw.
dei besonderer Unterstützungsbedürftigkeit an Ge⸗
einden. Die 45,000. im außerordentlichen lat betreffen Aufwendungen für Aufstellung Ames Generalkulturplanes für den hohen Vogels⸗
berg und für eine Wiesenschule.
Butzbach, 13. August. Nachdem die bei wer Einwohnerschaft uon gesetzte Liste wegen Einzeichnung der Zahl Lampen für eine Lemnächst hier einzuführende elektrische Be⸗ ug ein über Erwarten günstiges Er⸗
Vorarbeiten der Aula ä f da ge ungesäumt beginnen,
Läbschtigt wird, den Betrieb noch im Laufe
ieses Winters zu eröffnen. In der letzten Ge⸗
meinderatssitzung wurde deshalb eine Kommission
zur Besichtigung der elektrischen Beleuchtungs- anlagen verschiedener kleinerer Städte gewählt, die gestern zunächst nach Deidesheim reiste. Ausführung und Betrieb übernimmt die Stadt.
* Butzbach, 13. August. Der gestrige Schweinemarkt war gut befahren, jedoch der Absatz von Schweinen gegen frühere Märkte ge⸗ ringer. Für das Paar Ferkel, ca. 8 Wochen alt, wurden 39—45% und für ältere Ferkel (Sprenger) ca. 70—85„ bezahlt.— Auf dem Lebensmittelmarkt kosteten Gurken das Hundert 75, Kartoffeln per 100 Kilogramm 55,50, Eier per Stück 6, Butter per Kilogramm 2— 2,10 l usw.
* Darmstadt, 13. Aug. Das Ministerium der Justiz hat soeben ein Ausschreiben erlassen, durch das die Polizeiorgane aufgefordert werden, alle Anzeigen wegen Uebertretung des Nah— rungsmittelgesetzes bei der kurzen Ver⸗ jährungszeit unverzüglich den Staatsanwälten zur Kenntnis zu bringen.
* Darmstadt, 12. August. In der vorigen Woche fand in Offenbach eine Versammlung der katholischen Orts-Pfarrer der Land⸗ gemeinden des Kreises Offenbach statt, in der die Gründung eines Komitees beschlossen wurde, das die Aufgabe hat, bereits jetzt die Agitation für die demnächstige Reichstagswahl kräftigst in die Hand zu nehmen. Dem Komitee, an dessen Spitze der Pfarrer Graf von Lämmerspiel steht, gehören sämtliche Geistliche der Kreise Offenbach und Dieburg an, es wird verstärkt durch die Vorstände der katholischen Männer⸗ und Arbeitervereine, sowie durch die Bezirks⸗ vereine von Offenbach, Seligenstadt und Dieburg. Im Wahlkreis Offenbach-Dieburg standen sich bei der letzten Reichstagswahl der sozialdemo⸗ kratische Buchdrucker Ulrich und der national⸗ liberale Kreisrat Haas-Offenbach gegenüber, wobei Ersterer gewählt wurde. Die Chancen eines selbständigen Zentrumskandidaten sind von vornherein vollkommen aussichtslos, da die meisten Gemeinden des Kreises Dieburg rein evangelisch sind; es liegen jedoch begründete An— zeichen vor, daß die Zentrumspartei den national⸗liberalen Kandidaten— dessen Name schon jetzt genannt wird— gleich im ersten Wahlgang wählen wird.
„ Bürstadt, 13. Aug. Bei einem hiesigen Gastwirt kehrte kürzlich ein fremder Rad⸗ fahrer ein, der erklärte, sein Rad sei defekt geworden und zur Weiterfahrt nicht mehr zu gebrauchen. Gleichzeitig bat der Unbekannte um ein Darlehen von 10, wofür er das Rad als Pfand daließ. Damit aber das Rad bis zur Auslösung wieder brauchbar sei, sollte es der Wirt in eine näher bezeichnete Fabrik zur Repa⸗ ratur schicken. Als dies geschah, kam statt des ausgebesserten Rades eine telegraphische Aufforde⸗ rung hierher, den Wirt sofort zu verhaften, da das Rad gestohlen sei.
* Mainz, 13. August. Von den Unter⸗ stützungsgeldern, die bei der großen Ueber⸗ schwemmung im Jahre 1882 hier eingingen, ist noch ein unverbrauchter Fonds in der Höhe von 56 000 l vorhanden. In der nächsten Stadt⸗ verordnetensitzung wird die Bürgermeisterei bean⸗ tragen, von diesem Betrag eine Summe zur Unterstützung der Wassergeschädigten in Schlesien, Sachsen und Württemberg zu bewilligen.
