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Gießen, Somtag,
den 14. November
1897.
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Ausgabe
Gießen.
iche fuudeszeitung
Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Fei eträgt durch die Post bezogen: für die Ausgabe Gießen
der Anzeigen: 10 Pfg. für die öspaltige Petitzeile.
ertagen. Das Abonnement
1,90 resp. 230 Mk. Preis Kreuzpla
Lokales und Provinzielles. „Gießen, 13. November.(Stadttheater.)
gezeichnetes Lustspiel„Unsere Franen“ zur Aufführung. Am Montag wird auf vielfachen Wunsch Gerhart Hauptmanns Märchen⸗ drama„Die versunkene Glocke“ nochmals gegeben. In nächster Woche gastiert das renom⸗ mierte Elite⸗Ensemble„Excelsior“ im hiefigen Stadttheater an zwei Abenden.
Gießen, 12. Nov. Der etwa 15 Jahre alte Bursche Freund von Watzenborn stürzte 1 im Gießener Braunsteinbergwerk, als er en Luftschaft nach dem Stollen passierte, in dlesen steben Meter tief herunter und erlitt einen Beinbruch. Der Knappschaftsarzt, der sofort zur Stelle war, legte einen Notverband an und beranlaßte die Ueberführung des Verletzten in die Klinik.
* Gietzen, 12. Nov.(Schöffengericht.) In der Strafsache gegen Ritzert und Genossen wurde ersterer gestern vom Schöffengericht zu einer Gefängnisstrafe von sechs Wochen wegen gefährlicher n und zu einer Woche Haft wegen Werfens mit iergläsern auf Men⸗ schen verurteilt. Gundrum erhielt wegen Körper⸗ berletzung vier Wochen Gefängnis und wurde zu einer Buße in Höhe von 15& an den Neben- kläger verurteilt. Die vier anderen Angeklagten wurden freigesprochen.
* Gießen, 13. Nov. Gestern Abend gegen % Uhr vernahmen die Bewohner des Selters⸗ weges gellendes Hilfegeschrei. Vom Kreuz aus, sowie von der Goethestraße her strömten die Menschen herbei und bildeten vor der Einfahrt der Friedelbrauerei einen dichten Knäul. Vor dem schon geschlossenen cisernen Thore der Brauerei lehnte in der Ecke ein Mann, der trotz des Menschenauflaufes fortgesetzt laut und kläg⸗ lich rief. Zu helfen gab es jedoch rein gar nichts, denn der Tumultant hatte nur zuviel über den Durst getrunken und konnte nicht von der Stelle. Zwei Mann nahmen den Trunkenen in die Mitte und brachten ihn nach Hause.
Gießen, 13. Nov. Die kaiserliche Ober⸗ postdirektton Darmstadt ersucht um Be⸗ kanntgabe eines Ausschreibens an die kaiserlichen Verkehrsanstalten des Bezirks im redaktionellen Teil, worin es im wesentlichen heißt: Der Postassistent Heinrich Hedrich aus Wiesbaden, 975 aus König im Odenwald, der Unter:
chlagung eines Einschreibebriefes, enthaltend 10000 Mark in Reichsbanknoten, dringend ver⸗ dächtig, ist seit dem 9. November, 2 Uhr nach⸗ mittags, flüchtig. Seine Fluchtrichtung ist un⸗ bekannt. Personbeschreibung: Alter: 2 Jahre; Gestalt: groß, schlank; Gesichtsfarbe: blaß; Haare:
5 von hier gelegene Dörfchen Michelbach heim⸗
blond; Bart: Schnurrbart, kurze] g
* Gießen, 13. Nov. Ueber das Korsett als Krankheitsursache sprach dieser Tage im Verein für Verbesserung der Frauenkleidung zu Berlin der Geh. Medizinalrat Prof. Eulen⸗ burg. Der Redner hoh zuerst die Verdienste des berühmten Arztes Sömmering hervor, der am Ende des vorigen Jahrhunderts mit seiner Schrift gegen die Schnürbrust Aufsehen erregte. Die Schrift richtet sich vornehmlich gegen die französische enge Mode und hatte großen Erfolg. Eine Zeit lang herrschte die natürliche Tracht vor, aber bald entstand das heutige Korsett, das ein wahres Marterwerkzeug geworden ist. Unter den Störungen, die es berursacht, unterschied Geheimrat Eulenburg zwei Gruppen, Störungen der Atmung und dadurch bedingt der Ernährung, und Störungen der