Ausgabe 
22.12.1896
 
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Leuchttürmen versuchen. Versuche gelängen, lehrt folgender Fall. Jahre wurde eine Kabelverbindung mit Fastnet Light, dem ersten Licht, das die vom Atlantischen Ozean kommen⸗ den Schiffe sehen, eingerichtet, fie wurde jedoch zu Beginn eses Jahres unterbrochen und es ist noch nicht möglich gewesen, an dem Felsen zu landen und das Kabel zu reparieren. Mit Hilfe der Marconischen Ströme denn die neue Erfindung wird ohne alle Drahtverbindung prak⸗ tiziert hofft man auch Schiffe vor Klippen und Un⸗ tiefen warnen zu können, und zwar bei jedem Wetter, so daß die neue Erfindung die Schifffahrt ungleich sicherer gestalten würde. Kürzlich wurden die ersten Versuche mit ihr vor dem Publikum in Toynber Hab und in Gegen⸗ wart Marconis gemacht. Der Apparat besteht aus zwei Kasten, die an verschiedenen Enden des Saales aufgestellt wurden, Der Strom in dem einen wurde in Bewegung gesetzt und sofort ertönte eine Klingel in dem anderen. Das Publikum war von diesen Versuchen angenehm über⸗ rascht und nahm die Ueberzeugung von ihrer praktischen Verwendbarkeit mit sich.

Der größte Hafen in Europa ist der Londoner. Bereits 1887 war der Tonnengehalt der ein- gelaufenen Schiffe mehr als 12 Mill. Ihm folgte der Hafen von Konstantinopel im gleichen Jahre mit über 8 Mill. Tonnengehalt der eingelaufenen Schiffe. Nächst⸗ dem kommt jetzt Hamburg, dessen Einlaufsverkehr sich von 3,704,300 Tonuen im Jahre 1885 auf 6,256,000 Tonnen im Jahre 1895 steigerte und damit den Hafen von Liverpool überflügelte, der 1885 4,278,000 Tonnen, 1895 5,966,000 Tonnen Einlauf hatte.

Tierquälerei. In einem ArtikelEinige Bemerkungen zu dem Kapitel Tierschutz, den Professor Dr. L. Glaser⸗ Mannheim in derAllgemeinen Tier⸗ schutzzeitschrift veröffentlicht, ist Folgendes zu lesen: Aber noch gräßlicher ist folgende Tierquälerei. Wie ich einem Vortrag des Baron Felix Thümen in Wien über die Pampas in Patagonien, den er bereits am

Strömen eine Verbindung mit den Leuchtschiffen und Wie wichtig es wäre, wenn diese Im vorigen

28. Dezember 1881 hielt, entnehme, schlachten die dort lebenden Gauchos oder Penchuenchen bei ihren Wan⸗ derungen junge Pferde unter einer entsetzlich anzu⸗ sehenden Prozedur, indem sie das Tier bei den Vorder- füßen an einem Baum oder an einer Stange emporgezogen hatten, ihm die Gurgel bis zur halben Tiefe öffnen und in die klaffende Wunde der geöffneten Hals- schlagader eine Hand voll zerstoßenen spani⸗ schen Pfeffer drücken, sodaß das Tier noch einige Zeit, unter entsetzlichen Qualen sich windend, fortlebt, bis das stockende Blut von Pfeffer gehörig durchtränkt ist und die geronnene Masse herausgenommen das feinste Lecker⸗ gericht für die Unmenschen abgiebt. Wie sehr hat doch der Spruch recht, welcher denMenschen als dasgrau⸗ samste Raubtier bezeichnet, das die Erde bewohnt!

Anerkennung. Ein Lieutenant, der den Vesuv bestiegen, hat soeben eine Schachtel Streichhölzer geöffnet, um sich eine Cigarre anzuzünden als plötz⸗ lich ein Ausbruch erfolgt. Nunmehr die Cigarre an der glühenden Lava anzündend, ruft er:Aeh, riesig aufmerksam wirklich ganz kolossal aufmerksam!

