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heim in weitere Kreise. Ein zwanzigjähriger Bauernknecht von dort, der in den letzten zwei Jahren die Spuren von Geistesgestörtheit zeigte, aber zuletzt völlig gesund und geistig normal war, legte sich Sonntag, 10. Januar zum Schlafen wieder und wachte erst Freitag, den 21. Januar, also nach zwölf Tagen, wieder anf. Am Samstag vor dem unfreiwilligen Dauerschlaf hatte der junge Mann bei einem Nachbarn gedroschen und bei dieser Gelegenheit einen sogenannten Dreikönigskuchen erhalten. Während der ganzen Schlafzeit lag er unbeweglich. Die Puls⸗ schläge waren regelmäßig und die Nahrung wurde ihm vom Arzte künstlich zugeführt. Daß er alle zwei Stunden mit laltem Wasser vollständig gewaschen wurde, hatte nicht den geringsten Einfluß auf den Schläfer. Am zwölften Tage endlich zuckte er morgens mit den Füßen, dann mit den Händen. Gegen Mittag wachte er ganz auf. Seine erste Frage war nach dem Königskuchen. Als seine Eltern meinten, er solle nur noch schlafen, er habe ja noch Zeit, erwiderte er:„Es ist ja Montag, ich muß doch beim Nachbar dreschen helfen.“„Montag? Michel, es ist Freitag, Du hast zwölf Tage geschlafen“, erklärten ihm die Eltern. Er hielt dies für Scherz und wollte sich lange nicht davon überzeugen lassen. Der junge Mann, der völlig gesund erwachte, giebt an. daß er während des ganzeu Schlafes nichts geträumt habe. Er ist aufgestanden mit denselben Gedanken, mit denen er sich zwölf Tage vorher zu Bette gelegt hat.
— Das Erbe des Ermordeten. Ein merk⸗ würdiger Zivilprozeß hat neulich die Gerichte Basels be⸗ schäftigt und in der ganzen Schweiz Aufsehen erregt. Der wohlhabende Baseler Kunstmaler Landerer wohnt seit 1877 in dem bekannten Malerdorfe Barzibon bei Fon⸗ tainebleau, hielt sich dort ein eigenes Haus und ließ es durch eine Haushälterin besorgen. Als solche verpflichtete er sich im Sommer 1892 eine gewisse Notburga Binder, die eine sehr bedenkliche Laufbahn hinter sich hatte. Sie war schon mit 15 Jahren mit ihrer Mutter nach Süd⸗ amerika ausgewandert, war in Buenos Aires auf Ab⸗ wege geraten und hatte sich dann mit einem Spanier verheiratet. Die Ehe war von kurzer Dauer; der Mann starb auf unaufgeklärte Weise, bald nachdem er sein Ver⸗ mögen testamentarisch seiner Frau vermacht hatte. Die Binder trieb sich mit den Trümmern dieses Vermögens eine Zeit lang in Paris herum und begab sich dann in die Schweiz, um eine Anstellung zu suchen. Dabei wurde sie dem Landerer empfohlen und von ihm sogleich angestellt. Es ging auch nicht lange, so erklärte Landerer, er wolle sie heiraten. Damals zählte er 78, sie 29 Jahre. Ungeachtet aller Warnungen und Abmahnungen seiner Freunde, die sich über das Vorleben der Aben⸗ teuerin erkundigt hatten, führte er das unsinnige Vor⸗ haben aus und ließ sich im Oktober des gleichen Jahres trauen. Nun brachen die Folgen rasch herein. Die Binder unterhielt mit einem Wirt aus Fontainebleau ein Liebesverhältnis und setzte es in der Ehe ungescheut fort.
