Ausgabe 
8.1.1897
 
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führte beide Frauen jetzt wieder zusammen, damit Elisabeth die von ihr befohlene Hinrichtung der Marie Stuart wieder gut machen könne. Auf dieses Orakel hin zögerte die Witwe nicht, ihrer jüngeren Freundin alles zu Ge⸗ fallen zu thun und ihr bedeutende Summen Geldes vor⸗ zustrecken. Damit nicht zufrieden, warf sich diereiu⸗ karnierte Marie Stuart zum Medium auf und erklärte, daß der Neffe ihrer Freundin niemand anders sei, als Bothwell, der zweite Gatte der Marie Stuart, und daß daher Elisabeth ihre Verbindung nicht verhindern dürfe. Die Witwe fuhr fort, die Sünden der Königin von England zu büßen, und gab dem jungen Paare Geld zu einem Ausflug nach der schottischen Heimat. Erst in ihrer Abwesenheit fing sie zu zweifeln an und befragte ein drittes Medium, das ihr den guten Rat gab, sofort den Polizeikommissar in Bewegung zu setzen. Sie be⸗ folgte den Rat und erfuhr alsbald, daß dierein⸗ karnierte Marie Stuart eine bekannte Hochstablerin sei. Vom Spiritismus dürfte die Dame für immer geheilt sein. Der Roman des Zigeuners. Aus Buda⸗ pest wird berichtet: Die Prinzessin Caraman⸗Chimay scheint unermüdlich und unerschöpflich in ihren Mitteilungen an die Berichterstatter der hiesigen Journale zu sein. Ueber ihre Vermögens verhältnisse erzählte sie:Als ich heiratete, betrug mein Vermögen 8 Millionen Franks. Mill. kostete der Ausbau des Schlosses Chimay, eine halbe Million machte ich meinem Manne an unserem Hochzeits⸗ tage zum Geschenk, außerdem kostete er mich noch viel, sehr viel Geld. Ich hatte blindes Vertrauen zu ihm und unterschrieb während meiner sechsjährigen Ehe dem Prinzen eine große Menge Checks, ohne erst nachzusehen, wie viel ich unterschrieb, um ihn nicht zu beleidigen. So wurde mein Vermögen stark reduziert, und ich ver⸗ füge nur mehr über eine jährliche Rente von 155,000 Franks. Hievon habe ich meinen Gatten 75 000 Franks jährlich notariell verschrieben und muß also jetzt mit 80 000 Franks jährlich mein Auslangen finden, und daß ist Sie werden mir wohl Recht geben herzlich schwer. Das Vermögen, fuhr die Prinzessin fort, werde von einem Onkel in Amerika verwaltet; würde es in einer belgischen Bank deponiert sein, so hätte sie heute keinen Sous mehr, weil nach belgischem Gesetze das Vermögen ihrem Mann gehören würde, ebenso wie das Gesetz die Kinder dem Gatten zuschrieben habe. Im Verlaufe des Gesprächs entblößte die Prinzessin ihren Oberarm, um den Besucher etwas Interessantes zu zeigen. Er sah eine um den Oberarm sich windende Schlange eintätowirt. Ein Symbol meiner ewigen Liebe ohne Ende zu meinem Jancsi, sagte die Prinzessin. Oberhalb der Schlange ist der NameJancsi, darüber einC und noch höher die Herzogskrone derer von Caraman-Chimay tätowirt. Mein Mann amüsiert sich übrigens sehr gut, erzählte die Prinzessin weiter.Am 19. Dezember eines jeden Jahres, nach den Herbstjagden, findet bei uns im Schlosse ein großes Fest statt, zu welchem mitunter tausend Per⸗ sonen geladen sind. Mein Gatte hat dieses Fest auch heuer abgehalten, und wissen Sie, wer diesmal an meiuer Stelle die Honneurs machte? Meine Mutter! Sie staunen, und doch ist dem so. O, meine Mutter ist eine komische Frau.

