einem Huhn, das man, wenn nötig, auf künst⸗ liche Weise zum Brüten gereizt hat, unter. Ein solches Huhn hat seinen Brüteplatz oft im warmen Zimmer unter dem Bett, und auch die im Januar schon ausgehenden Gänschen müssen, wenn sie am Leben bleiben und gedeihen sollen, im warmen Zimmer gehalten werden. Bei guter Pflege können diese dann schon im Mai zum Schlachten verkauft werden und bringen dem Züchter gerade zu einer Zeit, in der im Landwirtschaftsbetrieb das Geld am rarsten ist, eine sehr willkommene Einnahme. Manche Züchter kaufen auch die jungen Gänschen, von denen die frühesten gewöhnlich mit 1 Mark das Stück bezahlt werden, und füttern sie auf. Es ist nur schade, daß man an einzelnen Orten zu wenig Gewicht auf eine gute schwere Rasse legt.(D. 3.)
„Mainz, 12. Januar. In einem Hause des Hauptwegs stellte dieser Tage eine Frau einen Kübel mit kochendem Wasser zur Erde. In diesem Augenblick kam das fünfjäh⸗ rige Kind der Frau rückwärts zur Thür herein, und fiel in den Kübel. Das Kind wurde schrecklich verbrüht und starb gestern infolge der erhaltenen Verletzungen.— Gegen ein lediges Frauenzimmer ist eine Untersuchung wegen Kindesaussetzung eingeleitet worden. Sie hatte ihr neugeborenes Kind in einem Korb in eine Schusterwerkstätte getragen; erst als das Kind in dem Korb zu schreien anfing, wurde man auf den Inhalt desselben aufmerksam. Das ind wurde der Polizei abgeliefert.
Vermischtes.
— Hofzüge und Bahnhofs⸗Vorsteher. Wegen Gefährdung des kaiserlichen Zuges sind bekanntlich kürzlich in Löbau zwei Eisenbahnbeamte verurteilt worden. Der Abg. Brömel erinnert jetzt in der„Nation“ unter Bezugnahme auf einen Bericht A. Achleitners an folgen⸗ den Vorfall. Auf der Station Mürzzuschlag der Sem⸗ meringbahn, der vielbesuchten Sommerfrische in Steiermark, herrschte an einem Sommertage ein überaus lebhafter Verkehr. Außer den vielen Personen- und Güterzügen, welche täglich passieren, hatten zahlreiche Extrazüge Wiener Ausflügler gebracht, die Abends wieder heimfahren wollten; ein Feuerwehrfest hatte die Zahl der Ankommenden noch weiter angeschwellt. Dazu wurde gar noch ein Hofzug für den Kaiser von Oesterreich bestellt, der von einem Jagdausfluge nach seiner Hauptstadt zurückkehren wollte. Um 5 Uhr 20 Minuten wurde seine Abfahrt vom Bahn— hofsvorsteher festgesetzt, der nach schwierigen, sorgfältigen Erwägungen den Fahrplan für den kaiserlichen Separat⸗ zug entworfen hatte. Vergeblich drängte der Hoffourier auf eine frühere Abfahrt, da der Kaiser so rasch wie mög⸗ lich in Wien sein wolle; der Beamte blieb im Bewußt⸗ sein seiner Verantwortung unerschütterlich. Da kam aber auch schon der Kaiser angefahren— und fast noch eine Stunde bis zur festgesetzten Abfahrtszeit! Bald über⸗ brachte auch ein Flügeladjutant dem Bahnhofsvorsteher die Botschaft, daß der Kaiser sofort abzureisen wünsche; der Beamte erklärte fest, daß es unmöglich sei, dem kaiser— lichen Wunsche zu willfahren. Eine halbe Stunde ver⸗ streicht, da tritt der Kaiser selbst an den Vorsteher mit der Frage heran, ob er jetzt mitfahren könne; ein be⸗ stimmtes Nein ist die Antwort. Noch eine weitere Viertel⸗ stunde vergeht, da kommt der Kaiser zum zweiten Male,
