bisher von keinem besonders nennenswerten Erfolge etwas zu verzeichnen gehabt; niemals war das natürliche Leder durch das künstliche ganz zu ersetzeu. Jetzt teilt das Bureau für Patentschuz und Verwertung von Dr. F. Schanz u. Co., Berlin mit, daß der Engländer Blandy in London für die Fabrikation eines neuen künstlichen Leders ein Patent erhalten habe. Blandy schmilzt Guttapercha, Asphalt, Pech und Harz zusammen und rührt ein Gemisch von Gips und Schwefelantimon bei. Das Ganze gießt er dann in Formen und walzt es zu Platten aus. Durch Zusatz von Schwefel läßt sich die Härte des künstlichen Leders noch erhöhen, so daß es vollständigen Ersatz für natürliches Leder bildet.
Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und durch Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nicht allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondern es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht Zu ziehen. Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wird sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb eines erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be⸗ dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und mit einiger Sicherheit Erfolge zu erzielen. Ein berufener Führer ist die älteste Annoncen⸗Expedition Haasenstein u. Vogler, A. G., Frankfurt a. M. Vertreten in Gießen durch Gust av Wohlmuth, Seltersweg. Durch 40jährige Praxis, welche zu den intimsten Ver⸗ bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des In⸗ und Auslandes geführt hat, ist sie mitsihren zahlreichen Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der Lage, dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nützlich zu machen. Alle Aufträge werden prompt und billigst aus⸗ geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitungen berechnet werden, und kommen auf diese Preise bei belang⸗ reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Abrech⸗ nung. Man versäume deshalb nicht, sich bei obiger Firma vor Vergebung eines Annoncen-Auftrages erst ge⸗ nau zu informiren.
Neueste Telegramme.
Hd. Bu dapest, 12. Mai. In Lipto⸗ Szent⸗Miklos hat der Ka p lan während des Fest gottes dienstes eine pein⸗ liche Szene her vo rgerufen, indem er plötzlich in seinem Gebet Angriffe auf die Regierung, auf das Magyarentum, die Zivilehe und die liberale Institution erhob. Die anwesenden Honoratioren verließen darauf demonstrativ die Kirche.
Hd. Budapest, 12. Mai. Die Einberufer des gestrigen Meetings für das allgemeine Wahl⸗ recht haben gegen die Polizei die Strafanzeige wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt gestellt. Die Polizei erklärt in einem Communique, daß sie nur aus Notwehr von der Waffe Gebrauch ge— macht habe..
Hd. Paris, 12. Mai. Die Blätter namentlich der Figaro geben der Ansicht Ausdruck, daß Europa, sei es nun aus Gleichgültigkeit oder aus Egoismus dem Vorgehen der Vereinigten Staaten in der kubanischen Frage keinen Vorschub leisten darf, sondern energisch Einspruch erheben muß.
Hd. Paris, 12. Mai. Die sozialistischen Organe führen aus, daß der internationale Sozialismus einen ungeheuren Verlust durch den Tod des belgischen Sozialistenführers Jean Volders erlitten hat.
Hd. Paris, 12. Mai. Ein einflußreicher Sozialist hat dem„Matin“ einen Brief ge⸗ schrieben, in welchem es heißt: Mit Recht meldet der„Matin“, daß Herzog von Orleans rührig wird. Mächtige Freunde gruppieren sich um ihn und in naher Zukunft wird ein
Ereignis eintreten, welches die Menge nicht ahnt, geküßt und dieser Akt als eine erbärmliche— aber herzlich herbeiwünscht. Kriecherei bezeichnet wurde. 222— I———
Hd. Brüssel, 12. Mai. Aus Algier wird über die gräßliche Eisenbahn⸗ Katastrophe weiter gemeldet, daß die Zahl der Toten 40, die der Verwun⸗ deten 71 beträgt.
Hd. Rotterdam, 12. Mai. Der hier aus⸗ gebrochene Ausstand der Getreide⸗Aus⸗ lader hat bereits große Dimensionen angenom⸗ men. Die Auslader, welche noch nicht streiken, arbeiten unter dem Schutz der Polizei. Der Bürgermeister hat eine Proklamation erlassen, wonach Ansammlungen von mehr als fünf Per⸗ sonen in den Straßen verboten werden. Der Ausstand ist einer Lohnverminderung zuzu⸗ schreiben.
Hd. Madrid, 12. Mai. Die öffentliche Meinung ist neuerdings gegen die Vereinigten Staaten auf das heftigste erregt. Die Blätter behaupten unumwunden, daß die Insurgenten von den Vereinigten Staaten Geld und Waffen erhalten haben, denn sonst wäre die Insurrektion schon längst beendet. Besonders heftig ist die Erregung in den politischen Klubs, nachdem be⸗ kannt geworden, daß trotz der Reklamationen des spanuischen Konsuls eine Expedition von Fli⸗ bustiern aus Florida nach Cuba abgegangen ist. Diese Expedition besteht aus 300 Soldaten der amerikanischen Miliz, 10000 Gewehren, 6 Ka⸗ nonen und 3 Mitrailleusen und ist in Puerto Mulatto gelandet.
Hd. Sosia, 12. Mai. Heute beginnt vor dem hiesigen Bezirksgericht die Verhandlung gegen den Redakteur der mazedonischen Zeitung„Prabo“ wegen Beleidigung des Fürsten Ferdinand. Den Thatbestand bildet ein sehr heftiger Ausfall gegen den Fürsten, weil derselbe dem Sultan die Hand
Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Himmelfahrt, den 14. Mai. In der Stadtkirche. Vormittags halb 10 Uhr, Pfarrer Dr. Grein. In der Friedhofskapelle. Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags halb 10 Uhr, Pfarrer Dr. Naumann.
