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* Aus Rheinhessen, 16. November. Die durch die Manöver der hessischen Divi⸗ sion in diesem Herbst in der Provinz Rhein⸗ hessen verursachten Flurschäden belaufen sich auf die hohe Summe von 85700 Da⸗ von kommen auf den Kreis Worms 34000, Alzey 37000% und Oppenheim 14700.
* Aus Rheinhessen, 16. November. Die Mäuseplage hat sich hier wieder eingestellt. Die schädlichen Nager ziehen sich bereits scharen— weise vom Felde nach den Hofraithen. Mehrere Gemeinden beschlossen, noch vor Eintritt des Winters das Löffler sche Verfahren zur Vertilgung von Mäusen vorzunehmen.
* Mainz, 16. November. Der ju ristische Ausschuß der Stadtverordneten-Versammlung hat nunmehr ein Ortsstatut für die Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises fest⸗ gestellt, das in der nächsten Sitzung der Stadt⸗ verordneten⸗Versammlung beraten werden soll. Als Muster diente das Gießener Statut.
* Mainz, 16. Nov. November. Die Straf⸗ kammer verurteilte die geschiedene Ehefrau Joh. Cl. Fürst geb. Spalt, die sich im Gefängnis bei ihren Mitgefangenen in verächtlicher Weise über das Familienleben des Kaisers ausgesprochen 7 wegen Majestätsbeleidigung zu
Monaten 14 Tagen Gefängnis. * Mainz, 16. November. Zu der schon seit Jahren schwebenden Frage der Eingemein⸗ dung der Gemeinden Kastel, Kostheim und! der Gustavsburg in das Gebiet der Stadt Mainz, hat nunmehr der Verein der Kaufleute ebenfalls Stellung genommen
gemeindung zu fördern im Stande sei. In der gleichen Angelegenheit wird der Verein auch bei dem Staatsministerium vorstellig werden. Mainz, 16. Nov.(Kleine Mitteilungen.) Zur Vornahme namhafter Veränderungen im Main⸗ kanal wird derselbe bekanntlich für die Schifffahrt vom 1. Dezember nächsthin bis zum 1. April 1897 ge⸗ schlossen werden. Diese für die Mainschifffahrt sehr wesentliche Unterbrechung wird zur Folge haben, daß unser Hafen während des Schlusses des Mainkanals in ganz erhöhtem Maße in Anspruch genommen wird und zwar nicht unwesentlich für solche Güter, die durch Um⸗ schlag zur Bahn weiter gefördert werden müssen. Es ist daher die Errichtung einer großen pro visorischen Lagerhalle im Hafengebiet in Aus sicht genommen. — Bekanntlich hat der in Berlin verstorbene Herr Simon Blad der Stadt Mainz ein Vermächtnis im Be⸗ trag von nahezu 300 000/ gemacht. Die noch lebende Schwester des Herrn Blad, eine Witwe N., hat gegen die als Universalerbinnen eingesetzten Stadtgemeinden, Berlin, Mainz und Bingen, eine Klage auf Zahlung von nahezu 100 000& eingeleitet, und zwar deshalb, weil sie eine Reihe von Jahren ihrem verstorbenen Bruder den Haus⸗ halt geführt und dessen Liegenschaften verwaltet hat. Die Stadt Bingen hat die Forderung der Frau, als die⸗ selbe durch deren Anwalt geltend gemacht wurde, sofort anerkannt; die Städte Berlin und Mainz haben einen Rechtsanwalt beauftragt, ihre Rechte gegen die angeblichen Rechte der Schwester des Verstorbenen in Berlin zu ver⸗ treten. Vor kurzem hatte sich nun Herr Rechtsanwalt Dr. Horch nach Berlin begeben; die Auskunft, die ihm dort wurde, war nun derart, daß er der Stadt Mainz den Rat erteilte, anstatt auf dem Rechtsstreit zu beharren, sich mit der Witwe N., bezw. der Schwester des Herrn B., zu verständigen. Da die genannte Frau von der Stadt Mainz nur eine Forder ung von 25 000. geltend macht, so hat die städtische Verwaltung nunmehr
drei Pferde in der Nähe von Nieder⸗Ingelheim gestohlen, nämlich ein brauner Wallach im Werte von 180, ein dunkelbrauner Wallach im Werte von 180& und eine schwarze Stute im Werte von 200, Die hiesige Staatsanwaltschaft verfolgt deshalb fünf unbekannte männliche Personen, einen namens Trappner und eine Frauensperson, alle von gebräunter Gesichtsfarbe, die Männer mit schwarzen Bärten und wie Zigeuner aus⸗ sehend. Dem einen fehlt der vordere Teil des Zeige⸗ fingers der rechten Hand, dem anderen fehlen in der oberen Reihe mehrere Zähne.
* Kastel, 15. Nov. Beim Herannahen eines Personenzuges der Taunusbahn oberhalb der Station wurde gestern das Pferd eines Wagens scheu. Der Fuhrmann kam dabei zu Fall, wurde überfahren und getötet.
