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j. Mainz, 19. Jan. Wie die hiesigen Schutzleute und Oktroibeamten, so er— streben auch die übrigen städtischen Beam⸗ ten eine Verbesserung ihrer Gehalts- verhältnisse insofern, als das Aufrücken statt wie bisher in fünfjährigen, künftig in dreijähr. Zeiträumen stattfinden soll, sodaß der Beamte schon nach 15, statt wie bisher in 25 Jahren den Maximalsatz seines Gehalts erreichen würde.
Mainz, 20. Jan. Für die Morgen statt⸗ findende Ersatzwahl des Kreistags, wozu die Stadtverordnetenversammlung fünf Vertreter zu wählen hat, ist eine Verständigung zwischen den fünf Parteien zu Stande gekommen. Als Kandidaten werden in Vorschlag gebracht: von den Nationalliberalen Franz Josef Usinger, von den Ultramontanen Dr. Schmitt; von den Frei⸗ sinnigen Rechtsanwalt Ferdinand Börckel, von den Aran Rechtsanwalt Dr. Horch und von den Sozialdemokraten Reichstagsabgeordneter Fr. Jbst. 8
Bingen, 20. Jan. Die hiesige Handels⸗ kammer beschloß angesichts der abermals drohenden Hessischen Weinsteuer die nötigen Schritte
einzuleiten. Vermischtes.
— Ein etwas ältlicher Schwindel ist vor einigen Tagen in Paris wieder mit dem ewünschten Erfolg ausgeübt worden. Zwei
aler, wenigstens mußte auf diesen Beruf wegen des Kostüms der Herren und des von einem derselben in der Hand gehalteneu Farbenkastens eschlossen werden, traten dieser Tage in ein leines Restaurant der Rue Saint⸗Georges und ließen sich ein Dutzend Austern von der sehr ge⸗ schätzten Spezies der Marennen auftragen. Beim Verschlucken der letzten Auster stieß einer der
jungen Leute plötzlich einen Schrei aus.„Was hast Du denn?“ fragte ihn sein Begleiter.— „Ich habe mir an einem Stein beinahe einen Zahn ausgebissen“, erwiderte der Angeredete und zog bei diesen Worten einen harten Gegenstand aus dem Munde.—„Das ist ja eine Perle“, rief er in triumphierenden Tone aus. Sein Begleiter bemerkte darauf, daß die Auster, in der der kostbare Fund gemacht worden war, eigentlich ihm zukomme, da er nur füuf, sein Freund aber sieben Austern verzehrt habe. Sie gerieten hierüber in einen heftigen Streit und machten bereits Miene, sich in die Haare zu fahren, als der Wirt als Versöhner und Schieds⸗ richter dazwischentrat. Man kam dahin überein, daß der Wirt den Beiden ein reichliches Früh— stück servieren sollte, ohne eine Bezahlung zu verlangen, wogegen er, da ihm ja schließlich auch ein Recht auf die gefundene Perle zustände, Be— sitzer derselben würde. Die beiden Herren nahmen ein sehr reichhaltiges, mit guten Weinen gehörig angefeuchtetes Mahl ein, das auf 35 Fres. zu stehen kam. Darauf drückten sie dem guten Wirte die Hand und gingen davon. Vor der Thür brachen Veide in ein schallendes Gelächter aus.„Sieh Einer an, wie zufrieden die sind!“ rief der Wirt aus.„Na, ich bin es auch. Ich habe meiner Frau noch kein Neujahrsgeschenk gemacht und werde für sie diese Perle in einen Ring fassen lassen.“ Als der brave Mann zu diesem Zwecke sich an einen Juwelier wandte, erhielt er natürlich die erfreuliche Aufklärung, daß es sich um eine falsche Perle, die kaum zwei Sous wert und daß er das Opfer zweier ab— gefeimter Schwindler geworden sei.
— Gerettet.(In einem Vorstadttheater). „Sie sollen bei Ihrem gestrigen Benefiz als „Hamlet“ nicht gefallen haben!“—„Himmel!
Ich habe aber doch den Abend gerettet!“— „Wieso?“—„Ich habe zwei Kouplets— als Einlage gesungen!“
Letzte Telegramme.
Hd. Berlin, 21. Jan. In einer gestern stattgefundenen Versammlung der christlich-⸗ sozialen Partei führte der Redakteur des „Volk“, v. Gerlach, aus, daß durch die letzten Erklärungen des Elfer-Ausschusses in Betreff Stöckers die Trennung nunmehr unver- meidlich sei. Stöcker sei bisher als in der konservativen Partei nur geduldet betrachtet worden. Man habe ihn auf alle Weise zu brüs⸗ kieren gesucht. Mit der Naumann'schen Richtung sich zu verfeinden, liege gar kein Grund vor. Man marschiere getreunt und schlage vereint. Wenn es heiße, biegen oder brechen, so erklären die Christlich-Sozialen, daß sie sich nicht beugen werden, sondern es eventuell zum Bruch kommen lassen. Spätestens am 1. Februar müsse die Entscheidung fallen. In der Diskussion wurde den Ausführungen des Redners allerseits zugestimmt.
Hd. Wien, 21. Jan. Für gestern Abend waren zahlreiche Arbeiter-Lersammlungen mit der Tagesordnung:„Unsere Rechtslosigkeit in der Gemeinde“ einberufen. Dieselben verliefen ruhig, die Arbeiter beschlossen, sich an den bevorstehenden Gemeinderatswahlen aktiv zu be— teiligen.(2)
Hd. Paris, 21. Jan. Die Beerdigung Floquets ist auf Mittwoch verschoben worden und wird ohne jede offizielle Feier nach dem Wunsche Floquets stattfinden. Die Kammer wird eine Deputation entsenden.
Hd. Paris, 21. Jan. Der neue Senats⸗
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präsident Loubet hielt gestern bei Uebernahme seines Amtes eine lauge Ansprache, in der er den Senat als festen Beschützer der Freiheit gegen Utopisten und Diktatoren hinstellte. Ferner wandte er sich gegen die progressive Ein⸗ kommensteuer und endigte mit einer Lobrede auf Floquet. Es wurde sehr bemerkt, daß Loubet gegen die Einkommensteuer, welche das Kabinet Bourgeois vorschlägt, heftig aufgetreten ist.
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