Ausgabe 
24.6.1896
 
Einzelbild herunterladen

Ehrenpreis

Publikum nimmt man vielfach an, daß Herr Ober landesgerichtsrat Rhode für diese Stelle in Aussicht genommen sei.

Mainz, 22. Juni. Der erste Staats⸗ anwalt Ewald-Mainz wurde zum Reichs- gerichtsrat in Leipzig ernannt.

* Mainz, 22. Juni. In Folge der Sprengungen zur Beseitigung der Gauthor Befestigungen ereignete sich heute um Uhr ein schwerer Unfall. Um diese Zeit ging die 16 jährige Pauline Sickinger aus Zahlbach zur Stadt. Am Turnplatz des Männer-Turnvereins wurde ihr von einem in größerer Eutfernung losgesprengten Stein das Schienbein zerschmettert. Die Verunglückte wurde in das Hospital verbracht.

* Mainz, 21. Juni. Bei der Prämiirung der Schlosserei-Ausstellung erhielt den Ehrenpreis des Großherzogs und eine silberne Staatsmedaille die Kunstgewerbeschule und die Handwerkerschule des Mainzer Gewerbevereius, in gleichem Rauge stehende Ehrendiplome und silberne Staatsmedaillen erhielten die Schlosser⸗ schule zu Roßwein und die Kunstgewerbeschule zu Straßburg. Den ersten Ehrenpreis erhielt Schlossermeister Jean Metzuer-Mainz, den zweiten Ehrenpreis der Stadt Mainz und silberne Me⸗ dallle Hofmechaniker Karl Bayrer-Mainz, den der Schlosserinnung Mainz und silberne Staatsmedaille Herr Schlossermeister Johann Scheuern⸗Frankfurk a. M., den Ehren⸗ preis der Schlosseriunung zu Braunschweig und eine silberue Staatsmedaille Herr Schlossermeister G. W. Plattuer-Mainz, den Ehrenpreis der Wolfrum'schen Buchhandlung-Düsseldorf und silberne Staatsmedaille Herr Schlossermeister Peter Saun in Weitersheim. Silberne Staats⸗ medaillen erhielten ferner: Val. Hammeran⸗ Frankfurt a. M., Fabrik schmiedeeiserner Gitter⸗ ornamente, Fried. Deuser-Biebrich, L. Maunstädt u. Cie.⸗Kalk, M. Zahn u. Cie⸗Plauen, Robert Schneider-Dresden, Gasmotoren-Fabrik-Deutz. Eine Bronce-Medaille erhielten Heinr. Nanke⸗ Frankfurt a. M. und Wolf, Jahn u. Cie.⸗Frank⸗ furt a. M.

bare Pilze.

Man kann es nicht begreifen, so lesen wir in der Voss. Ztg., daß das deutsche Volk im Allgemeinen so sehr vor dem Genusse von Pilzen zurückschreckt. Denn nicht allein, daß sie eine sehr gesunde und schmackhafte Nahrung liefern, die weitaus über der Durchschuittsnah⸗ rung unseres Volkes steht, sondern es gehen jährlich Werte von vielen Millionen dadurch verloren, daß ein so schätz bares Nahrungsmittel in Riesenmengen in unseren Wäl⸗ dern verdirbt. Der Laie, der sich noch nie mit Pilzen befaßt hat, wittert in jedem Schwamm, besonders, wenn er auffallend gefärbt ist, einen Giftpilz, und im Allge⸗ meinen sorgen eben dann auch die Zeitungen dafür, daß es gleich durch die ganze Welt verbreitet wird, wenn ein⸗ mal ein Vergiftungsfall vorgekommen ist. Ich glaube, es ist noch ein Wunder, daß verhältnismäßig so wenig Vergiftungen vorkommen, besonders deshalb, weil nur in wenigen Gegenden die Leute gelernt haben, von Ju⸗ gend auf, die Pilze zu betrachten, wie man sonst die die höheren, grün gefärbten Pflanzen betrachtet. Auch unter diesen Letzteren giebt es ja genug Giftpflanzen; aber diese hat Jedermann kennen gelernt und hütet sich vor ihnen. Schon in der Schule werden diese Pflanzen den Kindern vorgeführt und auf ihre Unterscheidungsmerk⸗ male hin besprochen. Nehmen wir nur die eine Pflanzen⸗ familie der Nachtschattengewächse(Solanaceae) die durch die Blütenbildung auf das Engste zusammengehalten wird: Wie viele gistige Arten finden wir unter ihnen, so den Stechapfel, das Bilsenkraut und noch viele andere mehr.

