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beschlossen gestern Mittag in zwei gut besuchten Versammlungen von heute ab allerwärts dort, in den Streik einzutreten, wo ihre Forderungen, 21 Mk. Minimallohn und 52stündige wöchentliche Arbeitszeit nicht sofort bewilligt würden. Beide Versammlungen mußten noch vor Beginn poli— zeilich gesperrt werden. Hunderte erwarteten in der Nähe die Proklamierung des Streiks.— Auch die Möbelpolire und Polirerinnen nahmen gestern zur Lohnbewegung Stellung. Es wurde beschlossen von einer prozentuellen Lohnforderung als zu weit gehend abzusehen, für die Arbeiterinnen jedoch den Mindest lohn von 18 Mark und die Polirer 27 Mark bei 52stün⸗ diger Arbeitszeit gefordert. Diese Forderungen sollen heute um 5 Uhr den Arbeitgebern unter
breitet und sofort behufs schnellerer Durchfü— rung ihrer Forderungen in einen Streik ein⸗ getreten werden.
Hd. Berlin, 17. Febr. Mit dem Kon⸗ fektionsstreik beschäftigten sich gestern Mittag fünf von sozialdemokratischer Seite einberufene Volksversammlungen, in welchen die Reichstagsabgeordneten Schönlank, Schmidt— Magdeburg, Fischer, Wurm und Frau Grenzenberg referierten. Der Andrang war ein so großer, daß die Versammlungslokale poli⸗
zeilich geschlossen wurden. Die Streikenden wurden zu fernerer mutigen Ausdauer ange⸗ feuert. Es wurde mitgeteilt, daß heute Nach—⸗
mittag 13 öffentliche Versammlungen
der Streikenden stattfinden werden.
Hd. Berlin, 17. Febr. Die Stellung⸗ nahme der Frauen zum bürgerlichen Gesetzbuch wurde in einer von über tausend Frauen und Männern besuchten Versammlung gestern behandelt. Als Rednerinnen traten Frau Stritt aus Dresden und Fräulein cand. jur. Augspurg auf. Beide begründeten in längeren Ausführungen die bekannten Forde⸗ rungen. Der Münchener Beschluß gelangte ein⸗ stimmig zur Annahme.
Hd. Bern, 17. Febr. 10000 Eisenbahn⸗ beamte beschlossen gestern einstimmig in Aarau den 29. Februar als letzten Termin zur Bewilligung der von ihnen gestellten Forde— rungen festzusetzen. Falls die Bahnverwal— tungen diese Forderungen nicht bewilligen, wird sofort in den Streik eingetreten werden.
Hd. Paris, 17. Februar. Die radikalen Blätte
Der„Figaro“ und„Gaulois“ führen aus, es sei Pflicht
des Präsidenten Faure gewesen, die Demission der Minister zu verlangen. Der orleanistische„Soleil“ prophezeit, die
gegenwärtige revolutionäre Lage werde in einer revolutio⸗
nären Bewegung enden.—
Sterbfälle. 8
Am 15. Februar. Karl Heinrich Heinze, ein und dreiviertel Jahre alt, Sohn von Schneider Hein⸗ rich Heinze dahier, Bahnhofstraße Nr. 15.
Am 16. Februar. Elisabetha Schmidt, ein Jahr alt, Tochter von Taglöhner Eberhard Schmidt dahier, Neustadt Nr. 37.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗
beglückwünschen das Kabinett dazu, daß es im Amte bleibt.
beide in Gießen.
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(Gemeindewald).
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