Ausgabe 
15.1.1896
 
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Herrschaft. Haushalte

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Nr. 12

Gießen, Mittwoch, den 15. Jannar

1896.

Ausgabe

Gießen.

Hessische Landeszeitung.

Redaktion: 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen.. Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. E Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. 2. Kreuzplatz Nr. 4.

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Lokales und Provinzielles.

* Giesien, 14. Jan. Zur Feier der 25jäh⸗ rigen Wiederkehr des Jahrestages der Wieder⸗ aufrichtung des Deutschen Reiches ist folgendes Prog ram m aufgestellt: Samstag, 18. Jauuar, Morgens Weckruf der Regiments⸗ musik, Flaggen der Häuser, Mittags Glocken⸗ läuten, Abends Illumination; Sonntag, 19. Jauuar, Promenade⸗Konzert der Regiments⸗ musik, Nachmittags Festakt und Vorträge der Gießener Männergesangvereine, Abends Kommers. Die Universität begeht diese Feier am Samstag durch einen Festakt am Mittag und Kommers am Abend. Wie uns von bestunterrichteter Seite mitgeteilt wird, erfolgten die Anmeldungen zur Teilnahme an dem Festakt und dem Festkommers so zahlreich, daß die Teilnehmer⸗ liste schon wenige Stunden nach deren Auslegung, welche heute Vormittag 9 Uhr begann, geschlossen werden mußte.

Gießen, 14. Januar. Personen, welche den Anspruch auf Bewilligung einer Invaliden⸗ oder Altersrente erheben, haben diesen An⸗ spruch bei der für ihren Wohnort zuständigen unteren Verwaltungsbehörde(Bürgermeisterei) anzumelden. Der Anmeldung sind die Quittungs⸗ karte sowie die sonstigen zur Begründung des Anspruchs dienenden Beweisstücke beizufügen. Handelt es sich um Bewilligung einer Invaliden⸗ rente, so hat die untere Verwaltungsbehörde die

für den Wohnort des Antragstellers zuständigen

Getröstet. Skizze von S. Fritz.

Sie, Johann, da schauen Sie sich einmal den Staub an! hier da auf dem Apollo

Aber Euer Gnaden!

Schweigen Sie! Ihre Ausreden kenne ich schon. Aber ich sage Ihnen: wenn das noch ein mal vorkommt, so sind sie zum Längsten bei mir gewesen. Und jetzt hinaus mit Ihnen!

Des Herrn Dr. Konrad Lohberg gute Laune hatte schon vor diesem Renkontre einen starken Stoß erlitten; schon im Gasthause hatte sich der Herr Doktor über den Mangel an Phantasie beim Küchen chef geärgert, der ihm Tag für Tag das nämliche Menn bescheerte.Traurig genug für Unsereins, hatte er im Selbstgespräche vor sich hingebrummt, wenn unsere Behaglichkeit von dem guten Willen solcher Kerle abhängt.

Mit großen Schritten durchmaß er jetzt das Gebiet seiner vier Pfähle, indem er etwas, dem die Melodie fehlte, vor sich hinpfiff. Dann ver⸗ suchte er eine andere Beruhigung seiner Nerven, er entzündete eine feine Havanna und warf sich in den Fauteuil vor seinem Schreibtische. Helles Licht fiel auf die schwarze Platte; es streifte alle Bücher und allen Krimskrams daselbst und beleuchtete die Photographieen, die in den Ecken standen. Ein Sonnenstrahl aber, indiskreter als die anderen, steuerte geraden Weges auf ein kleines Bild los, das ganz abseits in einem Winkelchen träumte. Es war die Photographie eines liebreizenden Mäd Das Bildchen hatte sein Recht, hier zu figurieren, bereits vor langen, langen Jahren ein gebüßt; aber Konrad hatte immer gezögert, es fort zugeben, nud so stand es noch immer da mit seinen verblassenden Farben und in seinem längst aus der Mode gekommenen Goldrahmen.

Vertrauensmänner zu hören und dem Vorstande derjenigen im§ 48 Absatz 2 bezeichneten Kranken kasse u. s. w., welcher der Antragsteller angehört, Gelegenheit zu geben, sich binnen einer ange messenen Frist über den Antrag zu äußern. Die untere Verwaltungsbehörde hat den Antrag unter Anschluß der beigebrachten Urkunden und ent⸗ standenen Verhandlungen mit ihrer gutachtlichen Aeußerung dem Vorstande derjenigen Versiche rungsanstalt zu übersenden, an welche ausweislich der Quittungskarte zuletzt Beiträge entrichtet worden waren.

