Ausgabe 
21.3.1896
 
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Gießen, Sonnabend, den 21. März

1896.

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Ausgabe

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Gießen.

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Kreuzplatz Nr. 4.

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile.

1 Expedition: 0 Kreuzplatz Nr. 4.

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Aus dem Verwaltungsbericht der Großh. Bürgermeisterei.

ische kay* Gießen, den 20. März 1896. 10 Mas⸗ VII.

Haupk⸗ Vom städtischen Bauwesen

aft auz sei folgendes mitgeteilt:

gesammte Die bereits im Vorjahr begonnenen, noch Am auh nicht vollendeten Arbeiten zum Ausbau der

ktiegez vollendet, ebenso die Fußgängerverbindung zwischen vorzüglich der Frankfurterstraße und den Bahnhöfen. Zerschlagen haben sich die Verhandlungen egnung pegen Regulierung der Ein mündung der dig von, Wettergasse in die Marktstraße, welche velaut bewerkstelligt werden sollte durch Niederlegung aue, des Wallenfelsschen Hauses und nur teilweise deu, und Wiederbebauung des dabei gewonnenen Raumes. Auch dem von Privatinteressenten vorgelegten hrojekt einer Straßenverbindung von der cuutd. e. Bis marckstraße nach dem Neuenweg konnte ing, leine Folge gegeben werden, weil dabei der Stadt tbenso hinsichtlich der Zerstückelung der Südanlage wie hinsichtlich des Geländeerwerbes zwischen der Luftschen Besitzung und dem Neuenweg viel zu große Opfer zugemutet waren. Der künftigen Gestaltung und harmonischen Erscheinung des Eingangs in die Altstadt am Seltersthor hatte durch den geplauten Neubau der 5. nes Dienstgebäudes für das Großherzogliche reisbauamt auf der Stelle des dortigen en hohe itlichen Thorhauses insofern eine erhebliche Ge⸗ ht. Cal, ahr gedroht, als damit die Symmetrie dieses söheres zu frequenten Stadteinganges wohl für alle Zeit h, Aten, väre gestört worden: Dank dem Entgegenkommen Großherzoglicher Staatsregierung ist es gelungen, deser Ansicht dadurch zu begegnen, daß die Stadt on 15 beiden dortigen, allein noch dem Staat ge ahen, 0 hörigen, Thorhäuser eintauschte gegen ein von ten in a ihr abgetretenes, an der Stephanstraße, zunächst W hes künftigen physikalschen Instituts gelegenes 5 5

Abdingeg, ic Garten- und Marktlaubenstraße wurden

*

Baugelände von 1450 qm Fläch Die Erbauung von Arbeiterwohnungen, wenn möglich in der Gestalt kleiner Einfamilien⸗ häuser, wurde im Allgemeinen begünstigt durch Gum, die. unter den Arbeiten des Stadtbauamtes i 110 kkreits eingeführte bauplanmäßige Feststellung 19110 nehrerer Straßen unter normaler Breite in ver⸗ hinken schledenen Stadtteilen, sowie insbesondere auch urch käufliche Ueberlassung städtischen Geländes wischen Licher⸗ und Grünbergerstraße um den reis von nur 2 4 pro qm an die Baugenossen⸗ chaft des evangelischen Arbeitervereins. Nachdem sich die Räume des Filial-(Stadt⸗) bostamts als 1896 el und deren Aufgabe nit, Herbst 1896 als unvermeidlich er⸗ viesen, hat man dem lebhaften Interesse der Stadt an Sicherstellung ausreichender Räume für ein neues, gleich gut gelegenes, Filial⸗ bhostamt dadurch Ausdruck gegeben, daß man . gedachtem Zweck) das niederzulegende

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hemalige Schulhaus in der Schulstraße um den reis von 40000 an den mit Erbauung des e uen Postgebäudes beauftragten Bauunternehmer g, Binn verkaufte.

Das in der Hauptsache zur Unterbringung r gesamten Felerloschgerätschaften bestimmte, in oberen Stock dagegen einen großen, dem

Im Spiegel. Skizze von M. Elsner. (Fortsetzung.)

