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1660
Wut den ganzen Körper seiner Herrin umschlungen ge⸗ halten und den Körper bereits so zerfleischt, daß es kaum zu fassen war. Endlich gelang es, die Aermste aus den Krallen des Affen herauszuschälen— leider zu spät, denn die gräßlich verstümmelte Dame starb, ohne das Bewußt⸗ sein wieder erlangt zu haben, einige Stunden später unter großen Qualen.
— Zur Erforschung von Brasilien. Nach einem Telegramm des„Leipziger Tagblattes“ aus Cuhaba in Brasilien(Provinz Matto Grosso) ist die Forschungsexpeditlon des Dr. H. Meyer aus Leipzig nach erfolgreicher Reise durch die Zentral⸗Brasilianischen Ju⸗ dianergebiete in Cuyaba angekommen. Dr. Meyer ist gesund, sein Gefährte Dr. Karl Ranke hat ein Auge ver⸗ loren. Der dritte Europäer Vidahlen war gleich bei Be⸗ ginn der Reise gestorben.
— Das Geld im Sprüchwort. Die Sprüch⸗ wörter über das Geld sind zwar die landläufigsten von allen und so zu sagen in aller Mund; es giebt aber darunter manche, die so sinnreich sind, so viel Mutterwitz und Geist enthalten, daß man sie gern einmal zusammen⸗ sieht. Hier sind einige, die das„L. T.“ gesammelt hat: Bei vielem Gelde nicht aus der Art zu schlagen, das will viel sagen.— Das Geld zieht hinkend ein und geht tanzend fort.— Das Geld giebt man aus, den Narren hält man zu Haus(der Narr bleibt man).— Das Geld ist nicht aller Leute Freud.— Es wird viel Geld ver⸗ loren, um Geld zu gewinnen.— Für Geld bekränzt man den Esel.— Geld borgen macht die Zeit kurz.— Geld giebt Ehre, sagte der Frosch, da er sich auf einen Heller setzte.— Geld hilft vielen in die Hölle, aber keinen heraus.— Geld ist nicht eitel, es geht auch in einen schlechten Beutel.— Geld macht taub.— Geld regiert die Welt und der Knüppel den Menschen.— Gestohlenes
Städt. Arbeitsnachweis, Gießen.
Gartenstraße 2.
Vom 14. bis 16. Dezember. Nachfrage der Arbeitgeber.
Angebot der Arbeitnehmer. 1 Bäcker, 1 Schriftsetzer, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 7 Hausburschen, 1 Laufmädchen, 6 Taglöhner, 2 Erdarbeiter, 1 Fahrbursche, 1 Schweizer, 1 Wickelmacher, 1 Pferdeknecht, 5 Dienstmädchen, 1 Ladnerin.
1 Friseur, 1 Polsterer, 1 Schreiner,
13 Lehrlinge, 11 Dienstmädchen, 2 tilcht. Pferdeknechte,
Geld schimmelt nicht.(Wie gewonnen ꝛc.)— Hast du Geld, so bist du lieb, du seiest Schelm oder Dieb.— Ohne Geld, ohne Freund.— Was Geld wert, weiß man erst, wenn man keins hat(besser noch, wenn mans ver⸗ loren hat).— Verliehen Geld macht Feinde.— Weil ich hab Geld genommen, kann die Wahrheit nicht aus mir kommen(Bestechung).— Wenn man Geld geliehen, vor dem muß man den Hut abzlehen.— Wenn mans am Ende röche, womit es verdient ist, gar manchmal müßte man räuchern.— Wer des Geldes Wert nicht kennt, der gehe zum Nachbar, um einen Thaler zu borgen.— Wer Geld ausleiht ohne Pfand, hat einen Wurm in seinem Verstand.— Wer Geld einfordert, klopft stets zu früh an.— Wer Geld gewinnt und die Freiheit verliert, verliert mehr als er gewinnt.— Wer Geld hat, kann sich seine Schwieger⸗ söhne auswählen.— Wer Geld säet, wird Armut ernten(War⸗ nung vor dem zu reichlichen und unvernünftigen Almosen⸗ geben).— Wer Geld in Händen hat, dem bleibt allezeit etwas jkeben.— Wer sein Geld verlieren will und weiß nicht wie, der setz es in die Lotterte.