Auf der anderen Seite gehört aber in dieselbe Familie auch das wichtige Genußmittel Tabak, ja sogar zahlreiche unschätzbare, nährstoffliefernde Pflanzen, Tomate u. A. m. Wie leicht wird es uns, diese Arten auseinanderzuhalten! Nun, bei den Pilzen ist dies mindestens eben so leicht, wenn nicht noch leichter, nur muß man sie einmal be⸗ trachten und ihre Unterschiede festhalten.

In Frankreich und besonders in Rußland ist die Be⸗ völkerung in dieser Hinsicht bei Weitem mehr aufgeklärt, und sammelt mit Eifer diese herrliche, freiwillige und jedes Jahr wiederkehrende Gabe der Wälder und Wiesen, nur nicht zum eigenen Genuß, sondern um damit auch einen ausgedehnten Handel zu treiben. Der Umsatz in Pilzen beträgt in Frankreich weit über 80 Millionen Mk. und ist gewiß in Rußland ebenso hoch, wenn nicht noch höher, wo Speisepilze frisch und auf die mannigfachste Weiseeingemacht auf den Tisch der ärmsten Familie wie der reichsten kommen kann. Woher es kommt, daß in manchen Gegenden Deutschlands Pilze überhaupt nicht genossen werden, während man sie in anderen wieder eif riger sammelt, das dürfte kaum zu erklären sein. In Süddeutschland, wo die Gebirge unerschöpflich an eßbaren Pilzen sind, ferner aber auch in Westfalen, wo die dichten Wälder große Mengen von Schwämmen bergen, werden diese kaum von Jemand genossen. Im östlichen Deutsch⸗ land, vor Allem in der Mark Brandenburg werden glück licher Weise schon einzelne Pilze, besonders Steinpilz und Pfefferling, eifrig gesammelt, und für Berlin hat der Pfefferling, der hier in großen Mengeu auf den Markt kommt, jetzt schon die Bedeutung eines Volksnahrungs mittels.

Besonders von Wichtigkeit wäre es, wenn die Kinder schon in der Schule auf die wichtigsten Speisepilze auf⸗ merksam gemacht und angehalten würden, sie zu sammela. Welchen Gewinn würde manche Gegend dadurch erwerben! In vielen, besonders etwas gebirgigen Gegenden ist es für einen Kenner ein Leichtes, im Verlaufe weniger Stun⸗ den zu gewissen Zeiten 20 bis 50 Pfund von Stein- pilzen zu sammeln, einem Pilz, dessen Wohlgeschmack nicht genug zu loben ist, der theuer bezahlt wird, und der so außerordentlich leicht zu erkengen ist.

Für Denjenigen, der nicht von Jugend auf die Pilze kennen gelernt hat, ist es notwendig, sich ein Buch zu verschaffen, worin er in methodischer Anleitung das Wissenswerteste erfahren kann. Wenn ein solches Buch für den Laien brauchbar sein soll, so darf es nur die allerwichtigsten Formen der Speisepilze enthalten und muß alle diejenigen Formen außer Acht lassen, die leicht mit giftigen Arten verwechselt werden könnten. Es muß endlich dafür gesorgt sein, daß durch gute, farbige Abbildungen die verbreitetsten Speisepilze dem Laien untrüglich vor die

Augen geführt werden. Allen diesen Anforderungen ge⸗ nügt ein kleines von Fr. Steudel(Prakt. Pilzkunde, Tübingeu. Preis/ 2.50.) herausgegebenes Buch, das

als durchaus zuverlässig empfohlen werden kann. Wenn Jemand, der in seinem Leben noch niemals einen Pilz näher betrachlet hat, nach diesem Buch nur einigermaßen methodisch vorgeht, so sind thatsächlich Vergiftungsfälle völlig ausgeschlossen! Wir können die Pilze, in Hinsicht auf die Speisepilze, folgendermaßen einteilen:

1. Pilze, die weder einen deutlich unterscheid baren Stiel noch einen eigentlichen Hut und dementsprechend auch keine Röhrchen oder Stacheln oder Lamellen besitzen. Hierher gehören die Bauchpilze, auch Stäublinge oder Bo visten genannt, die mit Ausnahme einer Art der falschen Trüffel(Scleroderma vulgare, leicht erkennbar an ihrem großen, fast holzigen Härte), alle genießbar sind. Im jugendlichen Zustande sind sie weich und saftig⸗fleischig, wenn auch nicht von hervorragendem Geschmack.

