ein 50jähriges Dienstjubiläum feierte, tritt mit em heutigen Tage auf seinen Antrag in den kuhestand. Sein Nachfolger wurde der seit⸗ erige Oberförster in Dornberg Dr. Walther, er mit dem Amtstitel Oberforstrat zum vor— agenden Rat in der Forst⸗ und Kameralab⸗ ilung des Finauzministeriums ernannt wurde.
„Mainz, 12. Juli. Der Parteitag der eutsch⸗freisinnigen Partei für Südwest⸗ eutschland ist nunmehr für den 17. und 18. Ok⸗
ber festgesetzt und findet hier im Liedertafel⸗ ause statt. Als Redner ist auch Eugen tichter vorgemerkt.
Vermischtes. Brandwunden durch Röntgenstrahlen. u der Deutschen Medizinischen Wochenschrift veröffentlicht oer Ingenieur O. Leppin folgende Mitteilung:„Es dürfte
och nicht allgemein bekannt sein, daß die so viel be⸗ obrochenen X-Strahlen die Eigenschaft besitzen, ähnlich den onnenstrahlen, die Haut zu verbrennen. Ich hatte sehr iel mit den Röntgenschen Versuchen zu thun und benutzte
15 bequemstes Prüfungsobjekt stets meine linke Hand.
die Hand zeigte nach mehreren Tagen eine eigentümliche klöte, erschien geschwollen, und am Mittel- und Ringfinger og sich je eine Blase zusammen, genau als hätte ich mich ort verbrannt. Weiß war die Hand nur an der Stelle E eblieben, wo der Ring den Finger umschließt, und an en Mittelgeleuken der Finger war die Röte weniger ö ntensiv. Nach Auwendung von Bleiwasserumschlägen ging die Röte zurück, doch ist zwischen der linken und der echten Hand noch jetzt nach fünf Wochen ein merklicher Interschied vorhanden. Während die rechte Hand weiß ind glatt ist, ist die linke gerötet und runzelig, so daß je um viele Jahre älter erscheint als ihrer Schwester.“ Eine tapfere Frau. Im hohen Alter von
10 114
fast 94 Jahren starb auf ihrem Rittergute Pakoslaw Träul. Emilie v. Sczaniecka. Die Dame hat in ihrer Jugend eine große Rolle in der nationalpolnischen Be⸗ wegung dieses Jahrhunderts gespielt. Jung verwaist, be⸗ saß sie schon im Alter von 18 Jahren ein beträchtliches Vermögen. Zuerst gründete sie einen Verein zur Unter⸗ stützung der griechischen Freiheitskämpfer und sandte Ju diesem Zwecke große Summen nach Griechenland. Im Jahre 1831 reiste sie, von ihren Brüdern begleitet, auf den russisch⸗polnischen Kriegsschauplatz und ließ f aus eigenen Mitteln ein polnisches Kavallerieregiment equipieren. Sie selbst plegte Kranke und Verwundete. Nach Beendi⸗ gung des Aufstandes kehrte sie auf ihr Gut zurück und errichtete dort ein Lazarett für die schwerverwundeten pol⸗ nischen Insurgenten. Vom preußischen Gericht zu füuf Monaten Festungshaft und Einziehung ihres Ver⸗ mögens verurteilt, wurde sie vom König Friedrich Wilhelm III. begnadigt. Mitte dieses Jahrhunderts begann Frl. v. Sczaniecka die ersten polnischen Frauen und Jungfrauen⸗ vereine in Posen und Westpreußen zu gründen.
Briefkasten. Abonnent in Lich. Sie haben Recht. Als Vertrauensmann und Kontrolleur war er verantwortlich, aber nicht den Arbeitern für das Ein⸗ kleben der Marken oder für das Vorhandensein der Karten. Seine Verantwortlichkeit beschränkt sich nur der Versicherungsanstalt gegenüber für Schäden, die diese durch sein Verschulden traf. Wegen des unterlassenen Klebens und der verschwundenen Karten ist der Bürgermeister, resp. seine Erben den Beteiligten gegenüber allein verantwortlich. Einen Anwalt würden Sie hier am Platze leicht finden, auch ohne Leistung eines Kosten-Vorschusses.
