führte, vier Verständigungsmittel zwischen den Menschen: 1. die Tastsprache, welche hauptsächlich nur bei Abwehr und beim Kosen Anwendung finden; 2. die Geberden— sprache, deren Formen rein konventionell sind, was auch 3. von der Laursprache gilt, während 4. der mimischen Sprache feste, für alle Völker gleiche Gesetze zu Grunde liegen, da gleiche Empfindungen, stets gleiche Gesichts⸗ ausdrücke hervorrufen. Letztere werden wesentlich bestimmt durch Falten der Haut, die durch Kontraktionen der da⸗ runter liegenden Muskeln entstehen. Trifft z. B. ein un⸗ erwartetes Bild unsere Augen, so öffnen wir dieselben weit durch Zusammenziehen der Stirnmuskeln, wobei ho⸗ rizontale Stirnfalten entstehen; letzteres ist der mimische Zug der Ueberraschung, Verwunderung und aufmerksamen Beobachtung. Es wird verstärkt durch den offenstehenden Mund, wir vergessen eben, durch Anspannung unserer Kaumuskeln das Eigengewicht der Unterkinlade aufzu⸗ heben. Bei weiterer Steigerung wird auch noch die Unterlippe herabgezogen. Bei Kindern und Wilden ist dieser mimische Zug sehr deutlich, bei blasirten Kultur⸗ menschen schwächer; durch Gewohnheit wird er physio⸗ guomisch; er tritt auch auf bei angenehmen seelischen Er⸗ regungen. Treten wir aus dem Dunkeln ins helle Licht, so verkleinern wir den Augenspalt, desgleichen bei trau⸗ rigen Gedanken.— In Wut zerbeißt man gleichsam einen harten Gegenstand, kurz— immer ist seelische Mimik identisch mit der sinnlichen. Unsere Gefühle und Gedanken drücken sich auf dem Antlitz aus, weil wir in Worten denken, d. h. alle Vorstellungen vergegenständ⸗ lichen und sie durch sinnliche Mimik unterstützen, ver⸗ tiefen. Letztere ist also wie die Lautsprache eine Bilder— sprache, nur eine plastische. Aber aus dem Gesichtszug allein kann man noch nicht erkennen, ob er sich auf sinn— liche oder seelische Eindrücke bezieht. Die Mimik dient auch als Verständigungsmittel besonders nervöser Personen, zumal Frauen; sie unterstützt die Lautsprache, von der sie aber gewaltig unterschieden ist: die Worte der letzteren sind freie Erfindung, die Worte der mimischen Sprache aber von der Natur gegeben. Daher muß die Mimik bei allen Völkerrassen die gleiche sein. Gewöhnlich wird sie unbewußt angewendet; man kann sie ja selbst nicht direkt kontrolliren. Darum ist sie auch meist aufrichtig: nur der Schauspieler kann eine natürliche Mimik künst⸗ lich zu Wege bringen. Der mimische Zug des Abhaltens des Lichtes vom Auge— senkrechte Stirnfalten— ist zugleich der der Unlust. Eine süße Geschmacksempfindung deckt sich in der Mimik des Mundes mit angenehmen Gedanken, eine bittere mit unangenehmen Gefühlen. Die Augen⸗ und Stirnmimik kann hier noch verstärkend wirken duech den Ausdruck des Behagens oder der Unlust. Der prüfende Mundzug findet sich physiognomisch bei Fein⸗ schmeckern und hochmütigen Wichtigthuern. Der verbissene Zug bedeutet große Kraftanstrengung oder besondere Vor⸗ sicht. Lachen und Weinen sind komplizierte Erscheinungen. Neben den Zügen von Lust und Unlust beruht ihre Mimik hauptsächlich darguf, daß beim Lachen die Luft bei ge⸗ hobenen Mundwinkeln ruckweise ausgestoßen, beim Weinen bei gesenkten Mundwinkeln ruckweise eingezogen wird. Nach Helmholtz' Beobachtungen kann ein regsamer Geist in einer Sekunde 8— 10 Beobachtungen anstellen ein phlegmatischer nur 2—3. Der 70jährige Phlegmatiker hat also ekwa die gleiche Summe von Lebensmomenten, wie ein dreißigjähriger Regsamer und des letzteren Mimik. wird naturgemäß viel lebendiger sein, aber auch leichter phisiognomisch werden. Bei nichteuropäischen Rassen sind durch besondere Formen von Mund, Augenbrauen Backen⸗ knochen gewisse mimische Züge typisch vertreten, aber nur schein⸗ bar; in besonderem Affekt mimen auch sie wie die Eu⸗ ropäer. Und da die Mimik die plastische Sprache des Gemüts ist, bedarf es, um den Charakter einer Person zu erkennen, einer verständnisvollen Auslese der wesent— lichen Züge des menschlichen Gesichts, wie das der denkende Künstler thut.
