Ausgabe 
11.7.1896
 
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N Begründer der Kabul⸗Dynastie, dessen Nachkomme Schah Schuhar, nachdem er aus seiner Hauptstadt vertrieben war, sich schließlich als Gefangener des Beherrschers von Lahore gezwungen sah, diesem den unschätzbaren Diamanten aus⸗ zuliefern. Später, als sich die Engländer das Pendschab

aneigneten und die Kronjuwelen von Lahore von konfisziert wurden, fand Nachdem beschlossen war, den solle, alter, den wo er im Herrscherin von Groß⸗Bri⸗ Sein Gewicht betrug damals 186 Karat, er hatte eine unregelmäßige eierartige Gestalt und war so ungeschickt geschliffen, daß er nicht

viel besser funkelte, als ein gewöhnlicher Krystall. Immerhin Millionen Mark.

ob er zu seinem Vorteil

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* daß er der Königin als Geschenk überreicht wer sandte Lord Dalhousie, der damalige Statth

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ohne großen Gewichtsverlust

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seine Aufgabe.

Wilson mit

Ostindischen Kompanie auch der Koh⸗i⸗nor unter ihnen.

Edelstein durch zwei Offiziere nach England, Juni des Jahres 1850 der tannien feierlich übergeben wurde.

schätzte man seinen Wert auf etwa 3 Die Urteile der Sachverständigen, ob gingen auseinander, schließlich Rat der Königin die Ansicht Geltung,

beiter die Schwierigkeiten überwinden würden. wisser Voorsanger aus Amsterdam wurde nach N bei täglicher zwölfstündiger Arbeit der Werkstatt der Kronjuwelen die Arbeit gelungen wichen die Urteile weit von einander ab; Diamant bei dem Umschleifen nicht

berufen und vollführte be in achtunddreißig Tagen in 0 Auch darüber, ob ihm

jedenfalls verlor der weniger als 80 Karat.

Ein enterbter Vanderbilt. Newyork hat Der amerikanische Krösus Kor⸗ wie die WienerPresse berichtet, Die Ursache ist eine Heirat, die Kornelius Vanderbilt junior, Die Auserkorene Mannes gehört durchaus nicht zu den armen wenn ihre Familie auch nicht in der allerersten Das Millionen

seine großeAffaire. nelius Vanderbilt hat, seinen Sohn enterbt. der Sohn des Millionärs, gegen den Willen des Vaters einging. des jungen Mädchen,

Reihe der ameritanischen Plutokratie steht.

mögen ihres Vaters, N. T. Wilson, soll bei 15 Dollars betragen, was immerhin schon etwas ist. Das aber auf ihren Teil Dollars, was auch schon Die Gründe, die den alten geplante Heirat den dem Sohn mit Euterbung Enterbung auch zu vollziehen, sind, Vor allem war Miß einer die sich in beständigem Wettkampf ge⸗ den Vanderbilts befand und welche von diesen stets aus dem Felde geschlagen wurde. Der alte Vanderbilt fürchtete nun, sein Sohn könnte sich ein⸗ Familienbeziehungen mit den Bel⸗ vielgehaßten Konkurreuten. Auflehnung gegen die Heirat des Sohnes bot ihm das Alter des jungen Paares. Kornelius zweiundzwanzig Jahre heiraten wollte und hei⸗ Man rechnet Jahre 1884 in die Gesellschaft eingeführt wurde und daß sie damals einundzwanzig Jahre Dieses Altersverhältnis zwischen Mann und

Bekanntmachung.