um nunmehr dem Vorsteher den Befehl zur sofortigen Ablassung des Hofzuges zu geben. Doch auch dies äußerste Mittel bewog diesen nicht zu einer Aenderung des einmal aufgestellten Fahrplans. Endlich, endlich— dem braven Beamten mögen die Minuten noch viel länger geworden sein, als dem wartenden Kaiser— rückt der Zeiger auf 5 Uhr 15 Minuten, der Vorsteher läßt den Hofzug vorfahren, den der Kaiser mit deutlichen Anzeichen tiefen Unwillens besteigt. Und als der Zug zum Bahn⸗ hof hinausgerollt ist, weiß der Vorsteher, daß er gründ⸗ lich in Ungnade gefallen ist, und Alle, die den Vorgang angesehen haben oder von ihm hören, wissen es ebenso⸗ gut. In seinem Hofzuge aber sitzt der Kaiser an der Seite des zweiten Schienenstranges, er sieht in kurzen Zeitabständen Zug auf Zug vorübersausen uud mag wohl eigene Betrachtungen angestellt haben. Am nächsten Tage ward dem Stationsvorsteher von Mürzzuschlag durch die Direktion in Wien der ihm vom Kaiser verliehene Franz⸗Josef⸗Orden zugestellt nebst einer„allerhöchsten“ Anerkennung für sein vollständig korrektes Verhalten bei Ablassung des Kaiserlichen Hofzuges.
— Hie gut Deutsch allewege! Wer dazu verurteilt ist, auf einem kleinen Bahnhofe längeren Aufenthalt zu haben, kommt auf allerlei Gedanken und Versuche, sich die Zeit zu vertreiben. Man zählt die Fliegen im Wartesal, die Wagen eines gelegentlich vor⸗ beifahrenden Güterzüges, betrachtet die Karten mit den vielen roten, grünen und gelben Linien, welche die einzelnen Verwaltungsbezirke abgrenzen usw. Ein vortreffliches Mittel, sich heiter zu stimmen und zu unterhalten, wollen wir zu Nutzen der Reisenden hier verraten: das Durch⸗ lesen des Verzeichnisses der in dem Warteraume befind⸗ lichen Gegenstände. An und für sich wäre das freilich wenig interessant, wird es aber eher durch die Art und Weise der Zusammenstellung. So haben wir schon häufig folgende Liste vorgefunden: Eisen⸗Stoch, Ständer⸗Kleider, Kasten⸗Kohlen, Kasten⸗Spuck von Blech(11), Lampe⸗Hänge Ofen⸗Füll, Ständer⸗Regenschirm, Vorhänge⸗Roll(1), Ofen⸗ Säulen. Tafeln⸗Schiefer, Matten⸗Fuß, Ofen-⸗Regulier, Leuchter⸗Kronen, Bänke⸗Rohr, Spiegel⸗Holzrahm, Vor⸗ setzer-Ofen und das Schönste: Karten⸗Eisenbahn⸗Wand(1). Dies erinnert an die augenblicklich allgemein gebräuch⸗ lichen kategorischen Imperative, wie Schmücke Dein Heim, Wasche mit Luft, Pflege dein Antlitz usw., mag sich auch am„grünen Tische“ oder vielmehr am Tafelgrün recht schön ausnehmen; allein so sehr sollte man doch die deutsche Sprache nicht mißhandeln, sonst könnte leicht Jemand hinzufügen: Sinn⸗Un.
