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Gießen, Freitag, den 11. Juni
1897.
Postztg. Nr. 3319 Telephon⸗Nr. 112.
Ausgabe Gießen.
ische Landeszeitung.
Poflztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112.
Medaktion:* Kreuzplatz Nr. 4. 28 Vom hessischen Staatshaushalt.
Aus dem Hauptvoranschlag der Staatsein⸗ nahmen und ⸗Ausgaben des Großherzogtums Hessen für die vom 1. April 1897 bis letzten März 1900 laufende dreijährige Finanzperiode.
Der Hauptvoranschlag zerfällt wie seine Vorgänger in zwei Teile: der erste Teil enthält die ordentlichen Ein⸗ nahmen und Ausgaben, der zweite Teil die außerordent⸗ lichen Einnahmen und Ausgaben.
Erstere sind nach Hauptabteilungen gruppiert wie folgt weranschlagt:
Gegen den Haupt⸗
Ansatz für voranschlag für ein Jahr 1894— 97 einschl. Ordentliche Ein⸗ der Finanz Nachbewilligungen nahme I. Do⸗ periode hierzu mänen. Erträge aus dem Fami⸗ mehr weniger lieneigentum des. 1 1 „Großh. Hauses 4 919 020,— 66 030,—— Erträge aus Staatsdomänen 9 952 897,31 8 698 261,01— II. Regalien 3 800,—— 700,.— III. Indirekte Auflagen. Innere indirekte Auflagen. 2 826 442,86 430 650,.—— Aus Reichs⸗ steuern. 8 000 000,— 379 710,—— IV. Einnahme aus verschie⸗ denen Quellen. eldstrafen.. 347 200,— 48 600,.—— Verschiedene Einnahmen. 968 613,—— 257 356,.— V. Direkte Steuern. 10 360 186,— 660 000,——
Summe der ordent⸗ lichen Einnahme 37378 1597 10 025 195,01
Ordentliche
Ausgabe.. I. 1. J. Lasten und Abgänge 1 513 212,75 98 910,51—
II. Verzinsung und Tilgung
ber Staatsschuld 7 933 781,53 III. Pensionen 1 265 600,—
IV. Bedürfnisse des Großh.
Hauses 1 331 857,14 V. Landstände 53 913,33 VI. Staats⸗ ministerium VII. Mini⸗ sterium des
Innern 8 550 924,.— VIII. Mini⸗
stertum der
Justiz 2804 633,—
IX. Ministerium der Finanzen 4 905 981,06
X. Zur Durch⸗ führung einer
neuen Gehalts⸗
ordnung für die gesamte Beam⸗
tenschaft nach dem Grundsatze des Dienstalters⸗ stufensystem
XI. Matrikular⸗
beiträge. 8 000 000,— 1 020 000,—
Summe der ordenk⸗ a lichen Ausgabe 37316 441,81 9 484 424,12
6 374 191,70 59 900,.—
4 853,33
356 539,— 5 900,— 1215 389,07
70 207,—
35 072,51
600 000.— 600 000,—
Die
einnahme
mänen
Rückersatz der
1897-19
schuld
77
70
vermögens Ausleihungen kasse Zuschuß zu
Verwaltun
Ministerium des Inneern
Nach den
Gewerbe und Bergbau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile.
Vergleichung. ordentliche Einnahme be⸗
14
trägt 37 378 159,17 10 025 195,01 Die ordentliche
Ausgabe be⸗ trägt 37 316 441,81 9 484 424,12
1
verbleibt Mehr⸗
61 717,36 540
Außerordentliche Einnahme. Erlöse aus veräußerten Staatsdo⸗
Rückzahlungen auf Ausleihungen der Hauptstaatskasse
für vorsorgliche Gelände⸗
erwerbungen zu späteren Erweite⸗ rungen der Eisenbahnen veraus⸗ eee e,, Aus Anlehen zur Bestreitung von außerordentlichen
Ausgaben pro
00
Aus den Ueberschüssen der Haupt⸗ staatskasse. 8
Summe der außerordentlichen Außerordentliche Ausgabe. Verzinsung und Tilgung der Staats⸗
0* 0
der Justiz der Finanzen
Zur Ergänzung des Staatsdomanial⸗
aus der Hauptstaats⸗
den Aufwendungen 8 für
Matrikularbeiträge an das Reich Ausgaben, welche nicht zur laufenden g beben
Summe der außerordentlichen Ausgab
Vergleichung.