— Wer von mir Geld leihen will, der ist mein Feind oder will es werden. — Wo Geld das Urteil spricht, da ist gewiß kein recht Gericht. — Wo Geld ist, das ist der Teufel, wo keins ist, neun⸗ undneunzig.— Wo man Geld zählt, da zählt man die Gebote nicht.— Das Geld nicht ansehen, ist oft große Klugheit.— Erspieltes Geld hat Flügel.— Für Geld ist alles feil, nur ein gut Gewissen nicht list nicht zu verkaufen).— Geld kommt nicht allein, Sorge stellt sich mit ihm ein(oft noch viel mehr).— Geliehen Geld geht mit Lachen fort und kommt mit Weinen zurück.— Ohne Geld lieben, ist ohne Feder fliegen(arm heiraten).— Unrecht Geld erbt nicht aufs dritte Glied.— Wer Geld borgt, um Bauholz zu kaufen, der baut, um aus dem Hause zu laufen.— Wer Geld hat, kann leicht Witze
machen, aber mit Witzen macht man kein Geld.— Wer will Geld und Gut verlieren, fang an zu prozessieren.— Wo Geld den Edelmann macht, da kann auch der Bauer Junker werden.
— Wort gehalten. Onkel: Aber Fritz, schon wieder! Wie Du Dir vor zwei Monaten Geld von mir geliehen, hast Du gesagt, Du brauchst es nur für eine kurze Zeit.— Student: Richtig, ich habe es auch nur eine halbe Stunde gehabt!
Neueste Telegramme.
Hd. Berlin, 17. Dezember. Das Handelsgesetzbuch soll dem Reichs⸗ tage in der zweiten Hälfte des Januar zugehen.
Hd. Berlin, 17. Dez. Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin haben dem Ausschuß zur Förderung des Rhein—Weser Elbe⸗Kanals für 1897 einen Beitrag von 500 i überwiesen.
Hd. Königsberg, 17. Dezember. Zu dem Zeugnis-Zwangsverfahren gegen den Chef-Redakteur der„Königsberger Hartung⸗ schen Zeitung“ wegen der Veröffentlichung des Kommandantur⸗Befehls in der Börsengarten-Affaire ist seitens des Amtsgerichts wegen teilweiser Zeugnis⸗Ver⸗ weigerung eine Geldstrafe von 150%s festgesetzt
worden. Hd. Wien, 17. Dezember. Die„Neue Freie Presse“ veröffentlicht angebliche
Aufklärungen über den deutsch-xrussi⸗
schen Neutralitäts⸗Vertrag, welche das Blatt bemerkt, den Friedrichsruher fassungen entsprächen. In diesen Auslgssun 0 wird den Behauptungen, als habe Fürst B 8 marck durch den en in dieses Vertragez Oesterreich⸗-Ungarn hintergangen, ae
gorisch bisch ungarsche Staat und behauptet, dag
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österreichisch⸗ungarische Staatsmänner Vertrage nicht nur gewußt, sondern ihn sogn vollständig gebilligt und im Interesse den eigenen Landes acceptiert haben, da Deutschland auf Grund seiner Beziehungen zu Rußland der Lage war, Konflikte zwischen Oesterres Ungarn und Rußland oder wenigstens einer friedensbedrohlichen Entwickelung derselben bor⸗ eie 1 5 Hd. Paris, 17. Dez. Einem 0 gramm aus La Rochelle zufolge be letzte Sturm in diesem Hafen nichl⸗ weniger als 47 Opfer gefordert. 5 Hd. Warschau, 17. Dezember. In den Universitäten zu Charkow und Kasan fanden Demonstrationen der Studenten statz weil ihnen auf Betreiben des Unterrichtsministerz von den Universitätsbehörden untersagt worden war, eine Petition an den Zaren 3 1 richten. Die Hörer der polnischen Nationalitth, in Warschau lehnten es ab, sich der Aktion der russischen Studenten anzuschließen. 0
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redal⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gleßen
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