Ausgabe 
4.5.1897
 
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ihrem Bestehen waren 3251 männliche Personen in der Anstalt.

* Offenbach, 1. Mai. Die ausständigen Fabrikschuhmacher beschlossen in einer gestern Vormittag abgehaltenen Versammlung, die Arbeit wieder aufzunehmen und die noch schwebenden Lohnfragen durch Beratungen der einzelnen Kommissionen mit den Arbeitgebern zu erledigen. Auf diesen Beschluß, der den ver einigten Fabrikanten schriftlich zugestellt wurde, haben diese ihrerseits Beratung abgehalten und deren Ergebnis dem Ausschuß der Arbeiter mit⸗ geteilt. 8 lautet dahin, daß, bevor der Streik nicht offiziell aufgehoben und die beingungs⸗ lose Aufnahme der Arbeit zugesagt ist, kein ausständiger Arbeiter eingestellt werden könne.

* Mainz, 30. April. Zu der Mitteilung, daß auf Fort Welsch ein Soldat, der dort Posten gestanden, mit zerschmettertem Gesicht aufgefunden worden sei, kann der Mainzer Anzeiger Folgendes berichten:Der Vorgang hat sich nicht am Fort Welsch, sondern auf der Esplanade Weisenau abgespielt. Der Posten wurde nicht mit zerschmettertem Gesicht aufgefunden, sondern er hat nur eine geringe Verletzung am rechten Auge. Der Mann ging auch nicht mit geladenem Gewehre. Der Mus ketieyr Zey von der 10. Kompagnie des Regi⸗ ments Nr. 88 war auf Neuthorwache und be zog dort den Posten am Friedenspulvermagazin auf der Esplanade Weisenau. Nachts gegen 1 Uhr gab Zey zwei Schüsse ab. Posten am Pulvermagazin führen wohl scharfe Patronen bei sich, doch haben sie nicht ständig geladen. Beim zweiten Abfeuern blieb der Schuß in dem Ge wehre stecken und letzteres platzte, wobei Zey am rechten Auge nur geringfügig verletzt wurde. Er gab an, daß er geschossen, weil er Angst ge⸗

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* Vetzberg, 3. Mai. Herr Friedrich Leibenguth aus Wellesweiler, Kreis Ottweiler, ist zum Lehrer an der hiesigen neuerrichteten evangelischen Schule ernannt worden. Endlich! Die Einweihung der neuen Schule, zu welcher die Lehrer der Umgegend, sowie die Behörde er scheinen werden, findet nächsten Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, statt.

Vermischtes.

Ein neuer Motor. Aus Augsburg teilt die dortigeAbendztg. mit: In der Maschinenfabrik Augs⸗ burg wurde dieser Tage einem geladenen Publikum von Technikern und Interessenten zum ersten Male ein neuer, vom Ingenieur bei dieser Fabrik, Diesel, erfundener Motor vorgeführt, welcher nach dem Urteil gewiegter auswärtiger Fachleute eine Umwälzung auf dem Gebiete der Kraft⸗ maschinen bedeutet. Der Motor, welcher sich durch höchste Einfachheit auszeichnet, verlegt die den Kolben treibende Explosion in den Cylinder selbst, indem die Explosion mittelst durch starke Komprimirung erhitzter Luft herbei⸗ geführt wird. Der Hauptvorteil des neuen Motors ist höchste Ausnützung des Heizmatertals.

Der Lehrer in der Uckermark. Bei dem Brande des altersschwachen, mit Stroh bedeckten Schul⸗ hauses in Gr.⸗Fredenwalde bei Gerswalde in der Ucker⸗ mark hat die junge Lehrersfrau den Tod in den Flammen gefunden, während die Schulkinder, der Lehrer und sein kleines Kind gerettet wurden. Das alte Schulhaus war kaum noch bewohnbar, trotzdem blieb es im Gebrauch, weil nach derVoss. Ztg. der Patron, Herr v. Arnim⸗ Gr.⸗Fredenwalde keine Beitragspflichteu zu einem Neubau zu haben glaubt, die nur aus Büdnern und kleinen Eigen⸗ tümern bestehende Gemeinde dagegen zu arm ist, um einen Neubau auszuführen. In dem Dorfe Fergitz, Post Gers⸗ walde, Patronat v. Arnim⸗Suckow, befindet sich auch noch ein solch fragwürdiges, mit Rohr gedecktes Schulhaus, dessen Dach bequem von einem Manne mit der Hand zu erreichen ist.