— Die Bevölkerungsdichte des Deutschen Reiches nach der Zählung vom 2. Dezember 1895 ergab nach einer Zusammenstellung Professor A. Kirch⸗ hoffs in der„Geographischen Zeitschrift“ durchschnittlich auf 1 Geviertkilometer: in Preußen 90 Bewohner, in
Bayern 76, Sachsen 252, Württemberg 107, Baden 114, Hessen 135, Mecklenburg-Schwerin nur 45, Sachsen⸗ Weimar 94, Mecklenburg⸗Strelitz 35, Oldenburg 58, Braunschweig 118, Sachsen- Meiningen 95, Sachsen⸗ Altenburg 136, Sachsen-Coburg⸗Gotha 111, Anhalt 128, Schwarzburg⸗Sondershausen 91, Schwarzburg⸗Rudolstadt 94, Waldeck 52, Reuß ä. L. 213, Reuß j. L. 159, Schaumburg ⸗Lippe 121, Lippe 111, Lübeck 279, Bremen 767, Hamburg 1646, Elsaß⸗Lothringen 113, im ganzen Deutschen Reich 96 Bewohner. Wie das ganze Reich, so haben auch dessen sämtliche Teilstaaten einen höheren Ver⸗ dichtungsgrad seit der Zählung von 1890 erreicht; nur Waldeck ist seiner damaligen Verdichtung(von 51) beinahe treu geblieben. Sachsen überragt mit 252 alle deutschen Staatsgebiete wiederum bei weitem, natürlich abgesehen von den freistädtischen. Und abermals entsprechen die drei Staaten Weimar, Meiningen und Schwarzburg⸗ Rudolstadt fast genau der Mitteldichte des Reiches.
— Lebendig begraben. Kürzlich fanden zwei kleine Knaben, die an einem Humushaufen hinter dem Neubau der St. Paulskirche auf der Theresienwiese in München spielten, die mit Erde und Steinen bedeckte Leiche eines Kindes männlichen Geschlechtes. Die Sektion der Leiche ergab, daß das etwa fünf bis sechs Tage alte Kind lebendig begraben worden und erstickt sei. Es ge⸗ lang den Recherchen der Polizei, in der Person der 24 Jahre alten ledigen Köchin Margarethe Bauer von Köttnitzmühle, Amtsgerichts Nabburg, die Mutter und zugleich die Mörderin des Kindes zu ermitteln, welche auch ein offenes Geständniß ablegte. Die Bauer hat be⸗ reits dreimal außerehelich geboren. Das erste Kind ist gestorben. Bezüglich des zweiten Kindes liegt der Verdacht sehr nahe, daß sie dieses Kind gleichfalls beseitigt habe. Sie hatte es aus dem Kostplatze am 2. Januar ds. Is. abgeholt und seitdem ist es verschollen. Die Angeklagte behauptet, dieses Kind in der Nähe des Bahnhofes in Regensburg ausgesetzt zu haben; doch weiß dort Niemand etwas von einem aufgefundenen Kinde. Der Vater der letzten beiden Kinder ist ein Maler Namens Saudlein, der ihr stets das Heirathen versprach, sein Wort aber nicht hielt. Er habe sich dann stets mit anderen Frauensper⸗ sonen abgegeben, ihr das Geld abgeschwindelt und sich dann nicht mehr sehen lassen. Da seien ihr schon mehr⸗ mals die Gedanken gekommen, das Kind bei Seite zu schaffen; ihr Wunsch sei gewesen, das Kind möge sterben und zuletzt habe sie in ihrer Verzweiflung den Entschluß gefaßt, das Kind zu töten. Am 15. Mai sei ihre Sspwester zu ihr gekommen, habe sie mit Vorwürfen über⸗ häuft und dies habe ihren Entschluß befestigt. Am 17. Mai sei sie Nachmittags mit ihrem Kinde von ihrer Woh⸗ nung fort, den ganzen Tag