Ausgabe 
6.1.1897
 
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wurde das Mädchen nach einem langen Verhör verhaftet.

Wetzlar, 4. Januar.(Strafkammersitzung.) Unter großem Andrange des Publikums, besonders der Berg⸗ und Hüttenarbeiter, wurde heute gegen den Schacht⸗ meister Karl Müller von Nauborn und den Bau⸗ unternehmer Heinrich Neuhof von Wetzlar wegen fahrlässiger Tötung verhandelt. Der Anklage liegt fol⸗ gender Thatbestand zugrunde: Am 20. November v. J. wurden bei dem Laden des Sandes der an der Sophien⸗ hütte gelegenen Schlackenhalde vier Arbeiter ver⸗ schüttet, von denen drei ihr Leben einbüßten. Wie die näheren Untersuchungen ergaben, ist dieses Unglück lediglich durch die Nachlässigkeit der beiden Angeklagten herbei⸗ geführt worden, da diese nicht die nötigen Vorschrifts⸗ maßregeln zur Verhütung von Unfällen getroffen hatten. Der Angeklagte Neuhof erklärt, im September v. J. sei ihm die fragliche Arbeit von der kgl. Eisenbahndirektion übertragen worden, er hätte die übrige Ausführung seinem verantwortlichen Schachtmeister Müller überlassen, während er nur wenig anwesend gewesen sei. Ferner erklärt Neuhof, noch zwei Tage vorher dem Mitangeschuldigten anbefohlen zu haben, er solle ja vorsichtig bei dem Ver⸗ laden umgehen und durchaus nicht an der Sohle des Schachtes arbeiten lassen. Der Angeklagte Müller schildert sodann den Vorfall und erklärt weiter, er habe keine selbständige Stellung bekleidet, sondern Neuhof habe die Oberaufsicht über ihn geführt. Derselbe habe auch öfter gesehen, daß unten gearbeitet worden sei. Ferner fügt der Angeklagte hinzu, die Arbeit sei in der Mitte der Halde, die eine Böschung von ungefähr 45 gehabt habe, begonnen worden. Gefahr habe er niemals bemerkt. Auch seien ihm keine Risse sichtbar geworden, bis an dem fraglichen Tag, woselbst er oben einen solchen von Finger⸗ breite bemerkt habe und auch hierauf von dem Arbeiter Röhrig aufmerksam gemacht worden sei. Es seien un⸗ gefähr 40 Mann in dem Schacht beschäftigt gewesen. Kaspar Müller von Wetzlar, welcher am fraglichen Tage dort mit Verladen von Sand beschäftigt war, hat vor dem Vorfall einen Riß in der Wand bemerkt, welcher sich von oben bis unten hinzog; er habe sich gleich nichts Gutes vorgestellt. Weiter erklärt der Zeuge, der Arbeiter Eccarius habe am Mittag einen Schuß gelegt und, nach⸗ dem die Masse losgelöst worden sei, hätten sie mit dem Verladen begonnen, welche Arbeit jedoch durch den nach 5 bis 6 Minuten stattgehabten Sturz der Masse, die sich von der Höhe der ganzen Wand losgelöst und die Arbeiter verschüttet, unterbrochen worden sei. Aufseher Müller habe während des Vorfalls sein Mittagessen verzehrt. Auf Befragen bekundet der Zeuge, daß während der Abwesen⸗ heit des Anfsehers keine Aufsicht gewaltet habe. Berg⸗ mann Hofmann von Niedergirmes sagt aus, seiner Ansicht nach sei von Anfang an die Arbeit nicht vor⸗ schriftsmäßig gehandhabt worden, indem die Wand bis zur Manneshöhe zwei Meter tief unterminiert worden sei. Die unterminierte Stelle sei jedoch nicht gestützt worden. Zeuge Konrad Röhrig wlll nicht gesehen haben, daß die Unfallstelle unterminiert war, er kann sich jedoch noch erinnern, daß Neuhof die Arbeiter einmal gewarnt hat, sich in Acht zu nehmea. Der Arbeiter Grünewald von Wetzlar, welcher auch mit verunglückte, jedoch noch rechtzeitig ausgegraben wurde, bekundet, es sei nur von oben herunter gearbeitet worden. Auf seinen Eid aufmerksam gemacht, erklärt der Zeuge weiter, er habe ungefähr einen Meter über der Sohle gearbeitet, als die Gesteinmasse abgestürzt, ihn zurückgeschleudert und bis zum Halse begraben hatte. Neuhof habe die Arbeiter aufs strengste gewarnt, unten zu arbeiten. Am 20. Nov. mittags habe schon die Sache gefährlich ausgesehen, da