Scheintst. Ju Warschau war am 24. Dez. die Gräfin Helene Potocka plötzlich verstorben und wurde in der Familiengruft beigesetzt. Eine Woche nach dem Begräbnis, am 31. Dezember, wurde von Angehörigen der Familie die Behauptung aufgestellt, Gräfin Helene sei uicht verschieden, sondern in einen lethargischen Zustand verfallen. Die Leiche wurde daraufhin am Neujahrstage exhumiert und zur Beobachtung in die Privatwohnung überführt. Obwohl seit dem Leichenbegängnis sieben Tage verstrichen waren, konnte man bei der Exhumierung

an der Leiche keinerlei Verwesungsspuren wahrnehmen. Nach einer späteren Meldung aber ist dennoch Gräfin Helene Potocka tot gewesen, als die Beisetzung erfolgte. Die Warschauer Aerzte haben nach eingehender Unter⸗ suchung der exhumierten Leiche der Gräfin erklärt, daß der Tod wirklich eingetreten ist und daß die Vermutung, die Gräfin sei in einen Zustand der Lethargie verfallen und als Scheintote beerdigt worden, den Thatsachen keineswegs entspreche. Die Leiche wurde infolgedessen neuerdings bestattet.

Ein Geschenk für deu Zaren. Das Ge⸗ schenk des Präsidenten Faure an den Kaiser von Rußland, ein künstlerisch schönes Album, wird binnen kurzer Zeit fertiggestellt sein. Der Deckel des Albums, deren vorderer mit dem aus emailliertem Golde gearbeiteten Reichsadler geschmückt ist, sind von gepreßtem Leder, die Ecken werden von Adlerköpfen gebildet, das Fermoir stellt den heiligen Georg dar. Den Inhalt des Albums bilden die Gedichte, mit denen das Kaiserpaar während seines Pariser Aufent⸗ halts begrüßt wurde, und die Reproduktionen all der Kunstwerke, die zur Verherrlichung der hohen Gäste in Paris entstanden. Die Gedichte sind Autographen der Autoren oder der vortragenden Künstler, die Zeichnungen sämmtlich von der Hand der Schöpfer der reproduzierten Originalwerke. Monnet⸗Sully, und die Schauspielerinnen Reichenberg, Baretta⸗Worms und Barthé haben einige Verse desGrußes der Künstler derComedie Frangaise eingetragen und ihren Namen unterzeichnet, die übrigen Künstler haben ihren Namen den Aquarellen Clairius, Herves und Jean Beroths hinzugefügt mit denen die Dichtungen illustriert und die Musikstücke ein⸗ gerahmt sind. Unter den Aquarellen zeichnen sich beson⸗ ders die Jambons durch ihre Feinheit aus. Die Seite, welche für die von Laliqué ausgeführten Porträts von Sarah Bernhardt und der Rejane bestimmt sind, zeigt das Autograph der Sarah BernhardtDieu sait.

Ein geschwänzter Volksstamm. Paul d'Enjoh, welcher im Jahre 1890 in Kambodja(Hinter⸗ indien) eine Reise unternahm, veröffentlichte in diesem Jahre in der Pariser ZeitschriftL' Anthropologie einen sehr bemerkenswerten Aufsatz über den dort ansässigen alten Volksstamm der Moi. Ueber diesen besitzen wir vorläufig überaus wenig zuverlässige Berichte, weil die Moi in dichten Wäldern leben, sich dort die Wildheit und die Scheu eines echten Waldbewohners bewahrt haben und von den Forschungsreisenden daher nur selten über haupt gesehen werden. D'Enjoy hatte das Glück, eines Mot habhaft zu werden, dieser wurde überrascht, als er beim Honigsuchen auf einem Baume saß. Als er die Annäherung von Menschen gewahrte, kletterte er eilends vom Baume herunter, indem er ganz wie ein Affe die Fläche der Füße gegen einen Baumstamm stemmte und mit den Händen nach den Zweigen griff. D'Enjoh und seine Begleiter hielten das Wesen denn auch zunächst für einen Affen. Als es den Boden erreicht hatte und schnell von den Ankömmlingen umringt wurde, bemerkten diese, daß der Mensch mit dem sie es zu thun hatten, einen schwanzartigen Anhang am Körper besaß. Die Annamiten, welche sich in der Begleitung von d'Enjoy befanden, sagten, als sie den Schwanz erblickten, es ist ein Affe. Aber der Affe fing an zu sprechen und zeigte seinen Feinden den ganzen Stolz des Wilden. Eine andere auffallende Eigen⸗ tümlichkeit des Gefangenen waren die sehr hervortretenden Fersen, welche in der That an Hahnensporen erinnerten. Leider war es diesem Individuum, dessen Fang für die Wissenschaft einen großen Wert besaß, durch seine geradezu au einen Mongolen erinnernde Verschlagenheit möglich, durch Flucht davon zu kommen. Es hatte vorher de' Enjoy erzählt, daß früher alle seine Stammesgenossen einen sehr entwickelten Schwanz besässen hätten, durch die

