Ausgabe 
30.6.1896
 
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durch die Lahn ausgesetzten, Stelle belassen werden kann und 4) für die Vereinigung desselben mit dem Groß⸗ viehmarkt keine erheblichen praktischen Gründe, wohl aber gegen eine Verlegung desselben an den Bahnhof die Natur des in Betracht kommenden Handels und die von Ihnen vertretenen Interessen sprechen.

Wir hoffen, daß Sie sich bei ruhiger Abwägung aller in Betracht kommenden Einsicht nicht verschließen werden, daß der Beschluß der Stadtverordneten⸗Ver⸗ sammlung den von Ihnen vertretenen Interessenten insoweit Rechnung getragen hat, als dies überhaupt mit dem öffentlichen Interesse vereinbar gewesen, ganz abgesehen davon, daß eine aus der Verlegung der Vieh⸗ märkte etwa erwachsende Entschädigung einzelner Stadt⸗ teile sicherlich ausgeglichen würde durch die Vorteile, welche jenen Stadtteilen gleichzeitig aus der erhöhten Zahl und Frequenz der Viehmärkte, aus der Verlegung des Güterbahnhofes auf die Westseite der Bahn und aus der Eröffnung der Kleinbahn Gießen Bieber er⸗ wachsen werden.

Gnauth, Oberbürgermeister.

Herr Euler äußert sich bezüglich der Platzfragen im Sinne der Vorredner und teilt die ihm kund gegebene Ansicht des Herrn Professor Winkler mit, der gemeint habe, es sei unbegreiflich, daß der Platz hinter die Bahn⸗ höfe verlegt werden solle, wo doch auf dem alten Markt der nötige Raum zu veterinärpolizeilicher Kontrolle vor⸗ handen tei.

Herr Schuhmachermeister Herbert führte aus, daß in der Stadtverordneten-Versammlung gesagt worden sei, did Neustadt würde durch Anlage der geplanten Neben⸗ bahn entschädigt. Indessen werde durch Verlegung des Viehmarkts nicht die Neustadt allein, sondern die ganze innere Stadt berührt. Er beantrage deswegen, daß die Versammlung, als Vertreter der ganzen inneren Stadt, Protest einlege.(Bravo!)

Herr Rechtsanwalt Grünewald betont zunächst, daß er nicht mit dem Entschluß in die Versammlung gekommen sei, zu reden, da alle Gründe gegen die ge⸗ plante Marktverlegung schon in der Stadtverordnetensitzung vom 18. Juni vorgetragen worden seien. Nun werde er gebeten und gedrängt, über den heutigen Stand der Sache Einiges zu sagen, namentlich über die formelle Frage. Die Kommission habe, wie ihm mitgeteilt worden sei, Rekurs gegen den Gemeinderatsbeschluß erhoben, weil dem Abs 40 der Städteordnung nicht entsprochen sei. Er halte diese Anfechtung für aussichtsvoll, denn unter 2 freien Tagen verstehe das Gesetz nicht 2 mal 24 Stunden, sondern der Tag müsse als Zeiteinheit angesehen und es müßten 2 volle(Kalender-) Tage gefordert werden. Der Zweck der Bestimmung sei klar: der Stadtverordnete soll Zeit haben, sich für die Sitzung vorzubereiten. Die verspätete Einladung sei von ihm zu Beginn der Diskussion beanstandet worden, was übrigeus, da nicht alle Stadtverordneten anwesend gewesen seien, nicht einmal nötig war. Neuerdings werde, wenn Donnerstag Sitzung sei, schon am Montag eingeladen. Es frage sich: welche Aussichten bestehen hinsichtlich der Viehmarktverlegung, wenn eine nochmalige Abstimmung erzielt werde? Wenn man erwäge, daß einzelne Stadtverordnete bis zum Schlusse der Diskussion zweifelten, wie sie zu votieren hätten, wenn einer sogar bis zur Abstimmung deklarierter Gegner des Projekts war und erst in der Abstimmung sich durch die Majorität der vor ihm Ab⸗ stimmenden so imponieren ließ, daß er hurtig seine Ansicht änderte und für die Verlegung stimmte, wenn ein Anderer meinte, für ihn sei bestimmend, daß das Gelände am Seltersberg nicht wertvoller sei als hinterm Schlachthause wenn man ferner bedenke, daß die weitaus größte Zahl der Anhänger des Projekts Gründe überhaupt nicht vorzubringen wüßten wie sie auch heute nicht zur Stelle seien, sondern nur durch Abstimmung ihre An⸗ sicht kundgab, dann dürfe man es nicht für hoffnungslos ansehen, durch das Gewicht der gegen das Projekt sprechen⸗ den Gründe vielleicht doch noch den einen oder den andern Stadtverordneten zu überzeugen. Ernst und loyal vorzugehen, empfehle er den Interessenten; nicht auf die Kundgebung der heutigen Versammlung, so imposant sie sei, ihre Arbeit zu beschränken, sondern wiederholt und ein gehend ihre Gründe der Behörde und der Stadtvertretung vorzutragen, müsse ihre Aufgabe sein. Die Bürger schaft stehe dabei fast ausnahmslos auf ihrer Seite in allen Kreisen; in allen Stadtteilen vernehme man nur Stimmen gegen das Projekt. Verkehrsver⸗ schiebungen bedingen stets die Verletzung von Einzelt⸗ interessen; wo sie notwendig stattfinden müßten, müßten die letzteren hintangesetzt werden die Frage sei nur: ist hier die Verkehrsverschiebung notwendig, können die Vorteile einer besseren Etablierung des Marktes nicht auch am Schlachthause erzielt werden und ist deshalb die Schädigung der Stadt unvermeidlich? Diese Frage sei zu verneinen, es sei nichts vorgebracht worden gegen die wohlbegründete Ansicht, daß der Markt gerade