Nachmittags siehe Friedhofskapelle. 7 Marktpreise. Gießen, den 12. Mai. Auf dem heutigen
Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 90— 1,10, Hühner⸗ eier 2 Stück 9— 11, Enteneier 6, Gänseeier 1400, Käse 5—11, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 30 Pfg., Tauben p. Paar 80— 100 Pfg., Hühner p. St. 1.30— 1,50, Hahnen 1,40— 1,80, Enten 1,80,— 2 Mk., Gänse per Pfund 0000, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch 66 bis 68, Schweinefl. 50—66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 54— 56, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 4,50— 5,00, Zwiebeln per Zentner 6 8,00 Mk., Milch per Liter 16 Pfg.
Sterbefälle. 0 Am 11. Mai. Elisabethe Stock, geb. Weller, 32 Jahre alt, Ehefrau von Bremser Johannes Stock dahier, Bahnhofstraße 63. Die Beerdigung
findet Mittwoch, den 13. d. M., Nachmittags
halb 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt.
Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ 8 Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in ießen.
Bekanntmachung.
Zu Köschhausen und Niederlemp, Kreis Wetzlar, und zu Eckelshausen, Kreis Biedenkopf, ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt und die Gehöft- und Ge— markungssperre verhängt worden.
Grasversteigerung.
Die diesjährige Grasnutzung an den Gräben und Böschungen der Staatsstraßen des Straßen⸗ bauamts Grünberg soll an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden.
Montag, den 18. Mai, Vormittags 8 Uhr, Straße Gießen—Bromskirchen von Abteilung 5 bis 15, anfangend bei Abt. 5.
Dienstag, den 19. Mai, Vormittags 7 Uhr, Straße Gießen— Marburg von Ab⸗ teilung 9 bis 488, anfangend bei Abt. 9.
Mittwoch, den 20. Mai, Vormittaas 7 Uhr, Straße Gießen— Hersfeld von Ab⸗ teilung 7 bis 51, anfangend am Schützenhaus bei Abt. 7.
Grünberg, den 9. Mai 1896.
Großh. Straßenbauamt Grünberg. Schnitzel.
Graͤserei-Verpachtung Dienstag, den 19. Mai, Vormittags 10% Uhr, soll die Grasnutzung an der
Betreffend: Die Wohnungsdesinfktion in der Stadt Gießen.
7 1 Gebühren ⸗Sätze für die durch die städtischen Desinfektoren besorgte Wohnungs⸗ desinfektion und für die Desinfektion von beweglichen Sachen in dem klinischen Desinfektions-Apparat. Die Gebühren, welche von den zur 1 Abteilung der Einkommensteuer Eingeschätzten (Einkommen über 2600 Mk.) zu entrichten sind, betragen mit Wirkung vom 1. April d. J. ab: A Für die Desinfektion der Wohnungen: 1 Mark für die Stunde der darauf von jedem Desinfektor verwendeten Zeit. B. Für die Desinfektion von beweglichen Sachen in dem klinischen Des—
infektions⸗Apparat:
a, für die Thätigkeit der Desinfektoren einschließlich der Abholung und Rilcklieferung der Sachen, je nachdem eine, zwei oder drei Abteilungen des Apparates benutzt
werden, 3, 4 oder 6 Mk.
b. für die Benutzung des Apparates selbst, je nachdem eine, zwei oder drei Ab—
teilungen benutzt werden, 4, 5 oder 6 Mark.
Für Sachen, welche, wie einzelne Kleidungsstücke, nicht einmal eine Abteilung des
Apparates ausfüllen, 2 Mark.
Die in den Klassen 6 bis 10 der II. Abteilung der Einkommensteuer(Einkommen von 1300 bis 2600 Mark) Ein zeschätzten haben nur die Halfte der vorstehenden Gebüh ren zu ent⸗ richten, während von den mit weniger als 1300 Mk. Einkommen oder gar nicht Besteuerten Gebühren überhaupt nicht erhoben werden. 5 Für Gebührenpflichtige, denen in Folge von Unglücks⸗ Krankheits- oder Sterbefälle n die Entrichtung der Gebllhren besonders schwer fallen würde, köunen auf deren Antrag die Ge— bühren weiterhin ganz oder teilweise erlassen werden.— Die Befreiung von Gebühren hat nicht den Charakter einer Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln.
Die Gebühren sind auf Anfordern an die Stadtkasse zu entrichten.
Gießen, den 2. Mai 1896.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
wozu ergebenst einladet
Abmarsch Morgens 3 Uhr vom„Mainzer Hof“, früher„Insel Helgoland“, Grünbergerst aße. 5 9 5 0
Am Bimmelfahrtstage:
Waldfest mit Konzert
— am Ludwigsbrunnen,—
Witwe Harms.
Gnauth.
Lahnzin den Gemarkungen Gießen und Heuchel⸗ heimffür das laufende Jahr an Ort und Stelle öffentlich verpachtet werden. Zusammenkunft am rechten Lahnufer unter- halb der Wieseckmündung. Mainz, den 9. Mai 1896. Großh. Wasserbauamt Mainz
Städl. Schlachthaus Freibank.
Heute und morgen
Schweinefleisch 4
nicht ladenrein, per Pfund 48 Pfg.
Hypothek.⸗Kapital.
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