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Nr. 38
Gießen, Sonntag, den 14. Febrnar
1897.
Poflztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112.
Ausgabe
Gießen.
Postztg. Nr. 3239 a.
Telephon⸗Nr. 112.
Medaktion: 72 Kreuzplatz Nr. 4. 8
Lokales und Provinzielles.
* Gießen, 12. Februar. Ernannt wurde am 30. Januar 1897 der Steueraufseher bei dem Hauptsteueramt Gießen Johann Konrad Oehler zu Friedberg zum Pfandmeister für den Beitreibungsbezirk Friedberg, mit Wirkung vom 1. Februar l. J. an.
* Gießen, 13. Febr. Wie uns die Theater⸗ direktion Kruse⸗Helm mitteilt, wird dieselbe am 23. ds. Mts. die 2. Saison eröffnen und zwar mit dem neuen Lustspiel v. G. von Moser und T. von Trotha: Militärstaat. Die Direktion, die sich bei ihrem Hiersein rasch und schnell die Gunst aller Kreise erworben, hat auch für diese 2. Saison die besten Novitäten in Aus⸗ sicht genommen wie Bocksprünge, Hannele, Ver⸗ sunkene Glocke, Goldene Eva, Zwei Wappen usw., sodaß der Spielplan ein abwechslungsreicher und interessanter wird. Auch Gastspiele mit ersten Künstlern sind bereits zum Abschluß gekommen, unter anderen mit dem königl. preuß. Hofschau⸗ spieler Adalb. Matkowsky, der in seinen besten Paraderollen gastieren wird. Die Abonne⸗ mentsliste zirkuliert und wird sich gewiß einer regen Beteiligung erfreuen, so daß die Direktion zu dem künstlerischen Erfolge sich auch den pekuniären Erfolg erobere.
* Gießen, 13. Febr. Die Strafkammer sprach 2. den Landwirt Ernst Müller von Ulrichstein wegen Gottes lästerung frei. Die Zeugen konnten nur bekunden, daß Müller in Ober⸗Mörlen die fragliche Aeußerung 1 7 0 nicht aber in Fauerbach, wie die Anklage
ehauptet hatte. Karl Wiesner, welcher s. Zt.
wegen cee angezeigt, vom Schöffengericht zu 8 Tage Gefängnis verurteilt wurde, verfolgte hiergegen Berufung. Der Angeklagte hat, wie wir damals berichteten, in einem Hause der Marktstraße nachts ein Kätzchen die Treppe hinab in den Hausflur geworfen, sodaß dem Tierchen das Rückgrat brach. Die Strafkammer ver- warf die Berufung.
* Gießen, 13. Febr. Der Vortrag des Pfarrers Naumaun aus Frankfurt hatte gestern ein zahlreiches Auditorium nach Steins Saalbau gelockt. Eine auf⸗ fallende für Gießen neue Erscheinung war die Anwesenheit vieler Damen. Der Pfarrer Naumann ist in Gießen kein Fremder, wie er selbst eingangs seiner Rede aus⸗ führte. Er hat gerade in Steins Saalbau für die innere Mission mehrfach gesprochen und sich schon dadurch in Gießen viele Freunde erworben. Naumann sprach darüber: „Was soll die national⸗soziale Vereinigung bezwecken?“ Sie bilde zwar noch keine politische Partei, aber die Ver⸗ einigung fühlt in sich den Beruf, an der politischen Arbeit teilzunehmen. Es sei im höchsten Grade bedauerlich, daß da, wo man national denke, man von dem Sozialen nichts wissen wolle, und daß umgekehrt die Sozialdemo⸗ kraten von dem Nationalen nichts wissen wollen. Man müsse das Nationale mit dem Sozialen verbinden, wenn die guten Gedanken des letzteren nicht verloren gehen sollen, die Fülle von Martyrium nicht umsonst gebracht sei. Der Patriotismus der Menge muß geweckt werden, man müsse in sozialistischen Kreisen die That⸗ sache des Kaisertums anerkennen und fich bereit finden lassen, die Regierung zu stützen, damit diese sich bei ihrer Politik verlassen könne auf diejenigen Kreise, die die soziale Politit wollen, und