Muskelthätigkeit und des Blutumlaufs. Die Verhinderung einer aus⸗ reichenden Atmung hat zunächst eine Schwächung der gesamten Organe des Rumpfes zur Folge; es entsteht Herzschwäche, Blutarmut und Bleich⸗ sucht, weil durch die Einpressung der Atemorgane die Aufnahme des Sauerstoffes der Luft in das Blut gehindert wird. Man unterscheidet jetzt beim Manne eine abdominale Atmung, d. h. eine Bewegung des Zwerchfelles und der Muskeln des unteren Rumpfes und des Leibes, bei der Frau aber eine kostale, d. h. mehr eine Bewegung der oberen Rippen. Eigentümlichkeiten als einen Geschlechtsunterschied dargestellt, doch ist die verschiedene Atmung nur ein KUnstprodukt, denn ein Knabe und ein un⸗ geschnürtes Mädchen atmen in gleicher Weise. Bemerkenswerte Untersuchungen darüber haben amerikanische und 8955 Forscher, unter ihnen besonders Havelock Ellis angestellt. Größer noch find die durch den Druck der Korsetts hervor⸗ erufenen organischen Veränderungen. Der be⸗ ständige Druck wirkt nachteilig auf die Nerven, er ruft heftige neuralgische Rückenschmerzen hervor. Die Muskeln erschlaffen und besonders stark werden die weichen Teile des Leibes beeinflußt. Die Leber und der Magen bekommen Furchen, die Eingeweide, die Milz, die Nieren werden verschoben und die Folgen sind die bei Frauen so häufig vorkommenden Gallensteine und die Wanderniere.— An diesen Vortrag schloß sich eine Erklärung der verschiedenen neuen Leibchen, welche die Industrie als Ersatz für das Korsett bietet, durch Frau Oberstlieutenant Pochhammer. Schließlich führte Frl. Gunda 82 unter Vor⸗ weisung verschiedener farbiger Bilder aus, daß der Schnitt unserer Kleider sich zwar ändern müsse, daß dieses aber sehr wohl im Anschluß
an die Mode geschehen könne. * Schotten, 12. November. Ein schweres Brandunglück hat das eine halbe Stunde
Gestern Nachmittag kurz nach 4 Uhr
gesucht. ewahrte man ungehuere Rauchwolken gen
Bartkotelettes; Kleidung: dunkelgrauer Kaiser⸗ mantel, schwarzer, weicher Filzhut.— Die kaiser⸗ liche Verkehrsanstalt wird beauftragt, die Orts⸗ olizeibehörde von dem Vorfall in Kenntnis zu 15 mit dem Ersuchen, auf den Flüchtigen zu ahnden und im Betretungsfall dessen Festnahme herbeizuführen.
Gießen, 13. Nov. Deutf Eine neue Sprache zu entdecken, ist dem Unter⸗ suchungsrichter zu Wiesbaden gelungen. Der⸗ selbe erläßt nämlich im„Oeffenklichen Anzeige einen Steckbrief, worin als Sprache des Ge, suchten angegeben wird:„Deutsch⸗nassauisch! Also aufgepaßt!
ch⸗nassauisch.
Himmel steigen. Das Feuer ist in der Scheune des Johs. Fleischer, in welcher sein Kind spielte, entstanden. Man gewahrte dasselbe erst, als mächtige Flammen zum Dachstuhl hinaus⸗ schlugen. Ein heftiger Ostwind wehte ein Funkenmeer auf, die benachbarten, teils mit Stroh gedeckten Gebäude, und in kurzer Frist standen 5—6 derselben in hellen Flammen. Die benachbarten Feuerwehren waren bald zur Stelle, aber es konnte nicht verhindert werden, daß bis gegen Abend schon zehn Gebäulichkeiten dem sich mit rasender ee ausbreitenden Feuer zum Opfer fielen. Es sind niederge⸗ brannt die ganzen Hofreiten von Forstwart
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Die schlechte Handschrift.
Humoreske von Karl Kern. (Nachdruck verboten).
(Schluß.)
Mannes arbeitete
Das Gesicht des jungen f eigentümlich; er druckste eine Weile und sagte endlich: f
„Es ist aber doch besser, man weiß, woran man ist.“ i
„Ae, ich werde Ihnen vorläufig die Woche zehn
Mark geben“, kam es etwas gequetscht über Groß⸗ munds Lippen. Er studierte dabei angelegentlich den Eindruck seiner Worte. Des Jünglinge Augen leuchteten nicht mehr ganz so hell wie vorhin.