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Landerer, nichts ahnend und für Alles um ihn blind und taub, machte den Liebhaber zu seinem Vertrauten, zog ihn bei der Errichtung eines die Binder begünstigenden Testamentes als Zeugen zu und ernannte ihn, wie zum Hohn, als Testamentsvollstrecker! Die Binder wohnte im Sommer des folgenden Jahres mehrere Wochen lang in Fontainebleau angeblich zur Erholung, in Wahrheit, um eine blutige That gegen ihren Gatten vorzubereiten. In der Nacht, bevor sie nach Hause zurückkehren sollte, wurde Landerer in seinem Bette von seiner Frau und ihrem Liebhaber ermordet. Beide wurden unverzüglich verhaftet, denn Niemand zweifelte daran, daß sie das Verbrechen begangen hatten, die Nachbaren hatten diesen Ausgang vorausgesehen. Das Urteil lautete auf lebenslängliche Zwangsarbeit. Die Binder starb schon nach zwei Jahren im Zuchthause zu Chermont. Nun erhoben sich aber verwickelte Fragen bezüglich der Vermögensverhältnisse. Die Ehegatten Landerer hatten unter dem Baseler Recht gelebt, d. h. unter dem System der Gütergemeinschaft. Das Vermögen beider Ehegatten bildete mit dem Augen⸗ blick des Eheschlusses eine gemeinsame Gütermasse, an der Beide Anteil haben. Da Landerer das ganze hinterlassene Vermögen in diese Ehe eingebracht hatte, erhielt somit die Binder den Mitbesitz daran, und da nach Baseler Recht beim Tode eines Ehegatten der überlebende Eheteil zwei Drittteile des gemeinschaftlichen Vermögens zuge⸗ wiesen erhält, so hätte die Binder bezw. ihre Erben etwa 80 000 Fr. als Lohn für den vollbrachten Mord zu be⸗ anspruchen! Dieses haarsträubende Ergebnis führte zum Prozeß. Die Erben Landerers verlangten das ganze Vermögen für sich und ebenso, daß die Erben der Mör⸗ derin ganz aus dem Recht gewiesen würden. Das Zivil⸗ gericht Basel hielt sich streng an das Gesetz, das vom Tod eines Ehegatten spricht und den Fall des Gatten⸗ mordes nicht besonders behandelt. Die zweite Instanz hob jedoch dieses Urteil auf und erkannte dahin, daß die Erben Landerers alleinberechtigt seien. Das Testament des Ermordeten hatte unter keinen Umständen mehr Gil— tigkeit, da der Erbe, der seinem Erblasser nach dem Leben stellt, nach Baseler Recht und allgemeinen Rechtsgrund⸗ sätzen als enterbt gilt. Die Binder war aber nicht Erbe, sondern Anteilhaberin an einem Gemeinschaftsvermögen; auf sie paßte daher jene Vorschrift nicht wörtlich. Den⸗ noch wurde ihr Anteil abgesprochen aus sittlichen Er⸗ wägungen. Jemand, der die heiligsten Gemeinschafts⸗ bande durch blutige That zerschneidet, soll der dadurch bezweckten Vorteile verlustig gehen, die er erhalten hätte, wenn die Ehe auf natürliche Weise aufgelöst worden wäre. Mit diesem Spruch ist die öffentliche Meinung, die sich bereits allerorts für die Erben Landerers geregt hatte, beruhigt und dem sittlichen Gefühl zum Siege ver⸗ holfen worden.
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 14. Februar, 1897. Septuagesinae. Gedächtnisfeter des 400 jährigen Geburts- tags Philipp Melanchthons. Gottes dienst. In der Stadtkirche: Vormittags 9½ Uhr: Professor Stamm. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Dingeldey. Die Kinderkirche fällt aus. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Die Versammlung der Konfirmandenvereinigung der Matthäusgemeinde in der Herberge muß Sonntag aus⸗
fallen. Donnerstag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, Bibel⸗
Pfarrer
stunde im Konfirmandensaal, Neustadt 61. Pfarrer Schlosser.
In der Johanneskirche: Gedächtnisfeier des 400jährigen Geburts-
tags Philipp Melanchthons.