* Gießen, 14. Januar. Wir berichteten kürzlich, daß die Strafkammer einen Kies- grubenbesitzer aus Großen-Linden zu drei Monaten Gefängnis verurteilte. In hächster Zeit wird die Strafkammer abermals über einen solchen Herrn zu Gericht sitzen. Der Fuhrknecht Lautenschläger wurde in einer Sandgrube zu Ober-⸗Roßbach bei Friedberg verschüttet und getötet. Als Ursache wird der dolose Abbau der Grube angegeben. Der Eigentümer wird sich deshalb zu verantworten haben. Es kann den Grubenbesitzern nicht genug empfohlen werden, alle möglichen Schutzvorrichtungen zu treffen. Bei der Verhandlung, welche den Un glücksfall in Großen-Linden betraf, rügte der als Sachverständiger vernommene Architekt Stein Gießen die gefährliche Betriebsweise sämtlicher Gruben in ganz Oberhessen. Er erklärte es für ein Wunder, daß nicht mehr Menschen in diesen Betrieben zu Schaden kämen. Auch wurde in jeder Verhandlung festgestellt, daß die Anordnung einer primitiven Einfriedigung am oberen Rande der Grube die einzige Vorschrift sei, die existiere, um Unglücksfälle bei diesem Gewerbe zu vermeiden.

* Gießen, 14. Januar.(Psychiatrische Klinik.) Es wird uns mitgeteilt, daß die psychiatrische Klinik, welche morgen eröffnet wird, hauptsächlich mit nervenkranken Personen belegt werden wird. Ein Asyl für vollständig geistes⸗ umnachtete Personen soll die Klinik nur insofern sein, als dieselben nur vorübergehend dort Auf nahme finden werden. Die Bezeichnung dieses Instituts als Irrenklinik, wie es im Volksmunde gebräuchlich geworden, ist für dasselbe daher nicht ganz angebracht.

* Gießen, 14. Januar. Da auch bei uns die Friedhofsfrage brennend geworden, dürfte die Mittheilung aus Mainz für Gießen Interesse haben:Der Friedhofsarzt Dr. König⸗Mainz hat der städtischen Verwaltung daselbst einen Vorschlag über eine Abänderung der im Jahre 1881 festgesetzten Begräbnisordnung unterbreitet. Um es ärmeren Leuten zu ermöglichen, mehrere Familienangehörige in einem Grabe beisetzen zu lassen und die allzugroße Ausdehnung des Fried⸗

hofs zu verhindern, schlägt er vor, die Reihen gräber nicht mehr 1,50 Meter tief anzulegen, sondern eine Tiefe für 2, vielleicht auch 3 Leichen vorzusehen.

Gießen, 14. Jan. Weit weniger kol⸗ legial als in der hiesigen, scheint es in der Offenbacher Stadtverordnetenversamm lung herzugehen; dem Organ des Abg. Ul rich, demO. A. entnehmen wir folgenden, merk würdigen Bericht:Die Vorgänge in der jüngsten Stadtverordneten-Versammlung bilden das Tages- gespräch in der Stadt, und durchweg wird das Benehmen des Herrn Oberbürgermeisters bei Ein führung» der neuen Stadträte getadelt. Er hätte unter allen Umständen darauf bedacht sein müssen, daß für jeden der Herren ein Platz be legt gewesen wäre und hätte es dann dem Ein⸗ zelnen überlassen müssen, sich eventuell mit anderen zu gruppieren. Statt dessen war nichts geschehen. Keiner der Neugewählten bekam einen Platz zugeteilt, jeder war auf seine Freunde angewiesen, und so kam es, daß Herr Ulrich, der keinen Freund unter den Herren hat,(Ulrich ist der einzige Sozialdemokrat in der Offenbacher Stadtverordneten-Versammlung. Red.) sich erst einen Platz suchen mußte, wobei es dann zu den schon erwähnten Auseinandersetzungen kam. Ulrich erklärte dabei dem Herrn Oberbürger⸗ meister, daß er, falls es an Stühlen fehlen sollte, sich seinen eigenen Stuhl von zu Haus mitbringen werde. Der ganze Auf⸗ tritt eriunert lebhaft an eine Szene aus dem Jahre 1875. Damals hatten wir die Berichter stattung über die Sitzungen der Stadtverordneten begonnen, was gewissen Herren offenbar recht unangenehm war, denn man gab unserm Berichterstatter kein Licht, sodaß er sich ver anlaßt sah, eine Stearinkerze mitzu⸗ bringen, um sich Notizen machen zu können. Da sind wir Gießener doch bessere Menschen.

