Ausgabe 
20.9.1896
 
Einzelbild herunterladen

nsere

0 J deutschen Börsenplätzen aus Versuche gemacht worden sind ferne gehalten, sodaß der auf

4 lahm zu legen.

Gießen, Sonntag, den 20. September

1896.

Ausgabe

Gießen.

ische Landeszeilung.

Redaktion:

* Kreuzplatz Nr. 4. 8

Erscheint täglich mit Ausnahme der Preis der Anzeigen: 10 Pfg.

Tage nach Sonn- und Feiertagen. für die Ispaltige Petitzeile.

Expedition: Kreuzßplatz Nr. 4.

2

us dem Handelskammerbericht VI

Anter denBerichten über Thatsachen wird berichtet über das Bankgeschäft:

Die Ergebnisse des Bankgeschäfts im abge⸗ laufenen Jahre können im ganzen als befrie digende bezeichnet werden. Eine fast während der ganzen Berichtsperiode andauernde Geld⸗ flüssigkeit, sowie die erfreuliche Besserung in 9.85 Industriezweigen hatte eine mäßige Belebung der Bankthätigkeit im Gefolge. Das kaufende Publikum gab zum Teil sein, dem heimischen industriellen Effektenmarkte gegenüber beobachtetes, vielfanh ungerechtfertigtes Mißtrauen auf; dagegen hat sich dasselbe vor dem Spekula⸗ tionsfieber in Goldaktien zu dessen Verpflan⸗ zung hierher von London und auch von einigen

diesem Gebiet gegen Ende 1895 erfolgte Kurs⸗

sturz hier nicht empfunden wurde.

Wir en der Hoffnung Raum, daß eine weitere Hebang der Industrie und des Handels zur ruhigen Fortentwickelung des Bankgeschäfts beitragen und daß die Befürchtung derjenigen sich nicht bewahrheiten möge, welche einzelne der in dem neuen Börsengesetz getroffenen Maßregeln für extrem und geeignet erachteten, den freien Verkehr zu hemmen, sowie Börse und Bank⸗ geschäft in der Erfüllung ihrer wirtschaftlichen

eber das Geschäft in Baumwollenwaren wird gesagt: Nachdem im Herbste 1894 der in unserem letzten Bericht erwähnte heftige Preissturz der Baumwolle endlich sein Ende gefunden hatte, wurde, veranlaßt durch die außergewöhnlich billigen Preise der fertigen Ware, stark gekauft, so daß die disponiblen Vorräte und der größte Teil der Produktion von 1895 rasch an den Mann gebracht wurden. Nach und nach wurde es auch möglich, die Preise der fertigen Ware zu erhöhen, wenn auch nicht in Parität zur Steigerung des Rohstoffes, so daß für die Fabri⸗ kanten, die weitgehende Abschlüsse in Garnen zur richtigen Zeit gemacht hatten, das Jahr 1895 kein ungünstiges war. Der bedeutende Aufschwung, den das Exportgeschäft im ver⸗ gangenen Jahr nahm, beschäftigte viele große Fabrikanten für das Ausland, so daß die frühere lieberproduktion, die die unnatürliche Geschäfts⸗ lage der letzten Jahre geschaffen hatte, beseitigt wurde und eher e als Ueberfluß Leintrat; auf diese Weise konnte sich die Befestigung der Preise aufrecht erhalten und in das Jahr 1896 mit übernommen werden. 0 f Die im ganzen nicht ungünstigen Verhältnisse des Jahres 1895 haben zweifellos auch den

Konsum im Detailgeschäfte gehoben, doch läßt die Erfahrung, daß man stets nach Nulgen Qualitäten greift und wirklich gute Sachen fast nicht mehr verlangt werden, annehmen, daß die Kaufkraft der großen Masse des Vol⸗ kes noch sehr viel zu wünschen übrig läßt; auch leidet das Geschäft nach wie vor durch die so sehr gedrückten Verkaufspreise, so daß ein wirklich entsprechender Nutzen in den kleinen und mittleren Geschäften kaum noch zu 1 ist.

