Ausgabe 
8.7.1897
 
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Pferde des Grünberger Pferde⸗Ver⸗ e statt. Für Mitglieder er Rabenau ist der Termin zur Vorführung der Pferde auf mittags 2 Uhr festgesetzt.

M. Grünberg, 6. Juli. Die Arbeiten an unserem Turnhallebau schreiten nunmehr rüstig vorwärts, sodaß dessen Fertigstellung und Einweihung im Herbst dieses Jahres nicht mehr fragwürdig erscheint. Die hiesige Turnerschaft plant in nächster Zeit einen Turnmarsch nach dem Hoherodskopf zu unternehmen. Der Ab⸗ marsch soll an einem Samstag Nachmittag er⸗ folgen.

* Friedberg, 6. Juli. Nachdem die Haupt⸗ versammlung des Ober hessischen Obsthau⸗ vereins zum Zwecke der Beschickung der Obst⸗ ausstellung im Rahmen der Allgemeinen Rosen⸗, Blumen⸗ und Pflanzenausstellung in Frankfurt a. M. die nötigen Geldmittel genehmigt hat, fordert der Vorstand die oberhessischen Obstzüchter und Obmänner der Ortsgruppen zu recht zahl⸗ reicher Beteiligung an der für unseren Obsthandel so äußerst wichtigen Ausstellung auf. Ganz be⸗ sonders wird empfohlen, daß die einzelnen Orts⸗ gruppen gemeinsam ihre besten Sorten ausstellen. Die Kosten für den Transport nach Frankfurt, die Aufstellung der Ausstellungsgegenstände usw. trägt der genannte Verein, wenn die Gegenstände zur richtigen Zeit an den noch zu bestimmenden Sammelplätzen eingeliefert werden. Der hiesigen Geschäftsstelle des Vereins ist die Geschäftsfüh⸗ rung der Obstbauausstellung in Frankfurt über⸗ tragen worden.

* Darmstadt, 6. Juli. Für die von der Stadt Darmstadt aufzunehmende proz. Anleihe von Millionen Mark liegen An⸗

gebote vor von der hiesigen Bank für Handel und Industrie zu 100,28, sowie von dem Bank⸗ haus Ferdinand Sander und Gen. zu 100,15. Der erstgenannten Bank soll der Zuschlag erteilt werden, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten.

* Darmstadt, 4. Juli. In der ordent⸗ lichen Generalversammlung der Vereinigten Ortskrankenkasse kam der Verwaltungs⸗ bericht für 1896 zur Vorlage, der ein finanziell e Ergebnis bietet. Die Kasse befand sich ekanntlich, als sie noch unter städtischer Ver⸗ waltung stand, in kolossalen Schwierigkeiten und hatte ein Defizit von 81919 K, das unter der jetzigen Verwaltung durch Erhöhung der Bei⸗ träge und Einschränkung der Leistungen beseitigt worden ist. Die letzten Schulden aus früheren Jahren im Betrag von beinahe 10000& sind 1896 gedeckt worden und außerdem gelang es, einschließlich des Vermögens einer eingegangenen Fabriklasse mit 3000, eine Summe von 34 400, dem Reservefonds zuzuführen, sodaß das Gesamtvermögen der Kasse 71818& be⸗ trägt. Die durchschnittliche Mitgliederzahl war 8072. Die Gesamteinnahmen betrugen 246 538 Mark, denen 228605 1 Ausgaben gegenüber⸗ stehen. An Krankengeld für Mitglieder wurden 83310 1 und für Angehörige 2267* ge⸗ zahlt. Die ärztlichen Honorare beliefen sich auf 36982 A, darunter 5000, aus früheren Jahren, die Arzneien und Heilmittel kosteten 18 805 A, für Kur- und Verpflegungskosten an Krankenanstalten wurden 18 262&& verausgabt. Die Sterbegelder betrugen 4369&, die Unter⸗ stützung an Wöchnerinnen 1748 A und die Ver⸗ waltungskosten 21442 1 gegen 26 259 im

Jahre 1896. Die Zahl der Erkrankungsfälle

betrug 3740, gestorben sind 84 Mitglieder, davon[f

32 an der Schwindsucht. Die Gesamtsumme der Unterstützungen belief sich auf 20.10 pro Kopf. Die Versammlung erteilte der Verwal⸗ tung Decharge. In die Rechnungsprüfungskom⸗ mission wurden die Herren Gasdirektor Friedrich, Hofferberth und Hildebeutel gewählt.

* Mainz, 6. Juli. DerSchutzverband der Mainzer Hauseigentümer hat an die Ver⸗ waltungsbehörde eine Denkschrift für die Wieder- Eni ng der Feierabendstunde ge⸗ richtet. In der Begründung der Denkschrift heißt es u. a.:Denn für die Majorität der Bevölkerung, insbesondere den minderbemittelten Teil derselben, halten wir die behördliche Be⸗ vormundung durch eine wohlwollend geübt werdende Feierabendstunde nicht nur für not⸗ wendig, sondern sogar für höchst wohlthätig. Recht merkwürdige Käuze, diese Mainzer Haus⸗ besitzer⸗Vereinler. Ob sie sich wohl ebenfalls zurMajorität der Bevölkerung rechnen, für die eine polizeiliche Bevormundunghöchst wohl⸗ thätig wäre?