2. Pilze, welche keinen Hut haben, sondern aus lauter einzelnen Aestchen oder Stielchen bestehen. Sie heißen Keulen⸗ oder Korallenschwämme(Clavariacea) und sind alle eßbar und von gutem Geschmack.

3. Pilze, die einen deutlich unterscheidbaren Stiel und Hut, aber keine Blättchen Röhrchen und Stacheln am maunigfach eingefalteten Hute haben und keinen üblen Geruch besitzen. Hierher gehören die Morcheln und Lorcheln, welche bekanntlich alle eßbar sind, wenn es sich

auch empfiehlt, das Wasser, worin sie kochen, ein- bis zweimal zu wechseln.

4. Schwämme mit Stiel und Hut, der unterseits mit feinen, deutlichen Stacheln bedeckt ist. Das sind die Stachelpilze, sämmtlich eßbar, wenn sie auch nicht zu den wohlschmeckendsten Pilzen gehören.

5. Pilze mit Stiel und Hut, der unterseits wie von feinen Nadelstichen durchbohrt ist, d. h. der hier von Löchern oder Röhren durchzogen wird: Die Röhrenpilze, von welchen die meisten eßbar sind. Von vornherein sind alle eßbar, die an ihrem Stiel einen deutlichen Hautring haben. Von denjenigen, die einen glatten Stiel besitzen, sind alle diejenigen eßbar, die nicht sofort beim Zerbrechen die Farbe ändern. Alle diejenigen, bei welchen die Bruchflächen beim Auseinanderbrechen des Hutes sofort blau oder grün werden, werfe man bei Seite. Es giebt auch unter ihnen eßbare, aber sie sind für den Laien sehr schwer zu unterscheiden, so daß Vorsicht ge boten ist. Man findet in Büchern häufig die Angabe, daß man Pilze im Allgemeinen genießen könne, wenn sie nicht die Farbe ändern. In dieser Allgemeinheit ist dies durchaus unrichtig. Es trifft nur mit völliger Sicherheit bei den Röhrenpilzen zu! Hier finden wir zahlreiche herrliche Speisepilze, vor Allem den Steinpilz, der an der auffälligen Verdickung seines Stiels am Grunde, sowie durch dessen charakteristische Zeichnung leicht kenntlich ist.

6. Pilze mit Stiel und Hut, der auf der Unterseite Lamellen trägt, d. h. Hautfalten, die ähnlich den Drähten eines Schirmes vom Zentrum, dem Stielende, nach allen Richtungen ausstrahlen. Von den Lamellenpilzen ist wohl der größte Teil nicht genießbar, doch finden sich auch nicht wenige eßbare darunter, darunter die besten Speise⸗ pilze überhaupt.

Wir können diese Lamellenpilze wieder in zwei Gruppen einteilen: 1. solche, denen beim Brechen aus Stiel und Hut(bei frischen jungen Exemplaren) Milchsaft entfließt, und 2. milchsaftlose.

Von den ersteren sind manche genießbar. Es empfiehlt sich jedoch, nur die eine Form mit orangegelbem Milch saft zu sammeln, die für Denjenigen, der sie nicht kennt, geradezu typisch sein dürfte für einen echten Giftpilz: den Reizker oder Blutreizker, der überhaupt zu den geschätztesten Speisepilzen gehört.

Von den milchsaftlosen Lamellenschwämmen vermeide man alle, die rot, blau und grün gefärbt sind. Von den gelb gefärbten Lamellenpilzen ist besonders als Speisepilz der Pfefferling anzuführen, der allgemein be⸗ kannt sein dürfte. Er wird an Güte von sehr zahlreichen Pilzen übertroffen, ist aber auf der anderen Seite be sonders dadurch ausgezeichnet, daß er niemals von Maden befallen wird, uuch nicht, wenn er längere Zeit auf⸗ bewahrt wird.