Ich weiß nicht, was ich Ihnen darauf ant⸗ bvorten soll. Nie war ein Vorwurf so wenig be

fbründet wie dieser, und doch dürfte ich kaum hoffen, bun Sie davon zu überzeugen, wenn Sie in Wahrheit 9 don einem Manne verlangen könnten, daß es in inem Leben etwas Heiligeres geben solle als nge Pflichterfüllung.

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IL Um Leonies feine Lippen zuckte es spöttisch. lVor dem schweren Geschütz so hochtönender

Nona 1 en strecke ich ohne Weiteres die Waffen. Das

cen, 0 t, ich erkläre ohne allen weiteren Kampf, daß

mich Ibrer Freundschaft gänzlich unwürdig le. Ich verlange von einem Manne, der mir atz mehr sein will als ein guter Bekannter, in That noch einiges Andere, darüber zu reden vohl nicht mehr der Mühe wert ist. Das mag t hr selbstsüchtig und engherzig sein und durchaus e 13 ischt groß und erhaben. Aber ich kann es leider nme ncht ändern, denn ich bin eben ein Weib. vor Mehr noch als der Inhalt ihrer Worte, war eilen, 00 ihr schneidend sarkastischer Ton, der den jungen en. t ersichtlich tief verletzt hatte. Er war sehr e lach geworden, aber ein Ausdruck männlich ernster ee ligkeit lag auf seinem Gesicht, da er, nach seinem f 605 te greifend, mit gedämpfter Stimme erwiderte: 7. KeNein, das eben sind Sie nicht, Frau Baronin wenigstens nicht in meinem Sinne. Ich gehe,

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Kunstverein für das Großherzogtum überlassenen, Ausstellungssaal enthaltende Turmhaus am Brand konnte in der zweiten Hälfte des Jahres seiner Bestimmung übergeben werden:Der Stadt zum Schutz, der Kunst ein Heim.

Nicht so die daran sich anschließenden Markt lauben, deren obligatorischer Ingebrauchnahme seitens der ständigen Verkäufer von Gegenständen des Wochenmarktverkehrs vorauszugehen hat der Erlaß einer neuen Wochenmarktordnung, welcher bisheran noch nicht zum Abschluß gebracht werden konnte.

Der im vorigen Bericht schon besprochene Neubau eines Kasernements für das vierte Bataillon des hiesigen Infanterie regiments wurde im Dezember 1894 in Angriff genommen.

Der stetig zunehmende Umfang des städtischen Bauwesens und das Interesse an einer prompten Geschäftsführung haben es wünschenswert er scheinen lassen, die Stadtverordnetenversammlung nicht in jedem einzelnen Fall in Auspruch nehmen zu müssen, bei Vergebung von Arbeiten oder Lieferungen aus der Hand oder im Wege engerer Submission; die Stadtver⸗ ordnetenversammlung hat vielmehr nunmehr insoweit es sich um Beträge unter 200, handelt die Ausübung ihrer Befugnisse der städtischen Baudeputation übertragen.

Die Straßenunterhaltung wurde er⸗ leichtert durch Anschaffung einer eigenen städtischen Straßen valze für Pferdebetrieb, die Ausführung der Straßenreinigung und Kehrichtabfuhr durch den Erlaß besonderer Vorschriften für die letztere, sowie insbesondere für die dabei zur Verwendung gelangenden Kehrichtkasten.

Die für den Winter 1894/95 erwünschte Arbeitsgelegenheit wurde zunächst durch In angriffnahme und Ausführung größerer Straßen- bauarbeiten bei den Akkordanten dieser Arbeiten beschafft, daneben wurden noch 18 anderweit A g e Arbeiter(bei einem Stunden lohn von 20) in Regie, und zwar hauptsächlich

mit Erd⸗ und Wiesenkultur⸗Arbeiten beschäftigt.

Diese sämtlichen Arbeiten mit Ausnahme des Zerschlagens von Sammelsteinen mußten jedoch im Januar und Februar wegen der sehr strengen Kälte und des tiefen Schnees zeitweise unterbrochen werden.

Lokales und Provinzielles.

Gießen, 20. März. Heute Vormittag fand an Stelle der ausgefallenen öffentlichen Prüfung derHöheren und erweiterten Mädchenschule im Gießener Festsaal(Cafe Leib) eine Schulschlußfeier statt, zu welcher nur Angehörige der Schuljugend Zutritt hatten.