Vormittags 9¼ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Joha unes⸗
gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 6 Uhr: Siehe Stadtkirche.
Montag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, Bibel⸗ stunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Berg⸗ predigt, Matth. 6, 15 usw. Pfarrec Dingeldey.
Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 13. Februar 1897.
Vorabend: 5.00 Uhr.
Morgens: 9 Uhr.
Nachmittags: 3 Uhr.
Sabbathausgang: 6.20 Uhr.
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 12. Febr. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet aus Wien: Auf der hiesigen türki⸗ schen Botschaft liegt noch keine offizielle Be⸗ stätigung über die Worgänge auf Kreta vor. Man glaubt, falls Griechenland einen ernsten Konflikt mit der Türkei veranlassen sollte, so würde das einen vom Zaune gebrochenen Krieg bedeuten. Die Reformen wären in kürzester Zeit durchgeführt worden. Der neue Aufstand wäre durch Verhetzung verursacht. Einen etwaigen Versuch, Griechenland Kreta zu annektieren, würde die Türkei mit allen Mitteln verhindern und
einen eventuellen Krieg nicht auf Kreta be⸗ schränken. Die Kriegsbestrebungen seitens Griechen⸗ land wären ein Faustschlag gegen die Friedens⸗ bestrebungen der Großmächte.
Hd. Berlin, 12. Febr. Gestern Nachmittag hielt Staatssekretär v. Marschall dem 4 Vortrag über die Lage auf
reta.
Hd. Karlsruhe i. B., 12. Februar. Bei der Reichsta s⸗-Stichwahl in Donau⸗ Eschingen erhielt Merz(liberal) 10262, Schüler(Zentr.) 10 256 Stimmen.
Hd. Athen, 12. Febr. Der türkische Ge⸗ sandte erhielt auf sein an den Minister des Aeußern gerichtetes Ersuchen, für die Rückbe⸗ rufung der griechischen Flottille Sorge zu tragen, die Antwort, daß die Flottille so⸗ lange in den kretensischen Gewässern ver⸗ bleiben werde, als die Gründe, welche die Entsen dung dorthin veranlaßt haben, fortbestehen würden.
Hd. Athen, 12. Febr. Die griechische Bevölkerung hat Kanea sämtlich ver⸗ lassen. Dreitausend Flüchtlinge verweilen auf Mykale. Dieselben sollen durch den Dampfer „Athene“ nach dem Piräus gebracht werden. Die hervorragenden Kretenser wollen bei Kanea zusammenkommen, um namens des Königs eine provisorische Regierung zu wählen, welche den Kampf bis zur Befreiung führen soll. In Retimo verhütete nur die Anwesenheit der
Kriegsschiffe den Ausbruch neuer Gewaltthätig⸗
keiten. Die Türken behalten alle Zugänge zum Hafen besetzt, sodaß sich jetzt kein Grieche mehr auf die Schiffe retten kann. Die Türken ver⸗ langen die Freigabe der Gefangenen, während die Griechen als Vorbedingung der Freigabe die Entwaffnung des türkischen Pöbels fordern.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide iu Gießen.
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Holzversteigerung im Gießener Stadtwald.
1 den 15. Februar 1897, vor⸗
mittags 9%/ Uhr beginnend,
sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Char-
lottenwald, versteigert werden:
2 Eichenstämme, für Schreiner und
Glaser geeignet, mit 2,55 km,
16 Erlen⸗ und Lindenstämme 9,23 fm,
112 1 8 und Kiefernstangen mit „00 fm
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Bekanntmachung.
Betr.: Die Stiftungen der Frau Hofgerichtsrat v. Krug und ihres Sobnes des Hofgerichtsrats Dr. Karl v. Krug.
Die diesjährigen Zinsen aus den rubr. Stif- tungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mark vergeben werden. Bewerbungen um dieselben find bis zum 1. März 1897 schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Zimmer Nr. 3, vorzubringen.