Die braunen Lamellenpilze sind zwar genießbar, doch sind sie kaum von Bedeutung. Dagegen enthalten die weißen Lamellenschwämme mehrere geschätzte Speisepilze,

von denen hier nur der Champignon hervorgehoben werden soll. Er ist außerordentlich leicht zu erkennen, einmal dadurch, daß er im Jugendzustand durch rosafarbene Lamellen auf der Hutunterseite ausgezeichnet ist, die sich später durch die ausfallenden Sporen dunkelbraun färber, und dadurch, daß er an seinem Stiel stets einen Ring trägt. Er kann durch diese Merkmale mit keinem anderen Pilze verwechselt werden.

Neueste Telegramme.

Hd. Berlin, 23. Juni. DemBerl. Tagebl. zufolge hat Vizekönig Lihung Tschang eine amtliche Nachricht von dem Tode der Kaiserin⸗ Mutter von China noch nicht erhalten.

Hd. Prag, 23. Juni. Der Anarchist Wenzel Henys, ein intimer Freund

des flüchtigen Anarchisten Strouhal, wurde unter dem Verdacht des Hochverrats verhaftet. Eine an

denselben vom Anslande gesandte Büste

Viktor Hugos war im Hohlraum mit anarchistischen Schriften angefüllt, welche polizeilich auf dem Postamt beschlag⸗ nahmt wurden.

Hd. Paris, 23. Juni. aus Tamatave zufolge haben die Fahavales abermals drei französische, beim Telegraphenbau beschäftigete Arbeiter niedergemacht und einen französischen Missionar gefangen genommen.

Hd. Paris, 23. Juni. Die internationale Landwirtschafts-Kommission hat gestern beschlossen, bei der französischen Regierung Schritterzu unternehmen, um dieselbe dazu zu bestimmen, die Initiative zu einer internationalen Münz⸗ konferenz zu ergreifen.

Hd. Rom, 23. Juni. Cris pi, wel⸗ cher neuerdings an Ischias erkrankt ist, läßt das Gerücht dementiren, daß er beabsichtige, sich vom politischen Leben zurückzuziehen.

Hd. Brüssel, 22. Juni. Die gegen den Soldaten Ryxrules, den Urheber des Dramas in der Grenadierkaserne von St. Elisabeth ein⸗ 1 0 Untersuchung hat ergeben, daß der Mord gegen den Unteroffizier seiner Compagnie, den der Attentäter verabscheute, gerichtet war.

Hd. Brüssel, 23. Juni. Die Wahl⸗ agitation wird sowohl in der Provinz als in der Hauptstadt eifrig betrieben. Die Sozialdemokraten entfalten seit Wochen eine überaus rege Thätigkeit. In Brüssel und den Vororten werden täglich Meetings, meist unter freie m Himmel abgehalten. Allgemein glaubt man, daß die katholisch⸗konservative n mit den radikalen Sozialisten in die Stichwahl kommen.

Marktpfeise.

Gießen, den 23. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 0,80 1,05, Hühner⸗ eier 2 St. 1011, Enteneier 6, Gänseeier, Käse 58, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 30 Pfg., Tauben per Paar 6080 Pfg., Hühner p. St. 1,10 1,20, Hahnen 80 1,30, Enten 1,60,2 Mk., Gänse per Pfund 0000, Ochsenfleisch 70 74, Kuh- und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 5066, Schweinefl., gesalz. 70 72 Kalbfleisch 50, Hammelfleisch 60 70, Kartoffeln per 100 Kilo 4,50 5,00, Zwiebeln per Zentner 0,7 0,8 Mk., Milch per Liter 16 Pfg., Kirschen per Pfd. 20 Pfg.

n Sterbefälle.

Am 20. Juni. Karl Kluge, 58 Jahre alt, Klavierstimmer, Bismarckstr. 16.

Am 20. Juni. Johann Heinrich Karl Schädel, 9 Monate alt, Sohn von Schutz⸗ mann Johannes Schädel dahier, Ludwigstr. 46.