Vermischung mit den benachbarten Völkern, aber wäre der Stamm entartet und dadurch wäre auch dieses mit Stolz getragene Abzeichen vielfach verloren gegangen. Dr. d'Enjoy hält, obgleich er der Erzählung des gefangenen Moi kein unbedingtes Vertrauen schenkt, seinen Fund doch für wichtig genug, um daran die Frage zu knüpfen, ob man in den Moi, welche früher übrigens sicher über ganz Hinter⸗Indien verbreitet waren, den Rest einer alten llebergangsrasse zwischen dem Affen und dem Menschen zu sehen habc. Zu dieser Frage ist freilich noch wenig Grund vorhanden, mindestens genügt die Beobachtung derartiger Körper⸗Eigentümlichkeiten an einem einzigen Individuum, welches nicht einmal für eine genaue Unter⸗ suchung aufbewahrt werden konnte, keineswegs zu einer auch nur annähernd sicheren Annahme, daß hier eine der⸗ artige Zwischenrasse zwischen Affe und Mensch vorliegt. Auch andere Nachrichten genügen dazu nicht, obgleich sie immerhin interessant sind. So besitzt der Nachbarstamm der Moi in Franz, Annam Greiffüße wie die Affen, die Chinesen nennen sie daher Giao⸗Chi, das heißt Menschen mit losem großen Zeh. Die Moi, welche heute auf die Wälder zwischen dem Knie des Mekong und dem Kap St. Jaques beschränkt sind, werden auch heute noch von benachbarten höherstehenden Völkern als wilde Menschen oder gar wilde Tiere behandelt. An und für sich wäre es ja eigentlich nichts Wunderbares, wenn man ge⸗ schwänzte Menschen fände: jeder Mensch ist ja im Embryo⸗ nalzustande eine Zeit lang mit einem verhältnismäßig recht großen Schwänzchen versehen, was ja unbedingt auf Abstammung von geschwänzten Vorfahren hinweist. Andererseits sind ja auch sonst schon, selbst bei uns in Europa, rudimentäre Schwänzchen, allerdings nur als Abnormität, nachgewiesen worden. Interessant wäre es allerdings, wenn noch ganze Stämme in natura, nicht bloß was ja sehr verbreitet! im Geiste schweif⸗ wedeln könnten. Uebrigens braucht sich der Mensch auf den angeblich so hohen Vorzug der Schwanzlosigkeit nichts einzubilden: denn das ist nichts weniger als ein mensch⸗ licher Vorzug, teilt er ihn doch mit einer ganzen Menge anderer Tiere.