„Wenn Sie einschlagen, will ich Ihnen ja bald „Jedenfalls
zulegen“, fuhr der Rechtsanwalt fort. können Sie sicher sein, daß ich Jynen das, was Sie verdienen, nicht vorenthalten werde.— Eins
möchte ich Ihnen noch sagen, bevor wir das Ex⸗
periment mit Ihnen beginnen: Sie
verfügen über
Ich muß Sie
Umständen aber gar kein Fehler. 5 bitten, damit klug zu wirtschaften, und diest Gabe nur da hervortreten zu lassen, wo sie am
Platze ist.“
Otto Gericke hatte in der ersten Zeit seiner Amtsthätigkeit beim Rechtsanwalt Dr. Großmund viel Gelegenheit, seine Uebung im Kopieren von Briefen, Ordnen und Heften von Akten, Einkassteren von Rechnungen und anderen Vorarbeiten für die höhere Beamten ⸗Karriere zur Geltung zi bringen. Dabei aber ließ ihn der Rechtsanwalt doch nicht aus den Augen. Er ließ ihn öfters zu sich rufen und hatte dann irgend etwas zu fragen oder ihm einen Auftrag zu geben, der nicht direkt mit dem Mechanismus der Anwalts⸗Schreibstuben in Ver⸗ bindung stand. Anfangs wunderte sich Otto im stillen darüber, daß er ihm mit so sonderbaren Sachen kam, von denen er meist garnichts versta id. Allmählich aber begann ihm eine dunkle Vorstellung dadon aufzudämmern, wie umfassend und ver⸗ schiedenartig die Betriebsamkeit dieses Mannes war,
Redaktion und Expedition!
Bisher hat man diese] Ztg
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tz Nr. 4. Göns, Launsbach, Lauter, Leihgest
ilialen: Alten⸗Buseck, Daubringen, Fellingshausen, Flensungen, r.-Linden, Grünberg, Hausen, Heuchelheim, Hochelheim, Kinzenbach, Kl⸗Linden, Krofdorf, Lang⸗
rod, Staufenberg, Steinbach, Steinberg, Ulrichstein, Watzenborn, Wetzlar, Wieseck, Wißmar.
Garbenteich, Or.-Buseck
ern, Lollar, Mainzlar, Queckborn, Rödgen, Rodheim, Stangen⸗
Karl Krämer, Ludwig Rühl, Johs. Link, Johs. Fleischer, Wilh. Ebert, Karl Schäfer I. ferner die Scheuer von Theod. Becker; die Scheuern von Peter Becker IV, Karl Schäfer II, Peter Schäfer III standen in Flammen und konnten nur zum kleinen Teil 19 werden. Das Wohnhaus von Peter Theiß und die Schul⸗ scheuer, die am Giebel und Dach brannten, wurden dem Feuer wieder entrissen. Die Feuer⸗ wehren arbeiteten die ganze Nacht hindurch, um das Feuer auf seinen weit ausgebreiteten Herd zu beschränken, und haben heute noch Dienst. Das Söhnchen des J. Fleischer, das in der Scheuer seines Vaters gespielt, wird vermißt; man glaubt, daß dasselbe in den Flammen um⸗ 10 ist. Die Gebäude sind in der Landes⸗ randkasse versichert. Mobilien hat nur Forst⸗ wart Krämer versichert; den anderen ist alles verbrannt, sie stehen von aller Habe entblößt da und haben nur das nackte Leben gerettet. Hilfe ist hier dringend geboten.(Schott. Krsbl.)
* Darmstadt, 12. Nov. In der gestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordneten wurde zum Vorsitzenden des Gewerbegerichts gewählt Herr Bürgermeister Köhler, als dessen Stellvertreter Herr Rechtsanwalt Dr. Stein. * Darmstadt, 12. Nov. Aus guter Quelle erfährt ein hiesiger Berichterstatter der„Frankf. tg.“, daß regierungsseitig der Wunsch ausge⸗ sprochen sei, die hessische Eisenbahnabtei⸗ lung trotz der Uebernahme der Verwaltung durch Preußen noch beizubehalten, dieselbe sei wenigstens für kürzere Zeit noch nötig zur Anlage eines Schuldbuches. Es verlautet ferner, daß Preuß in mit Baden wegen Uebernahme des badischen Anteils an der Main⸗Neckar⸗Bahn in Unterhandlungen stehe. Preußen habe sich er⸗ boten, Baden seinen Anteil mit zehn Prozent eventuell noch höher zu verzinsen. Eine Ver⸗ ständigung sei bereits erzielt, was jedoch von anderer Seite noch bestritten wird.— Abg. Dr. Osann läßt nunmehr selbst erklären, daß die Nachricht, wonach er bei den nächsten Reichstags⸗ wahlen nicht wieder kandidieren werde, un⸗ richtig sei.