Die außerordentliche Einnahme beträgt Die außerordentliche Ausgabe beträgt
verbleibt Mehreinnahm verschiedenen
Einnahme
Gebieten der Thätigkeit geordnet verteilt sich der Gesamtanschlag der
770,89
Die außerordentlichen Einnahmen und Ausgaben er⸗ scheinen mit folgenden Beträgen:
Ansatz für die Finanz⸗ periode 1 50,200,—
250 000,—
190 242,.—
4 060 000,—
7 513 722,08 12 064 164,08
57 582,.—
3 391 695,— 683 210.— 1773 639,83 656 600,.— 20 000,.—
3 000 000,—
70 200,— 952 936,83
12 064 164,08 9 652 926,83 e 2411 237,25
staatlichen
ordentlichen Ausgaben in abgerundeten Beträgen wie folgt: Bedürfnisse des Großherzoglichen
Hauses.„„ 1 331 900&& Kosten der allgemeinen Verwaltung 2 372 700„ Kosten der Rechtspflege, Sicherung
der Personen und des Eigentums 3 304 800„ Beiträge zu den Kosten der evange⸗
lischen und katholischen Kirche. 377 900„ Kunst⸗ und wissenschaftliche Samm⸗
lungen, Erhaltung von Kunst⸗ und
Baudenkm alen 118 300„ Kosten des öffentlichen Unterrichts:
a) auf den Hochschulen 7 922 800„
b) auf den Gymnasten, Real⸗
schle n 567 100„
c) auf den Mittel- und Volksschulen 1 638 800„ Gesundheitspflege, Kranken⸗ und
Irrenanstalten 480 000„ Fürsorge für Witwen und Walsen,
Invalide, Blinde, Taubstumme dc. 732 200 4 Landwirtschaft 3 707 900„
300 600„
2 Expedition: EV Kreuzplatz Nr. 4.
Ansatz für die Finanz⸗ periode
Außerordentliche Einnahme. 1 Handel und Verkehr(Straßen, Eisen-— bahnen, Brücken ꝛc.). Staatsbauverwaltung(Lokalbaubeamte) Hoch⸗, Fluß⸗ und Dammbaukosten Verwaltung der Domänen
1 199 100„ 284 700„ 863 800„
2072 000
„
Veranlagung und Erhebung der
Staats⸗ und Reichsabgaben 1326 700„ Matrikularbeiträge. 8 000 000„ Pensionen 3 1 265 600„ Verzinsung und Tilgung der Staats⸗
feld. 7 936 300„
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Lasten und Abgänge
Zusammen
Lokales und Provinzielles.
* Gießen, 10. Juni. Dem Pfarrverwalter Friedrich Schuster zu Herbstein, Dekanat Lauterbach, ist die evangelische Pfarrstelle da⸗ selbst übertragen. Der Ingenieur Hans Engeln aus Schönebeck wurde mit der Ver⸗ sehung des Dienstes eines Assistenten bei dem Fabrikinspektor für den Aufsichtsbezirk 2 mit dem Amtssitze in Mainz beauftragt.