— Der Streik der Chorknaben. Das„Ber⸗ liner Tagebl,“ schreibt:„In Berlin ist eine seltsame Ge⸗ sellschaft in die„Lohnbewegung“ eingetreten, nämlich die achtzehn Chorknaben vom Berliner Theater, die in dem Wildenbruchschen Schauspiel„Kaiser Heinrich“ mitzuwirken haben. Vielleicht war dem Einen oder Anderen von ihnen ein altes Zeitungsblatt zu Gesicht gekommen, in dem vor einigen Jahren erzählt wurde, wie in einer Opernaufführung in London das wogende Meer auf der Bühne plötzlich spiegelglatt dalag und erst wieder zu „wogen“ begann, als der Direktor den kleinen Misse⸗ thätern, die, statt unter der blauen Decke eifrig hin und her zu eilen und so die Wellen zu markieren, sich platt auf den Boden gelegt hatten, die verlangte Lohnzulage bewilligte. Vielleicht hatten auch die Eltern den Bürsch⸗ lein, die sämtlich unter 14 Jahren sind, geraten, zu streiken— kurzum: die ganze Wirkung der Vorstellung war in Frage gestellt, wenn die 18 Charknaben fehlten. Und daher gingen sie als Sieger aus dem ersten Aus⸗ stand ihres Lebens hervor; statt der 35 Pfennig, die sie — wie uns erzählt wird— bisher auf Kopf und Vor⸗ stellung erhielten, sollen sie von nun an das Doppelte
bekommen, und auch für die Proben, die sie bisher um⸗ sonst mitmachen mußten, winkt ihnen von nun an nickeln⸗ der Lohn. Wenn das die kleinen Mädchen hören werden, die dem Beispiel ihrer männlichen Altersgenossen nicht folgten, sondern artig ihre Arbeit zu den alten Lohnsätzen verrichteten, dann werden sie sicherlich bedauern, sich dem „Streik“ nicht angeschlossen zu haben.
— Unterm Weihnachtsbaum verbrannt. Aus Bremen berichtet die„Weser-Ztg.“: Ein achtjähriges Mädchen aus Halle a. S. war hierher gekommen, um in der ihr verwandten Kaufmanns⸗Familie die Weihnachts⸗ zeit zu verbringen. Am 2. Weihnachtstage spielte die Kleine mit einem Töchterchen des Kanfmanns zusammen unter Aufsicht eines Kinderfräuleins in einem Zimmer, in dem der Weihnachtsbaum stand. Als das Kinderfräu⸗ lein für kurze Zeit das Zimmer verließ, versuchten die beiden Kinder die Lichter des Weihnachtsbaumes anzu⸗ zünden; dabei fing die Schürze des Mädchens aus Halle Feuer und sofort stand die Kleine vollständig in Flammen. Auf das Geschrei eilten die Hausbewohner herbei und dämpften die brennenden Kleider. Die Verbrennung der Kleinen war aber so bedeutend, daß sie trotz sorgfältigster Pflege nach einigen schmerzvollen Tagen gestorben ist.
— Am Ende des neunzehnten Jahrhun⸗ derts. Allen Ernstes berichtet ein österreichssches Blatt „Die Erscheinung am heiligen Christabend. Aus dem Liesinger Brauhaus wird uns folgender als Wahrheit verbürgter Vorfall gemeldet, der das Tagesgespräch bildet: Am heiligen Christabend hatte ein Slowake, der im Brauhaus als Mälzer beschäftigt ist, auf der Tenne einen Haufen keimendes Malz umzuschlagen. Plötzlich hielt er mit seiner Arbeit inne, denn vor ihm stand das leibhaf⸗ tige Christuskind, nur mit einem weißen Hemd bekleidet. Es richtete au ihn die Frage: Mußt du an diesem heiligen Abend arbeiten? Erschrocken warf der Slowake die Schaufel weg und fluchtartig verließ er die Tenne. Auf⸗ geregt und totenbleich kam er ins Zimmer zu seinen Kameraden, denen er, als er sich erholt hatte, den Vor⸗ fall erzählte. In Begleitung des Obermälzers begaben sich die übrigen slowakischen Arbeiter zu jener Stelle, aber vom Christuskind war nichts mehr zu sehen.“ Schade, daß das„leibhaftige Christuskind“ so wenig Dauerhaftig⸗ keit hatte. Eins hat der Chronist vergessen: er sagt nicht, ob das Christuskind zu dem slowakischen Arbeiter deutsch oder slowakisch gesprochen hatte.
