Gießen, Mittwoch, den 18. März
1896.
Ausgabe
Gießen.
ische Landeszeitung.
Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4.
Erscheint täglich mit Ausnahme der
Tage nach Sonn- und Feiertagen.
Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile.
Expedition:
2 20 Kreuzplatz Nr. 4.
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Aus dem Verwaltungsbericht der Großh. Bürgermeisterei. * Gießen, den 17. März 1896.
9 stit Armenpflege. lt Das Statut, betreffend die Verwaltung der 5 irmenpflege und der dieser gewidmeten Stif⸗
dt.
revilige amen
seagen. Nh.
Fumfadt, 80.
u don traten, beiten b billigt erg, Laier 18.
——
ngen hat im Berichtsjahr eine Aenderung hin erfahren, daß— unter Erhöhung der Be⸗ hlußfähigkeitsziffer auf 10— den 6 Bezirks⸗ ürstehern bezw. ihren Stellvertretern Sitz und etimme in der Armendeputation übertragen fürde.— Zum stellvertretenden Bezirksvorsteher V. Bezirks wurde weiterhin Herr Pfarr⸗ krwalter Dr. Grein gewählt.— Die Stelle des elretärs der Armendeputation wurde ihrer bedeutung entsprechend in die dritte Klasse der besoldungsübersicht eingereiht.— Nach dem Ab⸗ bben des Dieners der Armendeputation, Christian oll, wurden dessen Funktionen zunächst durch 5 Schwan versehen und danach dem pensio—
— eetten Schuldiener Schneider übertragen. Hadge“ Der Zuschuß der Stadtkasse zur öffentlichen n frmenpflege konnte um 125 4 67„ hinter dem en weit an boranschlag zurückbleiben und er würde um er Wohung beitere 2292 4 22§ niedriger gewesen sein, art, Til denn nicht dieser Betrag zuviel ausgeliehen
boden wäre. In der sogen. streitigen Armenpflege D. aten durch das Armenamt in die Kliniken ein⸗ zwiesen und daselbst verpflegt worden: in den neuen Kliniken(medizinische
und Frauenklinik)
Personen: Tage: männliche 109 2397 , 26 704
in der(alten) chirurgisch⸗ophthal⸗
mologischen Klinik
Man nlic f) 77 2972 /( 39 1885 — ö in beiden Kliniken sonach zusammen 251 7258 955 1 189394 5 452⁰ pen e e 5751 1 C 2281
5 In die Herberge zur Heimat wurden ein⸗ Al. e wiesen:
40 Personen mit 269 Tagen
41 r h, 4 C 1 F 1
Mit Schuhen unterstützt wurden 37 Personen gegen 69 im Vorjahr), mit sonstigen Kleidungs⸗ fücken 3(gegen 6 im Vorjahr) und mit Medika⸗ nenten, Brillen und Bruchbändern 18(gegen 2 im Vorjahr), während für 2(im Vorjahr 11) bersonen Beerdigungskosten vorlagsweise über⸗
emen werden mußten.
g 1 Cl Es waren danach im Ganzen 369 streitige Ile Anterstützungsfälle eee gegen 280 im Vor⸗ 1.80(hr in 64 Fällen handeste es sic dabei um
0 bersonen, deren Landarmeneigenschaft zu ermitteln und nachzuweisen war.
0 In der offenen Armenpflege unserer e Stadt standen behufs Erlangung freier ärztlicher *.— n und Medikamente, sowie freier Auf⸗ nahme in den Kliniken auf der Armenliste:
328 Personen bezw. Familien gegen
5 15„ in 1893/94 1892/3 1891/92
%„„„ 20„„ 2
vorkommelde
Wie es kam
heilen, 10 8
ten. 17 Novellette von H. von Schandow.
1 und il(Nachdruck verboten.) 0(Fortsetzung.)