sich ein fingerdicker Riß durch die ganze Wand gezogen habe und die losgelöste Masse ungefähr einen Meter vreit gewesen sei; er habe Müller auch hiervon in Kenntnis gesetzt, der ihm jedoch erwidert hätte, es sei nicht so schlimm. Zeuge Heinrich Vogel III von Alten⸗ stedten hat den Riß schon einige Tage vorher gesehen und auch den Schachtmeister Müller, sowie einen Fuhrmann davon unterrichtet. Auch hat der Zeuge wahrgenommen, daß sowohl oben als auch unten gearbeitet wurde. Der Arbeiter Friedrich Nagel von Klein⸗Altenstädten erklärt, er sei auch an der fraglichen Stelle beschäftigt gewesen. Seiner Ansicht nach war dort sehr gefährlich zu arbeiten, da unterminiert gewesen sei. Während er noch zu einem Kollegen gesagt habe, hier sei es gefährlich, wäre die ganze Masse von oben herabgestürzt. Müller habe oft geschimpft, wenn durch die nachrutschende Masse das Geleise gesperrt gewesen sei. Niemand hätte sich aber erlaubt, ihm etwas zu erwidern, da man sonst seiner Entlassung gewärtig gewesen sei. Zeuge glaubt be⸗ stimmt, daß das Unglück durch das Unterminieren her⸗ beigeführt wurde. Dem Arbeiter Röhrig soll früher schon einmal ein ähnliches Unglück an dieser Stelle vorgekommen sein, was von diesen bestätigt wird. Nagel erklärt weiter, daß vor dem Unfall keine Unfallverhütungsvor⸗ schriften ausgehängt hätten. Neuhof habe ganz sicher gesehen, daß die Wand unterminiert gewesen sei. Zeuge Wilhelm Protextor von Gleiberg erklärt, die Ar⸗ beiter seien stets auf die Vorschriftsmaßregeln aufmerksam gemacht worden, er wisse mit Bestimmtheit, daß die Stelle nicht unterminiert gewesen sei, er sei noch am Morgen des fraglichen Tages an der Unglücksstelle vorbeigekommen und habe nichts bemerkt. Arbeiter Mandler von Wiesmar will einmal unten gearbeitet haben, worauf ihn Neuhof nach oben geschickt und ihm verboten habe, unten zu arbeiten. Fuhrmann Bernhardt von Wetzlar, sowie Bruchmeister Zahner, wollen nichts von der Unterminierung gesehen haben. Direktor Nord⸗ mayer stellt Müller das beste Zeugnis aus. Von Neu⸗ hof, den er nur persönlich kennt, weiß er nichts Beson⸗ deres zu berichten. Auf Antrag des Staatsanwalts werden die Aussageu des Zeugen Protextor protokolliert. Hierauf beantragt der Staatsanwalt Haftbefehl gegen diesen Zeugen, wegen dringenden Verdachtes des wissent⸗ lichen Meiueids, zu erlassen, welchem Antrag nicht statt⸗ gegeben wird. Um ½2 Uhr wird die Verhandlung bis Nachmittags 3 Uhr ausgesetzt. Nach der Unterbrechung der Verhandlung erließ der Staatsanwalt Haft⸗ befehl gegen Protextor, welcher vor dem Gerichts⸗ gebäude in Empfang genommen und geschlossen nach dem Untersuchungsgefängnis gebracht wurde. Um 3 Uhr wurde die Verhandlung fortgesetzt. Zeuge Heinrich Hedderich von Wetzlar erklärt, von Seiten des Auf⸗ sehers Müller sei ihm der Auftrag erteilt worden, die gefährlichen Stellen wegzuschaffen. Vor dem Unglücksfall seien schon eine Menge Schlacken abgestürzt. Die Zeugen Birk von Nauheim, Hammer und Kahn von Herrmannstein, wollen von Neuhof auf die Vorschriften aufmerksam gemacht worden sein. Zeuge August Daußmann von Wetzlar bekundet, es sei sicher, daß der fragliche Plock, der wohl etwas vorgestanden zum Abschießen bestimmt gewesen sei. Der Sßhieß⸗ meister habe ihn bestimmt, die Schicht auszuhöhlen. Sachverständiger Obersteiger Ketter sagt aus, bei Stein⸗ brüchen könnte man bis auf einen Winkel von 45 löschen. Die senkrechte Abböschung sei im Fragefalle nicht zulässig, da gewöhnlich bei solchen Schichten Luftrisse entstehen würden. Regierungsrat Kiehl erklärt, die Polizei habe, wie dies gesetzlich erforderlich sei, keine Kenntnis von dem fraglichen Betriebe erhalten, sonst