* Farmstadt, 12. Nov. Man schreibt der „F. Ztg.“: Zur Beleuchtung der nicht gerade entgegenkommenden Politik der Preuß. Staats⸗ bahnen gegenüber süddeutschen Bahnen und egen das handelstreibende Publikum liefert das 1 1. April für die hiestgen Bahnhöfe be⸗ tehende Tarif verhältnis einen Beitrag. Von diesem Zeitpunkt waren nämlich die Tarife für Darmstadt mit dem Norden für beide Bahn⸗ höfe(Hess. Ludwigsbahn und Main⸗Neckar⸗Bahn) immer gleich, sodaß der Geschäftsmann und die Rollfuhren mit diesem Verhältnis rechnen konnten und für sie einerlei war, auf welchem der beiden Bahnhöfe die Güter nach Norden aufgeliefert wurden. Die am 1. April l. Js. 1 Darm⸗ stadt Hess. Ludwigsbahn erschienenen Tarife ent⸗ halten direkte Frachtsätze für hunderte von kleineren norddeutschen Stationen, mit denen früher nicht direkte Güterabfertigung bestand. Diese Tariferweiterung ist aber nur für Darm⸗ stadt Hess. Ludwigsbahn getroffen, während sie für Darmstadt Main⸗Neckar⸗Bahn nicht besteht und, wie wir erfahren, der Verwaltung dieser Bahn von Preußen auch nicht zugestanden wird. Das bestehende Verhältnis hat uun die Wirkung, daß die im Verkehr der betr. norddeutschen Sta⸗ tionen, wenn auch nur vereinzelt, vorkommenden Gütersendungen nach und von Darmstant Hess. Ludwigsbahn direkt, dagegen nach und von
Darmstadt Main⸗Neckar⸗Bahn nur mit Umkar⸗ tierung auf einer Unterwegsstation expediert werden können. Die letztere Abfertigungsweise ist für das Publikum nachteilig, weil durch die Umexpedition höhere Frachten erwachsen. Aus diesem Grunde und da die bei dem einen Bahn⸗ hof nicht tarifierten norddeutschen Stationen nicht bekannt sind, ist die Tarifungleichheit für die Bahnhöfe am gleichen Orte für den Handels⸗ stand recht störend; der letztere dürfte zweifellos ein Recht auf Herstellung gleicher Tarife haben, umsomehr als für denjenigen Bahnhof, der z. Zt. nicht im Besitze der Tarife ist, das Bedürfnis dafür mindestens im gleichen Maße besteht, wie für den anderen Bahnhof. Die Forderung höherer Frachten von dem einen Bahnhof er⸗ scheint in keiner Weise berechtigt und da das Verhältnis thatsächlich seit 1. April laufenden Jahres besteht, so erscheint dessen Beseitigung dringend erwünscht und wir zweifeln nicht daran, daß eine Aenderung Seitens der Preuß. Eisenbahn⸗Aufsichtsbehörde auch veranlaßt werden wird. 2 * Darmstadt, 12. Nov. Die Steuer⸗ kommissäre in Darmstadt, Mainz und Offeu⸗ bach haben im Auftrag ihrer sämtlichen Kollegen ein Gesuch an die zweite Kamm er gerichtet, worin um Gleichstellung ihrer künftigen pen⸗ sionsfähigen Gehalte mit denjenigen der Amts⸗ richter gebeten wird.— Der Abg. Weith hat den Antrag gestellt, die im Hauptvoranschlag pro 1897/1900 für die Kur musik in Bad Nau⸗ heim und die dortigen Parkanlagen vorgesehenen Posten auf 29000 4 bezw. 31 500 4 zu er⸗ höhen. Die Benefizkonzerte sollen nach dem An⸗ trag für die Folge wegfallen.