Gießen, den 6. Februar 1897.
Großh. Bülrgermeisterei Gießen. J. B.: Wolff Beigeordneter.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Stiftung des Gemeinderatsmitglieds 45 55 Lony sen.
Die diesjährigen Zinsen aus der rubr. Stiftung sollen an 8 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mark vergeben werden. Bewer- bungen um dieselben sind bis zum 1. März 1897 schriftlich oder mündlich bei dem Armen⸗ amt, Zimmer Nr. 3, vorzubringen.
Gießen, den 6. Februar 1897.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. lf Beigeordneter.
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Ettingshausen(Gemeindewald). Mittwoch, den 17. und Donnerstag, den 18. Februar, vormittags 9¼ Ubr beginnend, in den Distrikten Kohlstrauch, Hart und Räd⸗ stein: Am ersten Tage: 220 rm Buchenscheitholz, 86 rm Knüppel, 100 rm Stöcke, 400 rm „Ast⸗ und Durchforschungsreisig, 100 xm Eichenreisig, 30 rm- Stöcke, 20 1m„Knüppel, 260 rm Nadelknüppel, 40 rm Stöcke, 300 rm-Reisig. Am zweiten Tage: Bau- und Nutzholz. 120 Fichtenstämme, bis 28 em Durchm., 20 m Länge, 35 km, 2 Lärchenstämme, bis 17 em Durchm., 10 m Länge, 1000 Fichtenderbstangen, bis 8 em Durchm., 12 m Länge, 42 fm, 2200 Fichtenreisstangen, bis 7 oem Durchm., 8 m Länge, 21 fm. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage auf dem Gabrielszimmerlatz am Buchenholz, am zweiten Tage auf der Hart an der Schneise nach Ober-Bessingen.
Schupbach, Kreis Wetzlar(Gemeindewald). Donnerstag, den 18. d. M., vor ⸗ mittags 9½ Uhr anfangend, Distrikt Althäuserwald und Rabennest: 60 Stllck Eich enschneid⸗, Bau- und Werkholzstämme, zusammen 50 fm, von 30—70 em Durchm., 10 1m Eichen-Küferbolz. Anfang Althäuserwald an der Bahnstation Christianshütte.
Offenbach, Kreis Wetzlar(Gemeindewald). Donnerstag, den 18. d. M., vor⸗ mittags von 10% Uhr an, Distrikt Blätterwand: 1 Buchenstamm zu 1,37 fm. 165 Kiefern- stämme zu 101.03 fm, darunter 61 Schneidstämme von 30—49 em Durchmesser.
Wetzlar. Dienstag, den 16. Februar, vormittags 9½ Uhr, zu Garbenheim in dem Henoppschen Wirtslokale aus dem städt. Walddistrikte Hochwald; 576 xm Buchen. und Weichholzreiser, sowie aus den städt. Walddistr. Apfelbilhl, Hirschlopf u. Galgenberg: 2 Eschen⸗ stämme von 1,27 km, 1 Lärchenstange, 14 rm Eichen- und Weichholzreiser.
Ehringshausen, Gemeindewald Dillbeim). Dienstag, den 16. d. Mts. Distrikte Heide, Dachsbau, Himberg und Himbergskopf. 43,26 km Eichenstammbolz, 0,42 fm Eichenstangen, 1,49 km Birkenstammholz, 21,45 km Kiefern- und Fichtenstammbolz, 5,77 fm Fichten⸗ und Kiefernstangen, 1,2 rm Eichdnnutzbolz. Zusammenkunft morgens 9 Uhr in der Wirtschaft Henrich.
Ehringshausen(Gemeindewald Aß lar). Fichtenstammholz. Distrikt Streitenberg: 60,51 fim Schneid- und Bauholz. Distrikte Bornberg und Addig: 27,07 fm Vau.- u. Gruben ⸗ holz. Dienstag, den 16. d. M. Zusammenkunft morgens 8 Ubr beim Vorsteher.