wären] die J nötigen Vorsichtsmaßregeln getroffen worden.

Die ganze Art des Baues sei eine für die Arbeiter ge⸗ fährliche gewesen. Das Unternehmen sei nur bei Aus⸗ nahmefällen gestattet, jedoch müsse hierzu erst die Erlaubnis erteilt sein. Nachdem noch einige Sachverständige ver⸗ nommen sind, beantragt der Staatsanwalt gegen jeden der Angeklagten ein Jahr Gefängnis. Das Gericht erkannte nach halbstündiger Beratung auf je neun Monate Gefängnis. Neuhof, welcher sich seither noch auf freiem Fuße befand, wurde sofort in Haft genommen.

Vermischtes.

Zigeuner und Prinzessin. des belgischen Prinzen Chimay, eine hübsche reiche Amerikanerin, ist mit einem in Paris mustzierenden ungarischen Zigeuner Janos Rigo durchgegangen. Der Prinz läßt sich von seiner Gemahlin und der ebenfalls verheiratete Zigeuner von seiner Frau scheiden. Prin⸗ zessin und Zigeuner wollen ein eheliches Paar werden. Von dem Zigeuner, dem die Prinzessin ihre Stellung und ihr Vermögen opfert, entwirft der PariserFigaro fol⸗ gende Schilderung: Es ist ein großer, magerer, ungefähr 35jähriger Mann mit einem struppigen Schnurrbart und von unbedeutendem Aussehen. Mit seinem glatt anliegen⸗ den, von Pomade glänzenden und in der Mitte abge⸗ teilten Haar macht er den Eindruck eines Friseurgehilfen. Sein Gesicht weist markante Blatterspuren auf. Der Verführer ist also nichts weniger als ein Adonis, sein Zaubermittel war also gewiß das Violinspiel, seine Geige. Das jüngste Kapitel dieses absonderlichen Liebesromans skizziert eine Depesche aus Budapest, welche besagt: Die ihrem Manne durchgebrannte Herzogin Chimay verbrachte die Weihnachtsfeiertage in der Hütte der Eltern ihres Ge⸗ liebten, des Zigeunerprimas Jancsi.