* Gießen, 10. Juni. Wie der„Mainzer Anzeiger“ aus bester Quelle erfährt, ist eine Meldung der„Kleinen Presse“ über Herrn Ober⸗ Finanzrat Braun, welche vielfach nachgedruckt wurde, im wesentlichen begründet. Dagegen steht das Ausscheiden des Genannten aus dem Staatsdienst in keiner Weise in Frage. Die noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen beziehen sich auf einen nach gemeinsamem Wunsch des Fürsten zu Isenburg⸗Birstein und eines großen Teils seiner Gläubiger zu machenden Versuch des Herrn Ober-Finanzrat Braun in Gemeinschaft mit Herrn Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch in Gießen die finanziellen Verhältnisse des Fürsten zu regeln. Soweit Herr Braun durch diese Verhältnisse zeitweise in besonderem Maße in Anspruch ge⸗ nommen wird, soll die Genehmigung des Mini⸗ steriums dazu erbeten werden, daß Herrn Braun zu Lasten seines Gehalts als Aushülfe für die laufenden Arbeiten im Staatsdienst ein jüngerer Assessor beigegeben werden, welcher dieselben unter Leitung und Verantwortlichkeit des Ersteren zu erledigen hätte.
* Gießen, 10. Juni. Die Schädlichkeit des Frühaufstehens für kleine Kinder hat nach der„Magdeb. Ztg.“ ein Lehrer durch einen originellen Versuch nachgewiesen. Derselbe, ein erfahrener und gewissenhafter Mann, konnte sich lange den Umstand nicht erklären, warum seine im Alter von sechs Jahren stehenden Kleinen an der ersten Unterrichtsstunde nur selten mit völlig befriedigendem Erfolge teilnahmen. Eines Tages kam er nun auf den originellen Einfall, zu folgendem Experiment zu greifen. Eine Viertelstunde nach Beginn des Unterrichts sagte er zu seiner kleinen Schaar:„Kinder, ihr braucht jetzt nicht aufzupassen, machts euch so bequem wie möglich und schlaft auch, wenn ihr wollt!“ Eine lautlose Stille trat ein. Und siehe da! Als er nach etwa einer Viertelstunde den Unter⸗ richt fortsetzen wollte, stellte es sich heraus, daß
——
—
Klasse, schliefen. Nun wurde es ihm voll⸗ ständig klar, weshalb die Kleinen dem Unterricht nicht so folgten, wie er es gewünscht, sie hatten nicht ausgeschlafen! In England beginnt der Schulunterricht in den letzten Klassen erst um 9 Uhr. Wie wäre es, wenn die Leiter der Schulanstalten dies auch bei uns einführten, namentlich mit Rücksicht darauf, daß die mittel- europäische Zeit in Westdeutschland den Kindern thatsächlich eine halbe Stunde von ihrem Schlaf gewaltsam genommen hat? Sie würden sicherlich auf Dank von Seiten vieler Mütter und Kleinen zu rechnen haben. Im Sommer ist es kaum möglich, die Kinder vor 9 Uhr ins Bett zu bringen. Müssen sie dann früh wieder um 7 Uhr zur Schule, also um 6 Uhr schon aufstehen, so haben die Kinder nicht ausgeschlafen. Alle Mütter werden uns das zugeben. Kinder, die man jeden morgen mit Mühe wecken muß, schädigt man an ihrer Gesundheit.
* Gießen, 10. Juni. Ende der letzten Woche sind folgende Veränderungen im höheren Justizdienst eingetreten: Amts⸗ richter Dr. Neuenhagen kam für den beur⸗ laubten Landgerichtspräsidenten von Ricou in das Landgericht zu Gießen, die Gerichtsassessoren Halm, Dr. Schudt, Dr. Schmahl als stellbertretende Amtsrichter nach Vilbel, Gießen und Worms, die Gerichtsassessoren Dr. Rummel und Dr. Stallmann als Amtsanwälte nach Darmstadt und Bingen, Gerichtsassessor Trapp als Hilfsgerichtsschreiber an das Amtsgericht Darmstadt 1.
* Grünberg, 9. Juni. Der gestern statt⸗ gefundene Pfingstmarkt war im Verhältnis zu früheren Jahren sehr mäßig frequentiert. Es waren im ganzen etwa 18 Verkaufsbuden auf⸗ gestellt; die Kauflust ließ viel zu wünschen übrig. Daß die Märkte von Jahr zu Jahr an Be— deutung immer mehr verlieren, geht hieraus wieder deutlich hervor.