* Mainz, 13. Aug. An einer Baustelle an der Gonsenheimer Hohl, wo schon viele römische und andere Grabstätten bloßgelegt worden sind, fand man gestern Nachmittag beim Bloß⸗ legen eines Grabes an dem rechten Arm des vorhandenen Skeletts noch teilweise die stark verwitterte Bekleidung vor, die sich als ein prächtiger golddurchwirkter Stoff präsentierte. Herr Direktor Lindenscheidt ist mit der Unter⸗ suchung des Fundes betraut. Ferner wurde gestern ein Römersarg aufgefunden, der eine weibliche Leiche barg, die vollständig in Gyps eingebettet war; bei der Leiche fand man einige gut erhaltene Steinkrüge. Dieser Sarg war der erste aus rotem Sandstein, alle früheren Särge waren aus grauem Kalkstein hergestellt.
* Mainz, 13. August. Vor dem hiesigen Schöffengericht stand dieser Tage eine Bijouterie⸗ und Kurzwarenhändlerin, die der Pfandver⸗ schleppung angeklagt war. Die Frau hatte kurz vor der ihr drohenden Pfändung einen Teil ihrer Waren zu Geld gemacht, sodaß der Gerichtsvollzieher nicht mehr viel zu pfänden vorfand. Der Staatsanwalt erblickte darin einen großen Vertrauensbruch, während die Vertei⸗ digung auf Freisprechung plaidierte, der Ange⸗ klagten habe das Bewußtsein einer strafbaren Absicht gefehlt, da noch gar nicht gepfändet war. Das Gericht erkannte auf zehn Tage Gefängnis.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Fspaltige Petitzeile.
* Worms, 12. Aug. Vor einigen Wochen wurden am Rhein hier die Kleider eines Ser- geanten des 118. Infanterie-Regiments auf⸗
efunden und man glaubte, daß der Soldat im Rhein den Tod gefunden habe. Vorgestern traf nun ein Brief ein, aus dem hervorgeht, daß der Sergeant sich in Belgien befindet.
Vermischtes.
— Klima und Lebenslänge. Ein englischer Gelehrter hat die neue Statistik der Länder dazu benutzt, um den Einfluß des Klimas auf die Lebensdauer der Menschen zu untersuchen. Die Ergebnisse bethätigen den bekannten Satz, daß das Lebensalter im gemäßigten Klima durchschnittlich höher ist als in den tropischen und subtropischen Klimaten. In Deutschland, Groß⸗ britannien und Holland sind im Mittel von je 1000 Ein⸗ wohnern 77 über 60 Jahre alt, in Dänemark 84, in Schweden 88, in Norwegen 90. In Rußland erreichen die Bewohner der nördlichen Provinzen durchschnittlich ein höheres Alter als die der südlichen Gebiete. In Oester⸗ reich und Portugal ist die Zahl der Sechzigjährigen schon nur 71 unter 1000, in Spanien, das freilich zum Teil ein ganz besonders ungünstiges Klima hat, nur 58, in Griechenland 56, in Ostindien, so viel sich feststellen läßt, nur 40; in Südamerika, wo sich naturgemäß große Schwankungen zeigen, im Mittel etwa 50. Die größte Zahl der Sechzigjährigen oder noch älteren Personen findet sich in Frankreich mit 127 unter 1000, dann folgt Irland mit 105. Die Vereinigten Staaten stehen nach der Lebensdauer nicht sehr hoch im Range, es scheint, als ob die Bewohner der alten Staaten im Durchschnitt etwas älter werden, als die der westlichen. Nach der Zählung von 1896 gab es in England 188 Personen, die über 90 und 14, die über 100 Jahre alt waren.
Standesamtliche Nachrichten. Geburten.
Am 27. Juli. Dem Steinhauermeister Jakob Atzbach ein Sohn. 31. Dem Metzger August Felsing eine Tochter.— Am 3. August. Dem Schlosser Heinrich Pfeuster ein Sohn, Karl Hermann Willy.— 4. Dem Bremser Georg Schäfer ein Sohn, Heinrich Karl. 5. Dem Kaufmann Karl Eduard Koch ein Sohn. Dem Stations⸗Assistenten Georg Frank eine Tochter.— 9. Dem Kaufmann Eduard Krumm eine Tochter, Johanna.— 11. Dem Mineralwasserhändler Jean Weisel ein Sohn. Dem Schutz mann Richardt Reinhardt ein Sohn, Wilhelm Heinrich Richard.— 12. Dem Kaufmann Sally Vöhl eine Tochter, Johanna.