Mädchen hat allerdings Geschwister, entfallen einmal 3 Millionen ein ganz hübsches Erbteil ist. Vanderbilt veranlaßten, gegen die heftigsten Widerstand zu leisten, zu drohen und die wie man sagt, ganz anderer Art. den Belmonts verwandt, Millionärsfamilie, schäftlicher Art mit

mal zufolge der neuen monts assoziieren, den äußeren Grund der

Vanderbilt junior ist nämlich erst alt, das Mädchen aber, das er ratete, zählt bereits dreiunddreißig Lenze.

ihr nach, daß sie schon im

alt war.

ungeschliffen werden könne, verschaffte sich jedoch im daß geschickte Ar⸗

Niemand bei dem Gedanken kommen könnte,

der sich erbin, einen Mann zu finden,

ziehung entsprach.

konnten,

dern von seinem Vater

dem Tag erhalten,

Ein ge⸗ London

ihm

Newyorker Millionärkreisen als

werden dürfte.

vortrefflich fruktifizieren läßt.

einer verwandtschaftlichen Seite

Ver⸗

Dollars zu erwarten haben.

haben wird.

Aufsehen.

anderen

des großen Hofhundes aus dem

sprang aus dem Bett, den Hof.

Den

meter hohe Kiste liegen.

war zu schwer.

gesellte.

sofort zu ihm Gesinde beider

schon vor einigen Jahren überschritten hat.

würdig erscheint auch die Thatsache, daß eine wie die Wilson war, alte Jungfer wurde, der ihren Wünschen in jeder Be⸗ An Freiern mag es ihr ja nicht gefehlt haben, da noch die Reize der Dreiunddreißigjährigen einen jungen Mann von zweiundzwanzig J daß er ihretwillen das Vermögen eines Krösus,

Wünschen des Krösus gemacht hätte. dann auch diese ihm zugedachte Braut ein erkleckliches Allen diesen Schätzen

Sümmchen von Millionen zugebracht. Der junge Van⸗

zog er die Hand der Miß Wilson vor. derbilt ist nicht gerade mittellos, wenn er auch in den bettelarm Er hat, wie man sagt, ein Privatver⸗ mögen von 100 000 Dollars und eine Stellung im In⸗ genieuramt der Zentral⸗Eisenbahn-Gesellschaft. Vermutlich wird er nach seiner Hochzeitsreise, die ihn nach Europa führen dürfte und ein Jahr dauern soll, als Associé in das Haus R. T. Wilson und Co. eintreten. zwar kein Einlagekapital für eine Firma, die 15 Millionen wert ist, wie man in Amerika sagt, doch macht sein Name ein solches wett, der sich in geschäftlicher Beziehung Die Firma wird dann wahrscheinlich heißen: Wilson, Vanderbilt u. Co. Von Kornelius übrigens auch noch testamentarisches Erbe von 1 Million Im Ganzen annehmen, daß das junge Paar keine Not zu leiden

soll

Schlafe

Es war stockfinstere Nacht. das kluge Tier seinen Herrn, sprang vorwärts und blieb am äußersten Ende des Hofes plötzlich stillstehen. Friedmann beleuchtete die Stelle und sah zu seiner Ueberraschung an die Holzumfriedung angelehnt eine meterlange, 40 Centi⸗ an dieselbe, einen dumpfen Ton, er wollte sie vom Platze rühren, sie Mittlerweile erwachte auch der Nachbar, der, Friedmann mit der brennenden Laterne in der Hand zu so ungewohnter Stunde durchs Fenster erblickend, sich Unterdessen Nachbarhäuser und sammelte sich um die

Er stieß

erwachte

Frau ist allerdings ein ungewöhnliches, wenn sich auch die geborene Wilson alle Jugendfrische erhalten hat und Aublick des blühenden Weibes auf den daß sie die bedenklichen Dreißig Höchst merk⸗ Millionärs⸗

ahren derart bemeistern

das ihm zugefallen wäre, in die Schanze schlug. Vanderbilts, Vater und Sohn, sind Hartköpfe, und Leute, die sie kennen, erklären, daß nun, nach dem erfolgten Bruch, eine Versöhnung zwischen ihnen niemals mehr zu⸗ stande kommen werde. Der Sohn hätte nicht bloß einmal den größten Teil des väterlichen Vermögens geerbt, son⸗ fünf Millionen Dollars bar an an dem er eine Heirat nach den Vermutlich hätte

