nur geringfügiger Natur zu sein, dagegen ist der Schaden, der auf Wiesen angerichtet wurde, stellenweise bedeutend. An den Gräben liegt das Gras zu beiden Seiten niedergedrückt, wie wenn es gewalzt wäre. Dann führten die Wassermassen so viel Schlamm mit und lagerten ihn in den tiefgelegenen Wiesen ab, daß das Gras zur Verwendung als Futter untauglich ist. Sobald die Wiesen einigermaßen abgetrocknet sind— eben steht das Wasser noch vielfach darin— wird man es abmähen, um es als Streu zu verwenden.
* Aus Oberhessen schreibt man uns: Die Zeit, wo die der Schule entlassenen jungen Leute ins öffentliche Leben treten und lernen müssen, auf eigenen Füßen zu stehen, ist nun⸗ mehr herangerückt. Mancher Familienvater ist schon mit sich zu Rate gegangen, was er mit seinem Jungen, der sich zu diesem oder jenem Beruf nicht zu eignen scheint, beginnen soll. Für ein Handwerk vermögen sich viele nicht zu ent⸗ scheiden; dies und jenes wird erwogen, bis endlich auf den Gedanken gekommen wird, es mit der„Schreiberei“ zu versuchen. Der An⸗ drang zu diesem Berufe ist aber so groß, daß die Eltern sich gar häufig aufs Bitten verlegen, nur den Jungen anzunehmen, Bezahlung sei ja Nebensache. Wie aber sieht es aus, wenn er nach jahrelanger Beschäftigung selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen hat? Da reicht der Lohn kaum hin, um das Allernotwendigste zu bestreiten. Die Erfahrungen in diesem Berufe entmutigen und bilden ein Seitenstück zum sozialen Elend. Als Beispiel sei hier angeführt, daß es in unserem Hessenland leider noch eine
meistenteils in Diensten von Privatbeamten stehend, ein Gehalt von 400, pro Jahr be⸗ ziehen, und zu dieser Lohnklasse gehören Leute, die schon das 20. Lebensjahr überschritten haben. Wem verginge da nicht die Lust, sein Kind einem derartigen Berufe zuzuführen, ganz abgesehen von den sozialen Gefahren, denen dasselbe späterhin bei solchen Hungerlöhnen ausgesetzt ist. Darum, prüfet alles und behaltet das Beste!
* Darmstadt, 9. Juni. Nach den hiesigen Blättern hat am vorigen Samstag hier ein Pistolenduell zwischen einem Gerichtsaccessisten und einem Offizier stattgefunden, in dem der Offizier schwer, sein Gegner leicht verwundet wurde. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß es sich um einen badischen Offizier handelt, der alsbald mit der Main⸗Neckarbahn in seine Heimat zurück⸗ befördert wurde.
Neuefte Telegramme.
Hd. Berlin, 10. Juni. Für gestern Abend waren 36 öffentliche Protest⸗ Versammlungen der Gewerk schaften Berlins zur Stellungnahme gegen die Vereinsgesetznovelle ein⸗ berufen. In sämtlichen Versammlungen wurden längere Resolutionen ange⸗ nommen, die sich gegen die Bestim⸗ mungen der Vereinsgesetznovelle richteten.
Hd. Wiesbaden, 10. Juni. Ueber die gestern stattgehabte Reichstags⸗Ersatz⸗ wahl lag bis abends das Ergebnis aus 30 Orten vor. Hiernach hat Wintermeyer (fr. Volksp.) 5396, Quarck(Soz.) 48350, Bartling(natl.) 2375 und Frhr. v. Fugger
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beträchtliche Anzahl Schreibergehilfen giebt, die
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(Ztr.) 5303 Stimmen erhalten. Das Re⸗ sultat aus 16 kleinen Orten steht noch aus, doch dürfte es an dem bisherigen Verhältnis kaum etwas ändern. Voraussichtlich findet Stichwahl zwischen Wintermeyer und Fugger statt.
Hd. Wien, 10. Juni. In der gestrigen Gemeinderatssitzung kam es infolge einer inkorrekt vorgenommenen Abstimmung seitens des Vorsitzenden Bürgermeisters Dr. Lueger zu großen Skandalszenen. Schließlich verließen die Lieberalen den Saal und richteten sofort einen schriftlichen Protest an die Statthalterei.
Hd. Budapest, 10. Juni. In Gyoma tötete der reiche Guts besitzer Heinbach seine Frau, drei Kinder und sich selbst aus Verzweiflung darüber, daß das Hochwasser ihm so kolossalen Schaden zuge⸗ fügt hat.