* Gießen, 20. März. Dem Vernehmen nach sind die schon länger schwebenden Verhand⸗ lungen des preußischen Eisenbahn-Fiskus wegen Uebernahme der Oberhessischen Eisenbahnen dem Abschluß nahe.

Gießen, 19. März. Die von der Ab⸗ teilung für Architektur an der Tech nischen Hochschule zu Darmsta dt gestellte Preis- aufgabe, betreffend die Aufnahme hes⸗ sischer Bauernhäuser, die zugleich den

Zweck verfolgt, zu ihrem Teile die vom Ver bande deutscher Architekten und Ingenieur-Ver⸗ eine erstrebte und im Gang befindliche allgemeine Aufnahme älterer Bauernhäuser zu fördern, fand bei den Studirenden der Architektur ine rege Beteiligung. Von acht eingelieferten Be arbeitungen der Preisaufgabe konnten fünf als eines Preises würdig und gleichwertig bezeichnet werden. Es sind dies die Arbeiten der Stu dierenden Wilh. Best Darmstadt, Augu st Buxbaum Bensheim, Ludwig Ha a g-Darmstadt, Ludwig Klump⸗ und Hugo Landmann⸗ Darmstadt. Die aufgenommenen Gebäulichkeiten befinden sich in den Gemeindeu Langen-Brom⸗ bach, Brombach und Ellenbach im Odenwald, sowie Wölfersheim und Pohl-Göns in Oberhessen.

Gießen, 20. März. Die gestrige Er⸗ öffnungsvorstellung im Zirkus Lorch bewies aufs Neue, daß dieser größte Zelteirkus auf der Höhe der Zeit steht. Jede einzelne Piege rief den ungeteilten Beifall des Publikums her⸗ vor. Auf equestrischem wie auf turnerischem Gebiet wurde Ausgezeichnetes geleistet. Großen Beifallsjubel riefen die karischen Spiele der Geschwister Lorch hervor. Das Pferdematerial welches wir gestern Abend zu sehen bekamen, war prachtvoll. Wir können den Besuch des Zirkus Lorch bestens empfehlen.

Gießen, 20. März. Morgen, Samstag, wird unsere städtische Behörde das von ihr er baute Baracken-Kasernement besichtigen.

Gießen, 20. März. In der vergangenen Woche wurde auf dem hiesigen Friedhof die Leiche des Studenten Thaler ausgegraben und nach Darmstadt überführt. Thaler hat sich bekanntlich nach seiner Verurteilung der Verhaftung entzogen und, da man ihn verfolgte, sich erschossen.

Gießen, 20. März. Heute Mittag wurde in einer Privatklagesache, in welcher die Oeffent lichkeit ausgeschlossen war, der Zeuge Christoph Diering von Reimrod vor der Strafkammer unter Eid vernommen und auf Antrag des Ersten Staatsanwalts Dr. Güngerich, der zufällig der Verhandlung beiwohnte, wegen dringenden Ver dacht wissentlich falsch geschworen zu haben, in Haft genommen. Innerhalb einiger Tage ist dies der zweite Verhaftungsfall wegen Meineids vor unserer Strafkammer.

* Gießen, 20. März.(Schöffengerichts⸗ verhandlung.) Heute Vormittag hatten sich der in Bochum geborene stud. med. Karl Freis⸗ feld, sowie der stud. med. Schnitzler von Düsseldorf wegen Beamtenbeleidigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu verant⸗ worten. Es handelte sich um ein Rekontre, welches die Beiden mit dem Schutzmann Zink auf der Bahnhofstraße im November v. J. hatten. Der Amtsanwalt beantragte gegen jeden der Angeklagten eine Gefängnisstrafe von 3 Wochen. Der Verteidiger bestritt das Vorliegen des Wider⸗ standes und plaidierte auf eine zu erkennende Geldstrafe. Das Urteil wird heute über 8 Tage verkündet werden.