Auszug aus den Kirchenbüchern

der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Taufen.

Am 13. Dezember. Dem Schuhmacher Georg Emil Baum eine Tochter, Marie Elisabethe Else, geboren am 7. November. Dem Kellner Heinrich Grün eine Tochter, Emilie Antonie Marie, geboren am 4. Oktober. Am 15. Dezember. Dem Glasermeister Heinrich Gröninger ein Sohn, Otto. geb. am 30. November.

Trauungen.

Am 10. Dezember. Ludwig Offenbacher, Polsterer und Tapezierer zu Gießen, mit Katharine Wilhelmine Friederike Jakobine Schäfer, Tochter von dem Anstreicher Heinrich Wilhelm Schäfer zu Wetzlar. Am 12. Dez. Ludwig Albach, Arbeiter zu Gießen, mit Katharine Wien, Tochter von dem verstorbenen Leinweber Konrad Wien zu

Holzhausen.

Beerdigte. Am 16. Dezember. Charlotte Haupt, geb. Centgraf, Witwe des verstorbenen Pfarrers Dr. Friedrich Haupt, 82 Jahre alt, starb am 14. Dezember.

l 2 gelten als verloren, da der Sch in Flammen steht u acht unmöglich ist. 5 Clube

zu Tage gefördert,

4 Abnge

Markusgemeinde. Hd. Petersburg, 21. Dez. N Taufen. sitätskreisen ist es wieder 719. Am 12. Dezember. Ein unehelicher Sohn, Walther worden. Der Zwischenfall beg i

Wolfgang, geb. am 4. Dezember. Am 13. Dezember. Dem Dienstknecht Karl Erb eine Tochter, Marie, geboren am 23. November. Beerdigte. Am 13. Dezember. Karl Horn, Schreiner, verheiratet, 38 Jahre alt, starb am 10. Dezember.

Neueste Telegramme.

Hd. Budapest, 21. Dezember. In dem Komitat Csik kam es gelegentlich der Richter⸗ wahl zu einem blutigen Kampfe. Die Gendarmerie mußte von der Waffe Gebrauch machen. Mehrere Personen wurden schwer, andere leicht verletzt.

Hd. Haag, 21. Dez. Aus einer Er⸗ klärung, welche der Fin anzmin ister in der zweiten Kammer der General⸗ staaten abgab, geht hervor, daß die Re⸗ gierung darüber, ob in nächster Zeit ein internationaler Kongreß in Paris zusammentrete zwecks Diskussion der Abschaffung der Zuckerprämien, nicht befragt worden ist. Die Regie⸗ rung geht mit dem Plane um, die Prämien von 4 auf 3 Millionen

hatte.

wißheit.

Hd. Temes var, 21. Dezember. Nach den neuesten Nachrichten sind von den 114 Arbeitern, die sich in der Reschitzagru be

befanden, bisher nur 30 gerettet. 40

ist untersagt.

Privatwohnung zusammen gekommen f wur deu überrascht und verhaften

Am 19. Dezember.

Leist, 78 Jahre alt, Witwe von Valentin Kiefer von Horchheim, Kreis Worms. psychiatrischen Klinik.

Am 19. Dezember. Jakob Reichardt, 23 4 Gulden zu reduzieren. alt, ch Jahre

Starb in der neuen Klinik.

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Sterbefälle. Elisabeth Kiefer, geb.

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Knecht von Wehrheim, Kreis Usingen.

Verantw. Rede

1 e⸗ äußern, nicht gehalten Von der Polizei wurden in di 5 gelegenheit mehrere 5 ftungen nommen. 11 9 unden, ohnungen verhaftet und über ihr weiteren Schicksal hat man nichts erfahren, re Fug und Freunde befinden sich in schrecklicher a

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