0 Das Herz der kleinen Ilka öffnet sich weit. fell erste weckende Sonnenstrahl fällt hinein. Hier
1 unter dem Rauschen und Blenden des Karnevals Fralplal 1a ihre Seele der Werdetraum der ersten Liebe II imfangen, der ersten thörichten, trügerischen Liebe! ö Zoller Andacht blickt sie zu dem Manne auf, dessen schmeichelnde Stimme so süße Worte in
ind hr kleines, brennendes Ohr wirft, zu dem Manne, l ür dessen führendes Wort sie jenes edle:„Ich umer/ ebte davon, daß ich stolz sein durfte,“ hält, zu
11 dem Manne, der neben Ihr sitzt— unter der 6 5 uu Maske!“ f 8 a eiten h. Sie senkt zuhörend das Köpfchen. Und die
b. 3h. Musik nimmt die Worte, denen sie lauscht, auf, und plaudert süß und lockend weiter. Da fährt vlötzlich ein greller Klang in den spinnenden Traum und zerreißt ihn: Fanfare! Es ist zwölf Uhr. Herunter die Larven! Mit itternder Hand löst Ilka ihren häßlichen Groß— mutterhut, das seidene Bändchen der Maske— hr holdes, glühendes Gesicht unter den wilden,
Davon waren in den Kliniken verpflegt worden:
a. in den Neuen Kliniken Personen: Tage: männliche 0 109 2397 a, 8 26 704
b. in der alten Klinik männliche 14 292 weibliche 5 17 406
zusammen 166 3799 in 1893/94 179 4161 „ 1892/93 8 153 4104 e,, 9 95 2998
Die Zahl der in offener Armenpflege ständig unterstützten Personen bzw. Familien hat 163 betragen wie im Vorjahr; 189293 174
1891/2 5 189
darunter waren— nach der mit 1. Jauuar 1895 eingeführten Individual⸗Statistik der Unterstützten — im letzten Quartal des Berichtsjahres 73 einzelstehende Personen und 90 Haushaltungs⸗ vorstände mit zusammen 212 Familienangehörigen. Von den Unterstützungen haben im Durch- schnitt bezogen:
a. Barunterstützungen. 58 gegen 51
PE6 L, c. Miete 128 122 d. Kohlen ständig: vorübergehend: e, 8 520 4 3. 7 83 30 „ 4. 107 19
Kinder waren in Familien untergebracht im Durchschnitt des Jahres 46—47.
Die gesamten Aufwendungen in der offenen Armenpflege haben nach Rubrik 36 der Ausgabe der Armenkasse und mit Ausscheidung der darunter verrechneten Pflegegelder für erwachsene, in Heil— und Bewahranstalten befindliche und für auswärts unterstützte Personen, sowie der unter pos. g ver- rechneten Beiträge betragen in
1894/5 22 648 Mark 1893/94 23573„ 1892093 24 196„ 1891002, eee In der geschlossenen Armenpflege
zunächst in dem städtischen Hospital waren unter⸗ gebracht: a. Plock'sche Pfründner:
1. männliche 3 Personen mit 769 Verpflegungstagen
2. weibliche 10„„ 3217 5 b. Hospitaliten: 1. männliche 8„„ 1932 10 2. weibliche 14„„ 28 75 c. vorübergehend; 1. männliche 1„„ V 148 10 2. weibliche—„ 2— 4 zusammen 36 Personen mit 8844 Verpflegungstagen in 1893/04 41„„ 7290 5 „ 1892/93 33„„ 7636 5 „ 1891/2 35„ 68311 0
darunter sind durchschnittlich 8 Sieche mit 1080 Verpflegungstagen in der zweiten Hälfte des Be⸗ richtsjahres, nach der mit 1. Oktober 1894 voll⸗ zogenen Einrichtung der ehemaligen Hospitalkirche zu einem der Leitung einer Schwester unterstellten Siechenhaus im engeren Sinne des Wortes. Daneben wurde im Hospital verausgabt: Mittagessen an 10 Personen oder Familien mit zusammen 1205 Portionen(im Vorjahr 6 mit zu⸗ samen 763 Portionen), Milch an 52 Personen oder Familien mit im Ganzen 7752 Liter(im Vorjahr 41 mit im Ganzen 5236 Liter), 6699 Laib Brod(im Vorjahr 7481 Laib) und 2010 ¾ Zentner Kohlen(im Vorjahr 1672 Zentner).