* Wetzlar, 7. Juni. Das hiesige Haupt⸗ meldeamt macht bekannt, daß diejenigen Re⸗ servisten der Infanterie, welche in den Jahren 1893 und 1894 eingestellt, Radfahrer sind und sich mit Rad zur Ableistung einer militärischen Uebung bereit er⸗ klären, ihre Militärpapiere sofort einzusenden haben.

Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 75 Juli. Die Maurer Berlins und der Umgegend be⸗

Städtischer

Arbeitsnachweis

Gießen, Gartenstraße 2.

Angebot der Arbeitnehmer.

1 Werkführer für Bäckerei, 1 Buchbinder, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Auslaufer, 1 Hausbursche, 1 Laufmädchen, 1 Nähfrau, 1 Kochfrau, 1 Lauffrau, 1 Einkassterer, 1 Fuhr⸗

echt.

Nachfrage der Arbeitgeber.

1 Uhrmacher, 5 Schlosser, 1 Schuhmacher für Arbeit außer dem Hause, 2 Schneider,

6,46 Fm Pappelstämme versteigert.

Gießen.(Landwirtschaftliches Versuchsfeld). Versuchsfeldes, und zwar je ein Morgen Weizen, Roggen, Hafer, Erbsen und Wicken, soll an den Meistbietenden(Erbsen und Wicken auf Wunsch auch grün) vergeben werden. suchsfeld muß bis zum 10. September l. J. vollständig geräumt sein. werden bis zum 10. Juli er., mittags 12 Uhr, bei dem Großh. Universitäts⸗Rentant zu Gießen angenommen, woselbst auch die näheren Bedingungen eingeseben werden können

Holz⸗Versteigerungen.

Ehringsbhausen. Am Freitag, den 9. d. Mts., nachmittags Uhr, werden

Zusammenkunft bei der Wohnung des Vorstehers. Griedelbach. Samstag, den 10. Juli, vormittags 9 Uhr aufangend, kommen

im hiesigen Gemeindewald, Distr. Griedelbacherheck in der Gemarkung Brandoberndorf zum

Verkauf: 3000 Lohwellen, 500 gemischte Wellen, 30 Haufen Lohstangen.

reibungen.

Die Crescenz von 5 Morgen obigem

Aussch

Das Ver⸗ Schriftliche Angebote

3 Schreiner, 1 Lauffrau, Küchenmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Kochfrau, 8 Dienstmädchen für Küchen⸗ und Hausarbeit.

Städt. Schlachthaus Freibank.

Heute und morgen

Ochsenfleisch,

nicht ladeurein, pro Pfund 48 Pfg.

Schweinefleisch

nicht ladenrein, pro Pfund 40 Pfg.

Faselochsversteigerung. Donnerstag, den 8. d. M., nachmittags Uhr, kommt auf der Bürgermeisterei zu Beuern ein setter Faselochs zur Ver⸗ steigerung.

Schuhmacher, atelier, 19

außer dem Hause gesucht 26

2 Fuhrknechte, 2

Unerreicht,

Würze Maggi. Vor Nachahmungen Wird gewarnt.

Man verlange ausdrilcklich echte Suppenwürze Maggi!

als Mittel zur augenblicklichen Verbesserung jeder schwachen Suppe ist die Suppen-

schlossen gestern Abend in einer Ver⸗ ammlung die Wiederaufnahme des Streiks überall dort, wo der schon bewilligte Stundenlohn von 60 Pfg. wieder auf 55 Pfg. herabgesetzt wurde.

Hd. Wien, 7. Juli. In der Provinz Bergans tritt die Rinderpest in verheerender Weise auf. In verschiedenen Orten find bereits verschiedene Personen infolge Genusses von Fleisch verseuchter Rin⸗ der gestorben.

Hd. Budapest, 7. Juli. Der Ernte⸗ streik hat sich entgegen den ofsiziellen An⸗ gaben bedeutend verschlimmert und hat bereits auf das rechte Donauufer überge⸗ griffen.

Hd. Mons, 7. Juli. Gestern wurden mehrere große Versammlungen abgehalten, bei denen die sozialistischen Abgeordneten über die Interpellation Bogers in der Kammer be⸗ richteten, als die Arbeiter hörten, daß der Arbeits minister sich kategorisch ge⸗ weigert habe, Partei für die Aus⸗ ständigen zu ergreifen, entstand ein ungeheurer Tumult. Die Streikführer drohten mit dem Generalstreik der ge⸗ samten belgischen Bergarbeiter, sowie mit Revo⸗ lution und Dynamit. Die Lage wird mit jedem Tage kritischer. Die Ausständigen haben gestern in den Feldern großen Schaden ange⸗ richtet.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗

teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 13.

Curatorium der Rennbahn Giessen 1897.

Sori lule un dle Haurdi.

Donnerstag, den 8.

Match und Rekordversuch.

Juli 1897, nachmittags NAAhr:

1922 1. Match:. Christiansen-Kopenhagen und C. Lautermann⸗Darmstadt.

* D

auf dem Sportplatze.

Rekordversuch: Christiansen auf Niederrad. Rekordversuch: Lautermann auf Niederrad. Rekordversuch auf Tandem von Christiansen und Lautermann. Kurze Strecken). Rekordversuch auf Tandem von Christiausen und Lautermann. (Bis 3000 Meter). Als Schrittmacher fungieren die bekannten Fahrer: Becker-Hofheim, Albert-Biebrich, Stamm und Letzing-Kassel u. A. Eintrittspreise: Gedeckte Tribüne 30 Pfg., sonst 20 Pfg. pro Person. Alles Nähere durch Spezial-Programm an der Kasse. Restauration

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