Akademischer Damen⸗Klub. Ein Klub akademisch gebildeter Damen ist in Newyork gegründet worden. Die Anregung ging von Frl. Karoline Halstedt aus. Der Klub soll aus ordentlichen Mitgliedern, nämlich Damen, die akademische Zeugnisse besitzen oder gewisse höhere Studien gemacht haben, oder gegenwärtigen oder früheren Lehrerinnen an höheren Lehranstalten, aus außer⸗ gewöhnlichen Mitgliedern, Damen und Herren, sowie aus Ehrenmitgliedern bestehen. Hauptzweck des Klubs ist, un vermögende Mädchen oder Frauen, die studieren möchten, zu unterstützen. Damit die Unterstützung nun nicht einem Almosen ähnlich sei, werden die Beiträge den Lehranstalten von der Klubleitung selbst zugesandt. Für den Anfang werden schon drei junge Damen auf diese Weise unterstützt. Der Klub will ferner die gegen⸗ seitige Aufklärung seiner Mitglieder fördern, aber auch die gesellschaftliche Seite der Einrichtung nicht vernach⸗ lässigen. Zu diesem Zweck ist in Aussicht genommen, in der Stadt Newyork ein größeres Heim zu erwerben, dessen erstes Stockwerk die Versammlungs⸗ und Speisesäle, die anderen Stockwerke die den Klubmitgliedern in erster und den Gästen in zweiter Linie bestimmten Schlafzimmer bilden werden. Während des Winters, von November bis Mai, werden täglich abwechselnd nachmittags und abends Konzertaufführungen oder Vorträge veranstaltet; abends wird Tanz den Schluß des Programms bilden, wobei, wie es in den amerikanischenKolleges für Damen schon üblich, die Männerwelt selbstredend vertreten sein wird. Die Leitung des Klubs liegt ganz in den

Händen eines auf drei Jahre gewählten Vorstandes, in .

welchem die verschiedenen in Betracht kommenden Lehr⸗ anstalten durch je zwei Mitglieder vertreten sein werden. Die Krebsgang⸗Kur. Ein Apostel der Mechanstherapie, Dr. Ryde in Newyork, versicherte, daß das einfache Rückwärtsgehen das beste Mittel gegen ner⸗ vöse Kopfschmerzen sei. Es genügt, so meint Dr. Ryde, wenn man täglich zehn Minuten dieser Uebung obliegt und der beste Raum dazu ist ein langer schmaler Korridor, in welchem man auf⸗ und abgehen soll. Die Bewegung soll sehr langsam geschehen und man soll erst mit der Spitze, dann mit dem Absatz auftreten. Dr. Ryde hat dieses Verfahren bei vielen Patienten versucht und, wie er behauptet, immer mit unfehlbarem Erfolg. Man kann es ja einmal probieren!

Neueste Telegramme.

Hd. Berlin, 7. Januar. Generaloberst von Los hat vom Kaiser, nachdem dieser sein Abschiedsgesuch abgelehnt, noch einen viermonatlichen Urlaub erhalten. Bis dahin hoffen die Aerzte, den Rheumatismus, an welchem Herr von Los leidet, völlig beseitigen zu können.

Hd. Berlin, 7. Jan. Bei dem. Empfang des Ministers Bosse, iquel und Thielen, sowie anderer hoher Beamten vom Kaiser, handelte es sich um die Museums⸗ Neubauten. Der Kaiser sprach wiederholt den Wunsch aus, daß diese Angelegenheit ihrer Verwirklichung bald näher gebracht werden möge.

gehoben wurde, auch mit der Errichtung eines Denkmals für Kaiser Friedrich ver⸗ bunden. Jedoch sollen alle mungen über das Denkmal der Kaiserin Friedrich überlassen werden.

Hd. Brüssel, 7. Jan. Die reiche

Schlosse Rosoy ermordet und be⸗ raubt worden. Den Räubern sielen Wertpapiere und Bargeld in Höhe von einer halben Million Franks in die Hände.

Hd. Sofia, 7. Jan. Die Mörder Stambulows haben gegen das Ur⸗ teil Berufung eingelegt.

Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 9. Januar 1897.

Vorabend: 4.00 Uhr.

Morgens: 9 Uhr.

Nachmittags: 3 Uhr.

Sabbathausgang: 5.30 Uhr.

Dieser Plan ist, wie gestern ausdrücklich hervor⸗

näheren Bestim⸗

Rentnerin Moussoi ist auf ihrem

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:: Sterbefälle.