Am 22. Juni. Elisabethe Röder, geb. Herz⸗ berger, 80 Jahre alt dahier, Wittwe von Chausseemacher Johannes Röder, Brandplatz 14.

Am 22. Juni. Anna Marggrethe Sänger,

Jahre alt, Tochter von Karl Sänger,

Feldwebel dahier, Neuen Kaserne.

22. Juni. Karl August Hermann

Fuhr, 30 Jahre alt, Hundsgasse 4. Die

Beerdigung findet Mittwoch, den 24. d. M..

Nachm. Uhr, vom Sterbehause aus statt.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re

dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. f

Am

Verdingung. Heugras⸗Versteigerung. i 0 0 üler⸗ Das diesjährige Heugras von den Wiesen 8* 1 3 2 2 8 51 F der GemeindeWiesect soll nächsten Mitt⸗ 4 forderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie 8 den 24. Juni d. J. versteigert

Erd⸗ und Maurerarbeiten, Steinmetzarbeit,

Der Anfang zu den Wiesen bei Wieseck ist

derus se Eisenwerke

he

Ein tüchtiger, ver⸗

zuverlässiger heirateter 1

und gute Zeugnisse aufzuweisen hat, in Gießen und weiterer Umgebung belannt

Einem Telegramm.

Bierkutscher,

welcher bereits ähnliche Stellung bekleiden

Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Eisenlieferung, Spenglerarbeit, Schreinerarbeit und 5 Weißbinderarbeit sollen Montag, den 6. Juli d. J., vor⸗ mittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote, auf vorgeschriebenem Formular, sind bis zum vorgenannten Termin bei uns einzureichen Zuschlagsfrist 14 Tage Gießen, den 20. Juni 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt.

Verdingung.

Die fülr die laufende Unterhaltung der Ge⸗ bäude der Stadtkuaben⸗ und Stadt⸗ mädchenschule, sowie der Handwerker⸗ schule erforderlichen Arbeiten, nämlich:

Maurerarbeit, Schreinerarbeit, Weißbinderarbeit und Pflasterarbeit sollen Dienstag, den 7. Juli d. J., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden.

Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf vor⸗ geschriebenem Formular sind zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlags frist 14 Tage.

Gießen, 20. Juni 1896.

Das Stadtbauamt.

a 5 Schmandt. Verdingung.

Die zur laufenden Unterhaltung der Gebäude des Realgymnasiums, sowie der höheren und erweiterten Mädchenschule erforderlichen Weiß⸗ binderarbeiten im Innern sollen Dienstag, den 7. Juli, vorm. 11½ Uhr, öffentlich verdungen werden.

Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Augebote auf vor geschriebenem Formular sind bis zum oben genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagssrist 14 Tage

Gießen, den 20. Juni 1896.

Das Stadtbauamt. Schmaundt.

des Vormittags 10 Uhr in dem Dorfeld⸗ schen Garten dabier und zu den Wiesen bei der Badenburg des Nachmittags 5 Uhr auf der Badenburg. Wieseck, den 18. Juni 1896. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad.

Zur Vermietung stehende Familienwohnungen.

Unter dieser Rudrik werden von jetzt ab die zu ver⸗

mietenden Familien wohnungen einen Monat hin

durch zum Preise von 1 Mark täglich aufgenommen.

liefern:

Schlackensteine,

empfehlen.

zu jedem Bau, besonders zur Erbauung gesunder, trockener Wohnhäuser zu

Format 250, 120 100 mm zur Ausmauerung von

Fochwerk; Normalformat 250 120 65 mm für Massivbauten

besonders passend.

Schlackenmehl,

und ähnlichen Räumen geeignet.

Ersatz für Cement, Graukalk und Weiß⸗

kalk, zur Herstellung von Fruchtböden 628

Schlackensand, bestes Material zur Mörtelbereitung.

Freundliche Wobnung im Hinterhause(4 Zimmer nebst Küche) per sofort anz rubige Leute zu vermieten Bleichstraße 24.

Familienlogis zu vermieten.

Schützenstraße 17.

Grünbergerstraße 32, III: Wohnung, 5 Zimmer mit allem Zubehör, per sofort oder auch später zu beziehen; auch kann auf Wunsch Stallung dazu gegeben werden.