Diese Erscheinung im heutigen Geschäfts⸗ betrieb ist hervorgerufen durch dle alle wach sende Konkurrenz an den meisten Plätzen und kann nur durch die weitgehendsten Betriebs- und Erwerbserleichterungen in ihren nachteiligen Folgen entkräftet werden. Statt dessen aber bringt die jetzt in Beratung befindliche Gewerbe⸗ Novelle eine ungemeine Erschwerung des Hauster⸗ handels und das Verbot des Detail-Reisens, Maßnahmen, die viele tausende von Existenzen untergraben und vernichten werden. Eine Ver⸗ kaufsweise, die sich seit länger als 20 Jahren im Volke eingebürgert, sollte nicht plötzlich un⸗ möglich gemacht werden, wie es denn überhaupt nicht leicht zu erklären ist, warum eine ehrliche Art des Erwerbs, die vielen Leuten Gelegenheit gegeben, sich zu ernähren, zu Gunsten weniger Einzelner verboten werden soll.

Interessieren dürfte auch der Bericht über die

Tabakfabrikation:

Der Absatz für Rauchtabak wird immer schwieriger, und wenn es auch gelang, die Fabri⸗ kation auf annähernd gleicher Höhe mit dem Vorjahre zu halten, so war das Ergebnis doch in keiner Weise befriedigend, da zur Erreichung des Umsatzes wesentlich größere Aufwendungen nötig waren und die Verschiebungen von besseren Qualitäten zu teilweise ganz geringen Sorten sich immer mehr fühlbar machen.

Um das Mißverhältnis zwischen dem drei monatlichen Zollkredit gegenüber dem so sehr ausgedehnten, selten unter 6 Monate, meist dar⸗ über hinaus sich erstreckenden Warenkredit, welchen die große Mehrzahl der Abnehmer beansprucht, einigermaßen zu erleichtern, müßte der Industrie eine Verlängerung des Zollkredits auf 6 Monate gewährt werden. Es dürfte berechtigt erscheinen, nach dieser Richtung hin erneut mit Anträgen vorzugehen.: Die Kautabakfabrikation zeigt dagegen eine kleine Besserung, hier nimmt der Konsum noch zu, während die Raucher der heranwachsenden Generation die bequemere Zigarre dem Genuß der viel billigeren Pfeife vorzuziehen scheinen. Der Bericht der hiesigen Handelskammer stimmt im großen Ganzen darin mit den Be⸗ richten aller übrigen Kammern überein, daß er

Wir sind überzeugt, daß dieser Aufschwung auch noch ein oder zwei Jahre andauern wird. Ebenso fest sind wir aber davon überzeugt, daß diesem wirtschaftlichen Aufschwung eine Krise folgen wird, die all ihre Vorgängerinnen, die seither jedem Aufschwung mit unheimlicher Sicherheit folgten, übertreffen wird.

Lokales und Provinzielles.

* Gießen, 19. Sept. Die erste Schul⸗ woche nach den großen Ferien ist nun glücklich vorüber, und mit wehmütigen Gefühlen wird mancher Knirps, dem der Schulbesuch in den letzten sechs Tagen sauer genug wurde, den heutigen Sonntag begrüßen. Der erste freie Tag wieder nach einer Arbeitswoche! Ach, man ist an das Arbeiten noch gar nicht gewöhnt, man kann es noch gar nicht begreifen, daß die ewigen Festtage nun dahin sind und auf sechs lange Wochentage nur ein einziger Sonutag folgt. Mit dem häuslichen Fleiß ists vorläufig noch nicht weit her, und übte nicht der gestrenge Herr Lehrer weitgehende Nachsicht, so wäre schon Tadel über Tadel in die Klasse gefallen. Aber freilich: der Herr Lehrer kennt seine Pappen⸗ heimer; er weiß, daß man nicht ungestraft vier Wochen lang feiert; er ist nicht so streng und so unerbittlich, wie er aussieht, und wartet geduldig, bis seine kleine Schaar die Trägheits-Nachwehen der großen Ferien gesund überstanden hat. Ist ihm doch selber noch ganz kurios auf dem hohen Katheder zu Mute, kann er doch selber noch immer nicht recht daran glauben, daß er wieder in der dumpfen Schulstube und nicht mehr im schönen Vogelsberg oder sonstwo weilte. In den Pausen zwischen den einzelnen Unterrichts⸗ stunden, wenn drinnen in der Klasse die Schüler sich recken und strecken und lärmend einander allerhand lustige Ferienabenteuer erzählen, tauscht auch er auf dem Korridor oder im Konferenz⸗ zimmer mit den Kollegen seine Erlebnisse aus und verhehlt durchaus nicht, daß ihm die erste Schulwoche nach den großen Ferien ziemlich spanisch vorkommt. Aehnlich ergeht es den Eltern daheim, die am letzten Sonntag mit den Kindern aus der Sommerfrische zurückgekehrt sind und seitdem merkwürdig oft ein Auge zu den mancherlei Unarten der kleinen Wildfänge zugedrückt haben. Mutter läßt es bet milden Mahnungen bewenden und Vater ist überhaupt wenig zu Hause, da er genug am Stammtisch zu berichten hat, um über häusliche Angelegen⸗ heiten vornehm hinwegzusehen. Heut, am ersten freien Tag nach der ersten Arbeitswoche schläft man auch zum ersten Mal wieder gründlich aus. An den Feriensonntagen war das anders! Selt⸗ sam, wie wenig Ruhebedürfnis der Mensch ent⸗