Vorübergehend wurden 2 Personen mit zusammen 111 Tellern Suppe unterstützt.
In auswärtigen Erziehungs-, Heil-, Bewahr⸗ und Siechenanstalten waren— abgesehen von der Zwangserziehung— 17 Personen unter⸗ gebracht(gegen 16 im Vorjahr).
Auf Grund des Gesetzes über die Zwangs— erziehung waren 28 Kinder untergebracht gegen 25, bezw. 24 und 20 in den letzten 3 Jahren.
Lokales und Provinzielles.
* Gießen, 17. März. Unsere Hochschule war bei Repräsentation und festlichen Anlässen immer in Verlegenheit wegen einer Fahne und behalf sich, so gut es eben ging, mit der des akademischen Gesangvereins. Ein Komité von Damen hat es in die Hand genommen, unserer Ludoviciana zu einer Fahne zu verhelfen, und ist dieselbe bereits der Kunststickanstalt von Ph. Schlatter hierselbst zur Ausführung übertragen worden.
* Gießen, 17. März. Uebersicht der Stu⸗ direnden auf der Landes-Universität Gießen im Winterhalbjahr 1895/96.
Zahl
9 2 . der Studirenden A Studienfächer. 1 Nicht⸗ Ge⸗ tritu⸗ Hessen. Hessen. sammt⸗ lirte.
Zahl. Evangelische Theologie 55 6 61 7 Rechtswissenschaft. 14422 166 43 Meöiz::: 67 47 114 29 Thierheilkunde 13 14 27 1 Zahnheilkunde— 1 1. Kameralwissenschaft... 31 1 32— Forstwissenschaft. 9 6 15 3 Mathematik 13 1 14 1 Naturwissenschaften... 6 5 11 65 Klassische Philologie.. 22 1 23 1 Neuere Philologie... 30 10 31 1 Philosophie— 00 7 2 Geschich t 6 2 8 2 Phang U 5 12 1 Chee 19 17 36 5 Zusammen 422 136 558 109
Außerdem nicht immatrikulirte Hörer: 18. Unter den neu Immatrikulirten waren: mit Reifezeugniß eines Gymnasiums 92, eines Real— gymnasiums 6, mit Reifezeugniß für das be⸗ treffende Fach 11.
* Gießen, 17. März. Im Großherzogtum wurden im Jahre 1895 für Hagelschäden von verschiedenen Versicherungsgesellschaften 42661 Mark ausbezahlt. Im Kreise Gießen waren drei Gemarkungen von Hagelschlägen betroffen, für die 3823 Mk. Unterstützung ausgezahlt wurden. Der Löwenanteil der Hagelschläge und demzu⸗ folge auch der Versicherungssumme entfiel auf die Provinz Oberhessen. Nicht weniger als 41 Gemarkungen hatten unter Hagelschlag zu leiden. Nach Oberhessen wurden im Ganzen 40063 Mk. als Versicherungssumme ausgezahlt.
Gießen, 16. März. An der am kommen⸗ den Sonntag zu Mainz in der Turnhalle der Turngesellschaft stattfindenden Kreisvorturner⸗ stunde werden für den Gau Hessen teilnehmen 1. Gauturnwart Schneider-Marburg, die Turnausschußmitglieden Wiegand-Gießen, Will⸗Wetzlar und wahrscheinlich auch der 2. Gauturnwart Häuser-Marburg.