nicht genötigt werde, Unterstützung bei den alten, morsch gewordenen Parteien zu suchen. Im übrigen deckten sich die Ausführungen des Pfarrers Naumann mit seinem Vortrag, den er kürzlich in Marburg gehalten hat, über den wir ausführlich berichtet haben. Wir können es uns deshalb heute ersparen, schon Berichtetes zu wiederholen. Pfarrer Naumann fand rauschenden Beifall. Es schloß sich eine rege Diskussion an seinen Vortrag, aus der wir folgendes wiedergeben: Redakteur Scheidemann ist mit vielem, was der Vor⸗ redner vorgeführt, vollkommen einverstanden. Man werde es begreiflich finden, wenn er auf denjenigen Teil der Rede des Herrn Pfarrer Naumann, der vom Kaiser handle, nicht eingehe. Lebte Lasalle noch und würde er es versuchen, die Sozialdemokratie die Bahnen zu führen, die Herr Naumann gerne möchte, so würde die Partei ihren Führer einfach fallen lassen. Der Kampf gegen den internationalen Kapitalismus könne nur international geführt werden. Auch der Sozialist liebe sein Vaterland und seine Familie genau so wie diejenigen, die da glauben, den Patriotismus gepachtet zu haben. Gerade weil wir unsere Familie lieben, so fuhr Scheidemann fort, wollen wir unsere Lebenslage verbessern, dafür kämpfen wir. Redner erinnert zu den Ausführungen Naumanns über Bismarck übergehend daran, wie dieser es gewesen, der durch das Ausnahmegesetz die Anhänger seiner Partei gehetzt habe wie das Wild. Man solle versichert sein, dieses Gesetz habe keine Liebe erzeugt, sondern Haß. Er hoffe es noch zu erleben, daß er Herrn Naumann, von dem man im bürgerlichen Lager heute schon sage, er sei drei Viertel Sozialdemokrat, dereinst als Parteigenossen begrüßen könne. Kaufmann Krumm teilt den Stand⸗ punkt seines Parteigenossen Scheidemann. Er wolle diese Gelegenheit benutzen, um Angriffe zurückzuweisen, die zwar nicht Herr Naumann erhoben, die aber in letzter Zeit in kirchlichen Blättern gegen seine Partei gefallen wären. Es sei unwahr, wenn man immer wieder behaupte, die
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Fetertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Bspaltige Petitzeile.
Sozialdemokratie stände der Religion feindlich gegenüber.] in Angriff genommen werde. Es wurde be—
Gegen die Kirche aber, die die Anhänger seiner Partei fortwährend auf das gröblichste beschimpfe, dagegen sich zu wehren sei einfache Pflicht. Professor Frank erklärt, nur das Wort zu nehmen, damit diese Versammlung nicht ausklinge mit einer sozialdemo⸗ kratischen Fanfare. Er gestehe, früher selbst Sozial⸗ demokrat gewesen zu sein aus innerster Ueberzeugung. Aber er habe sich abgewendet, weil die Sozialisten alles in den Staub“ gezogen, was der Nation hoch und heilig sei. Er erinnere nur an die Verunglimpfung der Emser Depesche u.fv. m. Der Redner begrüßt die Ausführungen des Pfarrer Naumann um deswillen mit Sympathie, weil in ihnen ein gesunder nationaler Kern stecke. Pro⸗ fessor Krüger teilt die Meinung seines Kollegen. Er hätte gewünscht, daß Pfarrer Naumann das Kaisertum mit wärmerem Gefühl hervorgehoben, ihm genüge nicht nur die Konstatierung der Thatsache, daß dieses vor⸗ handen und daher anerkannt werden müsse. Rechtsan⸗ walt Dr. Fuhr bestreitet für die nationalliberale Partei, die für alle alten Parteien aufgestellte Behauptung, daß sie sich überlebt habe. Auch seine Partei wolle soziale Reformen. Doch billige