Ausgabe 
14.11.1896
 
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kurz vor dem Darmstädter Schnellzug in die Station ein. Um nun auf das Perron zu kommen, mußte das Schnellzugsgeleise über⸗ schritten werden. Teilweise waren die Leute schon auf dem Geleise, teilweise noch auf den Laufbänken, als der Schnellzug herangesaust kam. Nur der Umsicht der Schaffner, welche die Leute rasch und laut warnten, sowie der Geistesgegen⸗ wart des Maschinenführers des Schnellzugs, von dem schrille Signale ertönten, ist es zu danken, daß keine Katestrophe eingetreten ist. Hoffentlich wird dieser zum Glück noch ohne ernstliche Folgen verlaufene Vorfall Veranlassung sein, daß man zur Sicherung der Passagiere geeignete Vorkehrungen trifft.

Vermischtes.

Der Klub der Pfund ⸗Sterling⸗Millio⸗ näre. Man schrelbt aus London: Das Allerneueste auf dem Gebiete des Klubwesens ist die Begründung eines Millionär⸗Klubs. Natürlich ist der Nachweis von wenig⸗ stens einer Million Pfund Sterling die erste Bedingung für die Aufnahme. Leute in so bescheidenen Verhältnissen, wie Markmillionäre, können höchstens einmal als Gäste eingeführt werden, vorausgesetzt, daß ein Finanzkönig sie seiner Bekanntschaft und seines Verkehrs würdigt. Es sollen bereits so viel Anmeldungen an das Komitee ge⸗ langt sein, daß der Verdacht nicht abzuweisen ist, Leute von geringerem Besitz wünschen sich unter Vorspiegelung falscher Thatsachen in eine Gesellschaft einzudrängen, in

glebt es selbst in London nicht, wo man schon sehr reich

finden. Der Jahresbeitrag des neuen Klubs soll nur hundert Guineen betragen und das Klubhaus soll mit einer Pracht und mit einem Glanze eingerichtet werden, gegen die Alles erbleichen soll, was bisher im Klubwesen geleistet worden ist. Das Komitee hat als Klublokal das bis vor Kurzem im Besitz des verstorbenen Sir Julian Goldschmid befindliche Haus in Piccadilly ins Auge ge⸗ faßt. Ob die Herren im Stande sein werden, die Mit⸗ gliedschaft auf Leute zu beschränken, die mindestens eine wohlgezählte Million Pfund haben, ist sehr zweifelhaft, da zur Aufrechterhaltung eines so glanzvoll eingerichteten Klubs mehr Mittel gehören, als eine Handvoll Millio⸗ näre geneigt sein dürfte, für einen solchen Zweck zu opfern.

Die Liebe bei den Artisten. Ueber Selbstmordversuche in Paris berichtet ein deutsches Ar⸗ tistenblatt:Eine Sängerin, Mlle. Irma B. aus Paris, schoß sich aus Liebeskummer eine Kugel in die Herzgegend. Eine Reiterin versuchte in einem Anfalle von Eifer⸗ sucht sich zu vergiften. Sie hat bereits dreimal versucht, sich das Leben zu kürzen. Voriges Jahr schlug sie sich mit einem Totschläger ins Gesicht. Als sie aus dem Krankenhause entlassen wurde, warf sie sich unter die Räder eines Straßenbahnwagens. Schließlich schoß sie sich eine Kugel in die rechte Schläfe. Jetzt hat sie ver⸗ sucht, den Tod durch Gift zu erreichen. Und warum? Alles nur wegen der Untreue eines Gymnastikers?? Man transportierte beide Todeskandidatinnen ins Hospital Lariboisière.

Die Sittlichkeit in Erfurt. Wir lesen in

oder sehr arm sein muß, um ein wenig Beachtung zu

schen Rathaus⸗Gemälde in Erfurt eingetroffen. Dr. Bosse hat sich über die Bildwerke anerkennend ausge⸗ sprochen, über den neuesten Anzug des ehedem nackten Sagen⸗Weibes soll er sich sogar recht sehr gefreut haben. Dagegen war er sehr erstaunt, einen der Tannhäusersage nicht entsprechenden Abschluß des betreffenden Bildercyelus vorzufinden. Den hiesigenfrommen Einflüssen war es nämlich mit Erfolg gelungen, gegen die malerische Dar⸗ stellung der Rückkehr Tannhäusers in den Venusberg zu protestieren, und deshalb hat der Maler den unglücklichen Sänger auf seiner Rückkehr von Rom im Gletschereis er⸗ frieren lassen müssen.