* Grünberg, 9. Juni. Für die Imker des Zweigvereins Grünberg⸗Mücke ist am Sonntag, den 13. Juni, nachmittags 2 Uhr, in Beltershain eine Versammlung anberaumt, wozu Imker und Bienenfreunde freundlichst ein⸗ geladen sind.— Zusammenkunft bei Herrn Lehrer Seip.
* Bad Nauheim, 9. Juni. In der letzten Woche sind 896 Kurfremde, also durchschnitt⸗ lich für einen Tag 128 Personen angemeldet worden. Mit den 3878 Personen der vorigen Kurliste ergiebt dies bis 3. Juni einschließlich eine Personenfrequenz von 4774; der Vorsprung gegen das Vorjahr berechnet sich auf 958. Am 3. Juni d. J. waren 3314 Personen noch an⸗ wesend. Bis zu diesem Tage einschl. waren 36 131 Bäder bereitet, 7597 mehr als an dem entsprechenden Tage des Vorjahres. In der letzten Woche wurden 11519 Bäder, d. h. durch⸗ schnittlich in einem Tag 1645 Bäder verabreicht.
D. Z. Langsdorf, 9. Juni. Am ersten Pfingstfeiertag fiel hier ein zwei Stunden an⸗ haltender sehr starker Regen, durch den eine große Ueberschwemmung herbeigeführt wurde. Das Wasser stand in der Nähe des Bahnhofes 13 Centimeter über dem Straßen- damm. Die durch die Wassermassen herbei⸗
von 48 Kindern 36, also dreiviertel der
geführten Beschädigungen auf Aeckern scheinen
Vogelsberg. Von August Muhl. „Der Herchenhainer Johannimarkt“ wie er ehemals war. (Nachdruck verboten).
„Weun wir uns in diesem Jahre nicht wieder⸗
ssehen, so sehen wir uns doch ganz gewiß auf dem
Herchenhainer Johannimarkt“, so lautet gewöhnlich scheidender
die scherzweise stereotype Redensart Freunde und Bekannten sogar in weiteren Kreisen Als des Vogelsbergs selbst. Und wirklich, dieser Markt war auch noch vor 40 Jahren die Vogels⸗
berger Messe. Von weit her strömten die Men⸗
sschenmassen herbei, um sich, wenn auch oft am dritten Markttage nur wenige Stunden auf„diesen frohen Höhen“ zu vergnügen, dazu im Kreise guter Bekannten, Freunde und Verwandten.
Selbst die„besseren Stände“ waren da reichlich wertreten, als noch die„grüne Hütte“ existierte,
welche eine lange Reihe von Jahren hindurch von
Derrn Posthalter Cellarius in Schotten etabliert war, reichlich gute Getränke und Speisen bot und zugleich auch für Tanzvergnügen eingerichtet war, aber in dem ereignisreichen Jahre 1848 ihren ersten
gefährlichen Stoß dadurch erhielt, daß ein Schwarm mach Freiheit und Gleichheit gieriger Plebshaufte
Ein weiteres Bild aus dem
Doch es
nachklang.
Markttage
geschwunde
verstrichen. fahrten Manchmal
hierzu
wehte;„h
eindrang; dann noch ein⸗ oder zweimal fortbestand.
und dahin
zum
auf dem Aushänge
war dies nur das Aufflackern einer er⸗
sterbenden Macht, deren Totenamt in den Seufzern der Vogelsberger Damen, die an solchen Tagen in ihren schönsten Balltoiletten paradierten,
in dieser„grünen H
„kannibalisch wohler“ Laune verbracht, N heute noch mit freudig⸗süßer Wehmut an die hin⸗ frohen Lebensstunden auf dem Herchen⸗
nen
hainer Johannimarkt zurückerinnern. i von dreißig und mehr Jahren, sie liegt so weit zurück und doch kommt es uns vor, als wären nur wenige Jahre seit jenen Johannimarkt⸗Plaisieren
vielen
Wer je einmal die wenigen Stunden am dritten
ütte“ bei Tanz und wird sich
Diese Zeit
Noch oft wird in manch traulichem
Kreise von den Leiterwagen un eingetretenem Nebel zuweilen geschah— den Irr⸗ vom Johannimarkt
und wurden auch in dies
hier gerade so gut wie auf den Hohenrotskopfspartieen, schaften zu stande gebracht od gelegt. N Stunden, diese Stunden in der
Neben dieser bestand auch noch als starkbesuchte die„Pfälzer“, von deren Zinne eine rot⸗weiße Flagge Schoppen Wein 6 Kreuzer“ war schild schon von ferne zu lesen,
Kurz, es wa
ier der
strömten sie aus alle
d— was auch bei
erzählt. er„grünen Hütte“, ehemals Montags⸗
selgen Angedenkeus, Braut⸗
er doch der Grund ren dies herrliche „grünen Hütte“.