einen wirtschaftlichen Aufschwung kon statiert.

wickelt, wenn er der Ruhe in vollen Zügen ge⸗ nießen darf! Mit dieser Betrachtung, die zwar

nicht neu ist, aber den Vorzug der Wahrheit hat, schließen wir unsre erste Sonntagsplauderei nach Ablauf der Ferien, und rufen unsern müden Lesern, großen und kleinen, wenn sie nach süßen Ferienträumen schon aufgewacht sind, ein fröh⸗ lichesGuten Morgen zu!

Gießen, 19. September. Der Ministerial⸗ sekretär 1. Klasse bei dem Ministerium des Innern, Regierungsrat Ludwig Achenbach, ist auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner

langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste

und unter Verleihung des Charakters alsGe⸗ heimer e Srat, in den Ruhestand ver⸗ setzt. Der Regierungsassessor Dr. E n st

Weber aus Offenbach ist zum Ministerialsekretär

bei dem Ministerium des Innern ernannt.

Der ordentliche Professor zu Aachen, Max

Friedrich Gutermuth, ist zum ordentlichen

Professor an der Technischen Hochschule, insbe⸗

sondere für das Lehrfach des Maschinenbaues,

mit Wirkung vom 1. Oktober d. J. an ernannt

worden.

* Gießen, 19. September. Die königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. teilte der hiesigen Handelskammer mit, daß deren An⸗ trag gemäß Rund reisekarten für die Touren: 1. Gießen Wetzlar Betzdorf-Köln oder Deutz-Niederlahnstein Limburg Wetzlar Gießen und 2. Gießen Wetzlar-Limburg Niederlahnstein Wiesbaden Frankfurt Gießen vom 1. Oktober er. ab, während des ganzen Jahres ausgegeben werden.

* Sießen, 19. September. Vor dem 0 5e eh sollte gegen Ludwig Motz und dessen Genossen Schupp verhandelt werden. Der erstere ist seinem vom Kriminalschutzmann Weiß aufgenommenen Protokoll zufolge geständig, dem Kaufmaun Adolph Geiße am Seltersweg 25 Pack Kaffee, sowie mehrere halbe Pfunde rohen Kaffee und etwa/ Pfd. Zucker gestohlen zu haben. Der Mitangeklagte Schupp soll der Hehler dieser Waaren sein. Die Angeklagten bestreiten mit aller Entschiedenheit trotz des Ge⸗ ständnisses des Motz ihre Schuld. Der Ver⸗ teidiger des Letzteren, Rechtsanwalt Dr. Jung, beantragt die Vertagung der Sache und Ladung des Kriminalschutzmann Weiß, indem er aus⸗ führte, daß sein Klient, dem er zugeredet, die That, wenn er sie begangen, doch zuzugestehen, folgende Angaben ihm gegenüber mache. Der Beamte hätte bei der Vernehmung seines Klienten diesem gedroht, er würde in Haft behalten, wenn er nicht gestände, sage er aber, was er gestohlen, so würde er nicht bestraft, denn der Kaufmann Geiße wolle keinen Strafantrag stellen, sondern lediglich die Paar Mark, nämlich den Wert der Waaren, die er gestohlen haben könne, ersetzt haben. Darauf habe der Angeklagte um der Haft zu entgehen ausgesagt, was man von ihm zu wissen verlangt habe. Die 25 Pack Kaffee

Marja, das Heldenmädchen von Transvaal.

