näherer Besichtigung als ein sehr interessantes Schriftstück erwies. Es trug nämlich die Ueberschrift:„Liste meiner sämtlichen Verehrer“ und enthielt weiter etwa zwanzig Namen, deren Träger, wie nunmehr festgestellt wurde, sämtlich einem noch sehr jugendlichen Alter angehören. Während die neugierigen Finder noch mit der Lektüre des zarten Geheimnisses beschäftigt waren, meldete sich als Verliererin des Portemonnaies ein Fräulein, welches auf Befragen ihr Alter auf— sage und schreibe elf Jahre angab.
— Ein Schneesturm wütete am Sonntag mit ungeschwächter Gewalt über einem großen Teil Englands und seiner Küsten. Ueber Shierneß tobte er so stark, daß es für Schiffe unmöglich schien, auszulaufen. Die beiden Schlachtschiffe„Howe“ und„Repulse“, welche bereits ausgelaufen waren, unterbracheu ihre Fahrt und blieben an gesicherter Stelle liegen. Im Kanal entwickelte sich unter heftigem Schnee⸗ und Hagelsturm plötzlich ein Ge⸗ witter mit ungewöhnlich heftigen Entladungen. Die Ver⸗ hältnisse auf dem Kanal erschienen deshalb so unsicher, daß es geratener schien, den Achtuhr⸗Dampfer nach Ostende nicht auslaufen zu lassen. Das Rettungsboot von Har⸗ wich lief am Morgen auf Notsignale hin aus, fand aber, als es die Höhe von Dovercourt erreichte, daß der nach Faversdam gehörige Schooner„Sancho Pansa“, welcher mit einer Kohlenladung nach Ramsgate bestimmt war, schon am Strande lag. Die Besatzung von sechs Mann konnte gerettet werden. Am Nachmittag wurde bei Yar⸗ mouth der Dampfer„Varna“ von London au den Strand geschleudert, die aus achtzehn Mann bestehende Besatzung von der Küstenwache mit dem Raketen⸗Apparat gerettet. Bei Yarmouth wütete der Sturm mit größter Gewalt. Ein anderer noch unbekannter Dampfer strandete bei Winterton. Das Rettungsboot von Harmouth brachte auf Notsignale hin dem Dampfer„Ardle“ Rettung. Als es von seiner gefahrvollen Fahrt nach glücklicher Ab⸗ bringung des Dampfers im Schlepptau eines einlaufenden Schleppdampfers zurückkehrte, riß das Tau und das Ret⸗ tungsboot wurde an das Ufer geschleudert und zertrüm⸗ mert. Die Mannschaft konnte sich retten. Im Hafen von Yarmouth rissen sich zwei Dampfer los und wurden in ihm umhergeschleudert. Sie rissen dabei zwei kleinere Fahrzeuge mit los und zertrümmerten dieselben. Die Mannschaft konnte gerettet werden. Auch aus Gryms by laufen schlimme Nachrichten ein. Vier kleinere Fahrzeuge sind in der Nähe gescheitert, die Mannschaft wurde ge⸗ rettet. Die Schutzwehr für das neue im Bau begriffene Dock ist zum Teil fortgewaschen. Man hegt größte Be⸗ fürchtungen bezüglich der ausgelaufenen Fischereiflotte. Südlich von Whitby ist, angespülten Trümmern nach zu urteilen, ein Kohlenschiff mit seiner gesamten Mannschaft untergegangen. Die Schutzdämme an der Tynemündung vor Shields sind trotz ihrer massiven Konstruktion in einer Ausdehnung von 20 Metern weggerissen worden. Auch aus dem Innern des Landes wird mannigfacher Schaden gemeldet. Bei Petersborough rannte sich ein Güterzug fest und entgleiste. Von vier Plätzen auf dem Lande wird das Umkommen einzelner Personen im Schnee ge⸗ meldet.
— Ein Wettbewerb für Journalisten. Das zweitälteste Blatt Spaniens„El Diario de Zaragoza“, feierte dieser Tage das Hundertjahrfest seiner Gründung. Aus diesem Anlaß eröffnete die Zei⸗ tung einen eigenartigen journalistischen Wettbewerb um bedeutende Geldpreise. Preisrichter sollen zwei Chefredak⸗
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teure, ein Dramatiker, ein Novellist, ein Possendichter, ein militärischer Schriftsteller und zwei Berichterstatter von Provinzblättern sein, die sämtlich in Madrid wohnen müssen. Die gestellten Aufgaben find: Plauderei über irgend einen Gegenstand, mit Ausnahme der Politik. Zwei„Interviews“ mit hervorragenden Gelehrten und Industriellen. Kritik über ein im Laufe des Monats Januar in Madrid aufgeführtes Drama. Ein Artikel über die kaufmännischen, landwirtschaftlichen und finan⸗ ziellen Verhältnisse in Saragossa. Biographie eines ver⸗ storbenen hervorragenden Zeitungsschreibers. Eine Arbeit über die Meinung der militärischen Presse über die Be⸗ ziehungen der bürgerlichen Presse zum Heer. Ferner soll demjenigen Berichterstatter ein Preis zuerkannt werden, welcher innerhalb der festgesetzten Zeit in Madrid das am kürzesten gefaßte, aber zugleich interessanteste Tele⸗ gramm aufgiebt.