„Mainz, 12. Nov. Die Verabreichung eines warmen Frühstücks an die unbe⸗ mittelten Kinder der hiesigen Volksschulen wird in aller Kürze wieder zur Einführung gelangen. Die hiesigen Armenpfleger machen soeben in Verbindung mit den Oberlehrern Erhebungen über diejenigen Kinder, die während der kalten Winterszeit ein warmes Frühstück in den Volks⸗ schulen erhalten sollen. Von den 7000 Schul⸗ kindern der Volksschulen haben im letztverflossenen Winter 750 ein warmes Frühstück erhalten, also etwas über 10 Prozent sämtlicher Schulkinder haben an dem Frühstück Teil genommen. Es wurden zusammen an 75 Schultagen 56 250 Portionen verabreicht.
Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde.
Matthäusgemeinde. Taufen. Am 7. November. Dem Bierkutscher Wilhelm Balser ein Sohn, Anton Philipp Johann, geboren den 11. Oktober. Trauungen. Am 6. November. Friedrich Wilhelm Böhme, Kauf⸗ mann zu Dortmund, mit Marie Karoline Emilie Katha⸗ rine Jughardt, Tochter von dem Metzger und Wirt Ernst Jughardt zu Gießen.— Am 10. November. Wilhelm Kern, Posthilfsbote zu Gießen, mit Auguste Schäfer, Tochter von dem Maurer Peter Schäfer zu Haßelbach. Markusgemeinde. 3 Taufen. Am 7. November. Dem Schlosser Wilhelm Klös ein Sohn, Christian Hermann Robert, geboren den 6. Oktober. Dem Schreinermeister Christian Schopbach eine Tochter, Emilie Henriette, geboren den 18. Oktober. Beer digte. Am 8. November. Katharine Elisabeth Weller, 64 Jahre alt, starb den 5. November.
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Respekt bekam. Noch mehr Respekt aber vor dem vielen Geld, das Großmund Der glühende Wunsch, es auch einmal annähernd zu einer so einträglichen Lebensstellung zu bringen, ließ den Jungen alle Kräfte zusammen⸗ raffen. Er suchte sich für alles lebhaft zu interes⸗ sieren, womit sein Chef sich befaßte, und so gelang es ihm auch nach und nach, seinen Horizont zu er⸗ weitern und sich mit der Zeit beinahe vollständig
waltigen hatte Otto verdiente.
äußerste auszunutzen, das waren!] die Eigen⸗ schaften, die Otto hauptsäshlich in sich entwickelt hatte und die ihm, unterstützt von tüchtiger Arbeits⸗ kraft und frischer Arbeitslust, zu einem äußerst glücklichen Geschäftsmann machten.———
Er hat während der letzten Jahre Zeit ge⸗ funden, neben seiner regen geschäftlichen Thätigkeit noch an einer sogenannten„Presse“ Uaterricht zu nehmen, sodaß es ihm gelang, seiner Militärpflicht
zu mausern.
Schon nach ein paar Monaten mehrten sich die Arbeiten im„Außendienst“, die besonderen Kom⸗ misstonen des Chefs von Tag zu Tag. Und als ein paar Jahre vergangen waren, erkannten seine früheren Freunde den schneidigen, eleganten Otto Gericke kaum wieder, wenn er für seinen Rechts⸗ anwalt zur Börse fuhr oder nach einer Hypotheken⸗ bank, deren Direktor sich im Laufe der Zeit ge⸗ wöhnt hatte, mit dem jungen Manne genau so zu verhandeln, als mit dem Dr. Großmand selbst. Ein klarer Kopf, kluge, kalte Berechnung, eine
als Einjährig⸗Freiwilliger zu genügen. Er thut das gegenwärtig bei einem Berliner Garderegiment und führt ein recht flottes Leben, denn seine Mittel er⸗ lauben es ihm. Nicht nur bei seinem Rechtsanwalt hat er schönes Geld verdient, sondern auch nebenbei gar manches Geschäftchen gemacht, und von dem er dem Chef nichts sagte. So wurde es ihm möglich, über dreißigtausend Mark bei seiner Bank zu deponieren.
Der alte Leisetritt ist noch immer Kopist beim Rechtsanwalt Großmund. Man will seine schöne Handschrift nicht entbehren. Vor zwei Jahren hat man ihm pro Monat zehn Mark zugelegt, so daß
raffinierte Kombinationsgabe und das Talent, im
einen ziemlich zahlreichen Das ist unter
Mangel an Bescheidenheit. Umständen ein großer, unter andern
vor dessen Energie und Arbeitskraft er einen ge⸗
richtigen Augenblick günstige Umstände bis aufs
er jetzt hundertzwanzig Mark verdient.