so gut wie am Bahnhof es sei recht weit bis zur Thom'schen Fabrik! am Schlachthause eingerichtet werden könne. Das Projekt nehme nur Rücksicht auf die Großhändler, die demnächst aus dem Koupee steigen, wenn's hoch kommt, eine Tasse Kaffe trinken und wieder einsteigen es erspare allerdings auch dem Marktvieh der Anblick des Schlachthauses, den es vielleicht peinlich empfinde, wenn es dort vorüber nach dem Marktplatze geführt werde. Das Projekt bedinge nicht bloß eine Verschiebung, sondern direkt eine empfindliche Vermin⸗ derung des Verkehrs, das auswärtige Publikum werde an Marktlagen die Stadt nicht mehr berühren, es werde zwischensttininlinden und dem Bahnkörper seine Geschäfte besorgen; in allen Geschäften werde dies empfindlich be⸗ merkbar werden, auch die Krämermärkte würden veröden. Deshalb habe die gegen das Projekt sich richtende Agitation Anspruch auf Berücksichtigung derer, die zwar nicht Inte⸗ ressenten seien, die aber erkannt hätten, daß hier eine Gefahr für Handel und Wandel, für die Wohlfahrt unserer Stadt bestehe, und deshalb werde er, Redner, wenn er anch dieser Agitation fernstehe, nach wie vor dafür ein⸗ treten, daß eine bessere Einsicht sich Raum verschaffe und das Projekt zu Fall bringe.(Lebhaftes Bravo J)

Herr Metzgerinnungsmeister Pirr führte dann aus, daß eine Protestresolution am Platze sei. Man suche möglichst die Viehmärkte zusammen zu legen und auch im vorliegenden Falle sei es das Zweckmäßigste, wenn der Schweinemarkt hinter das Schlachthaus verlegt würde. Der größte Fehler in Gießen sei, daß man den Bahnhof an der jetzigen Stelle anlegte. Redner brachte sodann die Resolution zur Verlesung. Dieselbe hat fol⸗ genden Wortlaut:

Die Versammlung erkennt in der geplanten Ver⸗ legung der Viehmärkte auf dem Seltersberg, auf die Westseite der Main⸗Weser⸗Bahn eine schwere Schädigung nicht nur derjenigen Stadtteile, welche seither vom Marktverkehr direkt und vorzugsweise begünstigt war, sondern der ganzen Stadt. Die Versammlung vermißt alle triftigen Gründe, welche die Ueberzeugung von der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Ver⸗ legung darthun könnten. Der Platz am Schlachthause zu Viehmarktszwecken bereits vor Jahren angekauft, ist geeignet und kaum zweckmäßig allen sanitären Anforderungen entsprechend hergerichtet werden. Mittels der bisherigen Lahnbrück, welche ohnehin durch die Biborthalbahn eine Verbreitung erfahren muß oder auf andere leicht auszuführeude Weise ist ohne allzu er⸗ heblichen Kosten die notwendige Verbindung mit der neuen Gaumstraße resp. dem Güterbahnhofe herbeizu⸗

Die Versammlung ist der Ansicht, daß an den Märkteu die Stadt nur in dem Sinne Interesse hat, als sich durch sie der Verkehr, Handel und Wandel entwickelhu und heben läßt, daß sie aber aus sachlichem wie aus dem formellen Grunde, daß die bezügliche Sitzung nicht ordnungsmäßig be⸗ rufen war, anzufechken.

Herr Wörner befürwortet die Annahme der Reso⸗ lution, es handle sich darum, daß das Interesse der ganzen Umgegend gewahrt werde.

Herr Herbert billigt ebenfalls den Inhalt der Re⸗ solution und bittet um deren Annahme.

Herr Löber wünscht, daß die Resolution angenommen werde. Es gelte jetzt, das Interesse der heimatlichen Scholle zu wahren. 5

Hierauf wurde die Protest⸗Reso⸗ lution per Akklamation einstim⸗ mig angenommen.

Herr Herbert forderte die Versammlung auf, den⸗ jenigen Stadtverordneten, welche in jener Sitzung gegen die Verlegung des Viehmarktes gesprochen hätten, durch Erheben von den Sitzen zu danken. Dies geschieht.

Herr Haubach führte noch aus, daß sich die Wähler in den Stadtverordneten-Versammlungen des Oefteren sehen lassen möchten und daß es besser gewesen wäre, wenn der bewußten Sitzung eine öffentliche Versammlung vorange⸗ gangen wäre,

Herr Bieler entschuldigt, daß vorher keine öffent⸗ liche Bürgerversammlung abgehalten worden. Die Kom⸗ mission hätte eine solche bestimmt gehabt, jedoch sei die⸗ selbe aus gewissen, nicht mitzuteilenden Gründen un⸗ möglich gewesen. Hierauf wurde die Versammlung gegen halb 12 Uhr geschlossen.

Soweit unser Bericht. Für dieHess. Ldztg. ist die Viehmarktfrage damit nicht erledigt, sondern erst angeschnitten. Sie wird es sich zur Auf gabe stellen, in Sonderartikeln das Projekt noch weiter zu erörtern, falsche Vorstellungen zu klären und haltlose Bedenken zu zerstreuen. Die Bürgerschaft mag überzeugt sein, daß sie die Hess. Landeszeitung auf ihrer Seite finden wird.

Lokales und Provinzielles.

Gießen, 29. Juni. Von der außerordent⸗ lichen Beliebtheit, deren sich der so früh ver⸗ storbene Metzgermeister Johannes Klein in allen Kreisen unserer Stadt zu erfreuen hatte, legte die große Anzahl Leidtragende, die gestern seinem Sarge folgte, beredtes Zeugnis ab. Viel zu früh wurde der Wackere seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen, wie überhaupt der ganzen Bürgerschaft entrissen. Möge dem braven Mann, dem in allen Kreisen unserer Stadt ein dauerndes, 1 Gedächtnis gesichert ist, die Erde leicht ein.

* Gießen, 29. Juni. Ein seltenes Exemplar, eine Fischotter von hellgelber Farbe wurde in der Lahn, nicht weit von Mar⸗ burg, gefangen. Herr Rauchwarenhäudler A. Kretzschmar dahier hat die Fischotter angekauft.

* Gießen, 29. Juni. Im Stadtwalde an der Licherstraße bemerkten gestern Nachmittag 5 Uhr Spaziergänger einen Waldbrand, sahen auch zugleich zwei Schulknaben, die offenbar das Feuer angelegt hatten, eilig st die Flucht ergreifen. Das Feuer hatte fich bereits auf eine Fläche von ca. 30 Quadrat- meter ausgedehnt und wurde von einer Anzahl Leute, die Schippen und Hacken aus einem in der Nähe befindlichen Arbeitshäuschen entnahmen, gelöscht.