Neueste Telegramme. Hd. Berlin,
begeben, um daselbst sein Buch„Unfreiwillige Muße“ zu schreiben. 285
Hd. Paris, 13. Juli. Zu Ehren des sozia⸗ listischen Abgeordneten Jaures fand in der Alhambra in Marseille eine Demonstration statt. Jaures war bekanntlich von dem Glashütten⸗ Besitzer Ressegnier in Carmaux auf Schaden⸗ ersatz verklagt worden. Die Verhandlungen ver— liefen stürmisch. Als die Deputirten Millerand, Viviani, Jaures, Gerauld, Richard und Guesde den Saal verließen, wurde gerufen: Nieder der Senat, es lebe die soziale Revolution. Die Polizei schritt mehrfach ein. Abends war das Rathaus festlich illuminirt.
Hd Paris, 13. Juli. China widersetzt sich dem Projekt einer Eisenbahn nach der russischen Grenze. Der Hauptverhandlungs⸗ punkt mit Lihung Tschaug bezog sich auf die Schaffung dieser Bahn, zu der die russischen und fran— zösischen Finanziers die Mittel gezeichnet hatten.
Hd. Budapest, 13. Juli. In Hirip bei Szantmar stürzte der im Bau begriffene Thurm der griechisch-katholischen Kirche ein. 18 Per- sonen wurden verschüttet. 4 davon blieben tot, 14 waren schwer verletzt.— In Tapolcsa brannten 56 Wohn- und viele Nebengebäude nieder. Mehrere Personen werden vermißt.
Hd. Brüssel, 13. Juli. Das Resultat der gestrigen Stichwahl ist Folgendes: 111822 Stimmen erhielten die Katholiken und 94 020 Stimmen die radikalen Sozia⸗ listen. Das Resultat wurde gestern um Mitternacht in den politischen Vereinen von
liten gegeben hatten. Im Ganzen wird die Regierungsmehrheit in der neuen Kam⸗ mer um 6 Stimmen verstärkt. Die Kammer wird mithin 111 Katholiken, 12 Liberale und 29 Sozialisten zählen. Die katholische Mehr⸗ heit, welche bisher nur 58 Stimmen betrug, ist jetzt auf 70 gestiegen. Der allgemeine Eindruck, den die Stichwahlen machen, ist der, daß in Belgien nur zwei Parteien be- stehen, auf der einen Seite Katholiken, Konservative und Liberale, auf der andern 5 Radikale und Sozialisten. Man befürchtet, daß der Klassenkampf in den nächsten Tagen mit großer Erbitterung ausbrechen wird und daß noch in dieser Woche zur Erlangung des allgemeinen und gleichen Stimmrechts ein allgemeiner Ausstand ins Werk gesetzt werden soll.
Sterbefälle.
Am 11. Juli. Erich Karl Gustav Otto Fresenius, 5 Jahre alt, Sohn von Steuer⸗ kommissar Karl Fresenius zu Höchst i. O., gestorben in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht.
Am 12. Juli. Johannes Schmalz, 40 J. alt, Briefträger i. P. dahier, Dammstr. 26. Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. d. Mts. Nachmittags 2¼-Uhr vom Sterbehause aus statt.
Am 12. Juli. Elisabeth Alt, geb. Lang, 48 J. alt, Ehefrau von Schuhmacher Konrad Alt, dahier, Erlengasse 15. Die Beerdigung findet Montag, den 13. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr vom Sterbehause aus statt.
13. Juli. Wie das„Kleine den Katholiken mit Jubel aufgenommen,———— e on, Journal“ aus Paris erfährt, hat sich Fritz von den radikalen Sozialisten mit heftigen. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ d ite Friedmann mit seiner Geliebten und einem Protestreden gegen diejenigen Libe⸗ datteur: Wilhelm Sel, Druck von E. Ottmann, beide n e do Stenographen nach einem französischen Seebade l ralen, welche ihre Stimmen den Katho⸗ Gießen. 1 n gabi * 2—
Glessen, den 24. Juni 1896.
deschäfts-Eröffnung.
Hierdurch beehre ich mich, den verehrlichen Bewohnern Giessens und Umgegend ganz ergebenst mitzuteilen, dass ich das nach meiner Angabe erbaute und mit den besten und neuesten Apparaten ausgestattete, sowie mit besonderem Aus- und Ankleide-Zimmer für Damen und Herren versehene
Photographische Atelier
in dem von Herrn Herm. Homberger erworbenen Hause Ludwigsplatz 2 dahier eröffnet habe. Durch langjährige Erfahrung in hervorragendsten Ateliers grösserer Städte des In- und Auslandes bin ich im Stande, für tadellose Arbeiten garantieren
zu können, speziell kann ich in Vergrösserungen, Platinotypien und mit Oel, Aquarell, Pastell übermalten Photographien den höchsten Anforderungen Genüge leisten. 3—— Kinder-Aufnahmen(Moment-Photographien) finden bei jeder Witterung statt. Gleichzeitig erlaube ich mir, darauf aufmerksam zu machen, dass ich für Gruppen- und Landschafts- Aufnahmen einen speziell dazu Konstruirten Apparat besitze, mit welchem jede gewünschte Grösse angefertigt werden kann.