umhergeirrt, sei zwei Mal zur Wittelsbacher Brücke gegangen, um das Kind in die Isar zu werfen, allein sie habe geglaubt, das Kind würde schreien und müßte zuviel leiden, deshalb sei sie davon abgestanden und habe sich zur Theresienwiese begeben, wo sie das Kind dann in der Weise lebendig begraben habe, daß sie es mit dem Gesichte gegen die Erde zu in ein Loch des Humushaufens legte und mit Erde, Schutt und Steinen bedeckte, um es zu ersticken. Es sei dies um ½9 Uhr abends gewesen.— Die Angeklagte ist demnach völlig geständig, das Kind mit Ueberlegung getötet und sich des Verbrechens des Mordes schuldig gemacht zu haben. Urteil 10 Jahre Zuchthaus. Die Angeklagte bat um Todesstrafe.
— Das Neueste vom Gebiete der Rönt⸗ gen⸗Strahlen wurde Freitag Abend vom Ingenieur Dr. Lewy der Berliner Physiologischen Gesellschaft zur Kenntnisnahme mitgeteilt. Nach einer theoretischen Ein⸗ leitung ging der Redner auf die Verbesserungen an der Crookesschen Röhre ein, die nicht allein haltbarer gestaltet wurde, sondern auch durch Benutzung einer Platin-Anode intensivere Strahlen ergiebt. Die Expositionszeit ist ge⸗ ringer geworden, und wie die ausgelegten Photographien zeigten, sind alle Gelenke mit Ausnahme des noch Wider— stand leistenden Hüftgelenks von Prof. Poldstein in kurzer Zeit fixiert worden. Aber damit nicht zufrieden, ging man auch an die inneren Organe und Weichteile des Kopfes, der Brust und des Bauches heran und suchte
daran Funktionen zu erlauschen, wie sie sich in ihren Bewegungen kundgeben. Den jüngsten angestrengten Be⸗ mühungen ist es gelungen, mit Hülfe des Fluorescenz⸗ schirmes ein Abbild der inneren Organe in Bezug auf ihre Lage, Größe und mechanische Arbeitsleistung zu gewinnen, indem der ganze Mensch durchleuchtet wird, die Schatten der verschiedenen dichten Körperteile auf den Schirm fallen und hier von mehreren Beo— bachtern gleichzeitig wahrgenommen werden können. So vermag man, wenn man den Brustkorb durchleuchtet, Folgendes zu sehen: Durch die Mitte des Schirmes zieht sich von oben nach unten eine dunkle, breite Linie, das Abbild der Wirbelsäule; von dieser ausgehend, schräg nach rechts und links verlaufend, doch weniger deutlich die Rippen. Nach unten zu schließt die Teile ein unregel— mäßiger Schatten mit einem sich ansetzenden dunklen Körper ab: Zwerchfell und Leber, deren Schatten in regelmäßigen Zwischenräumen auf- und niedersteigen und die synchron mit der Atmung sich auf- und abwärts bewegen. Auf der vom Beschauer rechten Zwerchfellhälfte ruht ein mit scharfen Konturen abgegrenzter dreieckiger, mit rechtsliegender Spitze versehener Körper, das pulsierende Herz. Dr. Lewy erwähnte zugleich ein Verfahren, wonach man direkt und ohne sonderliche Mühe die Größe der Organe auf, dem Schirme messen kann, was namentlich bei Magen und Herz von Bedeutung ist. Dr. du Bois⸗Reymond wie Professor Grunmach, die den Redner bei seinen Arbeiten unterstützten, berichteten ferner, daß es gelungen sei, die