* Gießen, 29. Juni. Die Gießener Turner, welche beim Gauturnfest in Büdingen beim Wettturnen so vorzüglich abgeschnitten, werden ihre Preisturner, welche heute Abend 7 Uhr 20 Minuten von Büdingen hier wieder eintreffen, am Bahnhof mit Nusiik in Em⸗ pfang uehmen. Auf Beschluß der Vorstände beider Vereine findet heute Abend in Röhrles Bierhalle ein Banket zu Ehren der mit Preisen ausgezeichneten Turner statt, zu dem auch die Bürgerschaft freundlichst eingeladen ist.

* Gießen, 29. Juni. Die auswärtigen Gesangvereine des Lahnthal-Sängerbundes hiel⸗ ten gestern Vormittag in Gemeinschaft mit den beiden beteiligten Gießener Gesangvereinen und der Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm ins Steins Garten eine General⸗ probe derjenigen Gesammtchöre, welche gelegent⸗ lich des am 12. Juli stattfindenden 21. Lahn⸗ thal-Sängerbundesfestes in Lich aufge⸗ führt werden sollen. Die Chöre gelangen teil⸗ weise vortrefflich. Auch das Programm ist unter die Sänger verteilt worden. Aus dem Inhalt desselben ist zu ersehen, daß auf dem Licher Ge⸗ fun est viel des Guten und Schönen geboten wird.

* Bad Nauheim, 28. Juni. In der letzten Woche sind 858 Fremde(gegen 736 in der Parallelwoche des Vorjahres) angemeldet worden. Gesamtfrequenz bis 25. Juni ein⸗ schließlich 6727 Personen gegen 6123 Personen bis 27. Juni 1895. Bis 25. Juni l. J. wurden 66870 Bäder genommen, gegen 58 765 Bäder bis zu dem entsprechenden Tage des Vorjahres. Noch anwesend sind 3748 Personen. Der be⸗ rühmte holländische General Deicherhoff, Gou verneur von Adjeh, ist im Anfang der Woche hier angelangt und hat im Hotel Bristol Woh nung genommen.

* Büdingen, 28. Juni. Gestern Vormittag verunglücktte hier der stud. Funke von Marburg. Derselbe war nach hier gekommen und befaßte sich zu seinem Vergnügen damit, bei der Anlage der elektrischen Beleuchtung auf dem Festplatz zu helfen. Er stand hoch oben auf dem als Eingang zum Festplatz in Holz nachgebildeten Jerusalemer Thor, um die Leitungsdrähte zu befestigen, da brach unter ihm ein Brett und stürzte in die Tiefe, sich dabei erhebliche Ver⸗ letzungen zuziehend. Der Verletzte wurde, nachdem ein Notverband angelegt, sofort nach Gießen in die Klinik geschafft.

* Mainz, 28. Juni. Der einzige über⸗ lebende Passagier des gescheiterten Schiffes

Drummond Castle, Herr Marquart, teilte

dieser Tage seiner hier wohnhaften Mutter mit, daß er sich verhältnismäßig wohl befinde und in kurzer Zeit nach Mainz kommen würde, um seine Mutter zu besuchen.

Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde.

Taufen.

Den 21. Juni. Dem Diener Theodor Philipp Klös eine Tochter, Else Antonie Louise Margarathe, geb. den

12. Mai. Trauungen.

Am 25. Juni. Emil Ludwig Dörr, Spenglermeister zu Gießen und Susanne Elisabethe Pfeiffer, Tochter von dem verstorbenen Leinweber Johann Heinrich Pfeiffer zu Großen⸗Buseck.

Denselben. Ludwig Wilhelm Hilgardt, Kaufmann zu Gießen und Bertha Ottilie Harnickel zu Hersfeld.

Beerdigte.