— Fürstin Chimay und das Tingel⸗ tangel. Die Fürstin Chymay soll nach einem Gerücht, daß sie mit den ihr verbliebenen 80 000 Franks Rente ihr Loben nicht fristen könne, ihre Vermögenslage dadurch aufzubessern suchen wollen, daß sie auf Spezialitäten⸗ theatern auftrete. Das wurde zwar widerrufen, aber Direktor Baron vom Wintergarten in Berlin telegraphierte ungesäumt an die Fürstin von Budapest:„Wenn Sie sich zu öffentlichem Auftreten entschließen können, bieten wir Ihnen und Rigo 1000 Franks für den Abend.“ Den weiteren Verlauf dieser Verhandlungen erzählt das„Kl. Journal“: Auf diese freundliche Aufforderung erfolgte keine Antwort, und auch ein zweites Telegramm, in der Baron sich anbot, sofort persönlich nach Pest zu kommen, blieb unbeantwortet. Da besann er sich auf das unga⸗ rische Herz in seiner Brust, er telegraphierte direkt an den Zigeunerprimas und erhielt zunächst von der Zofe der Gnädigen folgendes Telegramm:„Kommen Sie, wenn Sie wollen.“ Dann depeschierte Herr Rigo selbst: „Kommen, wenn 3000 Mark pro Abend und Reise be⸗ zahlen.“ Auf diese von ungemein praktischem Sinne zeugende Antwort reiste Direktor Baron unverzüglich nach Pest und quartierte sich in demselben Hotel ein, in dem auch das Liebespaar wohnte. Die mündlichen Verhand⸗ lungen waren bald im Gange. Die Fürstin erklärte, daß sie, ehe ihre Scheidung vollzogen, sich definitiv zu nichts verpflichten könne Am 19. Januar sei der Termin in ihrem Ehescheidungsprozeß angesetzt und sie hoffe bestimmt, gleich in diesem ersten Termin geschieden zu werden, da sie sich ja thatsächlich in flagranti habe ertappen lassen. Sobald die Scheidung erledigt, sei sie jedoch bereit, zur Spezialitätenbühne überzugehen. Als Direktor Baron ihr nun vorschlug, sie solle sich einige Lieder einstudieren und sich dabei von Rigo begleiten lassen, meinte die Fürstin, die während dieser Verhandlungen noch im Bette lag, das ginge nicht, denn ihre Stimme klinge wie ein zer⸗ brochener Topf. Auch auf die Anregung, etwas auf dem Klavier vorzutragen, während Rigo die Geige dazu spielte, wollte sie nicht eingehen, aber sie erklärte sich bereit, in lebenden Bildern zu stehen, wie sie es in New⸗York und Paris zu wohlthätigen Zwecken schon oft gethan habe. Direktor Baron machte dagegen geltend, es würde das Publikum möglicherweise verletzen, wenn sie ihren Körper derartig zur Schau stellte, aber die Fürstin teilte diese Bedenken nicht und meinte, Baron würde mit den„leben⸗ den Bildern“ jedensalls ausverkaufte Häuser machen. Darauf telegraphierte Baron sofort an Marchand, den Direktor der Folies Bergeres in Paris, um mit ihm zu⸗
sammen has Geschäft für Berlin und Paris zu machen, und Marchand traf denn auch schon am nächsten Tage in Pest ein. Er bot der Fürstin alsbald 4000 Franks pro Abend, wenn sie bis zu ihrer Scheidung vierzehn Tage lang in Paris bei ihm auftreten wolle, sie könne schon am nächsten Tage mit ihm abreisen. Die Fürstin hatte dies Anerbieten schon angenommen, da ereignete sich ein interessanter Zwischenfall. Ein Cousin Rigos, natür⸗ lich auch ein Zigeuner, stürzte atemlos ins Zimmer und meldet, soeben sei die Nachricht gekommen, Fürst Chimay sei mit zwei Aerzten von Brüssel nach Pest unterwegs, um die Fürstin auf ihren geistigen Zustand untersuchen zu lassen. Schon dachte man an schleunige Flucht, aber die Fürstin erklärte, jetzt bleibe sie unter allen Umständen in Pest. Sie stehe dort unter dem Schutze einer ritterlichen Nation und sei überzeugt, daß sich in Ungarn keine Aerzte finden, die sie für verrückt erklären, und erst recht keine Richter, die ihnen das glauben würden. Den Brief, den sie statt eines Kontrakts mit Marchand ausgetauscht hatte, nahm sie wieder zurück und bedauerte, daß sie unter diesen Verhältnissen nicht nach Paris reisen könne. Als Direktor Baron sich bald darauf von der Fürstin verabschiedete, versprach sie ihm mit Wort und Handschlag:„Wenn ich geschieden bin, komme ich zu Ihnen nach Berlin!“
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 7. Februar, 5. nach Epiphanias. Gottesdienst. In der Stadtkirche: Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Grein. Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche.
