Ausgabe 
22.11.1896
 
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Unterricht in fremden Sprachen genossen. Zwei hatten gar keine Schulbildung; sie konnten weder lesen noch schreiben.

* Mainz, 20. November. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung teilte der Vorsitzende, Herr Oberbürgermeister Dr. Gaßner mit, daß die Anstellung eines Stadt⸗ arztes mit einem Anfangsgehalt von 5400 von der Stadt Mainz beabsichligt sei; der Orts⸗ gesundheitsrat und der Finanzausschuß wurden 1 fade diese Angelegenheit zu prüfen. Zu sachberständigen Beratern bei Ausarbeitung und 0 des Planes für die Wieder⸗ hlerstellung des kurfürstlichen Schlosses wurden gewählt die Herren Geh. Regierungsrat Prof. Julius Raschdorff in Berlin, Geh. Baurat Dr. Wallot in Dresden, Oberbaudirektor Prof. Dr. Durm in Karlsruhe, Architekt Hauberisser, Mitglied der Akademie der Künste in München, Prof. Gabriel Seidl in München, ferner die Herren Oberbürgermeister Dr. Gaßner, Geh. Baurat Kreißig, Prälat Dr. Schneider, Architekt Opfermann, Franz Joseph Usinger und Wilh. Usinger, letztere sämtlich in Mainz. Die Errichtung eines städtischen Arbeits- nachweises wurde von der Tagesordnung abgesetzt und die Beratung darüber auf den 9. Dezember vertagt. Die Verpflegsgelder im städtischen Rochushospital wurden für aus⸗ wärtige Vereine und Gemeinden von 1,75. auf 1,50 per Kopf und Tag festgesetzt, doch müssen diese Krankenvereine und Gemeinden sich e sämtliche Kranken in das hiesige Hospital zu senden.

* Oppenheim, 20. November. Die Ehe⸗ frau des Phil. Jakob Hedderich von Mommen⸗ heim hat ihr vierjähriges Kind in einer brutalen Art und Weise fortgesetzt mißhandelt, daß es die Nachbarschaft nicht länger mit an⸗ sehen konnte und der Gendarmerie Anzeige davon machte. Die vielen Zeugenaussagen gaben die

traurige Bestätigung, daß die unnatürliche Mutter das Kind oft mit Fußtritten und Schlägen arg mißhandelte, dasselbe bei kalter Witterung im Hof entblößte und reinigte, auch so knapp mit Essen hielt, daß gutherzige Menschen das Kleine speisten, welches, wie ein Zeuge sich ausdrückt, so ausgehungert war, daß es drei Teller Suppe zu sich nahm. Das Schöffengericht erkannte auf die Minimalstrafe mit Rücksicht auf die bis⸗ herige Unbescholtenheit der Angeklagten von zwei Monaten Gefängnis; beantragt waren fünf Monate.

* Wetzlar, 20. Nov. Ein großes Un⸗ lück hatte sich heute Nachmittag auf der Schlagen a der Sophienhütte zugetragen. Eine größere Anzahl Arbeiter war im Auftrag des Unternehmers Naumann von hier mit dem Lockern und Verladen des Schlackeusandes beschäftigt. Bei dieser Arbeit stürzte ein Teil der Schlackensandhalde ein und verschüttete vier Arbeiter. Einer derselben, der Arbeiter Grünewald(Wetzlar) wurde zuerst, aber schwer verletzt, aus den Sand⸗ massen hervorgeholt, während die drei übrigen als Leichen geborgen werden konuten. Es sind die:: Würz aus Aßlar, 21 Jahre alt, Wagner aus Niedernbiel, 22 Jahre alt, Pricarius aus Krofdorf, Vater von acht Kindern, von denen der 14jährige älteste Knabe mit bei der Arbeit war. Ob Jemand eine Schuld an dem Unglücksfall hat, steht bis jetzt nicht fest.

Sophie. Am 12. November. Dem Tagelöhner Karl Jokob Mäurer eine Tochter, Bertha. Am 13. Nov. Dem Kutscher Philipp Blum ein Sohn, Philipp. 13. Dem Karl Anton Lehr eine Tochter, Lina Wilhelmine Karoline. Am 14. November. Dem Schlosser Nikolaus Weßbecher eine Tochter. 14. Dem Konditor Hierony⸗ mus Heinrich Hettler eine Tochter, Erna Maria. Am 19. November. Dem Tagelöhner Gottfried Mankel ein Sohn, Gottfried. 19. Dem Postschaffner Heinrich Bourcurde eine Tochter, Margarethe Ottilie. Aufgebote.