* Gießen, 20. März. Prüderie am falschen Orte oder bei falscher Gelegenheit ist eine Un tugend, die nicht scharf genug verurteilt werden kann. Wie viele Eltern haben es schon bitter

bereuen müssen, daß sie in völlig unangebrachter, ja kindischer Schamhaftigkeit den heranwachsenden Söhnen und Töchtern Dinge verschwiegen und absichtlich verheimlichten, deren rechtzeitige Auf⸗ klärung vielleicht unsagbares Unheil verhütet hätte! Knaben und ädchen von fünfzehn Jahren sind doch keine Kinder mehr; sie dürfen beanspruchen, daß Vater und Mutter in würdiger Weise sie über gewisse heikle Verhältnisse be⸗ lehren, die sonst aus minder berufenem Munde ihnen plausibel gemacht und in lockend verführe⸗ rischem Lichte geschildert werden. Wie oft sehen wir junge Mädchen straucheln und Fehltritte be⸗ gehen, die ihre Ehre und ihren Ruf vernichten und sie auf die abschüssige Bahn der Uustttlich⸗

keit drängen; sie wären vor dem ersten Sünden⸗

fall bewahrt geblieben und wackre Gattinnen ge⸗

worden, wenn die Mutter zu guter Stunde ein

offenes Wort mit ihnen gesprochen und sie auf die traurigen Folgen einer flüchtigen Anwand⸗

lung von Schwäche oder Leichtfertigkeit nach⸗ 1

drücklich hingewiesen hätte. Wir sehen begabte

Jünglinge in den Sumpf geraten und in der Blüte der Jahre dahinsiechen, weil der treue

väterliche Warner fehlte, der mit eindringlichem Ernst ihnen die Gefahren eines lüderlichen Lebenswandels vor Augen führte und ihnen die wahren Ideale echter Mannhaftigkeit zeigte. Gerade jetzt, wo so viele unsrer Söhne und Töchter vor der Einsegnung stehen, dünkt uns der Zeitpunkt vortrefflich gewählt, sie auf die vielverschlungenen Irrwege, die das Dasein bietet, auf die mancherlei Klippen, die sie zu vermeiden haben, wohlwollend vorzubereiten.

* Grünberg, 20. März. In Ausführung eines Beschlusses der letzten Generalversammlung hat der Vorstand des Turnvereins Grün⸗ berg die Platzfrage für den beabsichtigten. Bau einer Turnhalle endgültig geregelt. Da das schon vor einigen Jahren vom Vereine er⸗ worbene Grundstück an der Frankfurter Straße nicht geeignet erschien, wurde ein Teil des Robertschen Gartens an der Gießener Straße angekauft. In anerkennenswerter Weise hat sich nämlich Herr Buchdruckereibesitzer Robert bereit erklärt, von seinem großen Garten dem Turn⸗ verein soviel abzutreten, als zum Bau einer Halle und zur Anlage eines Turnplatzes nötig ist und zwar zum Selbstkostenpreis. Voraus⸗ sichtlich wird auch im Laufe dieses Jahres mit dem Bau begonnen werden. Man beabsichtigt, die Halle nach dem Muster derjenigen der Stadt Lich einzurichten, turnerischen Zwecken, sondern auch zur Abhal⸗ tung von Versammlungen, Konzerten und sonstigen festlichen Veranstaltungen geeignet ist

und benutzt werden kann, was beim Mangel

eines solchen Lokals begrüßt wird.

* Ortenberg, 19. März. Am Sonntage wanderten zahlreiche Spaziergänger nach dem

allseits mit Freuden

benachbarten Dörfchen Wippenbach. In dessen

Gemarkung, in der Nähe des Dominialgutes Konradsdorf war der sogn. Salzbrunnen, eine salzhaltige Quelle, die vor einer Reihe von Jahren eingefaßt, dann aber nicht weiter beachtet worden war, wieder aufgeräumt worden. Das Loch, dem das Wasser entquillt, ist gegen

um die Ursache Ihrer Mißstimmung aus Ihren Augen zu entfernen. Es wird Ihren Wün schen entsprechen, wenn ich als Arzt wie als Freund nur auf Ihren Ruf zurückkehren werde.