Ein Wilderer⸗Wagestück. Aus Aussee wird derN. Fr. Pr. berichtet: Fürstlich Kinskische Jäger stießen mit Wilderern, die eben einen Gemsbock er⸗ legt hatten, an der Grenze der fürstlich Hohenloheschen Jagd auf dem Grat der Triffelwand zusammen. Die Wilderer, denen die Flucht versperrt war, fuhren über die steile Felswand ab. Ciner, dessen Blutspuren man bis Ober⸗Tressen verfolgen konnte, scheint entkommen zu sein; der andere flog über die hohe Wand hinunter, und seine Leiche konnte noch nicht gefunden werden.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtperordneten Versammlung,

Donnerstag, 7. Januar 1897, nachm. Uhr.

Die Gattin

1. Vorlage der Rechnung der Stadt Gießen pro 1895/96 und Erstattung des Verwaltungsberichtes.

2. Erläuterung der Revisionsbemerkungen zur Rech⸗ nung der Stadt Gießen pro 1894/95.

3. Die Erhebung der evangelischen Lokalkirchenste uer.

4. Gesuch des Heinrich Benner II dahier um pacht⸗ weise Ueberlassung einer städtischen Wiese an der Lahn für die Zwecke seiner Badeanstalt.

5. Umbau des früher Matteißschen Hauses in der Frankfurterstraße; hier: Austausch von Gelände.

6. Das Gerätemagazin auf Oswalds Garten; hier: Errichtung einer Wohnung in demselben.

7. Gesuch des Ausschusses für Errichtung eines Kriegerdenkmals um Ueberlassung des Marktplatzes für das Denkmal.

A N

Neueste Telegramme.

Hd. Wien, 5. Januar. Wie dasNeue Wiener Journal unter Reserve mitteilt, soll schon in den nächsten Tagen eine kaiserliche Kabinettsordre erscheinen, durch welche die Kronprinzessin-WitweeErzherzogin Stephanie mit der repräsentativen Vertretung der Kaiserin betraut wird.

Hd. Triest, 5. Jan. La Sora meldet aus Rom, daß die griechische Regierung die Be⸗ stellung von 100,000 Gewehren bei der italienischen Waffenfabrik rückgängig gemacht habe, weil die österreichische Waffen⸗ fabrik ein besseres Angebot eingereicht habe, das acceptiert wurde.

Hd. Paris, 5. Jan. Aus Tou⸗ louse wird telegraphiert, daß ein Protest der Delegierten Senats wähler gegen die bei den Wahlen vor gekommenen Unregelmäßig⸗ keiten an den Präsidenten des Senats gerichtet werden wird. Bekanntlich sind zu Toulouse Constans und Hebrard unterlegen. 0

Hd. Paris, 5. Jan. Ein Lieutenant des 12. Alpen- Regiments stürzte während eines Auszuges in eine 150 Meter tiefe Schlucht. Seine Leiche wurde nach Annecy gebracht.

Hd. Paris, 5. Jan. Im ofsiziösen Marine⸗Archiv werden aber U r luste der französischen Armee a uf Madagaskar folgende Zahlen veröffentlicht: Von 22 850 Mann sind 7498 gestorben. Von den Genietruppen wurden zwei Drittel weggerafft. Von den 8000 Kabylen erlagen 3000.

Hd. Rom, 5. Januar. Der Papst ist seit zwei Tagen erkrankt. Seine Umgebung soll ernste Besorgnisse hegen.

Hd. New York, 5. Januar. In Illinois herrscht ein starker Orkan. Die Mehrzahl der Brück ein wurde von den ausgetretenen Wasser⸗ läufen fortgerissen. Die Ein wohner aus der Ebene fliehen uach dem Gebirge. Der Eisen⸗ bahn verkehr ist unterbrochen. Der Schaden ist ungeheuer.

Marktpreise.