* Gießen, 17. März. Die Mannschaften der Pflichtfeuerwehr werden von Morgen,
Mittwoch den 18. März, jedesmal von Abends halb 9 Uhr ab im Hofe des Turmhauses, Ein⸗
bang von den Marktlauben aus, Uebungen ab⸗ halten. Die Pflichtigen müssen mit Binde um den linken Oberarm pünktlich am Platze sein. Morgen Mittwoch übt die erste Rotte. Die
2. Rotte folgt am Freitag, den 25. März u. s. w.
wie auf den Plakaten. Gießen, 17. März. Der Oberhessische,
Bienenzüchter verein hielt gestern im Restau⸗
rant Bauer in der Bahnhofstraße eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Der
betrifft, und führte aus, daß, wenn die bezüglichen Bestimmungen des Entwurfs Gesetz würden, die Bienenzucht bei uns in Deutschland von ihrer Höhe, auf der sie stehe, herabgehen würde. Die Versammlung beschloß, daß die nächste Wanderversamlung in September stattfinden soll. Ferner wurde beschlossen, daß wie alljährlich auch im laufenden Jahre in Ortenberg wieder ein Imker⸗Kursus abgehalten werden soll. Nebenbei sollen auch Wanderlehrer veranlaßt werden, im Laufe des Jahres Vorträge über die Bienenzucht in den verschiedenen Zweigvereinen zu halten. vergangenen Jahr ins Leben gerufene Depot von Mobil⸗ und Stabilbau sowie Kunstwaben hat sich gut bewährt und soll auch für das laufende Jahr weiter geführt werden. Die Versammlung
beschloß, in Gießen an dazu geeigneter Stelle ein Honig-Depot zu errichten zu dem Zwecke
der Abgabe desselben an Private.
Gießen, 16. März. Der Photograph Uhl hat auf dem Hofe des Hauses Seltersweg 68, dessen Miteigentümer er ist, ein Atelier provisorisch aufschlagen lassen. Sein bisheriges Photogra⸗ phisches Atelier, am Ufer der Wieseck gelegen, läßt der Herr niederreißeu, um an Stelle desselben bedeutend vergrößerte und der Nenzeit ent⸗ sprechende Räume aufführen zu lassen. Bei Aufführung des Neubaues ist auch auf eine an⸗ sprechende Facade besonders Wert gelegt.
Gießen, 17. März. Die Tagelöhner⸗ Frau Pitzer wurde von der Strafkammer im Januar d. J. wegen Majestätsbeleidi⸗ gung zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Frau behauptete damals in der Verhandlung ihre Unschuld, und bezichtigte die Angeberin, eine Restaurateur-Frau Kratzenberger, daß diese aus Rachsucht gehandelt habe. Die Pietzer be⸗ trieb nach ihrer Aburteilung das Wiederauf⸗ nahme⸗Verfahren und zwar mit Erfolg. Heute verhandelte die Strafkammer aufs Neue in dieser Sache. Frau Kratzenberger und drei der damals in der Wirtschaft anwesenden Gäste be⸗ schworen, die beleidigende Aeußerung der Ange⸗ klagten gehört zu haben. Dieselbe soll jedoch auf dem Hausgang außerhalb der Wirtsstube Nice sein. Der Agent Clemens Karl Rothe, der von der Angeklagten vorgeschlagene neue Zeuge, erklärte jedoch bereit zu sein, zu be⸗ schwören, daß die Angeklagte, die ihr zur Last gelegte Aeußerung nicht gethan hat. Frau Kratzenberger bestritt, daß dieser Zeuge an dem betreffenden Tage überhaupt in ihrer Wirt⸗ schaft gewesen; dieser wies jedoch aus seinem Kon⸗ tobuche, in dem die beidem Wirt Kratzenberger ge⸗ nossenen unbezahlten Getränke eingetragen wurden,
schlägt die blauen brennenden Augen auf. Ob sie ihm gefallen wird?
Sie schaut ihn an. Er ist nicht ganz so schön, wie sie ihn geträumt, aber die Stirn unter dem reichen Haar ist edel geschnitten, der seidenweiche, volle Bart über den Lippen, am Kinn, giebt dem ganzen Gesicht etwas Vornehmes und Charakte— ristsches. Und dann die Augen! Die Augen schauen noch ebenso verschleiert, mit dem plötzlich wie aus Nebeln hervorbrechenden Blitz des Blicks als vorhin unter der Maske.