n Ständen. Wenn
auch der Besitzer dieser Hütte ein Vilbeler Kind war, so führte er doch an den Johannimarkttagen die Firma„Pfälzer Hütte“, weil er vorzüglich pfälzer Wein verzapfte.
Getanzt wurde indessen in noch wenigstens acht bis neun Hütten. O welch' ein buntes Gewimmel und Gewoge, welch' Durcheinderrauschen der ver— schiedenartigsten Musika: hier Tanzorchester, da⸗ zwischen Trompetengeschmetter von den zahlreichen Schaubuden her, dann wieder Getrommel und Aus⸗ rufen fahrender Künstler, dort Gesänge unter Dreh⸗ orgelbegleitung, welche zu Dutzenden vorhanden, darunter auch solche mit„großen Mordgeschichten“; so daß nach einigen Stunden Auge und Ohr neben Gaumen in vollster Thätigkeit erhalten wurden; und nur die„gute Laune“ ließ solche Nervenan— spannung gerne ertragen. Sie genossen von allem dem Gesehenen, Gehörten und Gekosteten, war man für diesen Tag, bis, wenn auch bei vielen erst in später Mitternachtstunde, ein süßer Schlummer in „goldene Träume“ einwiegte, in welchen das Er⸗— lebte in den verschiedensten Variationen noch ein Mal auftauchte.
Nicht minder gedrängt an die Tanz⸗ und Wirt⸗ schaftshütten waren auch die Verkaufsbuden um— standen; und zwar waren hier alle Arten von Waren vertreten bis zum Feilbieten von an Rechen umhergetragenen Schnüren„lange, lange das Stück
. ññk
——
abenden in den Spinnstuben von all den Sehens- würdigkeiten des Johannimarktes rekapituliert: von den englischen Reitern, von den Wachsfiguren⸗ kabinets, von den Schlachtenbildern der Panoramas, von den Mordgeschichten, welche der Drehorgel— mann bombastisch losgedonnert, während so manche ihrer Lieder in den Spinnstuben, freilich noch mehr verunstaltet, nachgesungen wurden. Wo sind sie alle diese Orgler und reisende Künstler zum größten Teile nunmehr?„Ihren Liedern nachgezogen“; und die noch lebenden fristen ihr Dasein in anderer Weise, indem sie jetzt mehr als früher von Dorf, zumeist Sackdörfern, ziehen, da ja auch der Vogels⸗ berger schon zum großen Teil durch das Dampfroß mehr in den Verkehr hineingezogen worden, und durch die öftere Berührung mit Städten mehr Ge⸗ schmack an besserem gefunden, so daß er das früher auf dem Johannimarkt gehörte und geschaute „Wundersame“ und„Wunderschöne“ in solchen Spieler- und Schaubuden nicht mehr für sehr sehenswert halten würde. Auch ist, was nun ge⸗ rade nicht zum besseren gehört, unser Volk bequemer geworden, daß es diese weiten Touren in so kurzer Zeit nicht mehr zu Fuß unternehmen, sich also so wenige Stunden Plaisier nicht zu so großen Opfern
erringen möchte. (Schluß folgt.)
zu 3 Kraizer“. Wie viel wurde noch an Winter⸗