Ein Hund als Lebensretter. In Mis⸗ kolcz(Ungarn) erregt die Rettung eines 17jährigen Mäd⸗ chens durch einen Hund, noch mehr aber die Art und Weise, wie das Mädchen in Lebensgefahr geriet, großes Sonntag um Mitternacht wurde der Greißler Friedmann durch unaufhörliches Geheul und Gewimmer geweckt. Er machte Licht und begab sich in Bellend umsprang

angesehen

Er besitzt

läßt

das ganze

blaß, besinnungslos, dem Anscheine nach tot. Arzt Dr. Ixel wurde rasch herbeigeholt. gischen Belebungsversuchen gelang es, das ohne das arme Geschöpf sei

Polizei⸗Arzt konstatierte,

chen wäre, etwas später eütdeckt, gewiß erstickt. Beide

hier ein Verbrechen vorliegt.

Hundes das Leben.

Einleitung. Münzsammlung zeigt): Du hast doch nicht blos

Kiste. Die Polizei erschien, zwei Mann hoben den Deckel auf und zum großen Schrecken aller Anwesenden lag in der Kiste zusammengekauert, hineingepfercht ein Mädchen⸗ Polizei⸗ Seinen ener⸗ Mädchen zum Bewußtsein zu bringen, es öffnete die Augen, holte tief Atem, verfiel jedoch alsbald wieder in tiefen Schlaf. Der

fremde Hand gewaltthätig, wahrscheinlich im narkotisirten Zustand in die Kiste gepfercht worden; das arme Mäd⸗

verständlich kursiren jetzt über den sonderbaren Fall die verschiedensten Gerüchte und man glaubt allgemein, daß Eines steht fest: das junge hübsche Mädchen verdankt dem wunderbaren Instinkt eines

Studiosus(dem der Onkel seine Aber nicht wahr, lieber Onkel, alte Münzen gesammelt?

Neueste Telegramme.

Hd Frankfurt a. M.,

trieben hat.

gegen gehe.

Hd. Frankfurt a. M., 10. Juli. morgen derSchönen Aussicht 3

junior sich Spengler ebenfalls bewußtlos.

Hd. Berlin, 10. Juli. Zeitung schreibt,

1895 erteilt.

Hd. Berlin, 10. Juli. nung des Bundesrat

sie gab

gebenen Fassung geneigt zu sein.

Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprecheinrichtung

in Gießen erforderlichen

Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff ge⸗

nommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen

oder Geschäftsräume im Laufe dieses

Fernsprecheinrichtung verbinden lassen wollen, ersucht,

recht bald

Jahres mit der vorbezeichneten Stadt⸗

ihre Anmeldungen

spätestens bis Anfangs August d. J.

an das Kaiserliche Postamt in Nur für die bis zu

die Herstellung der Anschlüsse für den zweiten Rechnungsjahres in Aussicht gestellt werden.

Gießen einzusenden.

diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann

Bauabschnitt des laufenden Verspätet angemeldete Auschlüsse

können erst im 1. Bauabschnitt des nächsten Rechnungsjahres zur Ausführung

gelangen.

Darmstadt, 4. Juli 1896.

Der Kaiserliche Ober⸗Postdirektor,

Geheime Ober⸗Postrat

Clavel.

Verdingung.

Die zum Ausbau der Stephanstraße, zwischen Garten- und Bismarckstraße, erforder⸗ lichen Erd⸗ und Maurerarbeiten, als:

Anfuhr und Planieren von

Grund 2500 ebm, Versetzen von Bordsteinen auf

el ls w, Verlegen v. Steinzeugröhren N Versetzen v. Straßensinkkasten 5 Stück,

Herstellen v. Lampenschächten 57 sollen

Samstag, dengl8. d. ts. vormittags 11 Uhr, 5 öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeits⸗ beschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden offen Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. Gießen, 9. Juli 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt.

Verdingung.

Die für die Stephan-, Bruch-, Göthestraße, den Riegelpfad und das GäßchenAuf der Bach erforderliche Lieferung von Stein⸗ zeugröhren nämlich:

Röhren von 2030 em Durchm. 618 lfd. in, eig, 7 Stüc, Straßensinkkasten 34

soll Samstag, den 18. Juli d. J., vormittags 11], Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Lieferungs⸗ bedingungen liegen bei uns während der Dienst⸗ siunden zur Einsicht offen Angebote auf Vor- druck sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Juli 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt.