8

Standesamtliche Nachrichten. Geburten.

Am 21. April. Dem Hausburschen Jakob Koch ein Sohn, Dietrich Wilhelm. Am 22. April. Dem Brand⸗ versicherungs⸗Assistent Heinrich Philipp Nicolaus 1 Sohn, Heinrich Ludwig Christian. 23. Dem Schutzmann Johannes Schädel 1 Sohn. 24. Dem Schlosser Karl Gerlach 1 Tochter, Elisabeth Wilhelmine. 24. Dem Schreiner Wilhelm Walter 1 Tochter, Minna Katharine Johannette. 25. Dem Kaufmann Otto Schaaf 1 Tochter. 25. Dem Arbeiter Heinrich Benner 1 Sohn, Friedrich Eduard. 26. Dem Schuhmachermeister Ignatz Fleisch⸗ mann 1 totgeborenes Kind weiblichen Geschlechts. 28. Dem Bahnarbeiter Ludwig Luh 1 Tochter, Katharine Luise.

Aufgebote.

Am 26. April. Erhard Dürr, Küfer dahier mit Johanna Sauerteig von Fischbach. 27. Franz Leopold Rudolph Busse, Sekondelieutenant dahier mit Hedwig Bertha Adolphine Detring hierselbst. 27. Friedrich Reitz, Sergeant dahier mit Susanne Fink hierselbst. 28. Heinrich August Karl Emil Best, Dreher dahier mit Rosine Groh hierselbst. Heinrich Högy, Metzger zu Ruppertsburg mit Sophie Magdalene Jochem zu Laubach. 30. Friedrich Feldmann, Kaufmann zu Wiesbaden mit Katharine Margarethe Elise Sophie Philippi hierselbst. 30. Georg Albrecht Glenz, Sergeant dahier mit Warie Philippine Mürle zu Lich.

Eheschließungen.

Am 24. April. Otto Rühl, Postschaffner dahier mit Margarethe Corvinus hierselbst. 24. Karl Wilhelm Schumann, Schlosser dahier mit Marie Höning hierselbst. 24. Heinrich Ludwig Gebauer, Restaurateur dahier mit Elise Hansel hierselbst.

Sterbefälle.

Am 24. April. Heinrich Mosbach, 2 Jahre alt, Sohn vom Tagelöhner Heinrich Mosbach dahier. 24. Philipp Sack II, 60 Jahre alt, Landwirt von Heuchelheim. 24. Karl Sack, 5 Jahre alt, Sohn vom Fabrikarbeiter Karl Sack von Heuchelheim. 25. Karl Friedrich Stimmel, 27 Jahre alt, Student dahier. 25. Marie Hartmann, 81 Jahre alt, ledig dahier. Martin Amatus Abermann, 58 Jahre alt, Bauunternehmer dahier. 27. Wilhelmine Jakob, 3 Jahre alt, Tochter vom Omnibusschaffner Jakob Jakob dahier. 27. Ka⸗

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Neueste Telegramme.

Hd. Wien, 3. Mai. Die katholische Volkspartei wird morgen im Abgeord netenhause einen Gesetzentwurf auf Abände rung des Reichs⸗Volksschulgesetzes ein⸗ bringen. Die Tendenz desselben geht dahin, eine länderweise Scheidung der Kinder nach ihrer Konfession und die fakultative Fortbildungs⸗ schule als Anschluß an die 6jährige Schulfrist einzuführen.

Hd. Brüssel, 3. Mai. Zwischen dem König und dem Kriegs minister ist ein selt⸗ samer Konflikt ausgebrochen. Der Kriegs⸗ minister verweigerte die Beförderung einiger höherer Offiziere. Der König fordtrt die De⸗ mission des interimistischen Kriegsministers. Die Klerikalen finden jedoch keinen Nachfolger.

Hd. Madrid, 3. Mai. Die Regierung wollte die Anarchisten, welche am vergangenen Frei⸗ tag nicht zum Tode verurteilt worden sind, aug Spanien ausweisen. Die Regierungen Belgiens, Frankreichs und Portugals erkärten jedoch, dieselben nicht über die Grenze zu lassen. Infolgedessen wird die spanische Regierung die⸗ selben nach ihren überseeischen Kolonien krans⸗ portieren und dort freilassen.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Veranw. Nedar teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 18.

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