— Fußböden aus Papier erfreuen sich in den Vereinigten Staaten einer stets wachsenden Beliebtheit, die durch die verschiedenartigen Vorzüge dieser Bodenbe⸗ kleidung gegenüber Holzdielen leicht erklärlich ist. Ein Hauptvorzug des neuen Materials besteht in dem Weg⸗ fallen der Fugen, wodurch das Ansammeln von Staub und gesundheitsschädlichen Pilzen, wie dies bei den ge⸗ wöhnlichen Fußböden der Fall ist, zur Unmöglichkeit wird. Die neuen Papierfußböden sind schlechte Wärme- und Schalleiter und geben trotz ihrer Härte dem Fuß ein weiches Auftreten nach Art des Linoleums. Der Preis ist bedeutend geringer, als der der Fußböden aus hartem Holz. Die Papiermasse enthält einen kleinen Zusatz von Zement als Bindemittel; der Versandt erfolgt sackweise in Pulverform. Die Papiermasse wird zu einem steifen Brei angerührt, auf dem Boden ausgebreitet, mittels Walzen angepreßt und nach erfolgter Trocknung in Eichen⸗ holz⸗, Nußboum- oder Mahagonifarbe gestrichen.
— Um Briefe gegen unbefugtes Oeffnen zu sichern, bezw. um ein etwa stattgehabtes Oeffnen kenntlich zu machen, hat sich Dr. Ed. Lingenberg in Boise Idaho V. S. A. einen neuen Briefumschlag durch Patent schützen zu lassen, bei welchem das Oeffnen da— durch ersichtlich wird, daß auf den Innenseiten der Um⸗ schlagklappen ein Stück leicht zerreißbaren Stoffes mit
ihnen verbunden ist, welches beim Verschließen des Um⸗ schlages mit der Verschlußklappe verklebt wird, so daß beim Oeffnen ein Zerreißen des Stoffes stattfinden muß. Außerdem können auf diesem Stcoffstück Zeichnungen, Linien oder dergleichen mit in Wasser löslichen Farben aufgebracht sein, welche sich beim Schließen auf die Um⸗ schlagklappe abdrucken, so daß Fehler in der Deckung der Zeichnungen auf dem Stoffstück und ihres Abdruckes auf den Klappen ebenfalls das versuchte oder widerrechtliche Oeff nen des Umschlages erkennbar machen. Diese Neue⸗ rung dürfte sich in den weitesten Kreisen infolge ihrer Zweckmäßigkeit sehr bald beliebt machen.
Neueste Telegramme.
Hd. Triest, 13. Jan. Bei der Direktion des österreichischen Lloyd lief ein Tele⸗ gramm ein, wonach auf dem Lloyddampfer „Imperator“, der aus Bombay in Suez eingelaufen ist, eine englische Dame unter Umständen erkrankte, die auf indische Beulen⸗ pest schließen lassen.
Ud. Rom, 13. Jan. In vatikanischen Kreisen verlautet, daß der Papst eine Eneyklika über die Notwendigkeit der Errichtung inter⸗ nationaler Schiedsgerichte ausgearbeitet habe. Der Papst erwarte den geeigneten Augen⸗ blick, um die Encyklika zu veröffentlichen.
Hd. Rom, 13. Jan. Das Exekutiv⸗ Komitee der Arbeiterkammer publiziert ein Manifest an die Polizei und Bürger, worin es gegen die Auflösung der Arbeiter ⸗ kammer protestiert. 4
Hd. Padua, 13. Jan. Hier sind die Pläne für einen Tunnel zwischen Italien und Siecilien ausgestellt. Die Strecke beträgt 3200 Meter.
Hd. Antwerpen, 13. Januar. Der ita⸗ lienische Dampfer„ Roma“ wird aus Triest hier mit einer Ladung von 93000 Gewehren erwartet, welche in Belgien umgearbeitet solt dann nach dem Kongo gesandt werden ollen.