Reklamationen und Gesueche fertigt an 473

Löberich, Brandgasse 8.

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H. Lang, Bauunternehmer, Kirchhain(Bez. Kassel).

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10. Juli. Ueber die Ursachen des Selbstmordes des Professors Klimsch verlautet, daß Furcht vor Wahnsinn ihn dazu ge⸗ Wenigstens ist dies aus einem hinterlassenen Schreiben zu schlie⸗ ßen, worin Professor Klimsch seiner Fa⸗ milie mitteilt, daß er den Tod suche, da er ja doch dem sicheren Wahnsinn ent⸗

wurden in einem Kanalschacht an Arbeiter infolge Einatmung von Gasen bewußtlos. Die⸗ selben konnten aus dem Schachte hervorgeholt werden. Bei den Rettungsarbeiten wurde ein Derselbe mußte ebenfalls an Seilern herausgezogen werden und wurde hierbei am Kopfe nicht unerheblich verletzt. DieNordd. Allg. dem Vernehmen nach hat der Bundesrat in seiner gestrigen Sitzung seine Zustimmung zur Aufhebung der beiden gegen Spanien erlassenen Kampfzoll⸗Ver⸗ ordnungen vom 25. Mai 1894 und 30. Juni

Die Ableh⸗ Margarinegesetzes im wird wahrscheinlich mit stattlicher Mehrheit erfolgen. Nur zwei süddeutsche Regierungen und viel⸗ leicht auch die sächsische scheinen dem Gesetz in der ihm vom Reichstage ge⸗

Branche aus verschiedenen Städten Deutsch⸗ lands in großer Anzahl eingefunden, um eine Kundgebung gegen das Verbot des Detailreisens zu veranstalten. Unter An⸗ derem waren Delegierte aus Halle a. S., Leipzig und Chemnitz erschienen. Man will vom Bundes⸗ rat Dispens vom Verbot zu erlangen suchen un

sekretär v. Boetticher entsenden. Eine Resolu wurde schließlich einstimmig angenommen, in welcher das unkoulante Vorgehen der Bielefelder

Recht anstrebten, Wäschefabrikate direkt beim Konsumenten anzubieten. Ferner wurde in der Resolution ausgesprochen, daß für den Betrieb der Industrie das Detailreisen eine unbedingte Notwendigkeit sei. Nach Absendung eines Tele⸗ gramms an den Prinzen Alexander Hohenlohe ging man mit einem Hoch auf den Kaiser aus⸗ einander.

Hd. Budapest, 10. Juli. Heute Nacht entstand infolge Kurzschlusses der elektrischen Leitung ein Feuer. Der Pavillon der Kuchener Konditorei auf der Ausstellung brannte nieder. Das Feuer wurde jedoch gelöscht, ohne weiteren Schaden e

Hd. Paris, 10. Juli. In der Kammer wurde gestern die Erörterung des Einkommen⸗ steuergesetzes fortgesetzt. Die Sitzung verlief sehr stürmisch. Der Ministerpräsident wider⸗ legte siegreich die Argumente des Sozialisten⸗ führers Jaures und des Führers der Radikalen Bourgeois. Schließlich nahm die Kammer eine Resolution an, wonach die Debatte in einer außerordentlichen Tagung fortgesetzt werden soll. Hd. New⸗Dork, 10. Juli. Von einem furchtbaren Wirbelsturm wurde Donsacula in Florida heimgesucht. Derselbe richtete großen Schaden an.

Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 12. Juli, 6. nach Trinitatis. In der Stadtkirche. Vormittags Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Grein. In der Johanneskirche.

Vormittags 7/ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vormittags Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Dingeldey.

mahl für die Johannesgemeinde statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten.

Verleger: Paul Bader in Marburg, Veranttwo. Ne⸗

Had. Berlin, 10. Juli. Gestern Abend hatten sich Vertreter der Wäsche- und Leinen⸗ .

dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen.

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