Er verbeugte sich und ging zur Thür, Leonie war augenscheinlich betroffen; denn eine solche Wirkung ihrer Worte hatte sie doch wohl nicht be absichtigt und erwartet. Eine hastige Bewegung, die sie gegen den Fortgehenden machte, ließ er kennen, daß sie für einen Moment Willens war, ihn zurück zu rufen. Aber ein anderes Empfinden, vielleicht eine Regung beleidigten Stolzes, verschloß ihr die Lippen, und erst als die Portieren sich hinter der hohen Gestalt des Doktors wieder ge schlossen hatten, sprang sie auf, mit einem tiefen Atemzuge beide Hände auf das stürmisch klopfende Herz zu pressen. l

Nein, flüsterten! ihre zuckenden Lippen. Ich werde Dich niemals rufen niemals niemals! 6

Eine Minute später klingelte sie ungestüm nach ihrer Zofe.

Meine Toilette für den heutigen Ball bei Linsinghoff's ist doch vollständig in Ordnung, Emma? Und die Blumen siud hoffentlich recht zeitig bestellt?

Gewiß, gnädige Frau! Dunkelrote Rosen.

Schmidt wird sie pünktlich um acht Uhr abends herschicken. Man kann sich auf ihn verlassen. Gut. Wir werden also um acht mit dem

Und vorher bin ich für Hören Sie, Emma für

Ankleiden beginnen. Niemand zu Haus. Niemand!

Jawohl, gnädige Frau! Aber ich ich hätte noch eine eine recht große Bitte. Da es sich doch so trifft, daß gnädige Frau gerade heute Abend nicht zu Haus sind

Nun? Sie wollen mit Ihrem Bräutigam vermutlich wieder zu einem Kränzchen oder der gleichen nicht wahr?

Ach ja! Der Verein, wo er beim Vorstand, ist, feiert heute sein Stiftungsfest, und wenn ich nun auf ein paar Stunden

Meinetwegen. Sobald ich fortgefahren bin, können Sie gehen. Es wird zur Sicherheit der Wohnung genügen, wenn Elise hier bleibt, und sie ist am Ende geschickt genug, mir beim Auskleiden zu helfen.

Ein Wink verabschiedete das hocherfreute Mäd chen, und Leonie griff wieder nach dem französischen Roman, den sie vorhin beiseite geworfen hatte. Aber sie war jetzt nicht mehr in der rechten Stim- mung für diese pikante oberflächliche Lektüre. Groll und Bitterkeit zitterten noch zu lebhaft in ihrem Herzen nach, und dazu gesellte sich jetzt eine pein lich schmerzhafte Empfindung nagender Reue, wie wenig sie auch geneigt war, sich selbst das Vor handensein eines solchen Gefühls einzugestehen. Sie war ja ihrer Ueberzeugung nach die Beleidigte

und Gekränkte; sie war nur einem unabweisbaren Gebot der Selbstachtung gefolgt, wenn sie dem Doktor unzweideutig kundgegeben hatte, daß sie überall als einzige und unumschränkte Herrscherin

gebieten wolle, und sie würde ohne Zweifel in jeder

ähnlichen Situation wieder genau so handeln als sie es vorhin gethan. Und doch empfand sie sicher⸗ lich znichts weniger denn Genugthuung. Sie wußte, daß der Doktor Wort halten, daß er nicht zurück- kehren würde, bevor sie ihn rief, und da sie gewiß war, daß sie sich dazu niemals entschließen könne, betrachtete sie seine kühle Verabschiedung als ein vollständigen und unheilbaren Bruch.

Wie man darüber schwatzen und dachte sie, und ihre Lippen zuckten verhaltenem Weinen. Tausend m taktvolle Andeutungen hatten ihr ff daß man sie in ihren Gesellschaffirichten.

trank?

Aber

in schwerer Krankheit mit glückl! handelt, so häufig in ihrem Havaden.

nommen, ohne sie zu bestätige sprechen. Nun aber fühlte suß folgt.)

sodaß dieselbe nicht nur zu

Mein

genug, um auf ein

sofort in das Haus

begeben, um dort

Sie

als Verlobte ansah, seitdem der eee een yhnen

Ich werde mich

hatte sie alle derartigen A' schon ohne Ihre Dienste

bei dem bloßen Gedanken, d 5 sich vor der Welt ja kawristisches.

allerlei hämischen Kommentcen den. Unangenehmer Druck⸗ man sie vielleicht gar für aser Komptoir einen geeigneten, issen versehenen Lau(s)buben.

würde. (Fortsetzung