Zeitroman von Pieter Vryburg (Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

Kurt sprach aus, was er dachte, und seine be⸗ redten Worte übten eine zündende Wirkung auf das schöne Weib an seiner Seite. Leidenschaftliche Empfindungen für diesen hübschen, ritterlichen

Ain und hohen Aristokraten keimten in ihrer ust empor. In ihren klugen Kopf tauchten plötzlich, blitzartig Gedanken und Pläne auf, wie sie vorhin in Marja's Gegenwart der Mann auf der Veranda geäußert hatte. Von ihm geliebt, sein Weib das war eine berauschende Perspektive! Frei von diesen Fesseln, die sie drückten und ihre Schmach ihr immer gegenwärtig hielten, herausgerissen aus einer Gesellschaft, einer Atmosphäre, die sie an⸗ ekelte, und in den alten Kulturländern, wo man Vergangenheit nicht kannte zu einer führenden Stellung in der Gesellschaft erhoben! g Bianca Capella erwog alles das, während sie

ihre funkelnden Augen bewundernd und forschend über die Gestalt des Grafen hingleiten ließ. Er war ein Gefangener wie sie, wenn auch in anderer Weise, und vielleicht, wenn sie ihn frei machte? Ihre Gedanken verloren sich in nebelhaften Um⸗ rissen, während sie mechanisch mit ihrem pracht⸗ vollen Fächer aus Straußenfedern ihm und sich selbst Kühlung zufächelte. 0 0 Sie sprechen von Wiederbefreiung, sagte sie,

aus tiefem Traume erwachend, mit verschleierter Stimme.Sie tragen keine Fesseln Und doch giebt es Worte, schwerer drücken als Ketten, verdüsterter Miene. er sich durch Jamesons leere

Versprechungen die entgegnete Kurt mit Er bedauerte es zehnmal, daß Drohungen hatte be⸗

Fluchtversuch machen zu wollen. Man würde es doch nicht gewagt haben, ihn zu töten, denn ein sicher hieraus mit Deutschland resultierender Kon⸗ flikt hätte alle englischen Eroberungsgelüste in diesen Breiten für immer zu Nichte gemacht. Un⸗ willkürlich richtete er den Blick auf Jameson, dessen Anmaßung ihn in diese bedauernswerte Lage ver setzt hatte.

Die kluge Creolin las ihm die Gedanken vomGesicht.

Ich verstehe, sagte sie leise.Ihr Ehren⸗ wort als Offizier das bindet Sie.

Sie wissen?

Alles.

Eine kleine Pause entstand, während Beide wieder ihren besonderen Gedanken nachbingen. Beide hatten die Empfindung, daß es nicht klug war, hier noch weiter ihre scheinbar überein⸗ stimmenden Ansichten auszutauschen.

Finden Sie nicht, daß es sehr heiß im Saale ist? fragte Bianca, ihren Fächer in lebhaftere Schwingungen versetzend.

Darf ich Ihnen meinen Arm zu einer Prome⸗

nade durch den Garten anbieten? fragte Kurt galant. Sie neigte mit einem entzückenden Lächeln das stolze, schöne Haupt, legte ihren Arm in den seinen, und beide schritten unter den bewundernden, teils neidischen Blicken der Umstehenden hinaus.

Bianca spielt ihre Rolle gut, sagte Rhodes zu seinem Vertrauten.

Jameson zuckte die Achseln.

Sie ist eine Schlange! gerne mit Weibern.

Weil Sie deren Macht und Einfluß nicht kennen, lieber Doktor. Wir müssen vor allen Dingen wissen, mit welcher geheimen Mission der Graf betraut worden ist.