Am 21. Juni. Margarethe Kümmel, geb. Becker, Ehefrau von dem Schutzmann Ludwig Kümmel, 36 Jahre alt, starb den 20. Juni. f

Am 23. Juni. Elisabethe Röder, geb. Herzberger, Wittwe des verstorbenen Taglöhners Johannes Röder, 80 Jahre alt, starb den 22. Juni.

Denselben. Karl August Hermann Fuhr, Sohn von dem Schuhmachermeister Martin Fuhr und von seiner Ehefrau Johannette geb. Koch, 30 Jahre alt, starb den 22. Juni.

Marcusgemeinde. Taufen.

Am 25. Mai. ein Sohn, Ernst Rudolf Wilhelm, geb. den 3. Juni. Lukas gemeinde. Taufen.

Am 21. Juni. Dem Gärtner Viktor Pechthold ein 95

Dem Fabrikarbeiter Karl Repp ein Sohn,

Sohn, Berthold Bruno Karl, geboren den 28. Mai. Dienselben. Karl Heinrich, geboren den 16. Mai.

Emma, geboren den 6. Juni.

Johannesgemeinde. 14

Taufen. Am 21. Juni.

Trauungen.

Den 24. Juni. Georg Paulus Glungler, Cigarren⸗ händler in Frankfurt a. M. und Maria Dorothea Herbert, Tochter des Küfers Karl Herbert zu Gießen.

Beerdigte.

Den 22. Juni. Karl Kluge, Musiker, 58 Jahre alt,

astrb den 20. Juni.

Neueste Telegramme. Hd. Straßburg, 29. Juni.

ren verlief glänzend. In dem Erster, Zweiter, Lanfranchi als Dritter. dem Vorgabe Fahren für Elsaß⸗Lolh ringen siegte der bekannte Wettfahrer

Henri Jeannin. In dem Tandem⸗Fahren

siegten die beiden Franzosen Bourillo und Reboul. Sie verbesserten den deutschen Rekord für 5000 Meter um 20 Sekunden. f

Hd. Rom, 29. Juni. Im Vatikan wird dem katholisch⸗so zialen Kongreß, welcher vom 26. bis 28. August in Padua tagen wird, große Wichtigkeit beigelegt, der Kongreß wird

das demokratische Werk, des im Jahre 1892 quß

Anregung des Papstes in Genua stattgefunden christlich-sozialen Kongresses fortsetzen. 4 Hd. Bolonga, 29. Juni. In Gegenwe

des Königspaares hat gestern die Enthüllung des Denkmals für Marco Minghot!

stattgefunden.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.

Bekanntmachung.

Diejenigen Handwerker und Lieferanten, welche Arbeiten und Lieferungen für die Bauten des seitens der Stadt ausgeführten Kasernewents an der Grünbergerstraße ge leistet haben, werden biermit aufgefordert, etwa noch rückständige Rechnungen, bei Meidung des Ausschlusses nach erfolgter Ab rechnung, bis spätestens 10. Juli d. J. bei uns einzureichen. 7

Gießen, den 27. Juni 1896.

Das Stadtbauamt. Schmandt.

Städt. chlachthaus

Freibank. Heute und morgen

Ochsenfleisch

nicht ladenrein, pro Pfund 50 Pfg.

während der

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher

Krankheit, als auch bei

unseres innigstgeliebten, unvergesslichen Herrn

Johannes Klein

sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden und allen Denjenigen, welche Demselben das letzte Geleit gaben, be- sonders aber Herrn Pfarrer Schlosser fürzlseine trostreichen

Teilnahme sowohl dem Hinscheiden

2

wir neben anderen Bieren

Bier als ein

Von jetzt ab bringen unseren auch

orter

in Flaschen zum Ver⸗ kauf und empfehlen dies Genuß⸗ und Stärkungsmittel ersten Ranges. Hat wenig Alkohol, da⸗ gegen hohen Malz- extrakt-Gehalt, fördert die Ernährung

Worte und den Herren Postsekretär Meyer und Metzger- meister Pirr für ihre ehrenden Nachrufe, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. 849

Die trauernden lIinterbliebenen.

In deren Namen: johannes Klein Witwe und Kinder.

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Dem Tapezierer Wilhelm Schuldt f ein Sohn, Richard Friedrich Franz, geboren den 29 Febr.

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