Mit großen lachenden Augen flüsterts Ilka, wenige Minuten später der Freundin ins Ohr: „Denke nur, der große, würdige Essex da will mit mir dummem Ding zur Tafel gehn! Sie nennt ihn würdig, um ihr Herz nicht zu verraten. Frau Cläre hat eine Erwiderung auf den Lippen, lächelt dann achselzuckend, als wären ihre Worte überflüssig, und schweigt.
Bei Tisch sitzt dem Grafen Essex und seiner kindlichen Dame die Königin Elisabeth gegenüber. Sie überhäuft den Grafen Essex mit spitzigen Be— merkungen, die er in vornehmer Ruhe hinnimmt.
„Ich lebte davon, daß ich stolz sein durfte,“ denkt Ilka begeistert. Sie fängt an von dem Trauerspiel zu sprechen. Baron Meersberg hat es,
bellen, hochgebundenen Haaren wird frei. Sie
seiner Rolle gemäß, vor ein paar Tagen durch⸗
gepeitscht. Noch vor dem Dessert ist Ilka so weit, ihn ungefähr für den geistreichsten Menschen der
Welt zu halten.
Plötzlich drückt sie ihr glühendes Gesichtchen zwischen die Rosen ihres Straußes.„Uebermorgen muß ich abreisen“, sagt sie ganz unvermittelt mit einer schluchzenden Stimme. Der Mann an ihrer Seite setzt das Weinglas so heftig nieder, daß der Fuß davon abbricht.„Uebermorgen—“ stammelt er endlich.„Es ist ja nicht möglich!“
Ein rasendes Mitleid erfaßt das Herz der Kleinen. Sie bemüht sich, lustig zu plaudern. Aus Zartgefühl für ihren Nachbar läßt sie ihre Lieb— lingsgerichte: rosa Himbeerkuchen, sowie Eisbombe mit Makronen an sich vorübergehen. Nur ein einziges Praliné schiebt sie zwischen die Lippen.
Nach aufgehobener Tafel verneigt sich Meers— berg vor seiner Dame.„Ich habe doch die Ehre zur Polonaise?“ Die Paare treten an. Meersberg schweigt, schweigt so stumm beredt, daß Ilka das Herz zu klopfen beginnt. Ob er ihr böse ist? Weil sie vor lauter Kummer lustig schwatzte? Oder wegen des Pralinés?— Die letzte Tour des feier— lichen Umgangs. Meersberg führt seine Dame in den an den Tanzsaal stoßenden Wintergarten.„Ich möchte von Ihnen Abschied 5
nehmen—“ er atmet schwer.
Halb ohnmächtig vor Schmerz und Verlegenheit setzt sich Ilka. In den Blättern der Palmen über ihr rauscht's feierlich. Neben ihrem Sitz läßt eine müde gewordene Fontaine hin und wieder einen schweren Tropfen fallen. Es klingt wie ein ein⸗ dringlich gesprochenes, warnendes Wort.
Scheu hebt das Mädchen den Blick. Er taucht in Meersbergs Auge, geht darin unter—— Ein Seufzer, ein Erbeben. Der große herrliche Essex liegt ihr zu Füßen, zu Füßen des kleinen, unbe⸗ deutenden Mädchens im weißen Kleide——
Ilka fiebert.„Du“, murmelt sie endlich.„O Du— ich liebe Dich ja auch—“ Und sie zieht ihn hinauf an sich. Neben ihr fällt der letzte Tropfen. Das warnende Wort ist verstummt.
Ihr Köpfchen liegt zwischen dem Gold und der Seide der falschen, trügerischen Maskentracht. Heiße Küsse brennen auf Ilkas Blumengesicht, ihre holden Augen fallen zu wie unter einem schmeichle⸗ rischen Traum. Und alles ist wie im Märchen
Plötzlich schrickt sie zusammen.„Wenn jemand käme— Fritz, Cläre—“
Meersberg richtet sich auf. Braut“, sagt er fest und ernst.
Eigentum—“ (Schluß folgt.)
„Du bist meine „Mein holdes
f Präsident Pfarrer Ellenberger ⸗Ortenberg referierte über das Bürgerliche Gesetzbuch, soweit es die Imkerei
Nidda Mitte
Das im
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