Am 5. Januar. Hermann Zulauf, 32 Jahre alt, Schneider zu Münzenberg. Starb in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht.

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Bekanntmachung.

Durch Beschluß der Stadtverordneten Ver- sammlung vom 15. Juni 1879, ist zur dauern⸗ den Erinnerung an die goldene Hochzeit des Deutschen Kaiservaares, Seiner Majestät des Kaiser Wilhelm I. und Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta, von der Stadt Gießen eine Stiftung zu Gunsten solcher bedürftigen Ehe paare errichset worden, welche hier ihr goldenes Eheiubiläum erleben. Wir fordern danach alle Diejenigen, welche im laufenden Jabre ein solches Fest zu begehen baben und Anspruch auf Zuwendung der, zu 150 Mk. bemessenen, Stiftungsgabe erheben wollen, auf, sich bei uns zu melden ban.

Gießen, den 2. Januar 1897

Großh. Blülrgermeisterei Gießen. Onauth.

Wieseck( emeindewald). Distrikt Heide: 49 Nadelstämme mit 24,52 km. 26 rm-Stockholz, 3016 Wellen Reisig.

Hungen(Stadtwald). 143,00 fm.

180,53 fm

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Holzversteigerungen.

Dienstag, den 12. Januar 1397, vormittags 10 Uhr: 167 rm Nadelscheitholz, 80 rm-Knüppelholz, Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Daubringen.

1. Montag, den 11. Januar 1897, im Distrikt Wellhau: 308 Fichten⸗Baubolꝛ⸗Stämme(Abtrieb), von 1531 em Durchmesser, 1020 m Länge S 2. Dienstag, den 12. Januar 1397, im Distrikt Herborn: 48 Kiefern- Schnittbolz-Stämme(Abtrieb), von 3-50 em Durchmesser, 59 m Länge 33.50 fm. 330 Kiefern⸗Bauholz- Stämme(Abtrieb), von 1528 em Durchmesser, 7-18 m Länge Zusammenkunft am ersten Tag an der Staatsstraße nach Nonnenroth, am zweiten Tag am Nordstern, jedesmal morgens 10 Uhr.

Reiskirchen(Gemeindewald). istag Januar, jedesmal des morgens von 9 Uhr an, in den Distrikten Schäferschneise und Fuchs 166,24 fm Bau- und Nutzbolz, 3 xm Buchenscheiter, 5 xm Eichenknülppel, 193,4 rm Bemerkt wird, daß das Brenn-

Montag, den 11. und

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Achtungsvoll

Jos. Stahl.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.

28

Dienstag, den 12.

Bekanntmachung.

Auf Ersuchen Großh. Rentamts Gießen bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die Ende Dezember 1896 fälligen Grummet gras- und Submissionsholzgelder, sowie die Handabgaben vom 4 Quartal 1896 nur noch bis zum 25. Januar 1397 obne Kosten be⸗ zahlt werden können, und daß nach Ablauf dieser Frist das Betreibungsverfahren einge- leitet werden wird.

Gießen, den 6. Januar 1897.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnautb.

Angebot der Arbeitnehmer.

1 Bäcker,

1 Schneider,

5 Taglöbner,

3 Pferdeknechte, 1 Schweizer,

6 Dienstmädchen, 1 Hausbursche

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1 Metalldreher. 1 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Schreiner, 2 Laufmädchen, 2 Kutscher, Arbeit,

1 Lagerarbeiter, 3 Lauffrauen, 1 Köchin, 13 Lehrlinge.

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Nachfrage der Arbeitgeber.

Waschfrau für ständige 1 Schweizer,

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2 Hausburschen,

13 Dienstmädchen

Bekanntmachung.

Die Benutzung des Schweinemarktplatzes zur Förderung des in der Lahn gewonnenen Eises soll für den laufenden Winter Freitag, den 8. Januar 1897, nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich verpachtet werden,

Gießen, den 7 Januar 1897

Großh. Bülrgermeisterei Gießen. Gnautb.

Stadl. Schlachthaus Freibank.

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