Aufgebote.
Am 7. August. Emil Heinrich Hermann Horst, Kauf⸗ mann dahier, mit Anna Elisabeth Keiser zu Friedelhausen. — 9. Wilhelm August Ludwig Pose, Schlosser zu Hanau, mit Katharine Karoline Hexamer dahler. Adolf Schuchardt, Bremser dahier, mit Dorothea Elisabeth Klingelhöfer zu Gladenbach.— 10. Christian Heinrich Spieß, Wagner dahier, mit Elisabethe Euler hierselbst. 11. Peter Schmidt, Schlosser dahier, mit Margarethe Ofleiden. Franz Adam Hartmann Büttner, Dreher dahier, mit Wilhelmine Elisabethe Breckow hierselbst. Johann Heinrich Balthasar Karl Göbel, Pfarrverwalter zu Ober⸗Mockstadt, mit Louise Karoline Auguste Wallen⸗ fels dahier.— 12. Friedrich Lauster, Bahnarbeiter dahier, mit Marie Walter hierselbst.
Eheschließungen.
Am 10. August. Johann Gottlieb Wolff, großh. Beigeordneter dahier, mit Karoline Klara Haberkorn hier⸗ selbst.— Am 12. Johann August Leithäuser, Kaufmann dahtier, mit Anna Katharina Schneider hierselbst.
Sterbefälle.
Am 7. August. Hermann Pfaff, ein Monat alt, Sohn des Schreinermeisters Georg Pfaff dahier. Helene Grethchen Schmit, ein Jahr alt, Tochter des Formers Friedrich August Schmidt dahier. Karl Fuhr, 57 Jahre alt, Buchhalter dahier.— 8. Hans Ernst Arnold, 10 Monate alt, Sohn des Spenglers Christian Arnold dahier. — 9. Emilie Bindewald, geb. Windecker, 59 Jahre alt, Ehefrau des Realgymnasiallehrers i. P., Prof. Dr. Otto Bindewald dahier. Sophie von Maibom, geborene Freiln Gremp von Freudenstein, Witwe des verstorbenen königl. preuß. Oberförsters i. P. Oskar von Maibom dahier.— 10. Gertrude Weber, geb. Koch, 42 Jahre alt, Ehefrau des Ackerers Weber zu Bussenhagen, Kreis Altenkirchen. — 11. Wilhelmine Mand, geb. unbekannt, 29 Jahre alt, Ehefrau des Taglöhners Heinrich Mand zu Berod im Westerwald. Minna Heinbach, 12 Jahre alt, Tochter des Eisendrehers Wilhelm Heinbach zu Weidenau, Kreis Siegen.— 13. Kath. Elisabeth Brähler, geb. Merz, 58 Jahre alt, Ehefrau des Gefangenenwärters Georg Brähler zu Homberg an der Ohm.
Neuesie Telegramme.
Hd. Berlin, 14. Aug. Eine gestern von etwa 400 Personen besuchte Anarchisten-Ver⸗ sammlung nahm einen ruhigen Verlauf. Die Redner besprachen die Ermordung des spanischeu Ministerpräsidenten und behaupteten, es handle sich keineswegs um ein anarchistisches Attentat, sondern um den Racheakt eines Einzelnen.
Hd. Hamburg, 14. Aug. Der Friedens⸗ kongreß beauftragte in seiner 1 Sitzung das internationale Friedeusbureau, die Regierungen zu ersuchen, die Schiedsgerichtsklausel in die Bündnisverträge aufzunehmen.
Expedition: Kreuzplatz Nr. 4.
2 1
Hd. Kopenhagen, 14. Auguft. Bei einer Segelpartie auf dem roten Belt ertrank ein Heizer nebst Frau und seinen drei Kindern.
Hd. Brüssel, 14. Aug. Die Abfahrt der Südpol⸗Expedition ist auf den 16. September verschoben worden. Dieselbe wird mit großem Gepränge von Antwerpen aus erfolgen. Dr. Niemayer von der Hamburger Sternwarte und Vorsitzender der deutschen antarktischen Kom⸗ mission sandte an den Führer der belgischen Ex⸗ pedition Degerlache folgendes Telegramm: Meine aufrichtigsten Wünsche begleiten Sie auf Ihrer Reise nach dem Südpol.