Hd. Brüssel, 13. Jan. Ein Kirchenraub erregt großes Aufsehen. Die Schloßkirche in Goesbeck, welche zahlreiche wertvolle Schätze birgt, wurde ausgeraubt.
Hd. Mons, 13. Januar. Hinsichtlich
der nächsten Wahlen beginnen die Sozialisten eine Reihe von Ver⸗ sammlungen und Kongressen im hiesigen Kohlenrevier abzuhalten. a — Sterbefälle.
Am 11. Januar. Emilie Luise Friederike Krämer, 4 Monate alt, Tochter von Bäcker⸗ meister Heinrich Krämer dahier, Kreuzplatz 11. Die Beerdigung findet vom Sterbehause aus statt.
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Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.
Holzversteigerungen. Lich(Stadtwald). Mittwoch, den 20. Januar, vormittags 10 Ubr beginnend, Distrikt Dickestall: 401 rm Buchen-, 17,2 rm Eichen-, 10 rm Lindenscheiter, 118,6 xm Buchen-, 79,3 rm Eichen-, 10 rm Lindenknüppel, 168,8 rm Buchen-, 151 rm Eichen-, 16 rm Lindenstöcke, 4700 Buchen, 3230 Eichen-, 1346 Nadelwellen. Die Zusammenkunft ist auf der Nieder— Bessingener Schneise, wo auch der Anfang gemacht wird.— Donnerstag, den 21. Jan., vormittags 10 Ubr beginnend, Distrikt Unterspeierlingskopf: 5,6 rm Buchen-, 2 rm Eichen-, 19,9 rm Nadelknülppel, 4 rm Eichen-, 115,7 rm Nadelstöcke, 70 Buchen-, 900 Eichen-, 1635 Nadelwellen, 8 Schichten Lärchenstanden von 5 m Länge, verwendbar zu Gartenzäunen, 7 Buchenstämme mit 4,59 fm, 1 Ulmenstamm mit 0,37 fm, 200 Fichtenderbstangen'mit 12.60 fm, 1980 Fichtenbohnenstangen, 23 Kiefernstämme mit 14,71 fm, darunter sind sebr schöne Schnitt- hölzer von 32—50 em Durchmesser. Die Zusammenkunft und der Anfang ist in der Schwein— stallsheege beim Pflanzgarten.
Ausschreibungen
Gießen.(Lieferungs⸗Verdingung). Für das bygienische Institut soll die Liefe— rung von: 200 Ztr. Hütten⸗Koaks, 50 Ztr. Antbracit-Kohlen, 2 Rmtr. Tannenscheitholz auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Die Lieferungs-Bedin gungen können an den Wochentagen vormittags von 10 bis 12 Ubr im hygienischen Institut eingesehen werden, Angebote sind bis zum 22. Januar d. J., vormittags 10 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Oeffnung derselben erfolgt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift der Direktion des bhygienischen Instituts einzureichen.
Gießen.(Vergebung von Bauarbeiten). Die bei dem Bau einer Kreisstraße von Gießen nach Wiß mar erforderlichen und zu 19000 Mark veranschlagten Erd- und Chaussierungsarbeiten des 2. Arbeitsloses sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Dienstag, den 19. Jauuar l. J., vormittags 11 Uhr, im Amts- ümmer des Kreisingenieurs Stahl, woselbst Voranschlag, Pläne und Bedingungen zur Ein— sicht offen liegen, einzureichen.