er die Art, wie der Pfarrer Naumann agitiere, nicht, denn dieser bestärke die ar⸗ beitenden Klassen, in dem was sie erstreben und in ihrer Ansicht, daß die besitzende Klasse ohne Arbeit zu dem Besitz gelangt sei, das sei im Interesse eines versöhnlichen Ausgleichs der Klassengegensätze nicht zu billigen. Nach⸗ dem Kaufmann Krumm die Angriffe des Professor Frank auf seine Partei zurückgewiesen, spricht noch ein national⸗sozialer Student, worauf Pfarrer Naumann das Schlußwort erhält. Er acceptiert das Anerkenntnis des Professor Krüger und ebenso das des Professor Frank, weist in scharfer Weise die Angriffe des Dr. Fuhr zurück, dabei der nationalliberalen Partei bittere Wahrheiten sagend. Er widerlegt die Ausführungen Scheidemanns und Krumms und ermahnt die Anhänger der verschiedenen Parteien zur gegenseitigen Achtung und Duldung. Traurig sei es, wenn, wie es in Gießen der Fall, der sozialdemo⸗ kratischen Partei die Säle vorenthalten würden und hier könnten die anderen Parteien ihre Liberalität beweisen, indem sie dafür einträten, daß darin Wandel geschähe, damit im Austausch der Meinungen die Gegensätze ge⸗ mildert würden.(Langanhaltender Beifall.) In die Listen des National⸗Sozialen Vereins trugen sich zahl⸗ reiche Anwesende als Mitglieder ein.
* Lollar, 13. Februar. Am Sonntag, den 14. ds. Mts., giebt im Saale des Herrn L. Bierau III die Künstlergesellschaft Fidelio aus Frankfurt a. M. unter Leitung ihres Di⸗ rektors Herrn R. Lehmann eine Vorstellung, und zwar ein humbristisches Konzert. Die Truppe soll aus nur guten Kräften bestehen und wird gewiß bestrebt sein, unserem Publikum ihr bestes zu bieten. Es befinden sich darunter alle möglichen Kunstkräfte. Da das Programm ein streng dezentes ist, kann man auch dem Familienpublikum den Besuch dieses Konzerts unbedenklich empfehlen. Herr Bierau hat keine Kosten gescheut und wird dafür durch zahlreichen Besuch gewiß entschädigt werden.
* Aus Oberhessen wird den„N. H. V.“ geschrieben:„Seit vom Landtage eine Reihe von Nebenbahnen auch für die Provinz Oberhessen genehmigt und zum Teil inzwischen in Angriff genommen worden, tauchen immer noch neue Projekte in solchen Kreisen auf, die sich durch diese oder jene Trace benachteiligt glauben. Besonders wird die Bahn von Lauterbach nach Grebenhain hinsichtlich ihrer Richtung eingehend bearbeitet. Nach Beschluß des Kreisausschusses zu Lauterbach soll dem Kreistage vorgeschlagen werden, daß der Kreis Lauterbach sich zur Stellung des zur Erbauung einer Eisenbahn von Salzschlirf nach Schlitz, von Lauterbach über Herbstein nach Grebenhain, von Schlitz nach Hersfeld und von Grebenhain in der Richtung nach Frankfurt erforderlichen, innerhalb des Kreises liegenden Geländes bereit erklärt, sowie weiter die erwachsenden Kosten, teils auf die interessierten Gemeinden auszuschlagen, auch den Sparkassen Lauterbach und Herbstetn je 20000 Mark als Beitrag angesonnen wird. An dem Projekt Grebenhain in der Richtung nach Frank⸗ furt dürfte indes nich s mehr zu ändern sein, da genannte Bahn laut preußisch⸗hessischem Staats⸗ vertrag über Gedern⸗Stockheim nach Frankfurt weiter gebaut werden muß. Dagegen wird das Projekt Lauterbach⸗Grebenhain durch Einbeziehung noch zu erbauender, aber noch nicht endgültig vermessener Bahnen hinausgezogen. Dies gab einer Anzahl Interessenten Veranlassung, eine Versammlung nach Herbstein zu berufen. In dieser zahlreich besuchten Versammlung erstattete Bürgermeister Stöpler von Lauterbach Bericht. Danach ist man allgemein der Ansicht, daß durch eine weitere Verzögerung des letztbezeichneten Bahnbaues derselbe in Frage gestellt werde; bereits sei ein neues Projekt aufgetaucht und liege damit die Möglichkeit nahe, daß die hohen Kosten der Vermessung umsonst aufgewendet worden; es müsse darauf hingewirkt werden, daß