Donnerstag, den 11. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal Neustadt 61: Ev. Marci 6. 45 und folgende. Pfarrer Dr. Grein.
In der Johanneskirche: Vormittags 9½¼ Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgeme inde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Beichte und heiliges Abendmahl für die Johannesgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.
Montag, den 8. Februar, abends 8 Uhr: Bibel⸗ stunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. 3. Jo⸗ hannesbrief. Des Apostels Leiden und Freuden. Pfarrer Dr. Naumann.
Neueste Telearamme.
Hd. Berlin, 3. Februar. In der gestrigen Sitzung des Bundesrates wurde dem Antrage betreffend Be⸗ schränkung der Einfuhr aus Asien zur Verhütung der Ein ⸗ schleppung der Pest die Zustim⸗ mung erteilt.
Hd. Berlin, 5. Febr. Die freisinnige Vereinigung hat im Reichstag den An⸗ trag eingebracht, den Reichskanzler um Vor⸗ legung einer Denkschrift über die Wirkung der Handels verträge zu ersuchen.
Hd. Paris, 5. Febr. Eine Depesche aus Marseille dementiert das Gerücht, daß im
Lazarett von Frioul ein Fall von Beulen⸗ pest konstatiert worden ist. Hd. Paris, 5. Februar. Der Minister des Innern, Barthon, wird von den gemäßigt republikanischen Blättern heftig ange⸗ griffen, weil er in den Streit zwischen dem sozialistischen Pariser Stadtverord⸗
neten⸗Vorsteher und dem Seine⸗-Prä⸗
fekten für den Ersteren Partei griffen hat.
Hd. Paris, 5. Februar. Die Deputierten⸗ kammer hat das Zuckersteuergesetz mit 282 gegen 239 Stimmen angenommen.
Hd. Chambery, 5. Februar. Bei Bourg wurden zwei Sergeanten und vier Sol- daten vom 1. Alpenjäger-Bataillon von einer Schnee⸗Lawine in die Tiefe gerissen. Die zwei Sergeanten, die unter dem Schnee be⸗ graben sind, wurden noch nicht aufgefunden. Von den aufgefundenen vier Soldaten ist einer tot, die andern drei verletzt.
Hd. Rom, 5. Februar. Die Studenten beschlossen vom Karneval fernzubleiben bis sie Genugthuung erhalten haben.
Hd. Brüssel, 5. Febr. Die Ueber ⸗ schwemmung nimmt in ganz Belgien eine bedrohliche Aus⸗ dehnung an. Zahlreiche Indu⸗ striestädte im östlichen Belgien stehen unter Wasser. Die Fluten richten besonders Verheerungen in dem Badeorte Spaa an, wo zahl⸗ reiche Villen beschädigt wurden. Das Wasser drang bis zum Kasino vor;
er⸗
auch die Villa des Königs ist bedroht.“
Hd. Lüttich, 5. Februar. Infolge plötz⸗ lichen Tauwetters ist die Masas aus ihren Ufern getreten. Die Schifffahrt ist unterbrochen.
Hd. Neapel, 5. Februar. Gestern kamen ernstliche Zusammenstöße zwischen der Polizei und demonstrierenden Stu⸗ tenten vor, wobei es auf beiden Seiten Verwundete gab. Neue Unruhen
werden befürchtet.
Hd. Belgrad, 5. Febr. In der Natalien⸗ Schule explodierte während der Chemie⸗ ein Behälter mit Lene er
Stunde Sämtliche Schülerinnen, sowie Professor erlitten Brandwunden.
Sterbefälle. Am 4. Februar. Professor Dr. Otto Buchner, 68 Jahre alt, Realgymnasiallehrer i. P. dahier, Frankfurterstraße 33. Die Beerdigung findet Samstag, den 6. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.
Bekanntmachung.
Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für Konfirmanden auf Ostern 1897, bestehend in Knaben⸗Anzügen von schwarzem Cheviot, in schwarzem Cachemir zu Mädchenkleidern, Futter dazu, weißem und farbigem Flanell, soll im Submissionswege vergeben werden und sind desfallsige Offerten unter Beischluß von Mustern bis spätestens zum 15. d. Mts. bei Herrn Hospitalverwalter Grüneberg verschlossen abzugeben.
Gießen, den 4. Februar 1897.
Die Armen Deputation der Stadt Gießen. Wolff.
Bekanntmachung.
Die Lieferung des Armenbrotes und des Bedarfs des Blülrgerhospitals an Brot, Wecken, Kuchen, Mehl, Milch, Fleisch, Schmalzfett, Kolonialwaren, Hüllsenfrülchten, Seife, Petro⸗— leum, Butter, Eier pp., sowie die Fertigung der Schuhe und Särge für Arme pro 1897/98 soll im Wege der Submission vergeben werden und find Offerten hierauf verschlossen unter Beifügung von Mustern bis zum 15. d. M. bei dem Armenamt, bei welchem auch die Be— dingungen eingeseben, sowie die zur Submisston auf Kolonialwaren pp. zu verwendenden For- mularien bezogen werden können, einzureichen.
Gießen, den 4. Februar 1897.
Die Armen⸗Deputation der Stadt Gießen.
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Oberförsterei Haiger. Samstag, den 6. Februar, morgens von 10 Uhr ab, werden in der Schule zu Fellerdilln nachstehende Hölzer aus dem Staatswalde, Schutzbez. Steinbach, Distrikt 54 Alteschorn öffentlich versteigert: Eichen: 108 rm Scheit, 63 xm Knüppel; Buchen: 839 rm Scheit, 55 rm Knllppel, 1130 rm ungeformte Reiser. And. Laubh.: 21 rm Knullppel. Außerdem werden 154 Klg. alte Akten, welche auf der Oberförsterei anzusehen sind, unter der Bedingung des Einstampfens versteigert.
Ausschreibungen.
Gießen. Der auf dem biesigen Bahnbofpbestehende alte sogen. Köln-Mindener Güter- schuppen soll auf Abbruch verkauft werden. Die dem Verkauf und Abbruch zu Grunde gelegten Bedingungen können in dem Bureau des Regierungsbaumeisters Horstmann auf Bahnhof Gießen(Empfangsgebäude) eingesehen werden. Die mit entsprechender Aufschrift versehenen und verschlossenen Angebote sind bis zum 17. Februar, vormittags 11 Uhr, kostenfrei an die Kgl. Eisenbahn⸗Betriebsinspektion 2 Frankfurt a. M. einzusenden. Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen. Zur Erbauung eines phystkalisch⸗cbemischen Instituts der Landes-Universi ät zu Gießen sollen folgende Arbeiten durch öffentliches Angebot vergeben werden: 1. Maurer⸗ arbeit, bestehend in Ausführung von ca. 470 ebm Erdaushub, ca. 1255 ebm Bruchstein⸗ mauerwerk, ca. 3000 ebm Backsteinmauerwerk, ca. 120 qm Sockelverkleidung mit Basaltlava, ca. 320 qm Sockelverkleidung mit roten Sandsteinen, ca. 1730 qm Verblendung mit Blend backsteinen, ca. 23 ebm Hausteinen in Basaltlava. 2. Steinhauerarbeit. Los a: 200 ebm bellfarbige graue oder grau grüne Sandsteine; Los b: 45 ebm e rote Sandsteine; Los o: 45 cbm Basaltlavasteine. 3. Cementlieferung, bestehend in Lieferung von 100 Tonnen Portland Cement. 4. Walzeisenlieferung, bestend in Lieferung von ca. 40 000 kg gewalzten I.Trägern 5. Grobschlosserarbeit, bestehend in Montieren von ca. 29 000 kg gelieferter eiserner Träger, ca. 1500 kg Verbindungsteile dazu, ca. 3000 kg sonstiges Eisenwerk, 150 lfde Meter Schneefanggitter, 180 lfde. Meter eisernes Geländer. Die Angebotsunterlagen könneu im Amts. lokal der Baubebörde für die Universitäts-Neubauten zu Gießen(Goethestraße 52) eingesehen und zum Selbstkostenpreise, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Gebote find bis Don⸗ nerstag, den 25. Februar, vormittags 10 Ubr, verschlossen und mit der Aufschrift „Angebot“ versehen, einzureichen. Zuschlagsfrist: 4 Wochen.
i Braunfels. Zu Leun ist eine zu 155 Mk. veranschlagte Straßenarbeit auszuführen. Die Vergebung findet am 10. d. M., vormittags 11 Uhr, in dem Amtszimmer der hiesigen Bürgermeisterei statt.
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