* Gießen, 14. Januar. Die Irren⸗ fürsorge ist in Hessen seit jeher eine bessere gewesen wie in Preußen. In⸗ folge des Alexianer-Prozesses kam auch für Preußen der Stein ins Rollen. Und nach der Köln. Ztg. gewinnen die verschiedenen Maß⸗ nahmen, durch welche man in der Provinz Rhein- preußen die öffentliche Irrenfürsorge verbessern will, nach und nach festere Gestalt. Besonders wird darauf hingewiesen, daß man in den rheinpreußischen Irrenanstalten zur Vermehrung der ärzlichen Aufsicht und zur Unterstützung des Direktors neben diesem noch zwei Aerzte, sogen. Abteilungsärzte, definitiv anzustellen beabsichtigt, jedoch nur dann, wenn die betreffende Anstalt mehr als 300 Kranke beherbergt; daß solche Abteilungsärzte in Bezug auf die Sicherstellung des Wohles der Geistes⸗

kranken und die Erziehung des Wartpersonals eine bessere Bürgschaft darbieten, als junge, häufig wechselnde Assistenzärzte, liegt auf der Hand. In weiten Grenzen selbständig in ihrem ärztlichen Thun und Lassen, dabei ver⸗ antwortlich dem Direktor, ermöglichen sie es, dem Direktor selbst die volle Verantwortlichkeit für das gesamte Geschehen und Unterbleiben inner⸗ halb der Anstalt mit Fug und Recht zu unter⸗ schieben. Es ist nun gar Vielen, wie dieD. Z. schreibt, gewiß noch unbekannt, daß das Institut dieser Abteilungsärzte schon vor nahezu 40 Jahren in dem Landeshospital Hofheim eingeführt worden ist und auch in der Heppenheimer Anstalt seit deren im Jahre 1866 stattgehabten Eröffnung besteht, obwohl die dortige Anstalt da⸗ mals nicht für 300, sondern nur für 200250 Kranke bestimmt war. Der zweite und der dritte Arzt der Heppenheimer Anstalt und des Landeshospitals Hofheim sind definitiv angestellte Be⸗ amte, von welchen der eine der Abteilung der männlichen, der andre derjenigen der weiblichen Kranken als selbständig ordinierender Arzt vor⸗ steht. Seit dem Jahre 1889 ist dem zweiten, wie dem dritten Arzt, je ein Assistenzarzt beigegeben und unterstellt worden. Um die be⸗ schriebene Einrichtung des ärztlichen Dienstes der hessischen Landesirrenanstalten noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen und der Wiederkehr seither nicht seltener Mißverständnisse für die Zukunft vorzubeugen, werden die In⸗ haber der Stelle des zweiten Arztes und ebenso die Inhaber der Stelle des dritten Arztes von jetzt ab den TitelOberarzt führen. Es freut uns feststellen zu können, daß wir in Hessen seit Jahrzehnten über eine Einrichtung verfügen, die man erst jetzt in Preußen anstrebt.

I Staufenberg, 14. Jan. Die Herren Stadtverordneten möchten wir daran er⸗ innern, daß bald mit der Verteilung des umre⸗ gulierten Landes begonnen werden möchte. Schon im vergangenen Herbst sollte die Ver⸗ teilung vorgenommen werden. Allem Anschein nach kommt aber die Saatzeit heran und die Verteilung hat immer noch nicht stattgefunden. Woran liegt denn diese Verzögerung? Es scheint Niemand der Katze die Schelle anhängen zu wollen.

h. Darmstadt, 14. Jan. Die Großh. Re⸗ gierung beabsichtigt laut Bericht des Finanzaus⸗ schusses über den Antrag Euler(die Notlage des Winzerstandes im Kreise Bensheim betr.)baldthunlichst durch den Direktor der Großh. Wein- und Obstbauschule zu Oppenheim eine Untersuchung über die Lage und über die Ursachen des Rückganges des Kleinwinzer⸗ standes an der Bergstraße vornehmen zu lassen. Von dem Ergebnisse dieser Untersuchung wird

Suschen: rief Konrad schwermütig aus, indem er dem Porträt einen zärtlichen Blick zu warf,ach, wie glücklich könnten wir jetzt sein, wenn das Schicksal uns gegönnt hätte, einander auzugehören!

Und seine Gedanken spannen sich weiter fort:

Statt als einsamer Spatz zu trauern, dürfte ich jetzt Dich, reizendes Weibchen, auf den Knieen schaukelu und Dein goldblondes Köpfchen an meine Schulter lehnen. Ach, mit tausend Küssen auf Deine rosigen Lippen würde ich Dir täglich für diesen Genuß danken.