der Bau der Linie Lauterbach⸗Grebenhain bald
schlossen, die in Frage kommenden Bürgermeister zu ersuchen, in ihren Gemeinderäten demnächst darüber beschließen zu lassen, ob die betreffenden Gemeinden freiwillig bereit seien, den ihnen nach Gesetz und allgemeiner Uebung zukommenden Beitrag zu den Kosten des gesamten Geländes von Lauterbach über Herbstein nach Grebenhain zu entrichten; für den Fall, daß einzelne Ge⸗ meinden sich weigern sollten, den auf sie ent⸗ fallenden Anteil hierzu freiwillig zu zahlen, ob dann ihre Gemeinden gewillt sind, vorbehaltlich des Rückgriffs an die sich weigernden Gemeinden dem Staat oder Kreis dafür Garautie zu leisten, daß sie mit den anderen sich hierzu bereit er⸗ klärenden Gemeinden diese Ausfallkosten vorlags⸗ weise bezahlen oder zu garantieren. Ein sofort eingesetztes Komitee mit Herrn Oberamtsrichter Bötticher als Vorsitzenden soll die gefaßten Be⸗ schlüsse zur Ausführung bringen. Nach in der Versammlung gemachten Mitteilungen ist Aussicht vorhanden, daß die in Betracht kommenden Ge⸗ meinden sich dem Vorgehen anschließen, so daß dem Bahnbau dann wohl keine Hindernisse mehr im Wege stehen.
Darmstadt, 9. Februar. Wie schon er⸗ wähnt, hat sich heute auch die erste Kammer konstituiert. Die Landesuniversität wird im 30. Landtag durch den Professor Schmitt vertreten sein. Zum ersten Präsidenten hat der Groß⸗ herzog wieder den Fürsten Isenburg-Büdingen ernannt. Die Kammer wählte zum zweiten Präsidenten den Grafen Solms-Laubach und als Sekretär den Grafen Görz⸗Schlitz und den Oberkonsistorialpräsidenten Goldmann wieder. Zu berichtigen ist in der Meldung über die Büreauxwahlen zweiter Kammer, daß nicht ein Freiherr von Broich, sondern von Köth(Centrum) gewählt wurde.
* Mainz, 11. Februar. Wegen Miß⸗ handlung des katholischen Pfarrers Kempf von Finthen wurden heute die Tagelöhner Philipp Jakob Schmelzer und Philipp Kohl von der Strafkammer des Landgerichts zu 5 bezw. 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Die beiden jungen Leute hatten im Oktober v. J. an einem Abend vor der Kirche in Finthen unanständige Lieder gesungen. Der Pfarrer stellte sie zur Rede, worauf er von ihnen mit Faustschlägen traktiert wurde.— Die hiesigen Geschäftsleute, so schreiben die„Mainzer Neueste Nachrichten“, beklagen sich, und wahrlich nicht mit Unrecht, über die Konkurrenz der Gefängnisar⸗ beit. Bei einer Submission der hiesigen Gar⸗ nisonsverwaltung haben jetzt die Gefangenenau⸗ stalten zu Darmstadt und Münster den Sieg über die Geschäftsleute davongetragen. Daß die Strafanstalten billigere Arbeit liefern können, als jeder Geschäftsmann, das unterliegt keinem Zweifel.— Falschmün zer scheinen hier an der Arbeit zu sein. Zur Zeit kommen sehr viele falsche Markstücke, Münzzeichen A, Jahreszahl 1885 und 1887, im Verkehr vor. Die Falsifi⸗ kate sind sehr gut gemacht, nur leichter als die echten Stücke, an einer Stelle schlecht gerandelt.