Niederquembach, Kreis Wetzlar(Gemeindewald). Montag, den 15. d. Mis., vormittags 10 Ubr, Distrikt Hohlengraben: 16 Eichenstämme 3. und 4. Cl. mit 9 fen. Distrikt 10, Schlag 14: 52 Eichenstämme, 28 km 3. und 4. Cl. Anfang im Distrikt Hohlengraben.— Dienstag, den 16. d. Mts., vormittags 10 Ubr. Distrikt Schmalwieserwald: 18 rm Eichenknüppel, 1000 Wellen. Distrikt Ferkeltritz: 18 rm Buchenknüppel, 600 Buchenwellen, 12 rm Eichenknülppel, 600 Eichenwellen. Anfang im Schmalwieserwald.
Oberförsterei Grünberg. Dienstag, den 16. Februar kommen aus den Distrikten Beltershainerwald, Steinkaute, Ochsenstall, Laubachskopf, Alter Haag, Hain, Hoherod, Wirberger Waldlache. Neubofshege und Neuer Heegwald der Forstwartei Reinhardshain zur Versteigerung; Stämme: 399 Fichten mit 147 fm(hierunter 11 Schnittholzstämme), 73 Kiefern mit 58 fm, 20 Lärchen mit 21 fm; Derbstangen: 212 Fichten mit 14 fm. Zusammenkunft 10 Ubr vor⸗ mittags im Distrikt Steinkaute bei Beltershain, bei Stammholz Nr. 1035. Nur das Holz in den Distrikten Steinkaute, Abt. 1, und Beltershainer Wald, Abt. 1, wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete Holz wird nicht versteigert.
Oberförsterei Lich. Montag, den 15. Februar, von vormittags 10 Uhr an: a. im Distrikt Langeberg bei Nieder-Bessingen: 173 Kiefernstämme(Bauholz und Schnittholz) von 19 bis 38(bezw. 52) em mittl. Durchm. und 6—21 m Länge= 88,66 km; 24 Lärchenstämme von 17—25 em mittl. Durchm. und 7—16 m Länge S 10,34 fm; 350 Fichtenstämme(Bau⸗ holz und Schnittholz) von 15—42 em mittl. Durchm. und 4—23 m Länge= 210,49 fm; 501 Stück Fichtenstangen— 28,17 fm, alle Sorten vom leichten Sparren und Nllstraitel bis zur Bohnenstange.— Ferner etwas Fichtenholz aus dem Distrikt Müblwäldchen(wird nicht vorgezeigt). b. im Distrikt Häuserberg: 105 Fichtenstangen von 15—23 em mittl. Durchm. und 9—13 m Länge= 3,40 fm; 88 Fichtenstangen von 7—14 em mittl. Durchm. und 5 bis 11 m Länge= 8,53 fm. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Langeberg zunächst Mühl⸗ sachsen. Dienstag, den 16. Februar, von vormittags 9¼ Ubr an, im Distrikt Meilbach: Buchen: 410 rm Scheiter, 166 rm Knüppel, 114 rm Stöcke, 3080 Wellen; Eichen: 8 m Scheiter, 14 rm Knllppel, 14 xm Stöcke, 60 Wellen; Nadelholz: 3 rm Knüppel, 14 1m Stöcke, 960 Wellen; 390 Wellen Weichholz.— 1100 Fichtenstangen, zumeist Reisstangen, Bohnen⸗ stangen ꝛc.= 6,00 fm. Die Zusammenkunft ist auf der Kraisstraße Lich—Hattenrod, wo diese vom Vicinalweg von Burkhardsfelden nach Nieder-Bessingen gekreuzt wird.
