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nicht mehr zu löschen waren. Die Zreite vieler Straßen war nicht allein in Rom, sondern in fast allen Städten so sehr beschränkt, daß ein Wagenverkehr in ihnen fast gar nicht stattfinden konnte. In der Millionenstadt Rom maßen die breitesten Straßen sieben Meter, die meisten nur 4 bis 5, also so viel, wie heute vielfach die Bürger⸗ steige der großstädtischen Straßen. Zwei der belebtesten
Verkehrsadern in Rom waren der Vicus Tuscus und der
Vicus Ingarius; ers'ere Straße maß 4,50, letztere 5,50 Meter in der Breite. Hält man daneben die modernen, 20 bis 50 Meter breiten Straßen, die mit ihren Häusern von 10 Meter Höhe noch immer den Eindruck von Lauf⸗ gräben machen, so kann man sich vorstellen, wie es in den engen Gassen Alt-Roms, die zum großen Teil doch auch von drei⸗ bis fünfstöckigen Häusern besetzt waren, ausgesehen hat, besonders wenn man die Neigung der Alten zum öffentlichen Leben und ihre geringe Bethätigung des häuslichen und Familienlebens hinzunimmt.
Eingesandt.
Können Eisenbahnschalterbeamte Deut sches Reich? ⸗ Kupfergeld zurückweisen? 3
Folgender Fall veranlaßt uns zu dieser Frage.
Ein Arbeiter, der von Gießen nach Großen⸗Linden fahren wollte, legte dem Beamten ein Zehnpfennigstück und fünf Pfennig in Kupfer hin. Er war aber nicht wenig erstaunt, als ihm das Kupfergeld zurückge⸗ wiesen wurde. Anderes Geld hatte der Arbeiter nicht. Es blieb ihm also nichts anderes übrig, als den Zug ohne Billet zu besteigen. Er machte sofort dem Schaffner
Kupfergeld müsse— in einem so winzigen Betrage- selbst für die Eisenbahn gut genug sein. 5 Mehrere Passagiere der M.⸗W.⸗Bahn.
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 20. Februar. Der deutsche Bimetallistenbund hielt gestern Abend in Anwesenheit des Grafen Mirbach und des Herrn v. Kardorff u. s. w. eine Sitzung ab, in welcher die jüngste Erklärung des Reichskanzlers über die Währungsfrage diskutiert wurde.
Hd. Berlin, 20. Febr. Wie die„Volks⸗ zeitung“ meldet hat der Präsident des Land⸗ gerichts J dem Gesuch des Vereins der Berliner Presse um Bestellung gerichtlicher Sach⸗ verständigen in Preßangelegenheiten entsprochen.
Hd. Bozen, 20. Februar. Der bekannte Naturarzt Dr. Otto Wißmann aus Nürn⸗ berg, der zu einer als Kurgast in Gries anwesen⸗ den Dame zur Entbindung gerufen wurde, ist verhaftet worden unter dex Anschuldigung, am Tode des Kindes schuld zu sein.
Hd, Wien, 20. Febr. Die Polizei über⸗ raschte in einem Kaffeehause der inneren Stadt eine größere Gesellschaft beim Hazardspiel. In die Affaire sind ein Gerichtsadvokat und mehrere Aerzte verwickelt.
dem Senat gegenüber habe, abgeraten wird, denn, so heißt es in dem Zirkular, die Interpellation würde keine Lösung herbeiführen, höchstens würde sie zur Verfassungs durchsicht führen, was unter den jetzigen Umständen zu vermeiden sei. Man hofft, daß die Interpellation unterbleibt.
Hd. Rom, 20. Februar. Die Agitation gegen das Ministerium betreffend die afri⸗ kanische Politik wird immer heftiger. In ganz Nord⸗Italien werden in allen Städten Kund⸗ gebungen gegen die afrikanische Politik veranstaltet. Nachrichten über General Baratieri fehlen voll⸗ ständig. Die Opposition behauptet, Crispi halte alle Telegramme geheim. Er müsse eingestehen, daß es unmöglich sei, einen ernsten Erfolg. zu erringen und daß das italienische Expeditions⸗ korps noch monatelang von Menelik in Unthätig⸗ keit gehalten werden könne.
Hd. London, 20. Februar. Eine aus Johannesburg hier eingelaufene Depesche
meldet, daß dort eine große Dynamit-Ex⸗ plosion stattgefunden habe, wobei viele Per⸗ sonen getötet worden seien. Die Minen seien jedoch nicht bedroht.
Hd. Sofia, 20. Febr. Prinzen Boris nach Nizza in Begleitung des Hausarztes ist für heute festgesetzt. Man ver⸗ sichert, die Fürstin werde mit den beiden Prinzen
Die Abreise des
Rußland seien. Man solle aber nicht vergessen,
daß der Bulgare vor Allem Bulgare sei und
daß er Alles bergesse, wenn sein National⸗Ehr⸗ geiz angegriffen werde.
Privattelegramme der„Hessischen Landesztg.“ Darmstadt, 20. Februar, 2.30 Nachm. Der neuernannte preußische Gesandte Graf von der Goltz wurde heute vom Großherzog in feierlicher Audienz zur Ueberreichung seiner Vollmacht empfangen. 3 Berlin, 20. Februar, 12.31. Die Wahl⸗ prüfungskommission des Reichstags erklärte die Wahl Meyers in Halle für ungültig. Der Seniorenkonvent des Reichstags erzielte über den Antrag Kordorffs, auf die morgige Tagesord⸗ uung die Zuckersteuer zu setzen, keine Verstän⸗ digung. Die Sache soll im Plenum heute er⸗ ledigt werden.
Sterbfälle.
Am 19. Februar. Karl Heinrich Wilhelm Martin Kimmel, 47 Jahr alt, Bierbrauer dahier, Markt⸗ platz Nr. 8.
Die Beerdigung findet Freitag, den 21. d. M., nach⸗
.
. e der Man 705 1 Hd. Paris, 20. Febr. Die demokratische in ca. 2 Monaten nach Sofia zurückkehren. mittags 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. 3 e der Mann 30 Pfg, a 5 2 5. 55. e a Linke im Senat hat an alle Vertreter desselben! Hd. Sofia, 20. Febr. Anläßlich der Ab⸗ Jule Da liegt doch die Frage nahe, ob das Verhalten des eln Rundschreiben erlassen, in. der schiedsaudienz der russis chen ann Derleger: Paul Bader in Narburg, Verantw. N-: eilt Schalterbeamten gerechtfertigt war. Wir meinen, das beabsichtigten Interpellation des Senators Demole listeu sagte Fürst Ferdinand, die Bulgaren hätten dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, u 10 mit der Wärschrift„Deutsches Reich“ versehen über die Verantwortung, die das Ministerium] bewiesen, wie groß ihre Sympathieen für beide in Gießen. Laune ——————̃ 3v53Vl.!T—..öù——— ä oc 2 1 2 0— bi Holzversteigerungen. Bekanntmachung. 1 050 Oberförsterei Johannisburg. Schutzbezirk Dillhausen. 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