Gießen, den 5. Januar. Auf dem heutigen Vo henmarkte kostete: Butter ver Pfd. 80 95, Hühner⸗ eier 1 St. 78, Enteneier, Gänseeier, Käse 58, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 5060 Pfg., Hühner p. St. 90 1,00, Hahnen 60- 100, Enten 1,50 1,70, Gänse per Pfund 50-60, Ochsenfleisch 66 74, Kuh- und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 5666, Schweinefl., gesalz. 70 72, Kalbfleisch 50 54, Hammelfleisch 50 65, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50 5,00, Zwiebeln per Zentner 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen

Verdingung von Wagner⸗

Holzversteigerun und Schmiedearbeit. W teig 9

Gießener Stadtwald.

Die Anfertigung und Lieferung eines vierrädrigen gedeckten Kehrichtwagens, eines vierrädrigen gedeckten Schlamm karrens und dreier Handkarren soll Donnerstag, den 1A. d. M.,

vormittags 11½½ Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeits- beschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote, auf bei uns erhältlichem Vordruck, sind bis zum ge nannten Termin verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzu reichen. Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 2. Januar 1897.

Das Stadtbauamt. Schmandt.

Nutzholz⸗Verkauf.

Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 45 km von Gießen entfernt und an chaussierte Abfuhrwege angrenzend, soll das folgende, zu Scheit-, Schwellen-, Bau- und Grubenholz pp. geeignete Eichenstammholz submissionsweise ver geben werden:

Schnitt- und

Bau- und

Distrikt. Schwellenbolz Grubenbolz Stck. fm Stck km

Stadt ald 7 117 126,74 5 e

1 52 25 18,68 38 16, 15

1 61b 55 35,98 159 59,55

5 76 122 85,85 590 228,67 Gegen Bürgschaftsleistung binnen 14 Tagen nach Genehmigung wird sechs monatlicher Zahlungstermin und

Abfuhrtermin bis zum 15. Mai 1897 fesigesetzt.

Die Offerten sind bis zum 15. Ja⸗ nuar 1897, vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, wo selbst die Eröffnung stattfindet.

Die Gebote können für das Schnitt und Schwellenholz. sowie andererseits für das Bau- und Grubenholz im Ganzen und auch abteilungsweise ein gelegt werden.

Nähere Auskunft erteilen die unter zeichnete Stelle und die Forstwarte Brück zu Gießen und Brück zu Rödgen.

Gießen, den 19. Dezember 1896 Großh Hess. Bürmgermeisterei Gießen. Gnauth.

Montag, den 11. Januar 1897, vor⸗ mittags 9% Uhr beginnend, sollen im Fernewald in den Distrikten Schültzen⸗

acker und Lengfeld versteigert werden: 22 Stück Eichenstämme mit 4,11 fm, 1 Kirschenstamm 0,62

265 Fichten und Kiefernstämme mit 107,85 fm, 307 Fichtenstangen m. 30,09 fm,

41 rm Buchenscheitholz, 6Eichen⸗ 1 2 Viren- 2 Aspen⸗ 1

20Nadel⸗ 5 28Buchenknüppelbholz, 8Eichen-

83Nadel- 1 15 Buchenstockbolz, 62Nadel-* 4520 Wellen Buchenreisig, 4130 made Die Zusammenkunft ist auf den Steinbacher straße am Pflanzgarxten. Gießen, den 4 Januar 1897 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnautb.

Holz⸗Versteigerung.

Mittwoch, den 13. Jauuar werden aus dem Distrikt Buchenberg 57 versteigert:

112 Kiefserustämme von 22 bis 45 em Durchmesser, 5 bis 14 m Länge mit 81,32 fm; hiervon mehrere Stämme zu Schnittholz geeignet

Eichen: 2 rm Knüppel, 50 Wellen und 3 rm Stöcke.

Nadelholz: 68 rm Knüppel, 1420 Wellen, 38 xm Stöcke.

Zusammenkunft morgens Uhr auf dem Watzenborner Weg bei dem Bihnwärterhaus.

Nähere Auskunft erteilt Großh. Forstwart Schlag zu Baumgarten

Gießen, den 2. Jannar 1897.

Großh. Oberförsterei Schiffenberg Heyer.

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