Am 17. November. Viktor Joseph Puecher, Mosaik⸗ arbeiter zu Marburg, mit Elisabethe Helene Maus hier⸗ selbst. 17. Philipp Glaub, Sergeant dahier, mit Anna Henriette Vogt zu Biedenkopf. 17. Christian Karl Emil Wilhelm Schopbach, Schreinermeister dahler, mit Martha Sophie Henriette Elisabeth Harnickel hierselbst. Am 19. November. Ludwig Offenbacher, Polsterer und Tapezier dahier, mit Katharine Wilhelmine Friederike Jakobine Schäfer zu Wetzlar. Am 20. November. Konrad Spieß, Maurer dahier, mit Karoline Bechthold hierselbst.

Sterbefälle.

Am 13. November. Katharine Neeb, geb. Winnecker, 46 Jahre alt, Ehefrau von Tagelöhner Johannes Neeb dahier. 13. Karl Johann Gottlieb Baitz, 62 Jahre

alt, Ober⸗Telegraphen⸗Assistent dahier. 13. Wilhel⸗ mine Hammel, Jahre, Tochter von Heizer Heinrich Hammel dahier. Am 15. November. August Voigt,

43 Jahre alt, Kaufmann dahier. Am 16. November. Johann Karl Martin Wehrum, 57 Jahre alt, Kassendiener dahier. 16. Emma Wilhelmine Klöß, 8 Monate alt, Tochter von Schlosser Wilhelm Klöß dahier. 16. Philipp Will, 53 Jahre alt, Bergmann von Langenscheid Kreis Unterlahn. Am 17. November. Christoph Fischer, 59 Jahre alt, Landwirt von Butzbach.

Standesanttliche Nachrichten. Taufen.

Am 9. November. Dem Liqueursabrikanten Wilhelm Hanstein eine Tochter. Am 10. November. Dem Lokomotivheizer Georg Röddiger ein Sohn, Emil Peter Karl. Am 11. November. Dem Feldwebel Reinhard Fauré ein Sohn, Emil Johann Georg. 11. Dem Tagelöhner Johannes Fölsing eine Tochter, Elise Katharine

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Treuenfels hat anläßlich eines Ofsizier⸗

Neueste Telegramme.

Hd. Berlin, 21. November. Einem Wiener Telegramm desBerl. Tagebl. zufolge wird auch im österreichischen Parlament das Duellwesen zur Sprache gebracht werden. Der Abt

Duells Interpellation eingebra die Regierung angefragt wird,

mit tödlichem Ausgange c worin

zu thun gedenke, um in diesem Duellunfuge zu sten u Hd. Paris, 21. November. Infolge eines in derPatrie, erschienenen undMilleyg gezeichneten Artikels hat Dr. Paul Goldmann, der Vertreter derFrankfurter Zeitun 5 m seine Zeugen geschickt. Die beider en Zeugen pereinbarten ein Pistolen duell, heute Vormittag stattfinden soll. Die dingungen lauten: 25 Schritt Distanz und zwei⸗ maliger Kugel wechsel. J

Hd. Berlin, 21. November. Das Direk⸗ torium des Zentralverbandes deutscher Industrieller tritt heute zu einer Sitzung zusammen.

Hd. Bochum, 21. November. Auf der benachbarten Zeche Karl Fried! rich entstand gestern eine Explosion schlagender Wetter. Sechs Berg leute wurden schwer verletzt in das Krankenhaus Bergmannsheil verbracht, die übrige Belegschaft konnte sich in Sicherheit bringen.

Marktpreise.

Gießen, den 21. November. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 901,05, Hühner⸗ eier 1 St. 68, Enteneier, Gänseeier.,. 58, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 50 65 Pfg., Hühner p. St. 901,20, Hahnen 42 54, Enten 1,40 1,60, Gänse per Pfund 4458, Ochsenfleisch 6674, Kuh⸗ und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 5666, Schweinefl., gesalz. 7072, Kalbfleisch 50 54, Hammelfleisch 60 70, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,00 4,50, Zwiebeln per Zentner 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg.

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