Ausgabe 
13.11.1896
 
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dings sind die Preise noch recht niedrig, doch ist ein stetes, wenn auch langsames Steigen be merkbar. Es geht da aus hervor, daß der Neue, dessen Qualität unbedingt unterschätzt wurde, doch mehr und mehr zu dem ihm gebührenden Rechte gelangt. In Bechtheim, einem vorzüg⸗ lichen Weinorte, wurden bis jetzt 7080000 Viertel verkauft, und tagtäglich kommen größere Verkäufe vor, Viertel vor Viertel zu 1,25. Die Gemarkung Bechtheim zählt wenigstens 1000 Morgen Weinberge.

Weilburg, 11. November. Am Sonn⸗ abend Abend ist ein Spenglermeister aus dem benachbarten Löhnberg in der Lahn er⸗ trunken. Derselbe war Nachmittags nach Selters gegangen und hat sich Abends durch einen Schiffer an das jenseitige Ufer der Lahn fahren lassen. Er ist nicht nach Hause gekommen. Am Sonn⸗ tag Mittag fand man seine Leiche in der Lahn. Es wird vermutet, daß er bei dem dichten Nebel vom Wege abgekommen ist. Der Verun⸗ glückte hinterläßt Frau und 6 Kinder.

Vermischtes.

Das Dunkel in der Tragödie der

Leben im Rhein ein Ende machte, beginnt sich zu lichten. Aus dem Inhalt eines nach Gießen gelangten Privat⸗ briefes geht hervor, daß der ertrunkene Ehemann das zweite Mal verheiratet war und durch unsinnige Spekulationen das Vermögen der Kinder aus erster Ehe verloren hatte. Eine Ladung vor den Richter zum Zwecke der Rechenschaftsablage kam hinzu, und so scheint Bredow den Kopf verloren zu haben, sodaß der Gedanke zu dieser unseligen That reifte. Der gerettete Knabe liegt schwer krank an Lungenentzündung darnieder und hat Unterkunft bei seiner Großmutter in Köln gefunden.

Neueste Telegramme.

Hd. Berlin, 12. Nov. Die Interpel⸗ lation des Centrums über die Enthül⸗ lungen des Fürsten Bismarck hat folgen⸗ den Wortlaut: Ist der Herr Reichskanzler in der Lage, Auskunft darüber zu geben 1. ob bis zum Jahre 1890 ein geheimer Vertrag zwischen dem deutschen Reiche und Rußland bestanden hat, 2. im Falle ein solcher Vertrag bestand, welche Vorgänge dazu geführt haben, ihn nicht zu erneuern, 3. welchen Einfluß die jüngsten Veröffentlichungen über diese Angelegenheit auf die Stellung im Dreibunde und sein Verhältniß zu den übrigen europäischen Mächten geübt haben?

Familie Bredow, welche vor acht Tagen ihrem

pellationen im Reichstage werden am nächsten Montag und den folgenden Tagen zur Verhandlung kommen. Die betreffenden Minister haben den Wunsch zu erkennen gegeben, daß am Freitag und Samstag wegen einer Ein⸗ ladung des Reichskanzlers zur Jagd nach Gra⸗ bowo diese Verhandlungen nicht stattfinden möchten, am Donnerstag aber würden die Ver⸗ handlungen nicht zum Abschluß kommen. Die Zentrums⸗Interpellation wird zuerst zur Ver⸗ handlung kommen.

Hd. Paris, 12. November. Aus Bo m bay wird gemeldet, daß in elf Distritten der schlechte Ausfall der Getreideernte eine schreck⸗ liche Hungersnot hervorgerufen hat. Eine Million Menschen ist von der Hungersnot bedroht. Es hat sich eine Gesellschaft mit einem großen Aktien⸗Kapital gebildet, um Getreide aus Europa und Amerika einzukaufen und den Notleidenden zum Einkaufspreise ab⸗ zugeben. Diese Maßregel scheint dringend ge⸗ boten, da die großen Getreidehändler die gegen⸗ wärtige Notlage auszubeuten suchen.

Hd. Brüssel, 12. November. Die Demission des Kriegsministers wird heute im Amtsblatte veröffentlicht.

Hd. Belgrad, 12. Nov. Ueber Neresi und Umgegend sind neuerdings starke Wolken⸗

Beseitigung der jüngsten Wasserschäden zer wurden. Die Straßen sind dlpaferrka, ee Hd. Madrid, 12. Nov. Mit Unterstützun der Flotte griff General Blanco 3000 Mann Capite Vejo und den Isthmus an welche von 10000 Insurgenten vertesdigt wurden Nach heftigem Gefecht eroberte der General den Isthmus sowie die Festung Vinicallan

Die Aufständischen verloren 600 Spanier 350. ee

Gottesdienst in der Synagoge Samstag, den 14. November 1896 Vorabend: 4.30 Uhr.

Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 5.30 Uhr.

Sterbefälle. Am 11. November. Adolf Oppenheimer

55 Jahre alt, Liqueurfabrikant dahier, Wallthorstraße 48. Die Beerdigung findet Freitag, den 13. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr von der alten Klinik aus statt.

.ALIB Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Ne⸗

Hd. Berlin, 12. November. Die Inter-

brüche niedergegangen, daß alle Arbeiten zur

dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.

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Aus der Minna Keil-Vogt Stiftung sind für das Jahe 1896 drei Gaben von je 70 Mark an drei in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige Handwerker oder deren Witwen, evangelischer Konfession zu vergeben. Be⸗ werbungen haben bis längstens 30. November d. J. bei der unterzeichneten Behörde Zimmer Nr. 3 zu geschehen.

Gießen, den 6. November 1896.

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Freitsg, den 3. November 1896.

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