* Lauuspach, 13. Februar.(Nochmals der„Schlitten-Unfall“.) Wir erhalten eine Zuschrift, in welcher der vor einigen Tagen durch das Schlittenfuhrwerk des Gastwirts Rheinländer passierte Unfall in anderer Weise dargestellt wird. Hiernach sind einige Arbeiter⸗ innen dem hinter ihnen herkommenden Postwagen ausgewichen und in den Schnee getreten. Rhein⸗ länder, der mit seinem Schlitten dem Postwagen folgte, sei, um vor den letzteren zu kommen, nach der Seite ausgebogen, an welcher die Frauen im Schnee stehend das Vorbeifahren der Post abwarteten, und habe dadurch den Unfall ver⸗ schuldet. Die Verletzungen der Frau sollen so schwere sein, daß dieselbe wahrscheinlich in vier Wochen ihrem Broterwerb nicht nachgehen kann. (Unsererseits halten wir diese Angelegenheit nun für erledigt. Die Red.)
Standesamtliche Nachrichten. Geburten.
Am 1. Februar. Dem Omnibuskutscher Jakob Jakobein Sohn, Otto.— Am 2. Februar. Dem Müller Wilhelm Gröschner ein Sohn, Heinrich Adam Wilhelm.— Am 5. Februar. Dem Fuhrmann Heinrich Oestreich ein Sohn, Andreas Heinrich.— Am 6. Februar. Dem Tagelöhner Heinrich Damm eine Tochter, Elisabeth.— Am 8. Februar. Dem Kapellmeister Paul Polster eine Tochter, Charlotte Anna.— Am 10. Februar. Dem Eisenbahnschaffner Heinrich Engelbach, Zwillinge, zwei Töchter.— Am 11. Februar. Dem Lehramtsassessor Richard Trapp ein Sohn.
Aufgebote.
Am 9. Februar. Karl Eduard Koch, Kaufmann da⸗
hier, mit Anna Henriette Christine Margarete Müller
5 Expedition:
21 Kreuzplatz Nr. 4. hierselbst.— 9. Karl Ludwig Wacker, Schreiner dahier, mit Johannette Philippine Dibell hierselbst.— Am 10. Februar. Heinrich Wallbott, Bergmann dahter, mit Katharine Ruppel, geb. Hartmann, hierselbst.— Am 11. Februar. Heinrich Bernstein, Sergeant dahler, mit Eltsa⸗
bethe Stumpf zu Burkhardsfelden.— 11. Werner Krug, Schreiner dahier, mit Anna Amalie Friederike Theodore
Dietrich hierselbst. Eheschließungen.
Am 6. Februar. Johannes Thomas, Maurer da⸗ hier, mit Emma Erck hierselbst.— Am 8. Februar. Johannes Otto Rottmann, Friseur dahier, mit Anna Maria Bohnacker hierselbst.— Am 9. Februar. Daniel Schuchhardt, Photograph dahier, mit Anna Margarete Flett hierselbst.— Am 11. Februar. Wilhelm Hofmann, Bäcker dahier, mit Karoline Weitzel hierselbst.
Sterbefälle.