Hochelheim(Gemeindewald). Dienstag, den 16. d. Mis. Zusammenkunft bor⸗ mittags 9 Uhr auf der Wetzlar-Butzbacher Provinzialstraße oben am Wald: Eichen: 61,50 rm Derb⸗, 23 rm Stockbholz und 579 rm Reiser. Buchen: 48 rm Derbholz und 151 rm Reise r. Nadel: 11erm Derbholz und 658 rm Reiser.
Ausschreibungen.
Gießen. Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen soll die Lieferung von ca. 32000 Zentner Maschinenkohlen, 600 Zentner Nußkohlen und 20 Rmtr. tannenem Scheitholz pro Rechnungsjahr 189798 auf dem Submisstonswege vergeben werden. Die Bedingungen sind auf dem Verwaltungsburcau der neuen Kliniken an den Wochentagen vormittags von 8—11 Uhr und nachmittags von 3—5 Uhr einzusehen. Offerten sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 26. Februar 1897, mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau einzureichen.— Zuschlagsfrist bis zum 15. März 1897.
Sießen. Zur Erbauung eines phyftkalisch-chemischen Instituts der Landes- Universttät zu Gießen sollen folgende Arbeiten durch öffentliches Angebot vergeben werden: 1. Maurer⸗ arbeit, bestehend in Ausführung von ca. 470 ebm Erdaushub, ca. 1255 obm Bruchstein⸗ mauerwerk, ca. 3000 obm Backsteinmauerwerk, ca. 120 qm Sockelverkleidung mit Basaltlava, ca. 320 qm Sockelverkleidung mit roten Sandsteinen, ca. 1730 qm Verblendung mit Blend⸗ backsteinen, ca. 23 ebm Hausteinen in Basaltlava. 2. Steinhauerarbeit. hellfarbige graue oder grau grüne Sandsteine; Los b: 45 ebm rote Sandsteine; Los e: 45 cbm Basaltlavasteine. Cement.
Träger, ca. 1500 kg Verbindungsteile dazu, ca. 3000 kg sonstiges Eisenwer 150[fde. Meter Schneefanggitter, 180 lde. Meter eisernes Geländer. Die Angebotsunterlagen können im Hmte⸗ lokal der Baubehörde für die Universitäts⸗Neubauten zu Gießen(Goetbeftraße 52) eingesehen und zum Selbstkostenpreise, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Gebote find bis Don⸗ nerstag, den 25. Februar, vormittags 10 Uhr, verschlossen und mit der Aufschrist „Angebot“ versehen, einzureichen. Zuschlagsfrist: 4 Wochen.
Los a: 200 bm
3. Cementlieferung, bestehend in Lieferung von 100 Tonnen Portland- 4. Walzeisenlieserung, bestend in Lieferung von ca. 40 000 Kg gewalzten I- Trägern. 5. Grobschlosserarbeit, bestehend in Montieren von ca. 29 000 kg 1 eiserner
nö zun ut de da und T. bun duttün, die sich schuell die Gunst a fir dee 2. 810 sch Krome sunlene Glocke, G0 sodaß der Spielpl, eressanter wird Fünsllern sind be. unter anderen. nt spieler Adalb. been Paraderolle mentsliste zitkt einer regen Bete Dhettion zu dem den pekuniären E Gießen, I. sprach gestern de bon ULrichstei frei. Die Zeuge Müller in Ober⸗ 0 nicht abe ehauptet hatte. 155 Tierquäler zu s Tage Gefänt hiergegen Berufu r damals ber Murktstraße nacht un den Hausflur das Rückgrat bre warf die Berufur Gießen, 13. Naumann aus Fra Auitorum nach St Alende für Gleßen n let Damen. Der N wie e fle. Er hat gera Mie aeg g Gleten viele Freunde Ae bol die rat Eu blbe wat noc aug fühlt in see wülpmchmen. Es f „do man nat nicht wisen 105 aten von den Man müsse das ven die guten gehen ollen, die gebracht sei. Der f man mis e des Kai 3— oli f doll Ale n 2 n
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