* Worms, 16. November. Das hiesige Schöffengericht verurteilte eine 65jährige Milchhändlerin, welche die Milch mit 15 bis 20 Prozent Wasserzusatz ver fälscht
hatte, zu drei Wochen Gefängnis und 100 l Geldbuße. * Nackenheim, 16. Nov. Ein hiesiger
Bahnbeamter schnitt gelegentlich der diesjährigen Weinlese an einer ca. 30 Meter langen Trauben⸗ planke über 600 große ausgewachsene Trauben.
Neueste Telegramme.
Hd. Hildesheim, 17. November. Eine gestern abgehaltene öffentliche soz ialistis che Versammlung wurde wegen Besprechung des Falles Bräsewit aufgelöst.
Hd. Köpenick, 17. November. Bei den
listischen Partei gewählt. beteiligt sich zum vile Male an ben
Kommunalwahlen. Der H.
Hd. Nizza, 17. November. Schumann aus Berlin, der sich auf gr Reise gegenwärtig hier aufhält, gab auf den Liebhaber seiner Frau, den Grafen Helay einen Revol verschuß ab. Der Zustand des Grafen ist bedenklich. Der Thäter wurde verhaftet.
Hd. Paris, 17. November. Der e römische Polizei⸗Inspektor Srniord, vor 1 Tagen in Marseille verhafket wurde, ist unter dem Verdacht der Spionage . worden. Er begab sich nach
enf.
Sterbefälle.
Am 13, November. Wilhelmine Hammel, 3 Jahre alt, Tochter des Heizers Heinrich 5 Hammel dahier, Löberstraße 7. 5 um 15. November. August Voigt, 43 Ja alt, Kaufmann, Seltersweg 46. 5 1 Am 16. November. Karl Wehrum, 58 Jahre alt, Gewerbebank⸗Diener dahier, Ostanlage 35.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Ne⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. 1
und an die Stadtverwaltung das Gesuch ge⸗ richtet, nichts zu versäumen, was die Ein⸗
Bekanntmachung,
die Reichstagswahl betreffend.
Bei der am 5. l. Mts. stattgefundenen Ersatzwahl in dem 1. Wahlkreise des Großherzogtums Hessen haben von 12 105 giltig abgegebenen Stimmen erhalten:
1. Herr Philipp Köhler VI, Landwirt in Langsdorf 4177, 2.„Philipp Scheidemann in Gießen 3351, 3.„ Karl Meinert, Gutspächter in Hammerhof 2442, 4.„K Professor Dr. Stengel in Greifswald 2129,
andere Personen 6.
Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Kandidaten gefallen ist, ist die Vornahme einer engeren Wahl zwischen den Höchstbestimmten, Philipp Köhler Min Langsdorf und Philipp Scheidemann in Gießen, auf
Donnerstag, den 19. November 1896
festgesetzt worden. Alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen sind ungültig.
Die Abstimmung beginnt um 10 Uhr vormittags und wird um 6 Uhr nachmittags geschlossen.
Die Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die erste Wahl. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher un⸗ verändert.
Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angewendet, wie bei der ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben findet nicht statt.
Gießen, den 12. November 1896.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
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den Weg des Vergleiches beschritten.— Am 2. l. M. wurden dem Handelsmann Heinrich Ferfens aus Viersen
gestrigen Stadtverordneten⸗Wahlen wurden alle vier Kandidaten der sozia⸗
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kennt⸗ nis, daß an Stelle der zurückgetretenen Ma rie Rühl, verehelichten Wilke, der Wieger Albert Haas dahier zum provisorischen Octroier⸗ heber am Seltersthor ernannt, verpflichtet und am 16. l. Mts. in seinen Dieust einge- wiesen worden ist.
Gießen, den 16. November 1896.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kennt⸗ nis, daß an Stelle des zum provisorischen Octroierheber ernannten Wiegers Albert Haas der Schaffner i. P. Karl Andreas Müller dahier zum Wieger an der in städtischer Verwaltung stehenden Güngerich'schen Waage in der Frankfurterstraße ernannt, verpflichtet und am Heutigen in seinen Dienst eingewiesen worden ist. 5
Gießen, den 16 November 1896.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
Bekanntmachung.
Formulare für Gesuche der Arbeitgeber um Arbeitskräfte werden außer bei dem Beamten des städtischen Arbeitsnachweises— Bürger- meistereigebäude, Zimmer Nr. 14— auch noch bei den amtlichen Verkaufsstellen für Postwertzeichen unentgeltlich verabfolgt.
Gießen, den 13 November 1896.
Die Deputation für den städtischen Arbeitsnachweis. Wolff, Beigeordneter.
Ein junger Mann, welcher sich zum Schreiber ausbilden will, kann als Lehrling auf dem Stadtbauamt Annahme finden.
Bewerber wollen ihre Meldungen mit Schul⸗ zeugnissen und Lebenslauf bis 1. k. Mts. hieher einreichen.
Gießen, den 16. November 1896.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.
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