Hd. Kattowitz, 10. Juni. Die Erdsenkungen in Rosdzin dauern fort. Die Kreiswasser⸗Leitung erlitt mehrfach Brüche. Zwei Kompagnien Pioniere aus Neiße sind in Rosdzin eingetroffen.
Hd. Genua, 10. Juni. 40 Arbeiter, welche im Kanal von Kap Martin Reparaturarbeiten vornahmen, wurden durch herabstürzende Felsblöcke und Erd massen verschüttet. Arbeiter waren sofort tot, 14 schwer verletzt, während die übrigen noch ver⸗ mißt werden.
Hd. Paris, 10. Juni. Dem„Temps“ wird aus Konstantinopel gemeldet, die Vertreter der fünf Großmächte seien über folgende Erklärung des englischen Botschafters verblüfft gewesen. Derselbe sagte nämlich, die englische Regierung würde nicht gestatten, daß ein muselmännischer Staat sich
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Arusburg. der Wiesen in den Gemarkungen Kolnhausen, versteigert.
heimer Wald werden 220 Rm. Eichelschälreisig aus der Hand abgegeben. an die Gräfliche Oberförsterei Arnsburg oder an Förster Sames in Langsdorf wenden.
rasversteigerungen.
Mittwoch, den 16. d. M. wird das Heu⸗ und Grummetgras Langerzug, 40 Morgen, unter der Sentersbrücke Zusammenkunft 9 Uhr vormittags am Kolnhäuserhof bei Lich.— Aus dem Feld-
Verdingungen.
Die bei den Feldbereinigungsausführungen in der Gemarkung Rüddings⸗ Steinhauer⸗, Chaufsierungs⸗ und Zimmerarbeiten, schriftliches Angebot in mehreren Losen vergeben liegen auf Großh. Bürgermeisterei Nülddings⸗ woselbst auch die Offerten, deutlich auf Bogen in Aktenformat ge⸗ postfrei bis zum Eröffnungstermin einzureichen sind. Angebote haben Die Eröffnung der Offerten findet Dienstag, Bürgermeisterei Rilddingshausen in
Gießen. hausen vorkommenden Graben⸗, Maurer⸗, sowie Lieferung von Zementröhren sollen durch werden. Pläne, Voranschlag und Bedingungen hausen zur Einsicht offen, schrieben, verschlossen und in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen. den 15. d. Mts., vormittags 10/ Uhr, auf Großh. Gegenwart der erschienenen Bieter statt.
Gießen.(Fleischlieferung).
Wurstwaren für die Unteroffizier⸗ und Mannschafts⸗Menage der drei Bataillone des Infanterie⸗
Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 soll für im Wege öffentlichen Ausgebots vergeben werden.
der Zeughauskaserne, Zimmer Nr. 16, vormittags von 10 bis 12 und nachmittags von 4 bis 6 Uhr, eingesehen und bezügliche Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen „Angebot auf Lieferung von Fleisch⸗ vnd Wurstwaren“
werden, Angebote mit der Aufschrift:
find versiegelt, portofrei
10 Uhr, an das 2. Bataillon Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr 116 einzureichen.
Die Lieferung des Gesamtbedarfs an Fleisch⸗ und
bis zum Verdingungstermin, den 16. J
Käufer können sich
Zwei
zum Nachteil eines christlichen Stagtez ausdehne.
Hd. Paris, 10. Juni. Wie nachträglich b wird, wurde gegen den Separat zug, 5 15
sident Faure zur Rückfahrt von St. Quentin benutzt,
ein Pistolenschuß abgefeuert. Der Schütze stand auf der Bahnböschung bei St. Domis. Die Nachforschungen ergaben, daß in jener Gegend häufig auf Bahnzüge geschossen wird. Kugelspuren wurden wiederholt gefunden.
Hd. Lugos, 10. Juni. In der Gemeinde Kis Zorlech zerstörte ein Wolkenbruch viele Häuser, wobe eine aus acht Personen bestehende Familie ums Leben kam.
Hd. Calais, 10. Juni. Der Dampfer
„Le Joyeux“ stieß gestern mit einem anderen Dampfer zusammen und ging
unter. Sieben Personen sind dabeß umgekommen. Hd. Gent, 10. Juni. Ein mit 2400
Tonnen Nitrat beladenes Schiff auf der Nordsee in Brand geraten.
Hd. Amsterdam, 10. Juni. Der Staats⸗ sekretär von Transvaal, Dr. Leyds, rei
heute nach Berlin ab, wo er mit dem Reichs⸗
kanzler Fürsten Hohenlohe sprechung haben wird.
Hd. London, 10. Juni. gemeldet, daß die Türkei keineswegs ge⸗ willt sei, auf die Besetzung Thessallent zu verzichten. Die guten Räte des Sultans würden unbefolgt bleiben.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nebel“ teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 13.
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