Ausgabe 
19.11.1896
 
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An die Wähler des ersten hessischen Wahlkreises(Gießen-Grünberg⸗Nidda)!

igen Vertreter, Herrn Köhler, und dem Kandidaten der sozialdemokratischen Partei, Philipp Scheidemann in

Die Wahl vom 5. November hat eine Stichwahl zwischen dem bisher n b bilip Donnerstag, zum ersten Male zwischen der sozialdemokratischen Partei und der antisemitischen, die sich fälschlich

Die Wähler unseres Wahlkreises entscheiden morgen

Giesien, nothwendig gemacht.

einesoziale und eineReform-Partei nennt. zwischen der Vertretung der

Sie haben zu entscheiden

Minderheit größerer Grundbesitzer,

zwischen der Forderung der gleichen Gerechtigkeit für Alle und der nationaleu, konfes

drückung,

zwischen dem zielbewußten Fortsehritt zur Herstellung gesunder und gesitteter Zustände im Staats⸗

Errungenschaften unserer Zeit,

zwischen der unbedingten Zuverlässigkeit in allen Fragen der Volks⸗Interessen, betreffen sie politis

Haltung und Doppelzüngigkeit einer in sich uneinigen, aus rückschrittlichen und demagogischen Elementen bunt zusammengewürfelten Partei!

Kann da die Wahl zweifelhaft sein?

Der Kreis Gießen hat ein Recht darauf, im Reichstage wirklich vertreten zu sein und nicht einenAbgeordneten zu haben, dem sein Geschäftsinteresse die Betheiligung an den Verhand⸗

lungen des Reichstages nicht gestattet.

Wähler, die Entscheidung steht in eurer Hand!

für Freiheit gegen Unterdrückung

für die Sache der lebendigen Arbeit gegen die Herrschaft des todten Kapitals,

für Wahrheit und Ehrlichkeit gegen Zweideutigkeit und Unentschiedenheit! Der Wahlkreis Gießen muß einen Vertreter haben, der mit Entschiedenheit Stellung nimmt gegen jede Erhöhung der Tabaksteuer, welche in unserer Gegend Tausenden den Erwerb er⸗

schweren und Vieler Existenz zerstören würde.

Stimmt am 19. November

währ bietet das Wort eines Mannes, der am 22. Oktober in Lollar offen erklärt hat, er könne, wenn er wieder gewählt werde, auch Möge der 19. November ein Ehrentag des Volkes werden! Vieltausendstimmig gehe als Sieger aus dem Wahlkampfe hervor der Kandidat der Sozialdemokratischen Partei

Philipp Scheidemann in Gießen.

Deutschlands

in Zukunft den Reichstag nicht häufiger besuchen wie seither 7!

Gesammt⸗Interessen des werkthätigen Volkes in Stadt und Land und der Vertretung der Intreessen einer k leinen sionellen und politischen Ungleichheit, Bevorreehtung und Unter⸗ und Wirthschaftsleben und der blinden Reaktion gegen alle Kultur⸗

che Freiheitsrechte, Steuerfragen oder welche immer, und der sehwankenden

Welche Gewähr bieten aber in dieser Hinsicht die Versorechungen einer Partei, die bei der Militärvorlage so rasch und gründlich umgefallen ist? Welche Ge⸗

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