dem Hause eines anderen Mannes, dem sie nach Recht und Gesetz angetraut war, zugehörig eingetragen werden, während dessen derzeitige Lebensgefährtin wiederum einem anderen Hause zugezählt werden mußte.
— Eine mutige Miß. Dieser Tage ist in London einem jungen Mädchen, namens Amy Fitzpatrik, von den Offizieren und der Mannschaft einer Polizeista⸗ tion im Edgwareroad⸗Distrikt ein Regenschirm mit gol⸗ denem Knopf überreicht worden in Anerkennung der mutigen Hilfe, die sie einem Polizeidiener im Kampfe mit einem berüchtigten Verbrecher, namens Kenny, geleistet hatte. Der Bursche hatte den Polizeidiener überfallen, zu Boden geworfen und aufs Schwerste mißhandelt. Die Kräfte des Ueberfallenen waren beinahe erschöpft, als die mutige Miß auf der Bildfläche erschien und sofort ins Gefecht eingriff. Sie packte den Kerl zuerst beim Haar und suchte ihn so von dem Polizeidiener wegzuziehen. Als das nichts half, bearbeitete sie nach der bewährten Gefechtsweise ihres Geschlechts sein Gesicht so erfolgreich mit ihren Nägeln, daß er ihr seine volle Aufmerksamkeit zuwenden mußte und der Polizist Zeit fand, wieder auf die Beine zu kommen.
— Opfer religiösen Wahns. Dem„Lok.⸗ Anz.“ wird aus Petersburg gemeldet: In Tiraspol, Gouvernement Cherson, werden verschiedene Einstedeleien von Sektirern bewohnt, unter denen sich vor 2 Jahren das Gerücht verbreitete, Anfangs 1897 stehe der Welt⸗ untergang bevor, dann sei der Tag des jüngsten Gerichts da. 17 Einwohner sollten aus Furcht ausgewandert sein. Sie blieben verschollen und Niemand wußte, wohin sie sich gewandt hatten. Jetzt hat ein Sektirer namens Kowalew das Geständnis abgelegt, daß er auf Bitten jener Verschollenen, die gesonnen waren, die Märtyrer⸗ krone zu erringen, dieselben lebendig eingemauert habe. Er bezeichnete die Stelle näher, die auf Veran⸗ lassung der Polizei untersucht wurde. Ein schrecklicher Anblick bot sich dar. Ein ganzer Haufen menschlicher Leichen, von Moos und Erde bedeckt, wurde aufgefunden; von ärztlicher Seite wurde konstatiert, daß alle an
Befannsmachung.
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kennt— nis, daß Großh. Ministerium des Innern die Abhaltung der Viehmärlte zu Gießen am 25. und 26. d. Mts. unter folgenden Bedingungen genehmigt hat:
1. Für den Auf⸗ und Abtrieb ist den An⸗ ordnungen des Kreisve erinäramtes gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen.
Krämpfen gestorben. Die Hände und Füße waren zusam⸗ mengekrümmt und die Kleider zerrissen. Greise, Frauen und Kinder befanden sich unter den lebendig Begrabenen. — Ein anderer Sektirer erzählte, auch an einer anderen Stelle seien Personen lebendig begraben worden. Unter den Begrabenen befinden sich auch Kowalews Weib und Kinder nebst anderen Verwandten. Er selbst, der erst 24 Jahre zählte, beabsichtigte ursprünglich auch sich ein⸗ mauern zu lassen, fand aber Niemand, der ihm den Wunsch erfüllte. Wie die Odessaer Zeitung„Listock“ be⸗ richtet, wurden im Hause Kowalews noch acht lebendig begrabene Leichen gefunden.
Neuefte Telegramme.
Hd. Berlin, 13. Mai. In der gestrigen Sitzung des Staatsministeriums wurde hauptsächlich die Frage erörtert, ob es opportun erscheine sowohl die Militärstraf⸗-Gesetz⸗ ordnung als auch die Novelle zum Vereins⸗ gesetz noch dem Reichstage bezw. dem Landtage vorlegen zu lassen. In beiden Fällen ist vom Staatsministerium diese Frage bejaht worden. Der erstgenannte Entwurf wird in den nächsten Tagen an den Reichstag gelangen. Es verlautet übrigens, daß die verbündeten Regierungen sich kaum damit begnügen werden, daß nur die erste Beratung dieses Entwurfs im Reichstage statt⸗ findet. Bei der Novelle zum Vereinsgesetz scheint in der That die Vorlegung zunächst an das Herrenhaus beabsichtigt zu sein und zwar des⸗ halb, weil die Regierung darauf rechnet, daß die Novelle im Herrenhause eine Mehrheit findet, während im Abgeordnetenhause die Novelle starker Gefährdung wenn nicht gar der Ableh⸗ nung ausgesetzt ist. Auch diese Novelle soll bald
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Studenten und andere Korporationen geeignet, abzugeben.
dem Landtage zugehen.
Hd. Berlin, 13. Mai. Wie die„Nat.⸗Ztg.“ hört, wird die Regierung keinesfalls wieder auf eine Vertagung des Reichstages bis zum Herbst oder Winter eingehen, sondern jedenfalls den formellen Schluß der Session vollziehen, sobald die Unmöglichkeit längerer Verhandlungen festgestellt ist. Man wünscht besonders noch das Auswanderungs⸗ und Margarinegesetz zum Abschluß zu bringen.
Hd. Paris, 13. Mai. Wie der„Nord“ erfährt, dürfte gegen die von der Pforte ange— strebte Grenz- Regulierung kein Einwand erhoben werden. Die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland sei durch den Berliner Kongreß so mangelhaft fest⸗ gesetzt worden, daß sich auf den Karten eine neutrale Zone ergebe, wo alljährlich zwischen den Grenztruppen Konflikte stattfänden.
Hd. Paris, 13. Mai. Von dem großen Bran dunglück sind noch drei Leichen zu agnos zieren.
Hd. Charleroi, 13. Mai. Drei anar⸗ ch istische Falschmünzer wurden gestern zu 3, 5 und 10 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.
Hd. Brüssel, 13. Mai. Der Cong o⸗ staat beruft eine große Anzahl seiner beur⸗ laubten Offiziere ein, um einen Feld⸗ zug gegen die Aufständigen vorzube⸗ reiten, welche, wie bekanut, im Februar eine von fünf belgischen Offizieren geführte Kolonne niedermetzelten.
Hd. Ostende, 13. Mai. Im hiesigen Bahnhof stürzte ein Gerüst zusammen, auf welchem fünf Arbeiter beschäftig
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in unverseuchten he sischen Orten in seuchenfreiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden.
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zeugnisse hat selbstverständlich auch die tierärztliche Besichtigung der Tiere vor
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dem Auftrieb zu erfolgen. Gießen, den 11. Mai 1897 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnautb.
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Am 12. Mai. Anna Göbel, 40 Jahre alt, ledig, Näherin dahier, Bahnhofstraße Nr. 56. Die Beerdigung findet Freitag, den 14. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt.
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