Hd. Madrid, 14. August. Die Zei⸗ tung„Imparcial“ meldet aus Havanna, daß die Spanier eine Niederlage bei Santa Rosalia erlitten haben. Ein Hauptmann, zwei Lieutenants und 30 Mann sind getötet. Eine Anzahl spa⸗ 1 Offiziere gerieten in Gefangen⸗
aft.
Hd. Madrid, 14. August. Die Witwe Ca⸗ novas erhielt vom Fürsten Bismarck ein Bei⸗ leidschreiben, in welchem er erklärt, er hätte niemals seinen Kopf vor irgend jemand gebeugt, er thue das aber jedesmal, wenn er den Namen Canovas höre.
Hd. Madrid, 14. Aug. Der Mörder Gotti beobachtet fortwährend Stillschweigen. Er hat nur den Wunsch geäußert, mit Journalisten ver⸗ kehren zu dürfen. Er bezeichnete das Attentat als eine Wohlthat für Spanien. Voraussichtlich wird die Erschießung des Mörders Dienstag oder Mittwoch erfolgen.
Hd. Madrid, 14. Aug. Bei der gestern erfolgten Beerdigung der Leiche Canovas sagte dessen Wittwe: Vor den Resten meines innig geliebten Mannes schwöre ich, seinem Mörder zu verzeihen. Nur so glaube ich dem idealen Manne würdig zu sein.
Marktpreise.
Gießen, 14. August. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter p. Pfd. 1,00— 1,10 Mk., Hühnereler per Stück 7 Pfg., Enteneier 7 Pfg., Gänseeier 12 Pfg., Käse 5— 8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Pfg., Tauben per Paar 0,70— 0,90, Hühner p. St. 1,20— 1,40, Hahnen 0,90— 1,30, Enten 1,50— 1,70, Gänse per Pfund 00—00, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rind leisch 60 bis 66, Schweinefl. 64— 72, Schweinefl., gesalzenes 76, Kalbfleisch 56 60 Pfg., Hammelfleisch 50— 60, Kartoffeln pro 100 Kilo 5—-9, Zwiebeln per Zentner 8—9 Mk., Kirschen per Pfund 00—00 Pfg., Milch per Liter 16 Pfg. Gurken 100 Stück 75- 2,00 Mk.
Müller zu Nieder-
Für die Ueberschwemmten
werden außer in unserer Expedition, Kreuzplatz 4, noch an folgenden Plätzen: Gastwirt Arnold(Schipkapaß), 5 Bob(Bahnhofstraße), 5 Otto(Deutscher Hof, Neuenweg), 5 Prell(Stadt Mainz, Kreuzyplatz), 5 Nagel(Stadt Pfungstadt, Kaplansgasse), 1 Schneider(Zum Adler, Marktplatz), 7 Meyer(Zum Aquarium, Wallthorstraße), 1 König(Zur Stadt Cassel, Kaplaneigasse), 5 Harnikel(Café Leib, Wallthorstraße), 7 Albold(Gambrinus, Kirchstraße), 5 Meuser(Steinstraße), 1 Bourgeois(Röhrles Bierhalle, Nordanl.), 5 Sauer(Neustadt), 5 Leyerer(Zum Pfau, Neustadt), 5 Schneider(Neustadt), 5 Seeger(Zum kühlen Grund, Neuen Bäue), 7 Dickoré(Grünbergerstraße), 9 Hehner(Westendhalle, Bahnhofstraße), 1 Elges(Restauration Busch, Seltersweg), 5 Hein(Hotel Prinz Karl, Seltersweg) Geldunterstützungen angenommen und von uns an das Zentral-Komitee in Berlin abgeführt. Skat-, Billardspieler und Stammtischgesellschaften gedenkt der ueberschwemmten! Veranstaltet Sammlungen! Wer schnell giebt, giebt doppelt! Exped. der„Hess. Landesztg.“
.— Wasche
mit Luhn's Speutin, Kernseife! Es ist eine Lust,
bunte Gewebe jeder Art damit zu reinigen, weil Alles Farbe behält und weich bleibt. Holen Sie zum Versuch/ Pfundpacket„mit dem Roten Kreuz“ beim Droguisten, Seifen⸗ oder Kolontial⸗ waren⸗Händler.— Fordern Sie„echte Luhn 8“
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmanpschen Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 18.