Neueste Telegramme.

Hd. Altona, 13. November. Die Ham⸗ burger Kriminalpolizei hat einen aus⸗ gedehnten Schmuggel entdeckt, welcher mit Kaufmannsgütern zwischen dem Hamburger Freihafen Berlin und anderen deutschen Städten betrieben wurde. Zahlreiche Verhaftungen sind bereits erfolgt. Zwecks weiterer Nach⸗ forschungen sind Kriminalbeamte nach Berlin ge

sandt worden. * Hd. Salzburg, 13. November. Der erscheinenden Salz⸗

Redakteur der hier 0 0

burger Stimme wurde in Reichenhall beim Verlassen des Eisenbahn-Wagens von einem Gendarmen verhaftet, derselbe hatte in seinem Blatte den bairischen Kommissar, Freiherrn von

die sie eben nicht gehören, um dadurch ihre gesellschaftliche] der Nordhäuser Zeitung!

Stellung zu verbessern. Denn so viel Pfundmillionäre

Bosse ist Samstag Mittag zur Besichtigung der Kämpffer⸗

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Der Herr Kultusminister e Sin angegriffen und der Vorladung zum gerichtlichen Termin keine Folge gegeben.

Hd. Paris, 13. Nov. Minister teilte 0 10 im Ministerrat 1 0 0 1900 bei den Unruhen in Konstantinopel Wer.

von den hafteten 1800 in Freiheit gesetzt wor 60 erhielten verschiedene Strafen und A0 en noch ihres Urteils. Die Polizei in Konstantinopel soll nach europäischem Muster organistert werden Hd. Belgrad, 13. Nov. Großes Auf⸗ sehen erregt die neuerliche Verhaftung dez links⸗radikalen Parteiführers Ronkg Tajsitsch wegen angeblicher Haiducken⸗ Hehlerei. Er soll stets mit dem gefangenen Haiducken Brkitsch in Verbindung gestanden und ihn besonders zur Ermordung 15 montene⸗ ene Emigranten Bazkowitsch angeeifert aben.

Sterbefälle. Am 12. November. Dorothea Mann, geb. Dönges, 39 Jahre alt, Ehefrau von Bäcker Wilh. Mann zu Lißberg. Gestorben in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat ver⸗ bracht.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.

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Gartenbau

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Ausstellung zu Gießen

von Freitag, den 13. bis Montag, den 16. November

in sämtlichen Räumen von Steins Saalbau

verbunden mit Verlosung. Freitag, den 13. und Sonntag, den 15. November, von mittags 4 Uhr ab:

Grosses Konzert in der Ausstellung,

ausgeführt von der ganzen Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirektor Krauße.

Entrée: Freitag pro Person 75 Pfg., Samstag 50 Pfg., Sonntag bis mittags 1 Uhr 25 Pfg., von da ab 50 Pfg., Montag den ganzen Tag 25 Pfg.

1303

Die Ausstellung ist geöffnet von morgens 10 Uhr bis abends SUhr.

Bekanntmachung,

die Reichstagswahl betreffend. Bei der am 5. l. Mts. stattgefundenen Ersatzwahl in dem 1. Wahlkreise des Großherzogtums Hessen haben von 12 105 giltig abgegebenen Stimmen erhalten:

1. Herr Philipp Köhler VI, Landwirt in Langsdorf 4177, 2.K Philipp Scheidemann in Gießen 3351, 3. Karl Meinert, Gutspächter in Hammerhof 2442, 4.K Professor Dr. Stengel in Greifswald 2129, 5. andere Personen 6.

Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Kandidaten gefallen ist, ist die Vornahme einer engeren Wahl zwisehen den Höchstbestimmten, Philipp Köhler Min Langsdorf und Philipp Seheidemann in Giesten, auf

Donnerstag, den 19. November 1896

festgesetzt worden. Alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen sind ungültig.

Die Abstimmung beginnt um 10 Uhr vormittags und wird um 6 Uhr nachmittags geschlossen.

Die Wahl findet auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die erste Wahl. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, die Wahllokale und die Wahlvorsteher un⸗ verändert.

Bei der engeren Wahl werden dieselben Wählerlisten angewendet, wie bei der ersten Wahlhandlung. Eine wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben findet nicht statt.

Gießen, den 12. November 1896.

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Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten bei uns, Zimmer Nr. 7 offen, wo auch Angebotformulare zu erhalten sind. Angebote sind bis zum obengena anten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage

Gießen, den 12. November 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt.

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