Wetzlar. Die Anlieferung von Kleinschlag, Pflastersteinen und Pflastersand soll in Akkord vergeben werden: 1) Kleinschlagmaterial, Grauwacken oder Kalk auf die vom Kreise Wetzlar übernommenen Kommunalstraßen in den Gemarkungen Ahrdt und Groß- Altenstädten. 2 Basaltkleinschlag auf die Provinzialstraße Wetzlar-Gießen. 3) Basaltkleinschlag auf die Provinzialstraße Wetzlar-Butzbach in Station 0,0— 7,5. 4) Kalkkleinschlag auf die Provinzial straße Wetzlar⸗Butzbach in Station 7,5 14,5. 5) 70 ebm Pflastersteine auf die Kreisstraße Wetzlar ⸗Biskirchen in Leun. 6) 107 ebm Pflastersteine auf die Kreisstraße Wetzlar-Heuchelbeim in Wetzlar. 7) 108 ebm Pflastersteine auf die Provinzialstraße Wetzlar-Weilburg und auf die Provinzialstraße Wetzlar-Herborn in Wetzlar. 8) 150 ebm Pflastersand auf die Kreisstraße Wetzlar Heuchelheim in Wetzlar. 9) 155 ebm Pflastersand auf die Provinzialstraße Wetzlar— Weilburg und auf die Provinzialstraße Wetzlar Herborn in Wetzler. Offerten auf die An lieferung dieser Materialien sind bis Freitag, den 15. d. Mis., auf dem Bureau des Kreisbaumeisters Kämpfer in Wetzlar mit entsprechender Aufschrift, versehen einzureichen, woselbst Kostenanschlag und Bedingungen zur Einsicht aufliegen.
Restaurant und Cafe
Oranien- Bräu.
6 Ludwigsstraßze 6. Mittagstisch im Abonnemet 65—83 Pfg. Speisen à la carte zu jeder Tageszeit. 5 Separate Zimmer für Gesellschaften.
131. Weine. Biere und Liqueure.
Gasthaus zum Russischen Hof.
SCEnmpfehle außer prima Bier der Brauerei Essighaus, Frankfurt a. M., guten Mittagstisch, auch im Abonnement. Daselbst sind auch 2 Zimmer, möbliert oder unmöbliert, zu vermieten, sowie ein Vereinslokal abzugeben. 28
Achtungsvoll Jos. Stahl.
Beka untmachung
Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehr- Ordnung werden alle im Jahre 1877 gebornenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt oder welche binsichtlich ibrer Verpflichtung zum Ein— tritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnastasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungs— gehülfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst— boten, Fabrikarbeiter oder in ähulicher Eigen— schaft sich dabier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekrutierungs-Stammrolle in der Zeit vom 10. bis 25. Januar d. J. bei der Bürger⸗ meisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, und wenn sie bereits bei einer früberen Musterung konkurriert haben, ihren Losungsschein vorzulegen.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unter— lassen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu dreißig Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teil— n hme an der Verlosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüg— lich der zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vor— münder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherrn zu diesen Anmeldungen verpflichtet. g
Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des§ 32 pos: 2 lit a, b, c, d, e, f und g der Wehr-Ordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen sind, da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden.
Gießen, den 9. Januar 1897.
Der Oberbürgermeister. J. V.: Wolff.
Holzversteigerung
im Gießener Stadtwald.
Montag, deu 13. Januar 1897, vor⸗ mittags 9˙½ Uhr beginnend, sollen im Gießenen Stadtwald, im Distrikt
Hochwarte, versteigert werden: 1 Eichenstamm mit 1,37 fm, 246 rm Buchenscheitholz, 32„Eichenscheitholz, 40„ Buchenknüppelbolz, 29„Eichenknüppelholz, 45„KBuchenstockholz, 31,5„ Eichenstockholz, 3370 Wellen Buchenreisig, 1040„ Eichenreisig. Die Zusammenkunft ist auf dem Anneröderweg an den Altentischwiesen. Gießen, den 13 Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Wolff. 29) Eine Stube mit Bett zu vermieten. Sounenstraße 28.
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Stehblerhalie Mo. 2
„Zum feuchten Eck“
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empfiehlt vorzügliches Exportbier aus der 45 3 Oranienbrauerei Dillenburg.
Hell, ½ Ltr. 5 Pfg.
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