Halsorgane, wie Kehlkopf, Zungenbein und auch den Magen zu sehen. Die verschiedenen Darmabschnitte sind zu different, um sich deutlich zu präsentieren. Bei einem fünfzehnjährigen Mädchen wurde der Magen durch eine Brausemischung angefüllt, und dadurch gelang es, das Orgau mit allen seinen Teilen sichtbar zu machen. Prof. Grunmach hatte aber auch pathologische Zustände am Menschen sich zugänglich zu machen gesucht. Bei einem früher an Schwindsucht und Lungenblutungen erkrankten Menschen sah er an einzelnen Stellen, wo die wegen ihrer Lichtdurchlässigkeit unsichtbaren Lungen liegen sollen, drei bis vier dunkle Partien, welche Verkalkungen der früher
tuberkulosen Lungenteile darstellen. Im Herzen eines Mannes fanden sich da, wo die Kranzarterien liegen,
dunkle Strichelungen, die sich von der dunklen Herzmasse scharf abheben; sie deuten auf eine Verkalkung der be⸗ treffenden Herzgefäße hin, verursachten aber bisher keine Erscheinungen und waren deshalb klinisch noch nicht diagnostiziert. An der Richtigkeit dieser Auffassung war um so weniger zu zweifeln, als auch die Pulsadern am Handgelenk fühlbar hart waren und sich als sichtbare Linien neben der Elle und Speiche auf der Photographie erkennen lassen. Hiermit ist die Entdeckung der Röntgen⸗ Strahlen in ein zweites Stadium ihrer medizinischen Ver⸗ wertbarkeit getreten, indem man sie als diagnostisches Hülfsmittel nicht mehr auf die Knochenerkrankungen zu beschränken braucht, sondern ihre Anwendung auf lebens⸗ wichtige Organe auszudehnen gelernt hat. Auch die Physiologie, die Lehre von den Lebensvorgängen, wird aus der epochemachenden Entdeckung einen ungeahnten Nutzen ziehen.
— Aus Tunis wird der„Voss. Ztg.“ geschrieben: Sechs italienische Anarchisten, die aus dem Bagno auf der Insel Favignana auf einer Barke nach Sizilien und von dort auf einem Segelschiff nach Tunis entflohen waren, wurden hier, kaum angekommen, dingfest gemacht und auf dem zu ihrer Verfolgung ausgesandten Torpedokreuzer „Rapido“ zurückgeschafft. Sie waren auf ihrem Marsch von Kap Bon nach Soliman vom Leuchtturmwächter beobachtet und angezeigt worden. Der Kaid pon Soliman nahm ihre Verhaftung in der Osteria vor, die sie auf— gesucht hatten, und da er von zahlreichen Arabern um⸗ geben war, leisteten sie ihrer Gefangennahme und Aus- lieferung an die französische Polizei keinen Widerstand. Diese übergab sie den stawassen des italienischen Konsuls. Als sie die afrikanische Küste nach so kurzem Aufenthalt, wieder verließen, riefen sie: Addio Republica!“
„Addio terra di libertä!
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 18. Juni. Auf der so, zialistischen Partei⸗Conferenz des Wahl⸗ kreises Hagen⸗Schwelm fand dem„Vor⸗ wärts“ zufolge eine Resolution, die gegen die Wächtersche Agitation aus⸗ spricht, einstimmige Annahme.
Hd. Wien, 18. Juni. Franz Joseph kehrt in der nächsten Woche von Budapest hierher zurück, um am 27. ds. Mts. die Barret⸗Auf⸗ setzung des Nuntius Agliardi vorzunehmen.
