bereits sein 67. Lebensjahr vollendet hat, zu vier Jahren Gefängnis.
* Mainz, 11. Okt. Der bei der Staats⸗ anwaltschaft beschäftigte Schreibgehülfe Nuß wurde 1195 wegen Unterschlagung von 9 Mark verhaftet. Bei dieser Gelegenheit stellte sich heraus, daß Nuß, um seine Unterschlagung zu verelteln, die Akten betr. einen wegen Unter⸗ schlagung in Untersuchungshaft sitzenden Mann beseitigte, sodaß dadurch das Hauptverfahren egen den Beschuldigten e werden onnte und dieser nun schon seit sechs Monaten in Untersuchungshaft sitzt. Vorgestern wurde das Gericht auf den Untersuchungsgefangenen aufmerksam gemacht. Infolgedessen wurde die Unterschlagung des N. und die damit verbundene Beseitigung der Akten entdeckt. 5
* Mainz, 13. Oktober. Uebertriebene Furcht. Bei der gestrigen Reise des russischen Kaiserpaares nach Wiesbaden war die ganze Strecke mit Gens dar men besetzt.
Vermischtes.
— Kurze Notizen. Aus Weimar wird vom 4. Oktober berichtet: Die am Schwansee gelegene elektrische Centrale brannte vollständig nieder.— Die Ham⸗ burger Gartenbauausstellnng ist am 4. Oktober feierlich
geschlossen worden.— Aus Eger meldet man: Den Redakteur Hofer, der wegen seiner Leipziger Rede unter der Anschuldigung des Hochverrats vor Monatsfrist ver⸗ haftet wurde, setzte man am Montag gegen eine Kautions⸗ stellung von 5000 fl. auf freien Fuß. Hunderte be⸗ grüßten den Enthafteten.— In Wien wurden der Inhaber des Frachtbriefrevisionsbureaus„Herold“, Heinrich Wille, und der Oberbeamte Paul Krüger, beide Reichs⸗
deutsche, verhaftet, weil sie zahlreichen Kommittenten die von den Bahnen rückvergüteten Spesen unter⸗ schlugen. Die Höhe des S Tadens wird auf 40,000 fl. geschätzt.— Nach amtlicher Feststellung sind bei dem
Untergange der„Ika“ bei Fiume 13 Personen er⸗ trunken; 11 Personen werden vermißt, 26 wurden ge⸗ rettet.— 5 Kilometer von Aosta in Italien entgleisten die Lokomotive, der Kohlentender und Gepäckwagen eines Personenzuges und stürzten in eine Schlucht hinab. Durch das Reißen der Kette, die die Personenwagen mit dem voraufgehenden Zugteil verband, wurde größeres Unglück verhütet. Der Zugführer und ein Heizer sind tot und 10 Personen verletzt, darunter ein Schaffner und 3 Reisende.— Aus Antwerpen, 4 Okt., wird gemeldet: In der vergangenen Nacht fuhren zwei von Lootsen ge⸗ führte Schaluppen, eine belgische und eine holländische, auf einen in Vlissingen eingetroffenen deutschen Dampfer zu, um demselben ihre Dienste anzubieten. Die beiden Schaluppen stießen zusammen, wodurch das holländische Boot umschlug. Von der Besatzung desselben wurden vier Mann gerettet, während die übrig en vier ertranken.
— Eine Charles Dickens⸗Nachlese. Es er⸗
scheint beinahe erstaunlich, daß jetzt, nach so langen Jahren,
noch ein„neues Werk“ von Charles Dickens der Oessent⸗ lichkeit übergeben werden soll. Und doch ist es Thatsache. Der unermüdliche Dickensforscher Ditton hat aus dem Nachlaß des vor 27 Jahren verstorbenen Dichters noch so viel Geschichtchen, Feuilletons und Abhandlungen des englischen Novellisten herausgekramt, um ein Buch damit zu füllen, welches demnächst unter dem Ditel:„In der Dämmerung zu lesen“ herauskommen soll. Wie die eng⸗ lische Zeitschrift„Akademy“ mitteilt, vergleicht sich dieses „neueste Werk“ von Dickens nicht mit dem Besten, was der Dichter geschaffen, aber schließlich ist doch Alles, was ein großer Mann geschrieben, von hohem Interesse. Das Buch wird in Doppelausgabe, eine in England und eine in Amerika erscheinen.
Neueste Telegramme
Hd. Berlin, 13. Okt. Nach einem Telegramm des„Lokalanz.“ aus Christiania erklärte Nansen in einer Unterredung, er betrachte es nicht als ein ungünstiges Zeichen, daß man von Andree noch nichts gehört hat. Derselbe sei wahrscheinlich noch am Leben. Es sei möglich, daß keine Nachricht vor dem Frühling von ihm eintreffe. Da er Proviant für drei
Monate hätte,
aushalten. Hd. Rom, 13. Okt. Das So zialisten, blatt„Avante“ erklärt, die Kaufleute
haben in ihren Kundgebungen eine Thorheit
begangen, da ihnen besondere Wege offen standen
um ihren Wünschen Gehör zu verschaffen.
jenigen aber, welche die Unordnung verschulse hätten mutlos gehandelt, da sie der Neat Vorschuß leisteten. Die Sozialdemokraten fei frei von aller Schuld.
Hd. Rom, 13. Oktober. Die Konferen zwischen dem Ministerium und den Ver tretern des Handelsstandes soll heut! stattfinden.
Hd. Petersburg, 13. Oktober. Auf der Insel Oesel an der Küste von Estland ent stauden Bauernunruhen infolge der Ei führung der russischen Sprache. Mllstig mußte requiriert werden. Es kam zu Zusammen⸗ stößen, wobei mehrere Personen verletzt wurden
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Gießen, den 11. Oktober 1897.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
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Die von der Stadt Gießen errichteten Au⸗ schlagsäulen und angebrachten Tafeln sind laut Beschluß der Stadtverordneten-Versamm⸗ lung vom 7. l. M. der von Müunchowschen Hof⸗ und Universitäts⸗Druckerei dahier zur ausschließlichen Benutzung bis auf Weiteres überlassen. Es hat sich demgemäß ein Jeder, welcher ein Plakat anheften lassen will, an ge⸗ nannte Firma zu wenden.
Gießen, den 9. Oktober 1897.
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