Am 6. Februar. Anna Katharina Ohr, geb. Arnold, 68 Jahre alt, Witwe von Bahnarbeiter Louis Ohr da⸗ hier.— Am 7. Februar. Anna Elisabetha Urhahn, 52 Jahre alt, Ehefrau von Weißbinder Johann Georg Ur⸗ hahn zu Lich.— Am 8. Februar. Heinrich Reeh, 52 Jahre alt, Töpfer von Breitscheid.— 8. Heinrich Damm, 52 Jahre alt, Tagelöhner von Stangenrod.— Am 9. Februar. August Alberts, 37 Jahre alt, Bergmeister von Albshausen.— Am 10. Februar. Heinrich Hans Tränkner, ein Jahr alt, Sohn des Stationsgehilfen Wil⸗ helm Tränkner dahier.— 10. Johannes Römer, 85
Jahre alt, Lehrer i. P., dahter.— Am 11. Februar. Christiane Schneider, 75 Jahre alt, Pripatin dahier. Briefkasten.
L. in Leihgestern. Wir müssen leider von der Veröffentlichung Ihrer Mitteilung absehen, da die darin angeführten Vorfälle schon vor Wochen passiert find. Wenn es sich so verhält, wie Sie schreiben, dann können wir Ihre Ansicht über die Charaktereigenschaften dieses Mannes nur teilen. Vielleicht findet sich eine Gelegenheit, um auf die Sache nochmals zurückzukommen.
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 13. Febr. Der„Lokal⸗ anzeiger“ meldet aus Kiel: Der Kreuzer „Gefior“ erhielt Befeh, sofort sich nach Kreta zu begeben. Das Schiff wird heute durch den Nordostsee⸗Kaual seine Reise antreten.
Hd. München, 13. Februar. Wie der „Generalanz.“ erfährt, ist gestern Morgen von einem Münchener Kriminal⸗Gendarm in Füssen ein Hausierer aus dem Bett ver⸗ haftet worden, welcher dringend verdächtig er⸗ scheint, den jüngsten Raubmord hier verübt zu haben, der bei der Leiche aufgefundene Re⸗ volver wurde als das Eigentum des Verhafteten erkannt.
Hd. München, 13. Febr. Das deut sche Theater steht nahe vor demZusammenbruch. Ein Gläubiger hat bereits den Antrag auf Subhastation gestellt. Während von anderer Seite versucht wird, alle Forderungen aufzu⸗ kaufen. Kommerzienrat Hänle, welcher sich thatsächlich in einer Irrenanstalt befindet, bezw. dessen Rechtsnachfolger soll alle Zah⸗ lungen eingestellt haben.
Hd. Hamburg, 13. Februar. Eine von 2500 Mitgliedern besuchte gestrige Versammlung der Hamburger In⸗ nungen beschäftigte sich mit der Hand⸗ werkervorlage. Die Versammlung be⸗ schloß, den Senat zu ersuchen, im Bundes⸗ rat der Vorlage zuzustimmen.
Hd. Krakau, 13. Februar. Wie aus Warschau berichtet wird, ist die Kaserne des Herasky⸗Infanterie-Regiments abgebrannt, 15 Soldaten kamen in den Flamen um. Zehn andere, die aus den Fenstern sprangen, erlitten lebensgefährliche Verletzungen.
Hd. Rom, 13. Februar. Ein gjähriger Knabe namens Giovanni Priori aus Calbici bei San Remo ermordete zwei Spiel⸗ kameraden im Alter von 5 und 7 Jahren, um ihnen einen Betrag von 65 Centimes zu rauben. Der jugendliche Mörder tötete seine Opfer mit einer unerhörten Grausamkeit durch Steinschläge auf den Kopf.
Hd. London, 13. Februar. Nach hier vor⸗ liegenden Meldungen aus Konstantinopel hält man daselbst die Herstellung friedlicher Zustände auf Kreta nur durch eine europäische Besetzung möglich.
Gießen, den 13. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 0,90— 95, Hühner⸗ eier per Stück 7—8, Enteneier—, Gänseeier—.—, Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 20, Linsen 30 Pfg., Tauben per Paar 0,80— 1,00, Hühner p. St. 1,00— 1,20, Hahnen 1,30— 1,50, Enten 1,60— 1,80, Gänse per Pfund 48— 54, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 56 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 50— 65, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50— 5,00, Zwiebeln per Zentner 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗
teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.
Hessische Landeszeitung.
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