Indem ich mein neues Unternehmen bestens empfehle, zeichne
mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst
Christian Zimmer, Photograph, 2 Ludwigsplatz 2.
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Verdingung.
Die zum Ausbau der Stephaustraße, zwischen Garten- und Bismarckstraße, erforder- lichen Erd⸗ und Maurerarbeiten, als:
5 Anfuhr und Planieren von
ö Sie 2500 ebm, Versetzen von Bordsteinen auf II sd. m, Verlegen v. Steinzeugröhren 191„„ Veenrsetzen v. Straßensinkkasten 6 Stück, Herstellen v. Lampenschächten 3
sollen
Samstag, den 18. d. Mts., vormittags 11 uhr, öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeits- beschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin
bei uns einzureichen.— Zuschlagsfrist drei
Verdingung.
Die für die Stephan⸗, Bruch-, Götbestraße,
Verdingung.
Die zur Verbreiterung des Gäßchens„Auf der Bach“ und Höherlegung des Straßen— kreuzes der Wetzsteingasse erforderlichen Erd-, Maurer⸗ und Pflasterarbeiten, von welchen die wichtigsten nachstehend verzeichnet sind, sollen
Mittwoch, den 22. d. Mts., vorm. 11
öffentlich verdungen werden.
a) Erd- und Maurerarbeiten. 1) Erdaushub und Transport 5
2) Abbruch alten Manerwerks 29,28„——
3) Bruchsteinmauerwerk 39,75„ 0 2 tüchtige
4) Gewölbemauerwerk 5 5 5 ea, 6,00„ 7
5) Verlegen von Steinzeugröhren. 5 5 50,00 Ifde. m S ˖ E 1 I. 11 2 6) Versetzen von Bordsteinen auf Zementbeton Me, 7
7) Versetzen von Treppenstufen, Rahmen, Hourdis, Thülrschwellen pp. 8 5 5 b) Pflasterarbeit.
8) Aufbruch alten Pflasters 8 5
reichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 10. Juli 1896. Das Stadtbauamt: Schmandt.
37,30 ebm
nach Angabe.
995,00 qm,
PHO
tographie.
2 Meiner verehrl. Ku
Ateller, Dietzstrasse 1
Uhr,
234
Kraphisches Geschäft seit 1. April d. J. nielt mehr in meinem früheren
rünbergerstrasse No. 10. Aufnahmen finden zu jeder Tageszeit von Morgens 9 Uhr bis Nachm. 5 Uhr statt.
ndschaft zur gefl Nachricht, dass ich mein photo-
ausübe, sondern in dem neuerbauten Atelier
Hochachtungsvollst 1 Gi. Mook, Photograph.
gesucht.
für Bauarbeit in Akkord auf sosort 87¹
H. Lang, Banunternehmer,
Täglich guten Naffee und
Wochen. 9) Herstellung von neuem Pflaster 550,00„ Kirchhain(Bez. Kassel).
Gießen, 9. Juli 1896. 10) Herstellung von Kiesbanket 92 8 9* 30,0„ Für das Bülrgerhospital, Seltersweg Nr. II, 1 Das Stadtbauamt. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Wienststunden bei uns wird ein nicht zu junges, in der Küche er— Schmandt. zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin bei uns einzu— fabrenes, braves
für 1. August d. J. gesucht. wird im Hospital erteilt.
den Riegelpfad und das Gäßchen„Auf der Bach“ erforderliche Lieserung von Stein⸗ zeugröhren nämlich:
Röhren von 20—30 em Durchm. 618 lfd. m,
F 67 Stück,
B 34 so
Samstag, den 18. Juli d. Z., vormittags 110, Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Lieferungs- bedingungen liegen bei uns während der Dienst— finden zur Einsicht offen Angebote auf Vor- druck sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen.— Zuschlagsfrist“ Wochen Gießen, den 9. Juli 1896. Das Stadtbauamt. Schmaudt.
Stadt. Schlachthaus 1 7 Freibank.
Heute und morgen
Schweinefleisch
nicht ladenrein, pro Pfund 45 Pfg.
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llenglische Rasse) zu verkaufen. 874 Ph. Wolf, Treis an der Lumda.
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0
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850
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See
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Telephon Nr. 47.
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N 1
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Glehen, 14.
c duch die Alten dich per es tadelt
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