Mansarde, 4 Zimmer mit Zubehör, zu ver⸗ mieten. Steinstraße 25.

Bergstraße 22: Mansardenlogis zu ver⸗ mieten. Näheres bei

F. Hoffmann, Seltersweg 33.

2. Stock, 4 Z., Corr. n. Zub zu vermieten.

Wolfstraße 10, Ecke Grünbergerstr.

Mansardenlogis, Seltersthor 68, 4 Zimmer, Küche und Zubehör, sofort zu verm. Näheres Frankfurterstraße 5, part

Hammstraße 12 schöne Wohnung, 3 Zim. mit Zub., zu vermieten.

Näheres Lahustraße 11.

Weserstraße 3, nächst der Nordanlage, ist der untere Stock mit 6 ger. Zimmern und allem Zubehör zu vermieten. Näheres daselbst und bei Louis Hellmold, Steinstraße 31

Eine Wohnung

zu vermieten. Krofdorferstraße 13.

Weitere Auskunft erteilen und Margarethenhütte-Giessen.

Bestellungen nehmen entgegen:

Fophienhütte-Tetzlar.

*

Lager fertiger Herren- und Knaben- Kleider.

Tuch, Bukskin und

Maunufakt

LrWaaren.

PDO fOR

Meiner verehrl. Kundschaft zu graphisches Geschäft seit 1. April

r gef Nachricht, dass ich mein photo- d. J. nicht mehr in meinem früheren

Atelier, Dietzstrasse 4 ausübe, sondern in dem neuerbauten Atelier

Grünberg

Aufnahmen finden zu jeder Tageszeit

234

trasse No. 10. von Morgens 9 Uhr bis Nachm. 5 Uhr statt. Hochachtungsvollst

G. Mook, Photograph.

ist, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo sagt die Exped. d. Ztg. 835

Sonnenstraße 26

ist der 2. Stock, bestehend aus 2 Zim⸗ mern nebst Zubehör, per 1. Juli 1896 ab zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15.

Hypothek. Kapital.

Die Beleihung von Grundstilcken, Häusern, Hofraiten, Gütern, Mühlen, Fabriken flͤr Gießen und Umgegend bis zu 7073 9 ö des ortsgerichtlichen Tarwertes zu 4%(von Seiten der Darleiher unkündbar) vermittelt unter den billigsten Bedingungen 29 H. C. Werner, Cichgärten Nr. 10.

Soezn von achtbaren Eltern kann in die ehre treten.

Georg Koch, Uhrmacher, Gießen. Einen Gesellen und

Lehrling

sucht auf sofort 823 Heinrich Schwalm, Schuhmache vmstr.,

834

Lollar. esse Prima S 2 * Aepfelwein verzapft 41¹

J. Arnold,

zum Schipkapass, Bahnhofstnasse No. 7.

eee

Eine Last Wäsche zur Bleiche(auch andere Körbe) zu je 8 Pfg.,

sowie andere Besorgungen zu billigen ra

übernimmt W. Stein, Große Mühlgasse 14.

= S 2

grelles

alle.

23.9

en 2 5 0 i 1 grati! 0 brit

E S S E =

bon Geneuderbem Probinz 4000% fl, Prämierungen 0 facht für ide Probi ind Förderung de. I Piz z 3000 I i dard wirfchafl

4 Hrfügung zu stelle

Ie Efnstelung von i Prop ben Kaden. Ferler geht Aegerung dahin, a Venduine auf Vor dien Beirat zu ern fung der Heng In Statoonen, Le un Lande u. J. w. u Landesgestitsdi en hätte. Gießen, A. andwirkschaftl Zluttgart hatte cen mehrfach bete Ehlaß der Ausstel knnungen do hleberger Zucht u blunt Züch Au erhielt S ers erkennung. dachelsheim erh ter einen Aholkereieerfre Aacheit in Bal Aon geht n. fem und saurer

der gehe

Der Herr 9 bel gute Mer tr, der früher ö Jubilluse, 0 Salretar durch blamiert. Wen penn Scnitch hir Herm Wi heraus. Ju sei und wer trug d fel Mochten si scc um nichts auch den Glückza id gerndezh Und Her Silgzkeitt! S0 immer noch vil , daß er sei binn Sufugl