Hd. Paris, 18. Juni. Die Mörder der Baronin Valley sind verhaftet. Ein junger Mann, Namens Laglenie, den die Baronin seit Jahren unterstützt hat, ein verwahrloster Mensch von 18 Jahren und zwei Wechsel⸗ Agenten befinden sich in den Händen der Behörde.
Hd. Rom, 18. Juni. General Vara⸗ tieri soll erklärt haben, daß er nicht seine Entlassung fordern werde, weil er sich als vollkommen freigesprochen be⸗ trachtet, da der Gerichtshof nicht das Recht besitze, über seine Fähigkeiten und seine Moral zu urtheilen. Auch sein Mandat als Deputirter werde er nicht niederlegen, sondern im Herbst in der Kammer erscheinen.
Gestern Abend ent⸗
ld. Gent, 18. Juni. staud in dem Augenblick, als der Dampfer
Anvers nach London abfahren wollte, auf dem⸗ selben eine Feuersbrunst. Die ganze Ladung mußte unter Wasser gesetzt werden, um das Schiff zu retten. ö Hd. Petersburg, 18. Juni. Der deutschen„Petersburger Zeitung“ zufolge
Deutschen Vereins der Rothe Adler⸗Ord en 4. Klasse verliehen.
Hd. London, 18. Juni. Die Hochzeit der Prinzessin Mund von Wales, welche auf den 16. Juli angesetzt war, ist um eine Woche ver⸗ schoben worden, weil mehrere fürstliche Persön⸗ lichkeiten an diesem Tage nicht erscheinen können. Hd. London, 18. Juni. Am heutigen Er⸗ innerungstage an die Schlacht von Waterloo wird das erste englische Dragoner⸗Regiment den ihm vom deutschen Kaiser verliehenen goldenen Lorbeerkranz auf der Regimentsfahne befestigt zum ersten Male tragen.
Hd. London, 18. Juni. Zu dem bereits gemeldeten Schiffsunglück wird weiter be⸗ richtet, daß die Castle-⸗Gesellschaft ein Telegramm erhielt, wonach der Dampfer in der Nähe des Leuchtturmes Uessa innerhalb drei Minuten ge⸗ sunken ist. gestoßen und hatte ein großes Leck bekommen. Ein französischer Schleppdampfer ging sofort ab, um die Leichen zu bergen.
Hd. Brüssel, 18. Juni. In der Nähe der Station Tilff wurde der Bahndamm und ein Teil des Stationsgebäudes durch eine Berg⸗ rutschung verschüttet. dabei ihr Leben ein.
wurden dem Präsident des Moskauer
Drei Personen büßten
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ Gießen.
Arbeits⸗Versteigerung. Montag, den 22. Juni l. J., nach⸗ mittags 5 Uhr, soll auf dem Rathaus zu Wieseck das Brechen und Klein⸗ schlagen von 60 ehm Steinen ver⸗ 3 75 werden. ieseck, am 15. Juni 1896. Großherzogl Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad.
Heugras⸗Versteigerung der Gemeinde Dutenhofen am Freitag, den 19. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr ab. Anfang„an der obersten Hecke“.
Krofdorf, den 15. Juni 1896.
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Gießen, den 16. Juni 1896.
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e) Rundreise Gießen⸗Wetzlar-Betzdorf-Köln⸗Koblenz⸗Gießen I. Cl. 24.80, II. Cl. 18.70&, III. Cl. 12,50 4
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Tour 3: Gießen⸗Hungen⸗Laubach zurisck Mücke⸗Gießen oder umgekehrt.
gültig. II. CI. 2,50, III. Cl. 1,90 4
Tour 4: Gießen⸗Hungen⸗Laubach zurück Grünberg⸗Gießen oder umgekehrt. 4 Tage
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Tour 5: Gießen-Hungen⸗Laubach zurisck Schotten⸗Nidda-Gießen oder umgekehrt.
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