Und zu unseren Füßen würden jetzt unsere zwei Kinder sitzen ja, nur zwei, ein Knabe und Mädchen ich bin ein Anhänger des fran zösischen Zwei⸗Kinder-Systems. Diese entzückenden Geschöpfe würden sich mit Bilderbüchern oder mit einem Geduldspiele beschäftigen; denn selbst verständlich wären es wohlerzogene Kinder, denen die Mutter eingeschärft, daß ich für lärmende Spiele nicht eingenommen bin. Der Junge würde nach mir Konrad heißen und mir auch ähnlich sehen. Schön wäre er dadurch leider nicht; aber das macht nichts Knaben brauchen nicht schön, sondern nur klug zu sein, und dafür, daß er das werde, hätte ich schon Sorge getragen. Schön, aber wunderschön wäre unser kleines Suschen ausgefallen; denn die hätte nach Dir heißen und Dir ähnlich sehen müssen. Die Ausbildung dieser kleinen Fee wäre selbstverständlich Dir allein überlassen worden; ach, wie hätte ich auch einer solchen Mutter ein Wort in die Erziehung dreinreden mögen!

Zerstörter Traum! Und weshalb zerstört? Weil Dein Herr Papa, dieser verkörperte Zahlenmensch der Anschauung war, daß zwischen meinem da maligen Einkommen und seinem Geldsacke kein rich tiges Verhältnis bestehe. Und deshalb hat dieser

Elende drei Monate später Dich Aermste mit all Deinem berückenden Zugehör einem Mehrbietenden zugeschlagen einem Menschen, der so prosaisch ist, in Lübeck zu hausen!

Deine Familie hat mit Dir unser liebes Wien verlassen, jede Verbindung zwischen uns war aufge hoben, und ich Uuglückseliger weiß heute nicht ein Mal, ob Du, Lichtgestalt meiner Träume, noch auf Erden wandelst. Mir blieb von Dir nichts zurück als dies Bild und die Erinnerung!

Dr. Lohberg eutfachte bei diesem Monolog seine Cigarre zu immer größerer Thätigkeit, ein Rauch ringlein jagte das andere, in düsteren wunderlichen Runen zogen die blauen Wolken durch das Gemach, und düster waren die Gedanken, die sie begleiteten.

Konrad litt gar oft unter solcher Stimmung; denn sie meldete sich von Jahr zu Jahr häufiger und war stets von dergleichen unfruchtbaren Phan tasien begleitet. Während der Wintersaison wurde der Aufall leichter überwunden; denn da ließ ihn der Besuch bei einer schönen Frau, die ihn mit koketten Augen in ihrem Boudoir empfing, oder ein Abend im Klub, wo einer seiner Freunde nach dem anderen Histörchen von betrogenen Ehegatten auf tischte, den Kummer über sein Hagestolzentum ver gessen. Erschien aber die Krise zu einer Zeit, während welcher die Causeusen der Boudoirs und die Fauteuils im Klub mit blauen Staubkappen überzogen waren, dann ging der Heilungsprozeß viel langsamer vor sich. Schließlich, wenn seine Tröster und Trösterinnen sich nach allen Windrich tungen zerstreut hatten, konnte auch Konrad nichts Klügeres thun, als sein Bündel schnüren. Wenn auch nichts Anderes, hatte er mit der Reise doch immer eines erreicht: eine Spanne Zeit war tot geschlagen.

So entschloß sich denn Lohberg auch diesmal,

zu wandern, wenn er auch noch nicht wußte, wohin. Dieses Detail war ihm ja so jämmerlich gleichgiltig; er machte gewöhnlich seine Reisen plan⸗ und ziellos und hielt bald da, bald dorten Rast.

Auf dem Bahnhof angelangt, hatte er sich für die Schweiz entschieden. Die Gesellschaft, die sein Koupee teilte, trug nicht dazu bei, seine Stimmung zu verbessern. Es waren Touristen, die jeden Flecken Landes, durch welchen sie zogen, bis auf das J⸗Tüpfelchen studieren und erklären mußten. Was aber kümmerte es in seiner gegenwärtigen Stim⸗ mung unseren Freund, ob der Weg hier steigt und dorten fällt, ob hier die Trümmer einer Burg er scheinen oder dort die Spitze eines Gletschers! Er warf nur selten einen Blick durch das Fenster; hatte er ja Aehnliches schon so oft gesehen und wohl tausendmal schöner!

Von der Bahn ging es auf das Schiff und aus dem Schiff wieder zur Bahn. Am Vierwaldstätter See schlug unser Freund sein Quartier auf. Die Nachmittagssonne brannte heiß hernieder, als er zum ersten Male aus der Thüre seines Hotels trat. Auf dem geräumigen Platze vor demselben spielten zwei kleine Mädchen nein, sie spielten nicht, sie lärmten und balgten sich. Eben hatte das ältere der Beiden dem jüngeren einen derben Rippenstoß versetzt.

Suschen, wenn Du nicht Frieden giebst, werde ich Nama rufen, schrie die Geschlagene, Thränen im Auge.

Keckheit, brummte Konrad vor sich hin, dieses bösartige Ding trägt denselben Namen, den meine holde Frau, mein süßes Töchterchen führen, pardon, geführt hätten.

(Schluß folgt.)