Ich operiere nicht

fümmen lassen, sein Ehrenwort zu geben, keinen

Für unsere Sache doch ohne Belang!

geheimen Schutz- und Trutzbündnisses zwischen Deutschland und Transvaal erwogen? Kann nicht gerade Graf Hallern der Träger einer solchen Bot⸗ schaft an Krüger sein? Als Militär mußte es ihm interessant sein, die natürlichen Verteidigungsmittel des Landes kennen zu lernen, und Positionen gemein⸗ sam, oder doch mit deutschem Gelde zu errichten, mit Kruppschen Kanonen zu armierende Festungen ausfindig zu machen.

Und wann! beharrte Jameson mit der ihm eigenen unerschütterlichen Kaltblütigkeit. Noch stehen die Forts nicht, und die Kanonen befinden sich noch auf der Werkstatt in Essen. Sind Verhandlungen im Gange, so können sie nur durch den Grafen zum Abschluß gebracht werden. Diesen kaiserlichen Emissär aber haben wir abgefangen, und ich glaube, es wäre besser gewesen, ibn nicht als solchen, sondern als einfachen Privatmann zu behandeln. Es thut mir jetzt leid, ihn bei dem Uebergang über den Nyl nicht ertränkt zu haben. Niemand hätte ihn hier gesehen. Er wäre aber verschwunden ge⸗ wesen, undtote Leute erzählen keine Geschichten heißt's im Sprichwort.

Rhodes blickte finster vor sich hin. Diese kalte Grausamkeit Jamesons stieß ihn, den Mann der feineren Sitte, den hohen Aristokraten, ab, dennoch konnte er sich nicht verhehlen, daß jener recht hatte. Wäre Graf Hallern irgendwo in Trausvaal verun⸗ glückt oder spurlos verschwunden, so hätte niemand sagen können, wen die Schuld traf, denn seine Mission war wenn er eine solche hatte eine ganz geheime. Reiste er aber wirklich nur als Privatmann, so wäre das die beste Art der Entledigung für den Mitwisser ihrer Geheimnisse gewesen.

Dieser Mann wird für uns immer eine Ge⸗ fahr und arge Verlegenheit sein, sagte grübelnd

So? Haben Sie schon die Möglichkeit eines

der Lord, auch nach einem erfolgreichen Feldzuge in Transvaal. Ich darf, schon wegen meiner amt⸗ lichen Stellung als Ministerpräsident der Kapkolonie mit dieser Sache nicht vermengt erscheinen. Die englische Regierung muß ihre Ueberraschung mit dem Vorgefallenen bekunden können. Und dieser Mann hat, wie Sie mir sagten, alles erlauscht. Ihre geheimsten Pläne haben Sie den Verschworenen auf der stillen Farm unterbreitet, meinen Namen genannt und damit den Sie belauschenden Grafen

die werden wir ihm doch einmal geben müssen, wird er hingehen und alles aufdecken, unser ganzes Lügengewebe zerreißen und mit seinen Enthüllungen vielleicht einen Konflikt mit Deutschland heraufbe⸗ schwören, aus dem wiederum ein Weltkrieg eutstehen f kann. Er stampfte ärgerlich mit dem Fuße auf. Das darf nicht sein! Sagen Sie mir Ihre An- 9 sicht, Jameson!. Während sie mit einander sprachen, hatten beide Männer ihre Schritte nach einem gerade 3 leeren Nebenzimmer gelenkt, dessen Fenster offen! stand, um die milde Nachtluft einzulassen, denn in dem Saale war es erdrückend heiß. Rhodes hatte! die Thüre hinter sich abgeschlossen. 0* Meine Meinung? fragte Jameson lauernd.! Ich sagte sie Eurer Lordschaft schon. 1 Was nutzt mir Ihr Bedauern, den Grafen 0

Rhodes ärgerlichDas ist nicht geschehen. Der! kaiserliche Emissär ist hier, er lebt, und wenn es erst in Pretoria ruchbar wird, daß wir ihn hier! wieder seinen Willen festhalten, haben wir den, deutschen Konsul auf dem Halse. Was macht man? Zimmer auf und ab. Dann blieb er plötzlich vor Jameson stehen.

zum Mitwisser der ganzen Verschwörung gemacht. 0 So wie er seine Freiheit wieder erlangt hat, und

nicht schon in Transvaal beseitigt zu haben, sagte! 4

Mit erregten Schritten ging der Lord im 1

10

0 5 * 19 0